Hintergründe

Ich denke, das sollten mehr Leute sehen, auch wenn das schon krass ist, wenn man GOR noch gar nicht kennt. Es geht um spirituelle Hintergründe im Weltgeschehen. Eine Besonderheit ist auch, dass Gor als Russe anders auf die Welt schaut. Er kennt sich gut aus mit Geschichte. Und vieles davon habe ich noch nie gehört!

Ich kenne ihn seit Jahren und bin nicht unkritisch, doch ich finde keinen, der so deutlich wahr spricht wie er. Magie ist eine Macht, die heute unterschätzt wird. Es ist besser, sich damit auszukennen und sich auszubilden.

Farben

Das war ein herrlicher Tag. Monika hatte zu einer Malaktion eingeladen, und sie fand in einem Garten statt. Acht Menschen pinselten fröhlich auf eine alte Tapete ein….die Farben standen mir noch abends beim Einschlafen vor Augen.

Also vielmehr nachts, denn dazwischen waren wir noch tanzen. Also ein Supertag mit einigen der Lieblingstätigkeiten! In Husum gab es die Disco für über 55 einhalbjährige…und es waren viele von uns da! Auch Jüngere natürlich, hoher Frauenanteil garantiert, und gute alte Musik. Mein Freund und ich schafften drei Stunden nonstop auf der übervollen Tanzfläche. Unser Fahrer hatte Frühdienst, wir sind zu dritt aus dem gleichen Dorf, und es wurde nicht so spät. Das tut einfach gut, alles durchzuschütteln, von Schmerzen nichts zu spüren- erst am nächsten Tag. Alte Musik, damit meine ich keine Schlager, sondern tanzbare 70iger und achziger Jahre. The Who kam vor, und den Rest der Namen kenne ich nie…nur mitsingen das kann ich. Allerdings gibt es mittlerweile so manche rest in peace-Radiosendung, wo all jener Musiker gedacht wird, die im letzten Monat starben oder 80 wurden. Black sabbath, Led Zeppelin, Caravan und viele mehr…

Möge ich auch mit 70 noch tanzen! Nun werden erst mal Blümchen eingebuddelt.

Trunken vor Sonne

So heißt es, auch trunken vor Glück, und das obwohl ich seit 38 Jahren niemals betrunken bin. Im Grunde kann man auch sagen, Gesättigt, genährt und aufgeladen mit Energie. Sonne macht mich high.

Diese Tage des März sind die ersten Frühlingsboten, manchmal unglaublich warm, und ich war die ganze Zeit im Garten. Da wird noch gefegt und gesägt, Gestrüpp aufgehäuft und der wackelige Zaun festgebunden am Baum. Ich bin sogar eingeschlafen auf der Bank! Überall kommt das Grün aus dem Boden. Das Wilde. Anbauen von irgendwas ist zu früh, doch der Raum wird schon besetzt von Giersch und Brennessel, von kleinen Vergißmeinnicht, die Weidenröschen- ein harmloser Name für später riesige ausufernde Pflanzen- sind da im Rasen und das Moos hat ohnehin so gut wie alles bedeckt über den Winter. Efeu streckt die Finger aus , meterlang und will ebenfalls die Wiese bedecken. Leider auch die Straße, da muss ich einschreiten. Er wächst an den Fichten hoch, das ist nicht schlimm. Das gibt es immer an besonderen Plätzen, es schützt mich alles sehr gut vor Strahlung, Also ich sitze dann nur so da, mache das Feuer an, und plötzlich entdecke ich ….was unbemerkt monatelang sich vorbereitet hat, während ich im Winterschlaf herumdümpelte. Nun aber …

Mir tun natürlich nun alle Knochen weh. Wie jedes Mal. Doch auf glückliche zufriedene Weise. Weidenkätzchen stehen in der Vase auf dem Tisch. Und die jungen Kätzchen sind auch sehr glücklich, die eine erlebt ihren ersten Frühling und sie ist sehr schnell. Ein Vögelchen badet im Bottich und die Tröpfchen fliegen, sie hat es gehört und steht gebannt. Wenn die Krähen in den hohen Bäumen nisten, dreht sich das um- dann kann man Katzen rennen sehen mit Krähen dicht über dem Kopf, und panisch zur Katzentür herein. Danach haben sie dann auch vor Amseln Angst gehabt….Ob das bei Chilli sein wird..?..die hat vor nichts Angst.

Sinnlose Filme

Hätte man nicht unter dem Film den Inhalt bzw die Handlung beschrieben, so hätte ich keine erkannt. Berlin hätte ich sofort erkannt an diesen Freaks, die dargestellt wurden. Auch wenn es 40 Jahre her ist, so welche kannte ich, jeder muss irgendwie auffallen durch Verrückheit. Oder so.

