Träume

Zwei der heute gelesenen Beiträge von wordpress-Autorinnen-Freundinnen- wie nenne ich euch-??-, jedenfalls befassen sie sich mit Träumen. Ich träumte trotz der Vollmond-Mondfinsternisnacht gar nicht. Ich habe es vernachlässigt, die Erinnerung zu trainieren. Ganz recht, ich lernte das auch einmal in einer Therapie und es ist ein wunderbarer Weg, zu Botschaften und schönen Kontakten zu kommen.

Diesmal aber fanden die sich wieder im hiesigen Leben. Es ist komisch. Wir sprachen ganz zufällig, auf dem Flohmarkt, von einer Frau und Kindern, die ich ja nicht habe. Und heute erfuhren wir, dass diese Frau verstorben ist, gerade eben.

Es passiert häufiger, wie eine Ahnung oder kontaktiert dich jemand mit Gedanken, und sicher war es der Sohn dieser Frau, die ich gar nicht kannte, der abends anrief.

Synchronizitäten gibt es wohl immer, doch auch das Wahrzunehmen muss trainiert werden. Die Welten sind ja gar nicht so getrennt. Ich vermute mal, dass sich auf Flohmärkten eine Menge verstorbener Seelen bei ihren alten Sachen herumtreiben, weswegen ja alte Sachen auch oft einen miesen Muff ausstrahlen. Es kann aber auch anders sein, so dass die Wertschätzung ihrer alten Schätze dankbar aufgenommen wird.

Angst habe ich vor diesen Seelen gar nicht mehr, aber in dem Ort gestern fühlte es sich nicht angenehm an und ich kaufte tatsächlich gar nichts! (Es gab keine Bücher). Naja, vielleicht war ich auch einfach viel zu müde.

Schlaf

Schlaflos, Schlaflied, Schlaf, aber nicht schlaff. Naja, oder schon ein komisches Wort. Ich bin heute grummelig, weil es mir an solchem fehlte. Bestimmt muss ich noch einen Mittagsschlaf einlegen. Wir tanzten in einer alten Papierfabrik im Meldorfer Hafen. Die Kulturszene der kleinen Stadt war wohl anwesend.

Die Band kannten wir und da tanzen alle sofort beim ersten Lied bis zur zweiten Zugabe.( Mike Rheese)..Nun, ich war dann erschöpft um 2 Uhr zu Hause und -konnte nicht schlafen.

Was mich gestern ärgerte: Dass ich ein völlig überflüssiges Buch gekauft habe, weil es jemand über den Klee gelobt hat. Es stand nichts drin, was ich nicht schon wusste. (Colin Tipping, Radikale Selbstvergebung). Da halte ich es doch lieber mit den buddhistischen Mönchen, die schon länger mit solchen Themen und auf ganz andere Weise umgehen, tiefer gehend statt mit standartisierten Listen von Emotionen, die man ankreuzt…

Ich habe eh nichts für Ratgeberbücher übrig. Grummel. Aber von den Tibetkrimis von Eliot Pattison habe ich den fünften Band bestellt. Mehr Wert und Inhalt und Weisheit enthalten.

Oh heute ist Vollmond mit Finsternis.

Farben im September (7)

Eine challenge von Amorak

Buchrücken. In diesem Falle zusammen passend und mich an den Regenbogen erinnernd. Leider ist das Phänomen des Prismas von Licht vollkommen vereinnahmt worden von einer dogmatisch wirkenden Diskussion. Für indigene Völker hat der Regenbogen immer eine immense spirituelle Bedeutung gehabt und gar nichts mit „Vielfalt“ usw zu tun.

Viele uralte Überlieferungen haben mit dem Regenbogen zu tun und es gibt auch einen Schamanismus dieses Namens. Aber wer weiß das schon noch, bald geht alles unter in diesem schrägen Zeitgeist. Der bedient sich. An Allem.

Der Lehrer, der diese Bücher hier schrieb, Norbert Muigg, ist keiner von den Zeitgeistautoren. Er hat wirklich Ahnung von einer alten Kultur, in die er eingetaucht ist.

