Memoiren

Nennt man das noch so, die Lebenserinnerungen? Meist gibt es die nur von berühmten Personen. Ich habe aber auch schon einmal ein Dossier über das Leben der dementen alten Dame gelesen, die ich half, zu betreuen. Und da staunte ich doch, wie sie einst mit ihren drei Kindern aus der DDR flüchtete, und sie nur einzeln durch den Zaun brachte, und es wurde verständlich, warum sie so oft in fürchterliche Ängste ausbrach, glaubte ihr Bett würde weggefahren und solches.

Jahrzehnte später, als alle Kinder groß waren und alles gut gegangen war.

Ich habe angefangen, über meine Erlebnisse zu schreiben, die auch lange her sind. Die meisten, die ich kenne, wissen nicht viel davon. Ich wollte mir die Reaktionen ersparen, und ich werde es auch nicht öffentlich tun. Ich weiß noch gut, wie ich die Kollegen immer mit Erzählungen unterhalten sollte, weil ich jahrelang im Ausland war, mit Abstand das Interessanteste erlebt hatte, wobei ich nur ausgewählte Dinge ansprach. Es macht aber Sinn, denn etwas vergesslich werde ich doch auch, und wie ich vor kurzem merkte, macht es mir selber Spaß, im Tagebuch zu lesen. Das schreibe ich erst seit ein paar Jahren wieder. Ich habe Tränen gelacht, weil ich ja nun weiß, wie es weiterging….

Das Tagebuch ist eine Sache-ob das wahr ist, was da steht? Es ist eine meist sehr emotionale Ansicht, die sich wieder verändert, und daran kann man Prozesse sehen, über einen Zeitraum. Wer wird das schon wollen, später. Doch Orte, an denen ich vor 40 Jahren war, sind nun unwiederbringlich verändert. Ich sehe sie lieber so, wie sie waren, denn zum Guten hat sich keiner gewandelt.

Nur ich. Mit Sicherheit habe ich mich zum Guten gewandelt! Oder doch, mein Heimatort, den ich nie so nenne,- Köln-Rodenkirchen, -der ist zu einem lebenswerten schicken Vorstadtort geworden, am Rhein war er natürlich vorher schon. Wir spielten da am Rheinufer, als es tote Fische anschwemmte., in den siebzigern. Wir hatten mehrere leerstehende Grundstücke, auf denen wir spielten. Ein Müllplatz mit einem alten Bunker, ein verwildertes Grundstück mit einem Orangenlager, die wir manchmal versuchten, am Feuer zu braten- es schmeckte scheusslich. Ein leerstehendes Haus, das war mit Stacheldraht abgesperrt, durch den wir uns zwängten- die Kinder der Straße, einige Jungs und wir drei Geschwister. All das ist mittlerweile mit Neubauten zugestellt. Es ist mir vollkommen fremd geworden, auch mein Elternhaus.

Das Wort Heimat ist ein Fremdwort für mich. Ich blieb nie lange irgendwo. Aber zuhause fühlte ich mich an manchen Orten. Und wenige liebe ich. Eckernförde gehört dazu, und obwohl es nur eine Stunde Fahrt ist, fahre ich selten. Die alten Freunde, zerstreut, verloren, und auch anderen geht es so: Man fährt hier nie so einfach von der Westküste an die Ostseeküste, und umgekehrt. Im Sommer, wenn es schön ist, ist Eckernförde überfüllt, man hat auch so viel was hier los ist…

Alter, …

Talking about high sensitivity – wird das besser mit dem Alter? Die Sinne werden nicht besser. In diesem Fall ein Gutes. Ich wundere mich, dass ich neuerdings hard rock bands zuhören kann, ohne schreiend davon zu rennen. Es kommt auch öfter vor, das anhören und tanzen, weil der ein oder andere Freund in so einer band spielt, oder singt, dann geht man da auch hin. Wir sind ja überhaupt im Lande von Wacken, und diese Musik hat hier viele Fans.

