Medizinrad

Gerade am Samstag nahm ich an einem workshop teil, in dem mit Hilfe des Medizinrades und der Geburtsdaten , mit inneren Reisen noch wichtige Themen bewusst werden und wenn möglich auch bearbeitet.

Da kommt es also: Das Schuldthema. Vielmehr das Schuldgefühl-Thema, das ich ständig mit mir herum trage und welches mich dazu bringt, viel für andere zu tun, mehr zu geben als zu nehmen, – was wiederum anderen Schuldgefühl erzeugen kann…

Bei kranken Tieren ist es so eine Sache: Ich bin hilflos, doch aus Erfahrung ist es meist der Tierarzt auch. Er tut nur anders und es kostet viel Geld, zu wissen, warum man jetzt nichts mehr machen kann.

Gestern sah ich dann noch einen guten Film, “ Die Tote vom Jakobsweg“, in welchem das Thema Schuld eine große Rolle spielte. Besonders das katholische Umfeld in Santiago de Compostela war meisterlich dargestellt, ein interessanter Ort für so einen düsteren Film. Zwar mit deutschen Schauspielern, doch gut gemacht. https://www.tittelbach.tv/kritiken/die-tote-vom-jakobsweg/ (Echte spanische Filme thematisieren oft Dramen, familiäre Dramen, und es kommt dem sehr nah)

Auch auf dem Jakobsweg zu pilgern, ist für viele ein Weg um Vergebung zu bitten und kann mit echter Schuld einhergehen. Aber wie lässt sich diese definieren. Selbst wenn uns von Kindheit an Schuldgefühle antrainiert werden, sicher ist das mit narzisstischen Elternteilen, dann haben diese auch nur bedingt Schuld- wenn sie ihre eigenen Schuldgefühle komplett nicht ertragen können und sie projezieren nach Außen. Sie wissen es nicht und lernen es nicht.

Wir haben nun beschlossen, die Medizinradreise zu einer Jahresgruppe zu machen, eine gute Gelegenheit, viele Aspekte über die Steine zu beleuchten und sich zu kennen. Der Steinkreis ist in der Ponywiese eingelassen. Die Gastgeber machen selber mit, unermüdliche coworker für unsere Gruppen.

Sogar eine Jurte wird nun angebaut.

Das Bild vom dem Büchlein entspricht nicht ganz dem unseren Rad, ist aber ein schönes Zusatztool.

Dein persönliches Indianerhoroskop„, Kenneth Meadows, Flechsig, 2004. Wir arbeiten auch noch mit dem Aszendenten. Die Struktur wird hier gut erklärt und wunderschöne Illustrationen machten einen Klassiker daraus.

Buch: Bücherberge

Der diesjährige Dorfflohmarkt- wir sind ein sehr kleines Dorf- ist gelaufen. Mit einem Freund radelte ich durch die Straßen, es zieht sich längs weil soviele Wiesen, Pferdehöfe und ein freilaufender -Hühnerstall dazwischen liegen. Und nun ziert ein sagenhafter Stapel von 13 ungelesenen Büchern mein Heim! Ich bin schon dabei, und erfreue mich an einem Klassiker des Krimis, zumindest ist er so geschrieben, er spielt in Paris, ist von einer Frau und erinnert mich an Fred Vargas, die Meisterin des Pariskrimis. „Kommando Abstellgleis“ Ein Fall für Kommissarin Capestan, von Sophie Henaff ,Penguin Verlag. 2018 .Es gibt sogar einen zweiten Band. Also gar nicht alt, aber es vermehrt die Riege verrückter, versoffener und anderer Außenseiterpolizisten, die hier in einer Einheit zusammenarbeiten sollen, bzw. einfach aus dem Weg sein.

Sonderlinge sind schon die Lieblingsprotagonisten aller Romane, nicht wahr. Was wäre auch langweiliger als das normale. Das allerbeste Buch überhaupt, tief zu Herzen gehend, ist mir ausgeliehen worden von einem sehr sensiblen Freund: „Für Polina“ von Takis Würger, in dem es eben um einen hochsensiblen Pianisten geht, aus dessen Sicht die Welt eben nicht einfach zu bewältigen ist, und die Liebe…einfach wunderschön zu lesen, sprachlich auch, und niemals nullachtfuffzehn. Dabei dachte ich erst, oh nein, so was Schweres will ich jetzt nicht….

