
Chillis erster Frühling! Ihr macht die Kälte gar nichts aus.

Chillis erster Frühling! Ihr macht die Kälte gar nichts aus.
Meine Bilder und alles andere auch sind Versuche, Erforschungen, ohne dass es jeweils zu einem Ergebnis kommt. So könnte ich mein Leben beschreiben. Und das ist eigentlich auch in Ordnung so, ich bin diese Art Mensch. Das fand ich allerdings nicht immer so in Ordnung, denn ich machte mir die Bewertung anderer zu eigen. Diese fremde Sicht besagte, dass ich es zu nichts gebracht habe.
Ja, aber ich finde, diese ganze bunte Versuchsreihe enthält ja so viele Geschichten, so viel Leben und Durcheinander. Früher hatte ich eine Pinnwand. Heute ist alles die Pinnwand…Dinge aufzureihen ist befriedigend, sie in Beziehung zu setzen, eine sinnvolle Auswahl im Gegensatz zu dem, was man zum Beispiel auf einem Flohmarkt sieht.
Jetzt müsste ich nur noch all diese Geschichten erzählen.

Diese Kühlschranktür ist doch richtig ordentlich. Die Magnete sind ein Versuch, etwas von La Gomera mitzunehmen, Delphine, Wale, Mantas, Lizards. Bedeutende Krafttiere für mich, die gibt es da in echt und sind mir begegnet. Hier habe ich natürlich auch welche, all die Vögel, gestern sah ich ein wunderbares Paar Brandgänse.
In Wahrheit habe ich so viel mehr mitgenommen, aber es wird immer blasser. Menschen vergesse ich nicht, aber das Gefühl, im Meer zu schwimmen, die Berge hochaufragend über mir, die Wellen , die Sonne…wer weiß ob ich jemals wieder hinkomme.
Andere Bilder bleiben auch, Wasserfälle und Reisfelder, Wüste, Felsen. Da komme ich nicht mehr hin.Aber diese Lebensabschnitte sind wertvoll und ich bin dankbar, dass ich alle Kraft damals gab, um zu sehen und zu erleben, statt Dinge anzuschaffen und mich festzusetzen. Also, sesshaft zu werden.
Oh, die Stare sind da!
Die gouache Farben haben mich so interessiert, dass ich gleich welche bestellt habe…und so probiere ich mal herum dideldum, wie sie leuchten und sich mischen und meinen Tag erhellen. Am Ort gibt es keine Auswahl , der Kreativladen hat zugemacht. Im Baumarkt ist es teuer, im Chinaladen billig und nicht allzu gut. Und wer fährt schon bis nach Hamburg für einen Künstlerbedarf.
Für nichts fahre ich noch so weit….außer im inneren Reisen, wo ich ständig irgendwo unterwegs bin, oft in der Vergangenheit oder einer imaginären Zukunft. Da ist es doch gut, in der Meditation mal beim Atem und hier im Körper zu sein. Danach fühle ich mich wie aufgeladen, und genauso geht es mir beim Malen. Kreise malen.
Roman, von Mareike Krügel, Piper 2021
Der Titel , das Wort allein bewirkt schon etwas in mir. Ich habe eine Schwester, fast gleich alt wie ich, seit Jahrzehnten. Und mittlerweile ist sie natürlich einer der ganz wenigen,Menschen, die mich so lange kennen. Die soviel gemeinsames erlebten, aber es anders erlebten. Wir sind verschieden, so wie die Schwestern in Mareike Krügels Buch.
Dieses Buch ist ein wahrer Schatz, es geht um nicht weniger als die Frage, was ist das Richtige zu tun, und warum wählt man eine Art zu leben. Hat man immer die Wahl? Eine sehr herzerwärmende Entwicklungsgeschichte in der auch Fragen offen bleiben dürfen.