Buch: Die vier Toten von Tibet

Eliot Pattison, Aufbau Verlag, 2020

Noch einmal Eliot Pattison, diesmal habe ich den neuesten Band der Krimireihe gelesen, die so viel mehr ist als Krimi. Mit China und Tibet treffen zwei total gegensätzliche Extreme aufeinander, wie er meisterhaft darzustellen versteht. Ich lerne, dass der Autor ein Anwalt ist.

Nun passieren im Buch wundersame Dinge, wie man sie sich wünschen würde im Angesicht der Ohnmacht gegenüber totalitären Systemen. Und wer weiß. Tibeter jedenfalls sind fähig, daran zu glauben. Ich bin wieder tief beeindruckt .

Zwar auf englisch, doch bietet die webseite des Autors einiges an Hintergrund und das tun die Romane übrigens auch- ich habe hier viel gelernt, was ich im buddhistischen Kontext nicht unbedingt erfahren habe, so wie er im Westen oft gelebt wird.

Es geht hier um Menschlichkeit. Es geht überhaupt bei allem um Menschlichkeit. Und der Titel des Buches, die vier Toten- nun. Es sind ja so viel mehr als Vier.

Black & White 2025 September

Zum Black&White Fotoprojekt von https://www.czoczo.de/2025/08/01/black-white-2025-august/.

Für September. Immerhin hat das Fotografieren im Garten und das Hochladen der Bilder funktioniert! Das sollte selbstverständlich sein- also mit der Kamera geht das schon…

Meine kleine Begleitung ist sehr quirlig, und da ich von Hand scharf stellen muss- jawohl- gab es nur einen richtigen Moment. Bei einer schwarz-weißen Katze sollte man meinen, sie kann sich gut verstecken. Das Gegenteil ist der Fall, man sieht sie immer. Die Grautiger dagegen verschmelzen mit jeder Umgebung. Die Mäuse erkennen sie wohl trotzdem nicht, nach der Anzahl, die sie so hereinbringt. Chilli, mein Augenstern, ist gerade ein Jahr alt geworden.

challenge

Eigentlich wollte ich ein SW-Bild auswählen für die challenge von czoczo.de.

Aber ich komme mit dem handy nicht mehr klar. Es will dies nicht und das nicht und sagt mein Speicherplatz ist aufgebraucht. Das ist also meine echte challenge. Weiter mit dem handy fotografieren oder….

Dieses Hafenbild jedenfalls wurde abends in Husum am Hafen gemacht, als wir für ein Blueskonzert anstanden. Es war warm und alle standen noch draußen, der Raum wurde gar nicht voll. Die Jesse Redwing band war klasse. Ein australischer Gast. Wir tanzten, zugegebenerweise mit Ohrstöpseln, denn es war sehr laut. Der Sänger und Bandleader ist noch jung, die meisten Fans von blues sind in unserem fortgeschrittenen Alter. Daher waren wohl Tische aufgereiht vor der Bühne. Doch der Tour manager bat darum, dass sie weggeräumt werden.

Gute Idee! Nun stehen die meisten trotzdem steif herum, wir sind ja in Nordfriesland. Aber da waren Kenner dabei. Man hört das am Applaus, wenn eine ganz und gar eigenwillige Interpretation gelingt. Wenn sie sich CDs signieren lassen. Am Ende trifft der Freund noch einen alten Kumpel, wie immer, und der erzählt angeheitert eine alte Geschichte von damals, als sie mit dem Fahrrad auf dem Dach durchs Moor fuhren und der Hund hieß Monster. Er muss legendär gewesen sein….

Ich bin ja ganz froh, dass mich hier keiner aus meiner Jugend kennt und alles weiß. Weil man will das nicht mehr alles wissen.

https://youtu.be/EStp0PLjmzA?feature=shared

https://speicher-husum.de/

Buch: Das tibetische Orakel

von Eliot Pattison, 2002

Das Buch ist der dritte Band einer Reihe von mittlerweile 10 Tibet-Krimis, die so viel mehr sind als spannende Geschichten. Es wird uns vor Augen geführt, dass es sich hier um eine hochentwickelte Kultur handelt, die gnadenlos zerstört wird.

Fast 500 Beiträge habe ich nun auf dieser blog-Seite, und sicher habe ich bereits darüber geschrieben.