Doch dann ist es seltsam, dass ich die beiden Bert-Hellinger – Bücher, die ich schon kenne und lange studiert habe, enorm interessant finde, und mir wieder zulegte! Eine Seltenheit, doch bei der Praxis einer Rückentherapeutin zu finden. Sie drehen sich immer um schwere Schicksale, und ungewöhnliche Lösungen. Das ist alles alt, Hellinger ist verstorben, aber ich denke, seine Saat ist aufgegangen.

„Ordnungen der Liebe“, Ein Kursbuch von Bert Hellinger, Knaur, 2001

Zweierlei Glück“ von Gunthard Weber Hrsg., Die systemische Psychotherapie Bert Hellingers,Auer,2001

Ja, die Themen der meisten Romane sind menschliche Verwicklungen, Entwicklungen und vor allem Bewältigungen von Schicksal. Über jedes Dorf könnte man vermutlich einen spannenden Roman schreiben. Wenn ich denn die Ausdauer hätte.

Toller Tanzabend

Das war doch mal ein highlight, die beiden Bands in der Meldorfer Kneipe Bornholdt. Man sagt dazu cover, aber auch mit eigenen songs, und die Mischung auch aus jung und alt und alle tanzwütig war echt herzerwärmend, muskelerwärmend auch und bis die Beine wehtaten.

So eine kleine Veranstaltung finde ich viel toller als Riesenevents, wo Tausende auf ein Konzert gehen und in der Masse verschwinden, von mir aus auch eins werden in Massenhypnose.

Jedenfalls kannten sich am Ende alle und waren begeistert und die Auswahl der songs von Pink Floyd- meisterhaft gespielt!- und andere nicht so ständig gehörte war groß. 12 IP hieß diese band, und die mit den Beatlessongs hieß stay, glaube ich. Es ist ein Segen, dass so viel Menschen Musik machen. Gruppen gründen. Könner werden.

Oh ja, uns taten die Füße weh. Gegen 12 wurde ich matt und da war es dann auch vorbei….ich wurde nach Hause gefahren, wie schön das Leben ist.

Prozesse im Tagebuch

Ein Freund erzählte dieser Tage, er habe seine Manuskripte geordnet. Er ist 70 und ich wußte nicht, dass er schreibt.

Das sollte ich auch mal tun, dachte ich. Dabei stoße ich auf erstaunliche Dinge, besonders meine Tagebücher, – den gesuchten Text habe ich immer noch nicht entdeckt- und finde sie erhaltenswert. So ist dies auch ein Weg des Bewahrens außerhalb des dunklen Köfferleins, des Erinnerns und Gestaltens.

Zumal es nun gewünscht wurde, dass ich eine Traumreise anleite, was ich lange nicht mehr gemacht habe, schaue ich hinein ins Innere.

Da ist so unendlich viel zu finden. Traumreisen waren eine meiner Lieblingsbeschäftigungen. Aber auch so habe ich einiges erlebt und umgewandelt in Erfahrung.

Das jedenfalls war Schmerz, der lange anhielt! Mittlerweile laufe ich nur noch in Barfußschuhen und meinen Füßen geht es gut.

Auf das Datum kommt es hier im Grunde gar nicht mehr so an. Eigentlich sind Tagebücher nach Datum sortiert, wenn man die Kisten mit der Jahreszahl sortieren nennt. Aber schade um die Schätze, die verborgenen.

Heute muss man alles abfotografieren zum Sortieren…und die inneren Reisen werden aufgemalt.

Diese Projekte waren natürlich für mich. Sie machten mich reicher und froher.

Gerettete Rosen

Die Rosen gab es für einen Euro, bevor sie in der Tonne landen. Leider kommt man an die Tonne nicht mehr ran, sonst würden wir öfter was retten. Nun haben sie wenigstens noch etwas Sonnenschein statt Neonröhre in ihrem Leben.

Hier versucht jemand die Schmetterlinge zu erhaschen, die sich um den duftenden Flieder tummeln. Es ist Chillis erster Frühling und alles ist spannend.