Ich erzähle nicht den Inhalt. Ich habe bemerkt, dass viele Rezensenten dies tun, es nimmt aber etwas weg. Es nimmt der Handlung ihren Lauf, ihre wunderbare Sprache, den Humor und noch viel mehr. Nur so viel: Da es sich bei einer der Schwestern um eine Hebamme dreht, die Hausgeburten betreut, ist dieses Buch auch für alle interessant, denen dieses Thema ein Anliegen ist. Ich würde sagen, alle werdenden Mütter oder solche , die es werden wollen. Ich bin keine Mutter, aber ich hörte von diesen Geschichten anderswo auch, es ist ein wichtiges Thema!
Von dieser Autorin aus Kiel – ganz nah- möchte ich mehr lesen und zum Glück gibt es auch noch mehr Romane aus ihrer Hand. Freier werden von den Ängsten, die so viel im Leben unbewusst bestimmen, davon kann man nie genug bekommen.
Ich denke, das sollten mehr Leute sehen, auch wenn das schon krass ist, wenn man GOR noch gar nicht kennt. Es geht um spirituelle Hintergründe im Weltgeschehen. Eine Besonderheit ist auch, dass Gor als Russe anders auf die Welt schaut. Er kennt sich gut aus mit Geschichte. Und vieles davon habe ich noch nie gehört!
Ich kenne ihn seit Jahren und bin nicht unkritisch, doch ich finde keinen, der so deutlich wahr spricht wie er. Magie ist eine Macht, die heute unterschätzt wird. Es ist besser, sich damit auszukennen und sich auszubilden.
Das war ein herrlicher Tag. Monika hatte zu einer Malaktion eingeladen, und sie fand in einem Garten statt. Acht Menschen pinselten fröhlich auf eine alte Tapete ein….die Farben standen mir noch abends beim Einschlafen vor Augen.

Also vielmehr nachts, denn dazwischen waren wir noch tanzen. Also ein Supertag mit einigen der Lieblingstätigkeiten! In Husum gab es die Disco für über 55 einhalbjährige…und es waren viele von uns da! Auch Jüngere natürlich, hoher Frauenanteil garantiert, und gute alte Musik. Mein Freund und ich schafften drei Stunden nonstop auf der übervollen Tanzfläche. Unser Fahrer hatte Frühdienst, wir sind zu dritt aus dem gleichen Dorf, und es wurde nicht so spät. Das tut einfach gut, alles durchzuschütteln, von Schmerzen nichts zu spüren- erst am nächsten Tag. Alte Musik, damit meine ich keine Schlager, sondern tanzbare 70iger und achziger Jahre. The Who kam vor, und den Rest der Namen kenne ich nie…nur mitsingen das kann ich. Allerdings gibt es mittlerweile so manche rest in peace-Radiosendung, wo all jener Musiker gedacht wird, die im letzten Monat starben oder 80 wurden. Black sabbath, Led Zeppelin, Caravan und viele mehr…

Möge ich auch mit 70 noch tanzen! Nun werden erst mal Blümchen eingebuddelt.
So heißt es, auch trunken vor Glück, und das obwohl ich seit 38 Jahren niemals betrunken bin. Im Grunde kann man auch sagen, Gesättigt, genährt und aufgeladen mit Energie. Sonne macht mich high.
Diese Tage des März sind die ersten Frühlingsboten, manchmal unglaublich warm, und ich war die ganze Zeit im Garten. Da wird noch gefegt und gesägt, Gestrüpp aufgehäuft und der wackelige Zaun festgebunden am Baum. Ich bin sogar eingeschlafen auf der Bank! Überall kommt das Grün aus dem Boden. Das Wilde. Anbauen von irgendwas ist zu früh, doch der Raum wird schon besetzt von Giersch und Brennessel, von kleinen Vergißmeinnicht, die Weidenröschen- ein harmloser Name für später riesige ausufernde Pflanzen- sind da im Rasen und das Moos hat ohnehin so gut wie alles bedeckt über den Winter. Efeu streckt die Finger aus , meterlang und will ebenfalls die Wiese bedecken. Leider auch die Straße, da muss ich einschreiten. Er wächst an den Fichten hoch, das ist nicht schlimm. Das gibt es immer an besonderen Plätzen, es schützt mich alles sehr gut vor Strahlung, Also ich sitze dann nur so da, mache das Feuer an, und plötzlich entdecke ich ….was unbemerkt monatelang sich vorbereitet hat, während ich im Winterschlaf herumdümpelte. Nun aber …
Mir tun natürlich nun alle Knochen weh. Wie jedes Mal. Doch auf glückliche zufriedene Weise. Weidenkätzchen stehen in der Vase auf dem Tisch. Und die jungen Kätzchen sind auch sehr glücklich, die eine erlebt ihren ersten Frühling und sie ist sehr schnell. Ein Vögelchen badet im Bottich und die Tröpfchen fliegen, sie hat es gehört und steht gebannt. Wenn die Krähen in den hohen Bäumen nisten, dreht sich das um- dann kann man Katzen rennen sehen mit Krähen dicht über dem Kopf, und panisch zur Katzentür herein. Danach haben sie dann auch vor Amseln Angst gehabt….Ob das bei Chilli sein wird..?..die hat vor nichts Angst.