Ich glaube aber nicht, dass meine Ohren deshalb schlechter geworden sind. Ich höre immer noch eine Maus schreien. Leider, denn das tun diese, wenn eine meiner Katzen sie mit herein bringt, und vor dem Tode noch eine endlose Jagd veranstaltet. Fragt nicht, wie viele Mäuse ich schon gerettet habe….

Ich höre Vögel singen, den Wind und Wasserhähne tropfen. Ich achte auf Geräusche, denn es ist hier nicht laut in meiner Sackgasse. Wenn es aber plötzlich kommt, so wie ein heftiger Donnerschlag oder diese unsäglichen Tiefflieger von der Bundeswehr, dann ist das so ein Schreck, dass ich schreie.

Früher habe ich zu laute Musik als Gewalt, als Angriff gewertet. Das erste Mal auf einer Goa-Party bin ich davongerannt. Ich war traumatisiert von Techno. Vielleicht haben sich meine Nerven erholt, ich weiß es nicht. Ich habe nicht mehr so viel Angst. Ich war auch mal irritiert von all den schwarz gewandeten Menschen, die das Teufelshörnchenzeichen machen, und konnte nicht annähernd begreifen, was die da tun. Nach Wacken kriegt mich trotzdem keiner, ist ja eh fast unmöglich, da Karten zu kriegen.

Nun, ich denke, diese Musik hat eine Wirkung: Man denkt an nichts anderes mehr! Vermutlich ist es das, was alle wollen, das Denken wird abgestellt für ein paar Stunden, ein Wochenende gar. Und das ist nicht schlecht. Die Menschen sind allesamt gut drauf, auch nicht abgestumpft und böse.

Mal vergleichsweise unaufgeregt, so wie alle im Norden, alle auf dem Land meistens. Emotionale Ausbrüche sind ein Zucken des Mundwinkels. Nun ist das aber nicht die coolness, die ich mir immer gewünscht habe, als ich ganz jung war. Da musste man cool wirken, unbeeindruckt, und das war nicht gerade leicht. Ich konnte aber so tun. Nein, ich glaube , durch schräge Lebenserfahrungen wird man einfach so, – gut, wieder was passiert, ach. Nun habe ich mich dran gewöhnt, und was würde ich jetzt in Spanien machen, wo aus jeder Mücke ein Elefant wird…

Kräuter, Kaffee, Buch

Den historischen Roman “ Der Kaffeehändler“ von David Liss las ich so nebenbei. Dabei ist er allerdings ganz schön schwierig, was die ganzen Börsen und Handelsgeschäfte anging. Ist einfach überhaupt nicht mein Thema. Leider kam gar nicht viel über Kaffee selber drin vor. Nur eben, wann er nach Europa zuerst importiert wurde und welch eine Goldgrube es wurde….das ist es ja heute noch.

Der Roman spielt in der Mitte des 17 Jahrhunderts, als die Ost-Indische Kompanie viel Macht hatte über den Welthandel. Die hat ihn sozusagen erfunden… Was wirklich sehr interessant war, ist die Rolle der jüdischen Gemeinschaft und auch viele Details, die mir völlig unbekannt waren. Auch damals verfolgt von der Inquisition in Spanien und Portugal, baute sich eine Art Parallelgesellschaft auf. Die Bedeutung von Amsterdam und die Besonderheiten der Stadt sind auch ausführlich dargestellt. Ich gebe zu, dass ich die Wirren der grausamen Methoden nur noch überflogen habe…Eines habe ich begriffen: Wie unredlich der Handel an der Börse vonstatten ging. Und sicher ist das noch so.