Und dorthin ging meine morgendliche Fahrradrunde, ich muss wieder üben und raus und bewegen und gucken, aber es gab kalten Wind. Das ist ein Nebenfluss der Eider, die Broklandsau.

Buch: Das rote Adressbuch

Roman, Sofia Lundberg, 2018

Es ist eines der vier Bücher, die ich heute mitnahm in unsrer Büchertausch-Ecke. Ich las es noch nicht.

Ebenso wie zwei weitere ist es ein Buch von einer Frau, in Ich-Form geschrieben. Einmal schwedisch, einmal italienisch, einmal norddeutsch. Das Ich macht es irgendwie wahr. So persönlich. In ein Ich kann ich mich besser hineinversetzen als wenn da ein Name steht. Ich las ja so gern Tagebücher, von Anais Nin, von Simone de Beauvoir, ganz früher. Das waren meine role models, meine influencerinnen, aber sicher. Als hätte es das nie gegeben…

Das vierte Buch ist ein Tagebuch, das es in sich hat. Die Aufzeichnung einer wahren Entführung auf den Phillippinen.

Archivbilder

Gestern suchte ich in meinen Koffern der gesammelten Werke nach einem Text, und dabei entdeckte ich einfach meine alten Bilder wieder, ich war recht begeistert und suchte einige aus, um sie aufzuhängen und zu würdigen. Und dafür kommt mir der blog gerade recht.

Ich las mich auch in Tagebücher hinein, völlig erstaunt, was ich in 2022 an Wandlungen durchlebt habe. Ja, intensive Zeiten kann man nicht immer haben, aber sie wirken sich auf immer aus. Wann habe ich diese Bilder gemalt, ich weiß es gar nicht. Bei einem steht 2005 drauf.

Den gesuchten Text fand ich gar nicht. Meine ganzen kreativen Werke sind ein Wust von Fragmenten, nicht zu denken ohne Einfluss von Fotografie, von Geomantie, Erfahrungen mit Menschen und Reisen, teils in einer verunglückten Festplatte verloren, nie sortiert, und meist auch nie gesehen. Ausstellungen machte ich wenig, die direkte Öffentlichkeit macht mir eher Angst. Auch das blabla was man von sich geben soll.

Kraft ist da drin, finde ich. Ich bin durch schwierige Prozesse gegangen, dagegen empfinde ich das derzeitige Leben angenehm ereignislos. Und eigentlich würde ich meine Kunst nicht ohne die Tagebücher denken wollen. Die ich aber ja nicht öffentlich machen könnte, zu meinen Lebzeiten. Falls es überhaupt interessant wäre.

Doch, Biografisches ist „irgendwann “ wieder interessant. Auch wenn man einen Pool hätte der Sammlung, aber da fühle ich mich in der Kunstwelt nicht korrekt aufgehoben. Es muss ein spirituell bewusster Raum sein.

Handyfotos sind keine korrrekte Archivierung, Koffer auch nicht…Ich muss mir mal Gedanken machen.

Mein Vater, 92, sprach mit mir über sein Testament. Da geht es auch um viele alte Fotografien, also alt heißt, aus unserer Lebenszeit. Wir hatten schon früh ein Schwarz-weiss Labor im Haus.

Jedenfalls, die Themen gehen mir nicht aus, wenn ich noch manches wieder aufsuchen will.

Maifeuer, Maiwasser

Wir haben an einem guten Maifeuer gesessen gestern Abend. Überall waren Feuer, in den Gemeinden oder auf privaten Feldern. Und nun lese ich bei Imelda Almquist, dass man damit sich vor Hexen schützen wollte und sogar an Hexenverbrennungen erinnert wird….nicht mal im Traum wäre ich auf so eine Idee gekommen. Imelda kennt sich sehr gut aus mit Bräuchen und mit Schamanismus. Aber die Absicht macht die Wirklichkeit. Und bestimmt hatten wir eine gute Stimmung, Lämmchen die nebenan auf der Weide spielten, ein Wald ringsum, und ein Shivamond am Himmel.

Ich habe heute einen antiken Krug in den Wasserbottich gelassen, es waren zu viele Algen drin , das Wasser getauscht, und freue mich seit etwa 12 Jahren an dieser Seerose, die immer wieder kommt. Wir haben sie einmal aus dem Teich gerettet, als wir umziehen mussten.

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