Farben im September (25)

Eine challenge von AMORAK

Die Weihnachtsbaumtasse! Ein als kitschig belächeltes Geschenk, das ich aber jeden Morgen für meinen Tee benutze- weil es sich gut umfassen lässt, ohne aus der Hand zu rutschen. Woran man so denken muss mittlerweile…Der Tee ist roter Roibos.

Und das Licht—überirdisch! Im Herbst mit der tiefer stehenden Sonne ergeben sich doch allerlei herrliche Anblicke. Weder Schatten noch Spiegelung, was ist das denn? Prisma? Transparenz. Gefärbte Transparenz. Daraus sich neue Formen abbilden…

Licht und Schatten

Auf meinen Frühstückstisch fällt von hinten her ein schmaler Sonnenstreifen und macht morgens einen sehr langen Schatten von allem, was dort liegt. Der Schatten ist völlig immateriell und beweglich. Das Licht natürlich auch. Er erscheint nur zeitweise größer als das Objekt…

Einige Gedanken noch, die auch mit dieser Messe zusammenhängen, die Immaterielles verkauft. Vielleicht geht es auch um das Zeigen an sich, das Darstellen, und zwar von heilenden Methoden und Konzepten, die in die Stille und nach Innen führen, hier aber innerhalb eines überfüllten Großraumes mit dicht gedrängten Ständen und einem unglaublichen Stimmengewirr präsentiert werden jährlich. https://www.weite-horizonte.de/messe/

Ein gewisser Widerspruch, vor allem auch recht anstrengend für Alle, und ein Konsumtempel, denn die Standgebühren sind ja nicht gering und jeder muss etwas verdienen. Mein lieber Kristallmenschverein https://kristallmensch.net/kristallmensch-verein/ hatte auch manches zu verschenken, Unmengen von Handbüchern, damit das Angebot auch verständlich wird. Sabine Wolfs Konzepte sind sehr umfassend und erfordern tieferes Interesse, wenn man sich entwickeln will.

Ich selbst entdeckte ein paar Klassiker wieder, die mir schon einst Freude machten und brauche keine neuen Konzepte. Warum nicht mal wieder Tom Kenyon hören, einfach genial. https://youtu.be/U3AoEWRSPHU?feature=shared. Man sollte eine gute Musikanlage dafür nehmen.

Das Buch: Manuskript der Magdalena, von ihm und seiner Frau Judi Sion ist lesenswert und sehr persönlich. Ich kannte es schon. Es geht um ihre Schwierigkeiten im Leben, die nicht klein waren und wie geistige Führung half, sie zu meistern.

Ein Buch von Carlos Castaneda: Die Kraft der Stille, nahm ich auch mit, nur um mal wieder reinzuschauen. Es sind Geschichten aus dem Leben. Ich bin der Meinung, das kann man sich nicht einfach ausdenken, vielleicht aber im Innen erlebt haben. Das ist ganz egal, denn innere Reisen sind genauso real und hilfreich wie äussere Ereignisse. So ganz verstehen kann ich ihn aber nicht.

Einen krassen Wälzer von David Wilcock: Mysterien des Aufstiegs, Kopp Verlag, fand ich noch, – ob ich das weiterlese weiß ich noch nicht. Dann eine Reisebeschreibung zu einem nepalesischen Schamanen , der ihr in einem Traum erschien: Susanne Krämer, „Am Saum des Himmels“. Sie ist eine ernsthafte Schamanin und mir auch von früher bekannt.

„Die Stimme der Göttin“ Hrsg. Renate Schilling. Liegt auf dem Stapel….In keinem der Bücher geht es nur um Licht. Es geht um ganz viel Schatten, der durchlaufen wird und eine neue Haltung, die anschließend entsteht. Ich finde nach jeder Herausforderung immer zu Dankbarkeit, wenn sie überstanden ist. Das können ganz kleine Dinge sein, die mir aber übermäßig schwer erscheinen.

Aber es finden sich realiv schnell Lösungen mittlerweile. Bei mir geht es um Gesundheit, Schmerz, und ein Haus, für das man alles mögliche tun muss, Heizregelungen und so weiter. Das wollte ich nie, ich war eine Nomadin ohne Verpflichtung. Und nun dieser Klotz. Andrerseits- Zuhause. Das was eben fehlte zuvor und vor allem -tja, das ist die Frage der Fremdbestimmung.

Jemand sagte mir, sie sei nirgendwo zuhause. So ging es mir auch. Aber jetzt, vielleicht bin ich an mehreren Orten zuhause. Zuhause, Zu Hause? Ja genau. Ein Haus ist auch ein lebendiges Etwas. Da wo Andere das bestimmen, bin ich eher nicht zu Hause. In Büchern, Worten, im Geiste, beweglich und immateriell .