Hätte man nicht unter dem Film den Inhalt bzw die Handlung beschrieben, so hätte ich keine erkannt. Berlin hätte ich sofort erkannt an diesen Freaks, die dargestellt wurden. Auch wenn es 40 Jahre her ist, so welche kannte ich, jeder muss irgendwie auffallen durch Verrückheit. Oder so.
Das Leben ist sinnlos, wenn man nicht die Welt rettet. So kommt es in jedem Falle rüber, und ich glaube, dass das für erschreckend viele Menschen tatsächlich stimmt. Mal abgesehen von den erschreckend vielen Filmen, in denen das das Thema ist. Welt retten. Sich allein retten ist auch möglich, aber nicht so angesehen. Es mag auch eine tiefe Depression der Sinnlosigkeit zugrunde liegen, wie sie von ständigem Überdrehtsein, Drogen und Ablenkung non stop am Ende ausgelöst wird. Das hohle leere Dasein in der Stadt- es spiegelt sich in den anderen Gegenübern. Es war, was ich erlebt habe. Esoterik-Hype und Weltrettung soll das erhöhen, obwohl die Verbindung zum Urgrund der Natur komplett fehlt. Sie fehlt . Es ist wie abgeschnitten, auch untereinander. Ich weiß wohl, dass ich da mal versuchte, mitzumachen, ein Teil davon zu sein.
Aus heutiger Sicht wähne ich mich glücklich, Städten den Rücken gekehrt zu haben und an Orten zu leben, wo zwar auch ehemalige Städter sind, die aber doch erlernen müssen, dass hier das Bescheidene mehr zählt. Großkotzigkeit und Angebertum sind einfach nur peinlich.
Es zählt zwar schon, was man kann, aber viel aushalten gehört auch dazu.
Irgendwie entlarvt der Film auch diese Sinnlosigkeit, wenn ich überhaupt irgendwas verstanden habe.
Das gesunde schwingungserhöhte Wasser jedenfalls…es hätte auch nicht viel bewirkt…
Und die Astrologin, die ich höre, kennt die Bestimmung der ganzen Menschheit, ja wow, wir hängen an ihren Lippen, weil wir ja so verzweifelt nach Sinn suchen. Hunderte bedanken sich für ihre Weisheit, wie verloren sind wir denn bloß alle. Unsere Lebensaufgabe ach …wie gut, dass ich die früher nicht suchte, und jetzt ist es zu spät.
Ich suchte was, das stimmt schon, auf der ganzen Welt und in vielerlei Möglichkeiten. Jeden Tag Katzen füttern, jeden Tag Sträucher pflanzen oder Essen kochen, heute ist das Sinn und Verbindung zur Welt. Verbindung zu den Lieben. Wie mir das gelang, ich weiß es nicht. Ich ging durch die extreme Ursache meiner Bindungslosigkeit, sehr schmerzhaft. Ich erzeugte sie durch unbewusste Angst.