Ja, was meine ich mit nebenbei- das Lesen war als Pause gedacht zwischen Kräutertrocknen- Pfingstrosenblüten, Labkraut, Brennessel- und dem Kräuterausreißen an Stellen, die komplett zuwuchern. Brombeeren zum Beispiel, sie tauchen immer wieder auf- und das auch noch an Stellen, wo sie noch nie waren! Dann war es aber doch sehr heiß, bis zum Gewitter am gestrigen Abend, und ich musste etwas mehr sitzen als machen. Schwimmen in der Eider ging, und die Musikantenbörse in Garding wurde auch eröffnet. Das war schön, Hinz und Kunz in sommerlicher Bekleidung, der hardrock-Sänger hatte schon einen roten Kopf, aber noch alles recht verhalten. Die ganz große Stimmung war noch nicht. Nur der Bigharmonicaman schafft es natürlich, den besten blues rüberzubringen, spielte aber in einem sehr kleinen Cafe, wo man kaum einen Zeh bewegen konnte.

Ja das wars, viel mehr gibt es nicht zu sagen. ich höre nebenbei swing auf Rockradio.de, die wöchentliche Jazzsendung. Nebenbei, alles so.

Buch : Kochbuch

Um ein ordentliches Essen zu fabrizieren, kaufte ich Auberginen im Netz, Hack in der Plastikpackung (Buuuh), ebenso die saure Sahne, den Reibekäse, (den gäbe es auch ohne) und so weiter. Bei der Herstellung von Moussaka half mir ein Kochbuch! Ganz altmodisch , nennt es sich doch Balkanküche und wurde einst von Burda (man erinnert sich: eine Frauenzeitschrift mit Mode, Kosmetik, Kochrezepten) herausgegeben. Es war auch ein Verlag, stimmt. Oder ist es noch?

Meine Mutter sammelte seit den siebziger Jahren Kochbücher von Time Life, mit aufwändigen Berichten über Herstellung der Lebensmittel, ganz klasse. Ich behielt nur das japanische und das indische. Sie war eine leidenschaftliche Köchin.

Das kann man von mir erst viel später sagen. Und allzu aufwändig mag ich es auch nicht. Immerhin, ich kann Eier vom freilaufenden Hühner-Stall in meiner Straße holen, auch wenn sie vorher noch in einen Schuppen mit Automat kommen ( die Eier), wo man das Geld reinsteckt, und sie gekühlt werden. Die haben da sogar vier Hähne, die hundert Hühner. Ich kann auch bei Freunden kaufen.

Und ich kann Milch vom Bauern holen, was sehr interessant ist. Und Kohl sowie Möhren bekommt man auch am Straßenrand.

Eine Art Volksküche lernt man auch in dem Kochbuch: Mexikanische Feste, Die Fiestas der Frida Kahlo.

Und ein kanarisches Kochbuch habe ich irgendwo, wo man mojo rojo machen kann und ähnliches. Das Gofio kann man sich tatsächlich von Teneriffa bestellen, sowie den Kaffee, der da viel besser schmeckt, in einem Kanarenshop. https://kanaren-shop.com/einkaufen/

Das ist doch toll, ich habe jedoch das Glück, dass meine dort lebende Freundin bald zu Besuch kommt. Am liebsten habe ich den rosa Pfeffer, den ich mal selbst von dem schönen großen Baum pflücken konnte. Das ist mir etwas wert. Das ist ein Wert.

Sommerfest

Ich war auf einem Sommerfest und habe liebe Menschen getroffen, die auch zum Teil ein bisschen weiter weg wohnen und man sieht sich dann nicht so oft. Und es war so schön. Ein leckeres Buffet von allen, ein bisschen Musik und basteln, und ich bekam eine höchst gute Rückenmassage. Man konnte auch einen Flohmarktstand anbieten, und es gab einen kleinen Junenmarkt, oder G1, wie ein alternatives Geldmodell aus Frankreich genannt wurde. https://monnaie-libre.fr/la-g1-june/

https://zukunftswerkstatt.events/wp-content/uploads/2024/12/G1-Freigeld-MJA.pdf

Ich mache das nicht, weil es ein digitales Modell ist, und ich bin absolut für Bargeld!

