fantasy or real

Gestern war mir nach „fantasy“. Also nach einer Form der Literatur, die sich in anderen Welten bewegt.

Oft sind diese wohl für Teenagermädchen geschrieben und äußerst vorhersehbar. Oder ist das das Gute daran, im Gegensatz zur realen Welt, die derzeit ein Kuddelmuddel ist, man weiß schon gar nicht mehr, was man denken soll. Da sind doch so strenge Regeln, nach denen sich ein fantasyroman – die ganze Trilogie – auch das ein Muss, entwickelt, geradezu etwas zum Festhalten. Da ist das Böse noch richtig Böse. Es werden auch seltsame Werte berichtet, zum Beispiel Schmerzen muss man aushalten, wenn man ein Schattenjäger ist. Oder als ein Schattenwesen erst recht. Man kann sich ja nicht immer aussuchen, was man ist.. Manch einer wird vom Vampir gebissen, selbst zu einem und das, obwohl die beste Freundin eine Vampirkillerin ist, und so ändern sich dann doch die alten Regeln….innerhalb der Regelwelt natürlich. Vielleicht kann man in die Besetzung der Chroniken der Unterwelt einfach mal bestimmte Politikernamen einsetzen, wird wohl auch funktionieren. Fast glaubt man nicht mehr, was man sieht …als seien diese Filme wahr geworden, diese Klischees, in denen immer ein Böser die Welt an sich reißt. Und dass man das nicht mehr unterscheiden kann, dahinter liegt gewiss auch eine Absicht. Aber- mit Phantasie hat das alles nichts zu tun. Phantasie erdenkt Neues, ist geistiges Finden und Schaffen, und nicht nur für Kinderbücher. Kreativ ist auch so ein Wort, dass heute schon für das Ausmalen von vorgedruckten Mustern gilt. Kreativ ist quasi jeder, der einen Stift halten kann.

Ich fuhr jedenfalls im hellsten Sonnenschein zum Sozialkaufhaus in der Kleinstadt, der einzige Ort, wo sich noch günstig Bücher erstehen lassen, die nicht uralt sind. Die Fantasyromane erkennt man gut an den Goldschnörkeln auf dem Einband. Prägedruck. ( 10 Jahre alt) Draußen Minusgrade, da muss ich was zum Lesen haben. Ich lese nebenbei auch noch die Filmkritiken der Berlinale, da berichten sie auch von einem Science-fiction-Film, der offenbar Realitäten abbildet und deshalb in den USA nicht so recht fertig wurde.“ „Mickey 17“ werde ich mir irgendwann gern mal ansehen. Unbequemes darf man eigentlich am ehesten in Fiktion aussprechen. Also am Ungefährlichsten. Doch, auf der Berlinale geht es schon hoch her. https://filmekommentieren.wordpress.com/2025/02/17/berlinale-tagebuch-2025-teil-1/ Danke für die Berichte!

Gomera Gomera

Die Gomera street band weilt wieder, wie jeden Februar, auf der Insel.

Auch wenn man nicht dabei ist, aus der Ferne hebt das Ansehen immer die Stimmung! So etwas machte für unsereins die Insel La Gomera aus, die vielen Musiker und Künstler, die kommen und gehen und die, die bleiben, auch. Juan Mesa zum Beispiel, der Chorleiter und mittlerweile bekannte Heimatsänger, der Welten verbindet. Von einer Freundin höre ich, dass er gerade in Essauira, Marokko Konzerte gibt.

Ach ja, es ist immer nah an meinem Herzen, und da wird es wohl bleiben. Denn wie all das, was über die Jahre wächst und nährt, wächst es an und gehört zu uns dazu.

Schildkröte

An Tagen, wo die Temperatur Richtung Null Grad Celsius fällt, werde ich zur Schildkröte. Einmummeln und Schlafen ist mir das Liebste. Ich gehöre ja auch zum Schildkröten-Clan, jedenfalls nach dem indianischen Horoskop, wo dieser das Element Erde repräsentiert. Heute war ich allerdings schon um 6 Uhr morgens wach. Nicht mal die Katzen wollten so früh ihr Frühstück.