Aber auch die Beschaffenheit meines Ortes hat damit zu tun. Es ist schwer, sich zu täuschen, wenn so wenig den Blick verstellt. Ich falle auf mich zurück, weil niemanden meine Verkleidung interessiert. Da gab es ein paar dunkle Jahre. Doch der Sinn, (sein Gegenteil ist nicht der Unsinn, der hat auch seinen Platz), der Sinn ist erfüllt.
Im Schuppen toben sich ein paar Hexen aus. Ich bekam die neulich geschenkt auf dem Flohmarkt, wo ein Händler viele Kisten stehen hatte. Die grüngesichtigen Damen sind wohl von Halloween übrig geblieben. Als wenn es die nur einmal im Jahr gäbe!
Gestern sah ich den sehr guten Film: The Gift, welcher auf deutsch: „Die dunkle Gabe“ genannt wurde. Leider, denn das „dunkel“ trifft auf die Hellsichtigkeit der Hauptfigur nicht zu. Dunkel ist vielmehr das, was sie sehen muss, ob sie will oder nicht. Dieser Film spielt zu einer Zeit und an einem Ort, wo durchaus noch eine Frau mit solcher Gabe als Hexe bezeichnet wurde- und wird .Dennoch rettet die Gabe bzw die guten Taten, die sie tat damit, am Ende sie selbst, wobei es mystisch wird.
Ich mag nichts verraten. Es war ganz schön unheimlich. Cate Blanchet und Keanu Reeves!
Mit dem Wort „Hexe“ wäre ich nicht so froh bezeichnet zu werden. Ich finde, es haftet ihm das Leid an, die Negativierung. Anders ist es mit wicca und Magie und anderen Worten. Aber Hexe….so manche heutige Frau bezeichnet sich selbst so, auch als Kräuterhexe, wobei sicher das Heilwissen und alte Mittel eine Rolle spielen. Aber eine echte Hexe kann ja viel mehr. Nicht nur gutes.
Ich werde die Hexen im Schuppen lassen; als Elementarwesen sind Sumpfhexen und andere ja vorhanden, in diesem Lande, noch. Wer weiß, was mit ihnen passiert, wenn ihr Moor voller Solarpaneele gestellt wird, ob sie dann austrocknen oder böse werden?
Auf manch einem Stuhl sitzt niemand mehr. Und doch ist ein Stuhl ein Wesen für sich. Auch bei mir stehen so einige Stühle herum, früher für die Katzen, doch die heutigen sind da lieber auf der Fensterbank. Sie haben Körbe Höhlen Kisten lieber. Ich benutze drei Stühle und einen Sessel, je nach Tageszeit. Das wäre auch nicht nötig, einer würde reichen. Ach einer dient noch beim Telefon. Das kommt einmal in der Woche vor.
Oben gibt es noch einen Stuhlkreis, denn ältere Damen meditieren nicht mehr im Schneidersitz, es ist auch auf dem Stuhl erlaubt und ebenso wohltuend. Mit dem Gedanken spielend, man würde – also man- in einen Wohnwagen ziehen, als einzigen Wohnort. Da hätte man also auf jeden Fall die Stühle draußen, so wie diesen. Ist nicht meiner. Sie eignen sich auch zum Abstellen von Dingen, bei Leuten, die viele Dinge haben. So mehrere Wohnwagen und so. Da ist vieles draußen. Doch der Traum von Freiheit, vom jederzeit wegfahren können, der bindet sich an Wohnwagen. Der Stuhl bleibt zurück.
Der hat mit Sesshaftigkeit zu tun. Sitzen Aussitzen Besitzen Durchgesessen.
Gesessen im Sessel und gegessen und dazu Lampe und Buch ist Zuhause. Überall. Der Stuhl am Küchentisch ist Heimat. Die Geschichten sind die Welt. Und selbst am Ende der Welt ist ein Stuhl, vielleicht eine Holzbank, ein Sitzplatz. Ich bin viel in der Vergangenheit, in inneren Bildern. Die Orte gibt es noch, aber manche damalige Stühle sind im Feuersturm verbrannt. Mit meinem täglichen Sitzen habe ich sie zu meinem Ort gemacht, mich verbunden und die Perspektive im inneren Gefüge.
Sonntag.
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