Das Leben ist sinnlos, wenn man nicht die Welt rettet. So kommt es in jedem Falle rüber, und ich glaube, dass das für erschreckend viele Menschen tatsächlich stimmt. Mal abgesehen von den erschreckend vielen Filmen, in denen das das Thema ist. Welt retten. Sich allein retten ist auch möglich, aber nicht so angesehen. Es mag auch eine tiefe Depression der Sinnlosigkeit zugrunde liegen, wie sie von ständigem Überdrehtsein, Drogen und Ablenkung non stop am Ende ausgelöst wird. Das hohle leere Dasein in der Stadt- es spiegelt sich in den anderen Gegenübern. Es war, was ich erlebt habe. Esoterik-Hype und Weltrettung soll das erhöhen, obwohl die Verbindung zum Urgrund der Natur komplett fehlt. Sie fehlt . Es ist wie abgeschnitten, auch untereinander. Ich weiß wohl, dass ich da mal versuchte, mitzumachen, ein Teil davon zu sein.

https://www.ardmediathek.de/video/mann-im-spagat-pace-cowboy-pace/mann-im-spagat-pace-cowboy-pace/one/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLXNvcGhvcmEtNWI1N2I1NzAtNzdkZC00MjAwLThhMTYtMmRmZGE0ZDIwZTk3

Aus heutiger Sicht wähne ich mich glücklich, Städten den Rücken gekehrt zu haben und an Orten zu leben, wo zwar auch ehemalige Städter sind, die aber doch erlernen müssen, dass hier das Bescheidene mehr zählt. Großkotzigkeit und Angebertum sind einfach nur peinlich.

Es zählt zwar schon, was man kann, aber viel aushalten gehört auch dazu.

Irgendwie entlarvt der Film auch diese Sinnlosigkeit, wenn ich überhaupt irgendwas verstanden habe.

Das gesunde schwingungserhöhte Wasser jedenfalls…es hätte auch nicht viel bewirkt…

Und die Astrologin, die ich höre, kennt die Bestimmung der ganzen Menschheit, ja wow, wir hängen an ihren Lippen, weil wir ja so verzweifelt nach Sinn suchen. Hunderte bedanken sich für ihre Weisheit, wie verloren sind wir denn bloß alle. Unsere Lebensaufgabe ach …wie gut, dass ich die früher nicht suchte, und jetzt ist es zu spät.

Ich suchte was, das stimmt schon, auf der ganzen Welt und in vielerlei Möglichkeiten. Jeden Tag Katzen füttern, jeden Tag Sträucher pflanzen oder Essen kochen, heute ist das Sinn und Verbindung zur Welt. Verbindung zu den Lieben. Wie mir das gelang, ich weiß es nicht. Ich ging durch die extreme Ursache meiner Bindungslosigkeit, sehr schmerzhaft. Ich erzeugte sie durch unbewusste Angst.

Aber auch die Beschaffenheit meines Ortes hat damit zu tun. Es ist schwer, sich zu täuschen, wenn so wenig den Blick verstellt. Ich falle auf mich zurück, weil niemanden meine Verkleidung interessiert. Da gab es ein paar dunkle Jahre. Doch der Sinn, (sein Gegenteil ist nicht der Unsinn, der hat auch seinen Platz), der Sinn ist erfüllt.

Hexenwerk

Im Schuppen toben sich ein paar Hexen aus. Ich bekam die neulich geschenkt auf dem Flohmarkt, wo ein Händler viele Kisten stehen hatte. Die grüngesichtigen Damen sind wohl von Halloween übrig geblieben. Als wenn es die nur einmal im Jahr gäbe!

Gestern sah ich den sehr guten Film: The Gift, welcher auf deutsch: „Die dunkle Gabe“ genannt wurde. Leider, denn das „dunkel“ trifft auf die Hellsichtigkeit der Hauptfigur nicht zu. Dunkel ist vielmehr das, was sie sehen muss, ob sie will oder nicht. Dieser Film spielt zu einer Zeit und an einem Ort, wo durchaus noch eine Frau mit solcher Gabe als Hexe bezeichnet wurde- und wird .Dennoch rettet die Gabe bzw die guten Taten, die sie tat damit, am Ende sie selbst, wobei es mystisch wird.

Ich mag nichts verraten. Es war ganz schön unheimlich. Cate Blanchet und Keanu Reeves!

Mit dem Wort „Hexe“ wäre ich nicht so froh bezeichnet zu werden. Ich finde, es haftet ihm das Leid an, die Negativierung. Anders ist es mit wicca und Magie und anderen Worten. Aber Hexe….so manche heutige Frau bezeichnet sich selbst so, auch als Kräuterhexe, wobei sicher das Heilwissen und alte Mittel eine Rolle spielen. Aber eine echte Hexe kann ja viel mehr. Nicht nur gutes.