Außerdem befinden wir uns im „wayeb“, den 5 Zwischentagen bevor das Neue Jahr des Mayakalenders beginnt, also das 260 Tage Venusjahr. Es gibt ja noch ganz viele Räder dazu. Jeder Tag hat also etwas Besonderes, eine eigene Art von Energie, und so geht es ja auch mit den Wochentagen. Ich mag solche Strukturen, die zwar da sind, aber nicht davon abhängen, wann man morgens aufsteht. Ich danke immer wieder dafür, dass ich das nicht muss.

Dennoch, der Februar ist ganz schön lang, wenn man schon etwas Frühling geschnuppert hat. Da kommt dann doch die Sehnsucht auf nach anderen Gefilden.

Collage

Angeregt von Gerda http://gerdakazakou.com/2025/02/03/das-ass-der-muenzen-als-februar-lernbegleiter-neurografisch/und ihren Neurografikbeispielen beschmierte ich fröhlich das Cover der neuen „Brigitte“ Zeitschrift. Die Linien waren gar zu schön, und dann noch die Augen aus dem Andre-Heller-Garten im Innenheft. Also manchmal stehen da doch interessante Dinge ; von dem Garten erfuhr ich auch vorher, weil meine Freundin gerade in Marrokko weilt.

Diese Zeitschrift ,ja, es gab sie mal für „women“, das war noch lesenswert. Aber eigentlich ist sie nicht mehr lesbar. Seit 50 Jahren kenne ich die, weil meine Mutter sie schon kaufte. Nun sind wir zurück zu damals, mit Kosmetik und Beauty, Horoskop und Rezepten. Meine Güte, muss das sein. Schönes layout. Leider bin ich lesesüchtig. Die Nachrichten machen nicht so glücklich…Und gute Hefte wie mare und Geo und so, die sind teuer! Die Bücherei ist nicht mehr mein Ding. Klein klein Kleinstadt.

Ich finde, die „Brigitte“ sollte mal Gerda in Griechenland besuchen. Von wegen interessante Frauen. Oder Extrahefte erfinden über kreative Frauen.

Buch: Das Haus des Windes

von Louise Erdrich, 2014, Aufbau Verlag Original: The Round House, 2012

Ich könnte nahtlos anschliessen an den letzten blog über die Wörter…Ein wunderbares Buch!

Warum es nicht “ Das Rundhaus“ heißt, wie im Original, sondern „Haus des Windes“, ist wieder so ein Rätsel für mich. Diese Geschichte findet statt in einem Reservat der Ureinwohner Nordamerikas und wird aus Sicht eines 13 jährigen erzählt, dessen Mutter vergewaltigt wird. Ja, es ist keine leichte Lektüre. Man erfährt viel über die Wirklichkeit eines solchen Ortes, fern jeglicher Romantik. Die Autorin ist selbst engagiert und familiär im indigenen Feld.

Das Rundhaus indes ist so ein Symbol für die alten Traditionen und auch den Zusammenhalt der Gemeinschaft angesichts von immer weiter bestehender Ungerechtigkeit. Ein Indigener im Reservat zu sein, das ist ein besonderer Zustand. Und auch ist das Rundhaus, die Schwitzhütte, ein Anker für seelische Belange, die über das Ertragbare hinausgehen.Die „Weißen“ sagen hier: „Indianer“, die Autorin legt viel Wert auf die korrekten Stammesnamen und Worte in der Stammessprache. Es ist ein Leben zwischen den Welten, immer, jede Minute. Bitter.

Das beste Buch des Jahres, und auch eines, dessen cover ich einmal würdigen möchte .

Klar, der Aufbau Verlag widmet sich solchen Themen und das Buch hat einen Preis erhalten. Es gibt einen Nachtrag über Vergewaltigungen an indigenen Frauen, und die Nichtverurteilung weißer Männer.

Das hardcover fiel in meine Hände, durch die Buchtauschregale auf dem Dorftreffpunkt. Danke dafür.

Die kleinen Wörter

Die kleinen Wörter sind oft Verräter. Manchmal erkenne ich plötzlich, was dahinter steckt. Nun, ich bin erschrocken, wie weit ich mich entfernt fühle vom allgemeinen Nachrichtenfluss. Noch höre ich morgens Radio, und beim NDR Info gibt es eine wöchentliche Sendung, wo man „mitreden“ darf. Das heißt, zu einem Thema kann man anrufen oder mailen , soweit man sich höflich ausdrückt. Und es sind „Experten“ dazu im Sender geladen. Was sich neutral anhört, ist aber natürlich auch gesteuert. Gesteuert hört sich doof an, ich sage ja nicht mal, dass es bewusst so ausgewählt wird.