Farben im September (21)

Eine challenge von AMORAK

Alles so schön bunt hier- auf der Messe „Weite Horizonte“ in Eckernförde sammelte ich einiges von den Bergen von Material, das die Aussteller dort präsentieren. Auch gab es einen Bücherflohmarkt der spirituellen Inhalte. Das findet man hier in unserem Landesteil nur spärlich.

Doch die Bandbreite der Inhalte ist schon reichlich. Im Grunde hat ja jeder von uns seinen eigenen Zugang, zum Göttlichen, zur Erde, zu einem Werkzeug und einer Methode, mit etwas Hilfe. Und wirklich, mir gefielen die farbigen Kartensets, Energiebilder, Energiekleidung, Klangschalen und Gesänge. Es gab sogar ein Paar, das free hugs anbot- Umarmungen. Das wäre mir energetisch vielleicht zu wahllos und ich weiß nicht recht, – ich finde es so schon schwierig, mich von so einem Tag des Bombardements zu erholen. Da muss ich erst mal in die Natur.

Was im übrigen mein allerbester Zugang ist, channeln eingeschlossen.

Wilder Sturm

Der Sturm tobt seit heute Nacht ums Haus, doch das Wochenende war noch schön und sogar ein Flohmarkt fand statt. Daneben war so viel los, dass ich gar nicht hinterher komme. Erst die Eröffnung des Kunstgriff, kein sonderlich schön gestaltetes Event, eben vom Landrat im Kreishaus Heide, naja. Da hingen aber doch tolle Bilder, von jedem der teilnehmenden Künstler eines, es gab die Broschüren mit den Terminen in den einzelnen Ateliers über die nächsten zwei Wochen.

Wir gingen anschließend noch auf das Platten release Konzert einer Band, allerdings trieben mich die Raucher in die Flucht. Am Sonntag ging es weiter mit dem Flohmarkt und der ersten Atelierausstellung in Nordhastedt mit einer Lesung von Blaue Feder.

Dies war eine Gesamtausstellung „vielerlei federfein“von vier Damen, und befaßte sich mit Vogelabbildungen ganz verschiedener Art. Sehr liebevoll und zart, im Bild zuerst die Pastellzeichnungen von Regina Trog. Meine Fotos sind durcheinander geraten…

Begeistert haben mich die Textilarbeiten von Susanne Linnig, die gestickt und genäht, mit Federn, Steinen und Glitzer bestückt, einfach wunderbar mit den Geschichten zusammengehen, die man per QR Code abrufen konnte, oder eben in der Lesung anhören, oder auf youtube.http://www.youtube.com/@blauefeder6065

Ja, es gäbe noch viel mehr zu sagen. Da habe ich nun auf der Liste so viele Künstler, die ich gern sehen würde. Aber das an zwei Wochenenden? Ich werde es nicht schaffen. Es stehen noch andere Dinge auf dem Programm, unter anderem der Besuch der Messe Weite Horizonte in Eckernförde. Außerdem zieht oben in der Wohnung der neue Mieter ein. Seit 2 Jahren wohnte ich wieder allein im Haus.

Nun, was wäre das Leben ohne Herausforderung und Anregung.

Es ist so schön bunt und wieder alles auf einmal…

Farben im September (14)

Eine challenge von Amorak

KUPFER

An den Kupfergefässen auf dem Flohmarkt kann ich schwerlich vorbeigehen…es ist nicht nur die Farbe. Es gibt ja nun auch moderne Kupferthermoskannen. Das Foto bringt es nicht richtig herüber…

Denk mal

Heute ist der Tag des offenen Denkmals https://www.denkmalschutz.de/denkmale-erleben/tag-des-offenen-denkmals.html. Das weiß ich nun von einer Freundin, die im Museum arbeitet . Heute wird sie dort sein https://www.lueneburger-heide.de/service/sehenswuerdigkeiten/253/moisburg-muehlenmuseum-moisburg.html

in der Wassermühle und sie bietet dort Mitmachaktionen rund um Wolle an, Filzen, Spinnvorführung und anderes. Einmal werde ich über die tolle Ellie Beyer schreiben, was sie alles macht.