Ich werde die Hexen im Schuppen lassen; als Elementarwesen sind Sumpfhexen und andere ja vorhanden, in diesem Lande, noch. Wer weiß, was mit ihnen passiert, wenn ihr Moor voller Solarpaneele gestellt wird, ob sie dann austrocknen oder böse werden?

Der Stuhl

Auf manch einem Stuhl sitzt niemand mehr. Und doch ist ein Stuhl ein Wesen für sich. Auch bei mir stehen so einige Stühle herum, früher für die Katzen, doch die heutigen sind da lieber auf der Fensterbank. Sie haben Körbe Höhlen Kisten lieber. Ich benutze drei Stühle und einen Sessel, je nach Tageszeit. Das wäre auch nicht nötig, einer würde reichen. Ach einer dient noch beim Telefon. Das kommt einmal in der Woche vor.

Oben gibt es noch einen Stuhlkreis, denn ältere Damen meditieren nicht mehr im Schneidersitz, es ist auch auf dem Stuhl erlaubt und ebenso wohltuend. Mit dem Gedanken spielend, man würde – also man- in einen Wohnwagen ziehen, als einzigen Wohnort. Da hätte man also auf jeden Fall die Stühle draußen, so wie diesen. Ist nicht meiner. Sie eignen sich auch zum Abstellen von Dingen, bei Leuten, die viele Dinge haben. So mehrere Wohnwagen und so. Da ist vieles draußen. Doch der Traum von Freiheit, vom jederzeit wegfahren können, der bindet sich an Wohnwagen. Der Stuhl bleibt zurück.

Der hat mit Sesshaftigkeit zu tun. Sitzen Aussitzen Besitzen Durchgesessen.

Gesessen im Sessel und gegessen und dazu Lampe und Buch ist Zuhause. Überall. Der Stuhl am Küchentisch ist Heimat. Die Geschichten sind die Welt. Und selbst am Ende der Welt ist ein Stuhl, vielleicht eine Holzbank, ein Sitzplatz. Ich bin viel in der Vergangenheit, in inneren Bildern. Die Orte gibt es noch, aber manche damalige Stühle sind im Feuersturm verbrannt. Mit meinem täglichen Sitzen habe ich sie zu meinem Ort gemacht, mich verbunden und die Perspektive im inneren Gefüge.

Sonntag.

Loslassen

Gestern traf ich viele Menschen, für meine Begriffe. Ich verbrachte einen Nachmittag auf einem Treffen spiritueller älterer Damen, und ein Herr war auch dabei. Ja wir kannten uns schon ein bisschen. Doch drei Stunden an einem Tisch zu sitzen und zuzuhören ist für mich wirklich nicht leicht gewesen. Aus Höflichkeit nicht früher gehen können. Das vermeide ich ja fast immer, solche Verpflichtung und Höflichkeitszwänge.

Das Thema wurde gefunden: Wie sieht es bei Dir aus mit dem Loslassen? Kannst du gut ausmisten und wegwerfen….Viel habe ich dazu nicht gesagt. Ich habe das immer gemacht, ganze Wohnungen mit allem zurückgelassen, plötzliche Brüche und ständige Umzüge. Ich lebte jahrelang aus dem Rucksack. Koffer hatten wir damals nicht. Schon gar keine, die man hinter sich her rollt. Das war auch nicht hippielike.

Und nun habe ich seit 10 Jahren viel Platz…und das Sammeln macht mir auch Spaß. Ich weiß nicht, ich schätze ich könnte auch alles- bis auf meine Tiere- plötzlich hinter mir lassen. Die Tiere halten mich hier. Und das Alter auch. Es ist alles so bequem….Katzen jedenfalls lieben es auch bequem, sie sind sehr ortsbezogen und brauchen ihr Revier. Nun wächst ein neues Kätzchen heran. Sie wird gelehrt wie man sich verhält, erlebt ihren ersten Frühling, ich würde sagen, man braucht mich hier noch.

Und andererseits brauchen sie mich nicht, sondern würden sofort eine Lösung finden, wenn es anders ist. Das ist ja die eigentliche Kunst. Die Fremdkatze, die jeden Abend vor der Hintertür um Fressen bettelt, sehr freundlich, weiß wie es geht. Ich habe keine Ahnung, wo sie herkommt. Kommen und gehen. Mein Kater ernährt sich offenbar von Mäusen.

Am Abend fuhr ich durch den beginnenden Nebel aus Nordfriesland über die Eiderbrücke wieder nach Hause, wo schon die Meditationsgruppe anstand. Ein Freund war gerade von einer Woche Berlinale zurückgekehrt und hatte eigentlich viel Interessantes zu berichten. Doch dann- unsere halbe Stunde Schweigen! Eine solche Wohltat.