Jedenfalls gab es das Thema Corona-Aufarbeitung. Und das war meilenweit von meiner Wahrheit entfernt. Es gibt dazu einen podcast! Was mich so erschreckt, ist diese Sicherheit, die eine Kommunikationsexpertin sagen läßt, es gab eine diverse Berichterstattung. Ohne Alternative im Internet hätte ich die wohl nicht gehabt. Schließlich lese ich nicht die Bildzeitung. Hier findet eine Zeitverschönerung statt Aufarbeitung statt.

Aufhorchen liess mich das Wörtchen „Verkommunizieren“….ich hatte es noch nie gehört. Es sagt mir, dass nicht kommuniziert werden soll, sondern etwas verbreitet werden soll, also zum Beispiel ein Wahlplakat, das verkommuniziert uns ein Image des Kandidaten. Wir haben hier Empfänger, die -natürlich auch unbewußt und ohne zu wollen – empfangen. Unser Kandidat in Megagröße auf dem Lande ist ein übergewichtiger Jurist, der neben seinem Bruder auf dem Bauernhof fotografiert wurde. Schwere Aufgabe, er wirkt unsicher, jung, weich,….es wird dazu geschrieben, er sei von hier.

Ansonsten ist das eher simpel. Bildung ist schön, Bildung macht Experten, die uns sagen, wo es lang geht. Sie benutzen eine Sprache, die voller Widerhaken ist, merken aber auch gar nicht mehr, was sie da sagen. Oder wie das ankommt. Ich könnte empört sein, aber das habe ich mir schon abgewöhnt. Ich schüttele mit dem Kopf, ich fasse es nicht. Ich habe Bildung, aber meine Leute nicht alle. Die sind mir fast lieber. Die Studierten verrennen sich in Tunnels, in Bahnen, die sie nicht mehr verlassen können.

Und ich denke nicht mal, dass das „von Oben“ so verlangt wird. Oder doch? Diese traumwandlerische Sicherheit, in der man sich wiegt, zu wissen, was richtig ist….ständige moralische Empörung und vermeintliche Überlegenheit….diese peinlichen Veranstaltungen …

Ich sage nichts mehr.

Schriftstellerfilme

Davon gibt es sicherlich einige , denn Schriftsteller schreiben nun mal gerne über Schriftstellerleben. Manchmal können sie sich auch gar nichts anderes vorstellen. In vielen Romanen ist die Hauptfigur Buchhändlerin, auch sehr beliebt bei uns Leserinnen. Ich fand gerade zwei sehr unterschiedliche Filme zum Thema, oder war das Thema eher doch das Liebesleben von Frauen, die älter werden, Vielmehr verheirateten Frauen, irgendwie scheint es da doch ein Problem zu geben, das fast immer auftaucht.

Absolut lächerlich war der folgende Film: https://www.ardmediathek.de/video/filme/der-vamp-im-schlafrock/hr/NGE2OTNiZGYtNzM1OC00ZjJjLWI2NzctMjAzYjU5NjQ0MWQ0

Deutsch, deutscher, am schlimmsten Klischee kommt keiner vorbei. Ich meine, der ist von 2001 und nicht von 1960! Nicht zu fassen, wie eine Ehe dargestellt wird. Ich kann da ja nicht mitreden, habe aber eine Lösung für die Frauen um die 50. Ausbrechen aus Gewohnheit immer, den passenden Mann mit 60 kennenlernen und ein wunderbares Altersleben haben. Vielleicht hatte ich einfach Glück, denn die meisten sind ja schon vergeben oder Alkoholiker.