Ich bin aber weiter nördlich- und werde heute eine Lesung besuchen mit Ausstellung. Ach, zuerst noch der Straßenflohmarkt in Tellingstedt. Dann geht es weiter nach Nordhastedt ins Gemeindehaus. Das Besondere ist, dass es eine wordpressfreundin ist, die dort ihre Geschichten und Bilder vorstellt, gemeinsam mit ihren Mitkünstlerinnen. http://blauefederhome.wordpress.com/

Normalerweise sind diese ja über die halbe Welt verteilt, Griechenland, Indien und England, und ich lese gern, wie sie anderswo leben. Doch hier eine so ganz in der Nähe zu finden, ist auch schon toll. Natürlich gibt es hier eine Menge Künstlerinnen, wie wir auf der Eröffnung des diesjährigen Kunstgriff sehen konnten, etwa 150 Anwesende, schätze ich. Doch von ihr wußte ich ja nun schon, was sie macht. Und für mich ist das Besondere, dass sie den spirituellen Hintergrund in ihrer Kunst übermittelt. Und so wunderbar Natur und Stoffe/Textilien einwebt und überhaupt alles zusammenwebt mit dem Schreiben und den Geschichten.

Na, also witzig war das schon, dass sie mich gleich auf dem Parkplatz erkannte.

Ich bin hier wie Viele eher anonym und mit Künstlername unterwegs, aus gutem Grunde nennen manche nicht ihren Wohnort, denn wir schreiben viel privates und aus unserem Innersten. Den Menschen aus meiner Nähe gebe ich den link nicht oft. Denn ich bin ehrlich und brauche diesen Raum, um das zu äußern, was ich nicht jedem erzählen will….und dann aber doch wiederum jedem, der es wissen will.

Ich weiß, wie mutig es ist, sich mit seinen Werken zu präsentieren. Meine letzte Ausstellung ist lange her und ich schlief die ganze Nacht nicht vorher, obwohl Freunde die Rede hielten …diesen Stress muss ich meiden, deshalb lasse ich es. Doch der Traum vom eigenen Buch- wer hat den nicht geträumt von uns….ich freue mich schon auf Blaue Feder und will gerne ein paar Fotos machen.

Plattform

Ich bin hier auf einer Plattform, das ist mir bewusst. Irgend jemand hat die aufgebaut und stellt die Mittel zur Verfügung. Und das sogar umsonst- naja. Ohne Werbung geht das nicht. Und ohne unser Aller Inhalte geht es auch nicht, so klein unsere einzelnen Beiträge auch scheinen mögen.

Mir wurde gerade eine neue Plattform vorgestellt von Bekannten, sie nennt sich Tribe und soll spirituell sein. Oder werden. Das Vorstellungsvideo ist für mich abschreckend genug um hier darüber zu meckern…Erst mal sind es drei Männer, wieder nur Männer, und es geht um business. Das Wort Freiheit ist zwar groß geschrieben, aber letztendlich….https://tribe.de/free/about . Seht selbst.

Das video ist mit großkotziger Musik hinterlegt, vollkommen hektisch und auch die gezeigten Gebäude- ich glaube sie bauen die- scheinen mir nur Betonklötze zu sein.Ich mag das nicht mal angucken! Wir Spirituellen sollen uns nun beteiligen und unsere Gaben da reingeben, während uns noch mitgeteilt wird, wie viele Millionen die da investiert haben!!

Ich erinnere mich an eine andere Plattform namens Momanda, wo es das schon einmal gab. 2011 eröffnet, ist das heute nur noch für bekannte professionelle Autoren und Seminarleiter offen, die Verträge abschließen müssen, die die Massen anziehen.

Wir waren damals ein bunter Haufen tolle interessante Leute, so einige davon kenne ich noch, es ist ja nicht so lange her. Wir diskutierten im Forum,, boten unsere Gaben an, informierten, es gab ALLE spirituellen Wege, echte und falsche. Mit Lile an Eden machten wir sogar ein Buch zusammen, das der freien Energie helfen sollte! Das alles fiel in sich zusammen. Es geht um business, und das scheint mir doch bei den Jüngeren nur noch digital zu existieren.

Viel Fingerspitzengefühl fehlt mir da. Ich glaube, das Neue wird von Frauen erschaffen, auch sie erlernen die Mittel für Erfolg- zum Beispiel den workshop von Madita Böer zur souljourney https://mesa-schule.de/würde ich empfehlen, ebenso Sonja Emilia rainbow, https://www.schamanismus.net/Das sind Frauen, die den schamanischen Weg über lange Jahre von indigenen tribes erlernt haben.

Das nämlich regt mich wirklich auf: so eine Plattform „Tribe“ zu nennen. Die alte Form von Stammeskultur ist nicht wirklich für die neue Welt geeignet! Und doch ist es die Form, die den größten Zusammenhalt bietet und die größte Verbindung zu den Ahnen. Es ist gelebte Welt und nicht digital. Computerspiele imitieren all das und etliche Filme.