“ Das Herz der Welt“ von Ian Baker zeichnet eine Expedition in die Tsangpo-Schlucht auf den Spuren alter Prophezeiungen nach. Hier in den wilden Schluchten spielt auch der Roman von Eliot Pattison.

Die Natur dieses unvergleichlichen Landes , als Dach der Welt wird das Gebirge ja auch bezeichnet, ist die Grundlage jener speziellen Heilkunst und Vorstellungswelt, die unwiderruflich mit ihr verloren geht. Warum eigentlich wird das nicht als Völkermord bezeichnet? Weil China ja so wichtig für uns ist….und so schnell beleidigt…..man sieht es im Roman.

Ja, das ist die Gegenwart, abseits von Romanen. Man kann nur hoffen, dass der Berg sich das nicht gefallen lässt. Mir liegen Tibet und der Buddhismus dieser Ausprägung sehr am Herzen. Beides ist mächtig, sonst hätte es nicht diese Gegner.

Im Roman wird sehr deutlich eine Sichtweise gepflegt, die die Seele des Landes und die von Menschen, die die ihre noch spüren, als verbunden darstellt. Und das aus Sicht verschiedener Beteiligter. Ein sehr umfassendes und nie polemisches Mosaik. Dennoch schätze ich, der Autor dürfte Tibet nicht mehr betreten…Es wäre auch ein Denkanstoß, dahingehend dass bei uns so viele Menschen eine innere Leere empfinden oder ihr Streben auf Oberflächliches beschränken. Ich werde nun auch die anderen Bände lesen, um mehr zu lernen. Es hielt mich tagelang in Atem, was bei mir selten geworden ist, und dann weiß ich wieder, wofür mein Herz brennt.

https://www.morgenpost.de/politik/article409636070/china-staudamm-tibet-yarlung-tsangpo-klima-ausbeutung-wasser.html

Bücherhütte August

Zu den Büchern, gerade eingesammelt, kann ich noch nichts sagen. Außer, natürlich, das wunderbare Kräuterbuch, in dem ich blätterte, und welches auch sehr gut geordnet ist und ein schönes Hardcover hat. Ein besonderes Cover, darauf stehe ich wirklich. Es gibt eine besondere Grafikkunst, das sind Buch Cover.

Was mich immer wundert, sind die Titel. Ich glaube, selten ist es der Autor selbst, der einen Titel auswählt. So habe ich doch tatsächlich schon wieder ein Buch gegriffen, das ich schon gelesen habe, vor einiger Zeit….Die Tarotspielerin. Spricht mich an. Aber es gibt eben auch so furchtbar viele ähnliche Titel, man glaubt es kaum. Bestimmt gibt es Die Schachspielerin, Die Billiardspielerin, Die Eisläuferin, Die Teppichweberin. Die Wanderhure sowieso, aber auch Die Wanderheilerin, Die Wunderheilerin, …

In den meisten Fällen geht es da um eine mittelalterliche Figur, kann auch gut recherchierter Kontext sein, aber es muss eine besonders starke Frau sein, mit der wir uns identifizieren….Sie überlebt Sklaverei und Pest, wehrt sich gegen Kirchenmänner und hat eine Gabe, in der sie so gut ist, dass sie ihr Aufstiegschancen sicherte, von denen ich nicht glaube, dass es die in solchen Mengen gab.

Tätigkeiten gibt es viele, und es ist unendlich langweilig, daraus einen Titel zu machen. Früher gab es Ideen. Poetische Worte. Titel, die neugierig machten. Ist nicht etwas Besonderes an uns, ohne dass wir immer etwas tun und leisten und schaffen! Ich hoffe, diese Mode geht mal vorüber. Vor allem waren Frauen Mütter. Ich träumte letztlich von meinen beiden Großmüttern.

Eine war eine Magd auf dem Bauernhof. Die andere hatte vier Kinder, und sie wäre Hutmacherin geworden, wenn nicht die Tante mit dem Hutladen zu früh gestorben wäre. Doch von ihnen beiden lernten wir noch manches an Tätigkeiten, die Frauen immer machten.

Das Lesen und das Schreiben lernten wir auch, und ich hoffe frau kann es noch lange tun bis ins hohe Alter, auch wenn die Finger nicht mehr wollen.

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