Der nächste Film ist französisch und sehr viel interessanter.“ Zwischen den Zeilen“ ist der Titel. Und da geht es auch wirklich um Bücher! Hochkarätig besetzt und intellektuell. https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLXNvcGhvcmEtNmY4YzE2MzYtMmQ1OS00Mjc3LWE3ZDAtNzdiZmQ0NjEyNzc3

Weiterhin empfehlen muss ich : “ Die Kommune“,“ und der geht nun wirklich sehr zu Herzen. Wo bei den Franzosen alles leicht und spielerisch ist, endet das im dänischen Retrofilm nicht glücklich.

https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLXNvcGhvcmEtMTBhODNjNTQtYTc1ZC00ZWU5LTlhYjQtOTgzMDQ1Zjk4YTVj

Eigene Wege gehen hilft , auch einen Seitensprung zu vergessen. Scheint so. Wie, das ist für mich selbst ein Wunder. Aber langweilige Ehen sind keine Lösung. Allein bleiben eigentlich auch nicht.

Altersheimfilme

Ich weiß natürlich nicht , ob diese Filme, die ich zuletzt auf ARD sah, im Altersheim gezeigt werden. Es geht aber darin um das Thema Alter, von allerlei guten alten Schauspielern dargestellt. Der eine war mit Didi Hallervorden, und hatte fast das gleiche Schema wie der, den ich gestern sah>: https://www.ardmediathek.de/video/filme-in-der-ard/das-gewinnerlos/ard/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL2Zlcm5zZWhmaWxtZSBpbSBlcnN0ZW4vMjAyMC0wNC0xMV8xMi0xNS1NRVNa

Ja, es gab eine ehrgeizige Tochter, die den Vater im Heim sehen will, weil er sich nicht angepasst benimmt. Umgekehrte Welt. Und eine superkluge, wahlweise autistische Enkelin, die gut mit dem Opa kann. Und dann findet der alte Witwer, der um seine Frau trauert, aber auch noch eine nette neue Freundin und alles wird gut.

In den Filmen mit alten Damen geht es eher darum, dass diese nun endlich die Nase voll haben, von allem, und sich entweder aus dem Heim befreien oder gleich eine Bank überfallen, und zu guter Letzt nochmal auf die Pauke hauen, was sie sich ihr Leben lang nicht getraut haben. Nun ja, es stimmt schon gewissermaßen, dass es einem egaler wird, was andere denken. Aber es scheint doch eher ein Wunschdenken aller zu spiegeln, selbst die Alten im Heim sind noch fit und gut gekleidet und gehen zur Tanzstunde. In Wahrheit sieht die wohl anders aus.

Aber die Rente reicht nicht fürs Heim. Das war glaube ich ein französischer Film. Wir lachen selbst über unsere Filmauswahl, da wir ja nicht Netflixer sind und auch nicht registriert, so dass ich die Filme für über 16 , also die spannenden vor 22 Uhr nicht sehen darf- ich werde doch nicht meine Passnummer wegen sowas in den laptop tippen! Ich habe auch keinen paybackausweis, oder eine lidl app oder weiß der Himmel womit man so alles wunderbar kontrolliert werden kann. Wir bleiben mal schön die verrückten Alten, die das nicht brauchen.

Ich finde es wirklich großartig, dass all diese Schauspieler noch arbeiten, tolle Ausstrahlung haben,-siehe Angela Winkler, -die ich aus ganz anderen Filmen in Erinnerung habe. Im Leben kenne ich allerlei spannende Leute, bei denen sich immer irgendein Drama abspielt, man könnte super tolle Filme darüber machen, aber das ist nicht für die Öffentlichkeit. Ich habe es mittlerweile gern ruhig und bin froh, wenn das Drama an mir vorüberzieht.

Heute habe ich zum ersten Mal im Leben eine elektrische Heckenschere benutzt, mit Mut, es wird Zeit, sich die Arbeit mit Gerät zu erleichtern. Aber trotzdem sehr anstrengend. Und das finde ich spannend.

https://www.ardmediathek.de/video/weisst-du-noch/weisst-du-noch-oder-komoedie/ard/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3dlaXNzdC1kdS1ub2NoLzIwMjUtMDEtMTBfMjAtMTUtTUVa

Noch einer!

Die Lust am Steinchen legen

…lässt sich auch auf Kaffeebohnen und anderes ausweiten. Vielleicht sind alle meine Bilder in Wahrheit Steineformen, so wie sie überall herumliegen. Nur hier nicht. Dafür müsste ich rüberfahren an die Ostseeseite, gar nicht allzu weit. Nur das Wetter hält mich davon ab. Also Gold und die neuen Metallic-Stifte finde ich auch verlockend, dieses Glitzern! Eben was draußen am Himmel fehlt.

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