Aber Stammeskulturen haben auch seltsame Formen hervorgebracht: Immer die Abgrenzung zu anderen, grausame Rituale und Tabus, Abwertung andersartiger Mitglieder bis zur Tötung, das ist bekannt aus Büchern und Erfahrungen von Forschenden.

Meine Empfehlung dazu ist „Der letzte Schamane“ von Juri Rytcheu ( aus Sibirien) , ein Roman über die Zerstörung von Stammeskultur. Denn das ist das Seltsame: Die echten Stämme werden nicht geschätzt oder unterstützt. Ganz im Gegenteil, gelten sie in ihren Heimatländern immer noch als rückständig, werden überhaupt nicht gehört oder verstanden, und es ist zu befürchten, dass sie jetzt auch in Bolivien keine Stimme mehr erhalten, wo sich der erste indigene Präsident des Landes mittlerweile im Dschungel vor seinen Gegnern verschanzt. Aber man will alles von ihnen haben: Ihr Land, ihre Farben und Ideen und ihr Wissen, ihre Pflanzen und Drogen und Geschichten.

Kunst ist in all diesen ursprünglichen Stämmen eine wichtige Form für Ritual, Zeremonie, Kleidung und so weiter. Ich finde das Fehlen von Gefühl für Schönheit und natürliche Ästhetik ein Manko, ein Fehlen von Verbindung. Nana Nauwald ist ebenfalls eine Künstlerin, die mit dem Indigenen lebt und daraus schöpft auf vorbildliche Weise. Ich denke ja nicht, dass Männer das nicht können.

Farben im September (12)

Eine challenge von Amorak

Die Astern sind da. Doch ich ging los, um das Straßenschild abzulichten, weil das alltägliche Bild uns gar nicht mehr auffällt.

Verblasst und zerschossen- unser Sackgassenschild ist schon etwas vorsintflutlich. Man braucht es halt nicht wirklich. Das Ende der kurzen Straße ist eindeutig zu sehen…

Dafür sieht man den Briefkasten umso besser, auch der wurde schon gesprengt, zu Silvester…was haben wir doch an rowdys im Dorf! Und das Straßenschild wie immer wenig einfallsreich. Die meisten haben was mit Osten und Westen im Namen. Süderdörp gibts auch. In jedem Dorf. Heute Abend gehts auf die Kunstgriff-Eröffnung und sicher werde ich da viel mehr an Einfällen und Farben präsentiert bekommen. https://kunstgriff.de/

Steine im September

Ja, mit Farben kann ich nicht so dienen heute. Diesmal sind mir Steine begegnet. Tatsächlich sogar Grabsteine, denn ich ging auf dem Friedhof spazieren. Der Geschlechterfriedhof in Lunden ist wohl etwas Besonderes und richtig alt! Ich war noch nie da in diesen 10 Jahren. https://de.wikipedia.org/wiki/Geschlechterfriedhof

Wie man sieht, wo doch alle so stolz sind auf ihre Bauernrepublik, gab es auch dort Mächtige, solche die wichtiger und reicher waren als die anderen und aufgrund ihrer Abstammung zusammenhielten.

Ganz anders als im Osten des Landes, wo es die großen Gutshöfe gab und gibt, denen alles Land gehörte und denen sich andere unterordnen mussten.

Ach du meine Güte. Das ist mir auch ziemlich neu…außer, dass ich neulich einen Roman hatte, in dem diese schlimme Zeit der Besetzung von den Deutschen aus französischer Sicht geschildert wurde, und wie schlimm mit den Menschen umgegangen wurde. Genau:“ „Ein Bild von dir“, so hieß das Buch. Von Jojo Moyes, die überhaupt die allerbesten Bücher schreibt, mit ernsthaften Themen.

Ich liebte Frankreich sehr, als ich jung war, und auf den Reisen in Südfrankreich gab es auch Denkmäler in den Dörfern. Da erinnerten sich noch alte Leute, die von Deutschen nichts hielten. Auch in meinem Dorf steht so ein Denkmal für die Kriegstoten aus beiden Kriegen. Also wer waren nun die Bösen….

Aber, auch die Steine sind irgendwann dem Untergang geweiht, der Nutzung als Gehweguntergrund ! und neulich erzählte jemand, es habe einer solche alten Grabsteine in der Wohnung verbaut, was eine weniger schöne Energie zur Folge hatte. Ja die Geister vergessen nicht , manchmal.

Es bleibt: Die herrliche Ruhe auf den Wegen und die Bäume. Das Nachdenken über die Endlichkeit des Lebens, die schönen historischen Gebäude und Anlagen.

Webseite erstellt mit WordPress.com.

Nach oben ↑