Unglaublich, wie viel Energie und Kraft man so sammeln kann. Danach, zu viert, hatten wir dann noch mehr schöne Gespräche! Um Kraftorte und Kräuter, Rente und Bücher,….vertraut werden und die Besonderheit jedes Menschen wahrnehmen. Bisschen viel auf einmal, aber so kostbar. Ich bin Beobachterin, studiere Gesichter, staunend, in den Gesichtern unserer Generation ist so viel zu sehen. Manchmal vergesse ich dabei, mich selber auszudrücken und mich zu zeigen. Ich bleibe rätselhaft. Aber nein, man ist ja bei mir zuhause. Da sieht man eine Menge was „ich“ bin.

Film: „Schrotten“

https://www.arte.tv/de/videos/055864-000-A/schrotten/

Diesen Film von 2016 sahen wir gestern auf, arte tv, wo er in der Mediathek noch zwei Monate erhalten bleibt. Wunderbar. Zeitweise mutet er an wie ein Western, in der norddeutschen Provinz. Der spezielle Familienzusammenhalt von speziellen Berufsgruppen mit viel Witz und Komik erzählt. Auch die Frage was überhaupt legal und illegal ist, wie sich die Grenzen verwischen, und vor allem, dass auch Schlips-und Kragenträger mitnichten brav und legal handeln.

Tolle Schauspieler erwecken die Geschichte zum Leben. Es geht um einen Schrottplatz. Früher, als wir Kinder waren, da haben uns solche Orte fasziniert, wie lost places, Sperrmüll, Flohmärkte heute noch, denn sie sind Geschichten. Sie sind Bilder, fern von diesem wohlgeordneten Elternwohnzimmer, dem bürgerlichen Schein, dem verordneten Bravsein. Es steckt in mir drin, die Sehnsucht nach dem Wilden. Das Wilde in mir, vielmehr, das was immer in die Natur wollte. Denn da ist diese organische Ordnung, die sich anderswo auch von selbst einstellt, wenn man sie lässt. Ja, ich kenne auch Menschen, bei denen es fast so aussieht wie auf dem Schrottplatz. Wobei es sich häufig einfach um das Arsenal der Gerätschaften handelt, die auf dem Land zum Einsatz kommen, also der altmodischen Art. Klar, die Nachbarn haben auch einen alten Pflug als Deko auf dem Hof, mit Blumenkasten drauf. Das meine ich nicht. Wenn man die moderne Landwirtschaft mit ihren heutigen Fahrzeugen um sich hat, täglich, dann ist das andere schon Nostalgie. Ich mag alte Geräte. Metall. Rost. Zugewachsen mit Disteln und Brombeeren….

Ein Satz von Gor Rassadin https://www.youtube.com/watch?v=ofDRAvhxFVI– er erklärt uns manches über Russland – (Achtung trigger für Andersdenkende) hat mir sehr gefallen, in etwa: Der Russe hat einen andere Vorstellung von Freiheit. Sie ist für ihn die Wildnis, das offene, ungeordnete.Bei uns ist regulierte Freiheit, also was wir als solche betrachten. Die Gesetze die regeln, welche Freiheit jeder haben soll usw. Es werden mehr und mehr. Nichts wird dem Zufall überlassen. Das Leben ist ja auch nicht zufällig, aber es ist ein organisches Gebilde aus Resonanzen.

Es entfaltet sich- wenn es gelassen wird, wenn es dazu kommt. Das ist so wie beim Malen.

Ich habe schon im Ausland gelebt, wo das teils noch so war. Früher, heute vielleicht nicht mehr. Man nennt es chaotisch, aber nur wenn man das Geflecht dahinter nicht versteht. Beziehungen, Familienbande, Verpflichtungen, – Energien und feinstoffliche Ätherkräfte, was alles am Erschaffen beteiligt ist. Schrott ist Rohmaterial, wertvoller Stoff, und aus ihm wird Neues hergestellt.

Katzenfamilie

Die beiden sind nicht Familie, aber meine. Also irgendwie schon eine Familie. Die Schwarze ist nun fast kleiner als die Kleine, die gerade mit ihren 6 Monaten beim Tierarzt kastriert wird. Damit es nicht mehr Kleine gibt. Obwohl es die immer gibt. Vor der Tür sitzt auch schon wieder eine schöne Unbekannte, die Essen braucht. Mein Kater allerdings, der fängt selber Mäuse. Sie lernt noch. Ob die Mäuse sie schneller sehen, weil sie weiß ist?

Klein? ich habe da was verpasst….

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