So etwas findet privat auf einem Bauernhof statt, wo auf der großen Ponywiese übernachtet werden konnte. Immer viel Arbeit für die Gastgeber, aber- es ist ja ein Helferverein. Gar kein Verein, einfach so. Als Projekt wird dieses Jahr statt eines musicals eine Jurte aufgebaut, in der künftige Treffen veranstaltet werden können.

Und während ich da so mit meinem Steinzeitbastelkram saß, trat eine alte Dame auf mich zu und sagte: Ich kenne dich von Kristallmensch. Das war so toll, denn bisher kenne ich eben die meisten aus jenem ganz anderen Verein nur online von regelmäßigen zoommeetings. Da sind wir doch überwiegend alte Damen. Spirituelle Urgesteine. https://kristallmensch.net/

Auf diesem Fest war alt und jung vertreten, wir hatten Spaß daran miteinander. Und noch besser- sie kannte mich sogar schon aus den Zeiten, wo wir auf der Momandaplattform (2011) spirituelle Themen diskutierten, ich war damals sehr engagiert und sendungsbewusst und wollte immer alles richtig stellen…

Zu hören, dass ich tatsächlich damit gehört wurde- in diesem Fall über den Mayakalender,- das war überwältigend. Ja, und es wird mir auch klar, dass wir Pioniere waren, vor uns gab es auch einige solche, und wenn heute groß getönt wird, werdet spirituelle Pioniere, dann lächel ich leise…

Leider ist nämlich auch diese Momanda-Plattform nur noch kommerziell, vermarktet bekannte Autoren, die einen Vertrag abschließen müssen, und ich denke, das ist beispielhaft für die gesamte Entwicklung. Alles schön und gut für die Masse, aber für mich ein Zeichen für Materialismus statt Geist. Dagegen hat mein kleiner Verein mit sinkenden Zahlen zu kämpfen, arbeitet ehrenamtlich und das, obwohl so viel an Lehrmaterial zur Verfügung steht.

Das Laute ist nicht zum Ziel führend, glaube ich. Wir haben nicht alle das gleiche Ziel.

Ein Versuch

Seit ich vor ein paar Tagen diese Doku über Plastikmüll gesehen habe, gehe ich mit einem anderen Filter durch den Supermarkt. Und es ist schrecklich. https://www.ardmediathek.de/video/ndr-dokfilm/plastik-die-recycling-luege/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS80NjMyXzIwMjItMTAtMTktMDAtMDA

Es gibt reichlich viele Dokus über diese Thematik, die aber dennoch in tausend anderen Themen untergehen. Ich sehe niemals fern, und wenn, dann keine Dokus. Weil es doch nie ganz die Wahrheit ist. Was ich durch die coronazeit gelernt habe: Es ist niemals die Wahrheit. Damals kamen wir gar nicht vor. Da gab es höchstens Rechte, Extreme, Störer, …also ein framing, was überhaupt nicht passte.

Ich erkläre dazu nichts mehr. Ich bin keine Anhängerin von Protestkultur.

Aber diese Plastikmassen, die haben mich plötzlich unheimlich gestört. Auch meine gelbe Tonne wurde immer voller, weil ich nach Preis eingekauft habe. Und tatsächlich- ich ging nun in den Laden mit dem Vorsatz, OHNE Plastik zu essen.

Tja. Ich kam nach Hause mit fünf Sachen. Es gab nur Salat. Aus teurem Gemüse. Bei dem Katzenfutter muss ich schon Kompromisse machen. Immerhin, Dosen und Metall werden ja wirklich recycelt, anders als der ganze Rest, von dem man uns sagt er sei recycelbar. Ist er nämlich nicht, und auch dann wird es nicht wirklich gemacht. Er wird auch nicht wiederverwendet für Lebensmittel. Zu dreckig, zu teuer.

Was soll ich überhaupt noch glauben?

Gleich gibt es neue Vorträge über die nächste Lüge. ttps://youtu.be/MKzy5tRds2M?feature=shared Sind wir wirklich so doof, das alles zu glauben, nein. Wir wollen dass es so ist, und die Wahrheit ist einfach zu unerträglich. Ich kenne das wohl aus anderen Zusammenhängen, dass traumatisierte Menschen sich verschließen, weggucken, nicht mehr fühlen können.

Oder warum kann nicht jeder mit offenen Augen durch die Welt gehen. So können wir gar nichts ändern. Ich meine, wenn ich so einkaufen gehe, ist das recht sparsam, denn ich habe weniger zu essen. Ich brauche vielleicht auch nicht das ganze Zeug, was in den Plastiktüten ist und dem eigentlich schon recht nahe kommt an Nahrhaftigkeit.

Wenn ich in Reinkarnation denke, woran ich aus logischen Gründen glaube, dann wären viele dazu verdammt, aufgrund ihres Plastikkonsums sehr viele Leben auf einem Plastikplaneten zu verbringen, in einer Art von Hölle. Leider geht es schon manchen so, aber ich glaube nicht, dass das ihr Karma ist. Es sollte das Karma der Hersteller sein, der Händler, derjenigen, die diese Hölle erschaffen. Wenn wir nun alle sagen, wir verwenden das nicht mehr…ach. Sie haben uns in der Hand. Wir sind erpressbar.

Und hört mir auf mit Veganern, die kaufen auch jeden Mist, teuer, in Plastik. Nein, so geht es nicht weiter.

Bücher

Schon wieder kam ich mit einem ganzen Stapel interessanter Titel aus der Bücherhütte..auf dem Weg vom Steinzeitdorf, wo der Sommer eingezogen ist. Schon bald beginnt das Steinzeittreffen der experimentellen Archäologie, wie jedes Jahr. Lesen, zwischen den Gartenarbeiten, wenn der Rücken nicht mehr mitmacht, aber entfernt mich auch aus dem Hier und Jetzt, wenn es mich wirklich einfängt. ja gewissermaßen gefangen bin ich dann in einer anderen Zeitschleife. Aber auch hier will ich nicht alleinig gefangen sein, mich immer auch in anderen Realitäten bewegen, nur nicht zuviel…

Die Erdung nicht verlieren, ist wichtig. Manchmal langweilig. Ja, früher habe ich mir so viel Zeit immer gewünscht. Sie ist das größte Geschenk! Unverbaute Zeit, unverbaute Aussicht, nur die Zukunft ist natürlich begrenzter als früher…das heißt, die Träume müssen sich anpassen und kleiner werden…Manchmal gehen sie mir auch ganz verloren. Keine Ziele mehr. Tägliches Versorgen der Lieben, was soll ich kochen, naja ich kann ja drüber schreiben, aber sonderlich interessant ist das vermutlich nicht. Ich müsste reisen. Neu hingucken. Dänemark ist so nah. Aber mit dem Hund ist es nicht so gut….man hört, die sind da sehr rabiat, falls mal was auffällt. Einer Frau, die im Krankenhaus war, haben sie drei Hunde eingeschläfert. Auch ist unser Hund auf der Liste gefährlicher Arten,…

Meine Nachbarn haben zwei neue Tierschutzis, jung, es bellt die ganze Zeit! Das macht aber nichts, der Abstand ist groß, man sieht nichts durch die vielen Bäume, und es krähen auch Hähne und Lämmer nach ihren Müttern…

hOCHZEITEN

Man kann nicht auf allen Hochzeiten tanzen.

Der wahre Satz kam mir heute morgen gelegen, als ich schon beschlossen hatte, mich von weiteren Geomantielehrern und anderen fernzuhalten. Es ist doch immer zu viel, was nicht stimmt. Ich möchte ja gern Zusammenhalt, aber jedes Grüppchen kocht sein Süppchen.

Innere Führung gibt sich eine Gestalt, auch manchmal verschiedene, ist wandelbar und lebt von der eigenen Erfahrung.

Der Rote Teppich

Ja, so heißt es: der rote Teppich wird ausgerollt, wenn jemand offiziell und ganz ehrenhaft empfangen wird, meist sind es VIPS, Stars, Politiker, die zu Recht oder zu Unrecht auf dem roten Teppich schreiten dürfen.

Hier hat nun -zufällig- jemand rote Teppiche entdeckt, ausgerollt, und ich durfte darauf wandeln, ebenso der Hund und die Unsichtbaren, also jene Wesenheiten, für die sich hier und jetzt die Portale öffnen, und die wir willkommen heißen. Der Teppichfinder weiß nichts davon, und doch….

Portale sind so eine Sache, bei der nicht jeder wohnen kann. Das sind energetische Wurmlöcher, blödes Wort eigentlich, aber bekannt aus dem Film…Natürlich soll da nicht jeder durchkommen. Dafür gibt es Wächter, Hüter und Leute, die Energien umwandeln, wissentlich ist sicher besser, aber hochsensible Menschen, die auf Energien reagieren, könnten es vielleicht nicht aushalten. Ich habe da schon so einiges erlebt. Ich bin dankbar und froh, dass ich jetzt wieder hingehen kann.

Zumal es sowohl in die untere Welt als auch in die obere Welt geht. Da begegnen sich also Welten. Das habe ich mir so gedacht. Der rote Teppich ist jedenfalls eine gute Idee.

Seien also die Sidhe, die Sonnenalben und Meister willkommen. Ich bin gespannt auf neue Zeiten.

Freitag der dreizehnte

Das fiel mir erst später auf. Ich bin doch nicht abergläubig. Und gläubig auch nicht. Wo ist da überhaupt die Grenze. Das wird schwierig, wenn man keinem Glauben angehört.

Einerseits kann ich es gar nicht fassen, was Menschen alles zu glauben bereit sind, und das für Wissen, Fakten, und Wirklichkeit halten. In meinen Augen ist die Wirklichkeit so viel weiter, reicht ins Unsichtbare, und da fangen die meisten an, eben zu glauben, was andere sehen oder sagen.

Die dreizehn ist so eine Schwelle, die man als guter Christ nicht überschreiten durfte. Das hat schon einen Grund, dreizehn Monde sind die Monate der Frau, und es wurde denen eine Macht zugeschrieben, die angeblich auch noch Böses wollte.

Viele Gruppen bestanden aus 12 Personen, die dreizehn ist eine Stufe in den höheren Zyklus. Zahlen haben durchaus Bedeutung.

Also ich glaube Dinge zu spüren und zu wissen, an die wenige glauben, dennoch ist das weniger elitär als verborgen, doch immer wenn ich mich mit anderen zusammentun möchte, dann weicht deren Sicht doch erheblich von meiner ab. So geht es mir mit der Geomantieschule, die ich im letzten blog noch vorstellte. Ich bin erstaunt. Es gibt einen tollen Austausch von Wahrnehmungen. Doch die bewegen sich fast immer auf einer Schiene absoluter Klischees und Bilder, die bereits vorgegeben sind. Eben von alten Kulturen oder von kitschigen Künstlern, und wenn es mit Symbolen losgeht, dann hört es bei mir auf. Wie schade.

Ich mag schon alte Kulturen.

Ach ja, die dreizehn. Zufällig die Zählweise des Mayakalenders, die ich jeden Morgen in mein Büchlein schreibe. Pech bringt davon keine Zahl.

Doch heute morgen brachte mein Freund ein Boot für jemanden ans Wasser, das wurde hineingelassen- und explodierte. Zum Glück kam niemand direkt zu Schaden, ich hörte die Sirene, Feuerwehr losfahren, es war ja gleich in der Nähe.

Irgendwie passt es in die Stimmung von Spannung, die ich spüre. Andauernd passieren Sachen, während ich friedlich im Garten sitze, oder putze. An Energien und ihre Wirkung glaube ich bedingungslos, und dass von der Sonne viel ausgeht derzeit.

Vielleicht machen die Leute aber auch einfach zu viel. Endlich ist drei Tage lang Sommer, und da muss man alles reinpacken!

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