Stimmt oder nicht

Menschen, die „nicht stimmen“, sind neuerdings ganz schnell wieder weg bei mir. Sie behaupten zwar, dass etwas mit mir nicht stimmt, aber glücklicherweise gibt es doch stimmige Kreise, in denen ich passe, und sie nicht. Oder so. Es ist wohl wie mit dem Instrumente stimmen. Es hat gar nicht so viel damit zu tun,die gleichen Lieder zu singen. Beim Singen geht es, wir tönen nämlich oder singen Mantras, die jeder kann. Es gibt sehr eindrucksvolle Stimmen, die beim Singen überzeugen, doch wenn es um Belehrungen geht und Politik, dann tönen sie schief. Oder sind ganz still. Das ist auch nicht verkehrt! Ich muss keinen mehr überzeugen von irgendwas, aber ich stehe fest und höre sehr genau, ob wo was nicht stimmt.

Manchmal macht so ein gemeinsames Erlebnis von Stille und von Musik gleichermaßen richtig erfüllt und glücklich! So ein Kreis kann auch schützen und hat ja einen eigenen Geist, einen Raum und dafür bin ich so dankbar.

Die andere Musik, die zum Tanzen, wild und progressive, von früher zu Zeiten, als wir dachten, alles sei uns noch möglich, die Freiheit lag vor uns- die macht, dass ich mich jung fühle! Nun war ich damals als ich jung war, keineswegs besonders glücklich, und mit der heutigen Erinnerung daran kann vieles heilen, neu aufgeladen mit der besseren Erfahrung, die Musik reicht in Räume des Unbewussten, Nicht Denkens, und tut dort ihre Wirkung. Ich schätze diese Wege sehr, die ohne Worte Heilung tun.

Jeder Tag

Heute erhält der letzte Tag des Jahres gebührende Aufmerksamkeit und morgen der erste Tag. Mittlerweile finde ich bald jeden Tag etwas Besonderes und versuche ihn dazu zu machen, wenn ich auch tatsächlich vieles vergesse und mich an vorgestern kaum erinnere. Ich traf halt so manche liebe Menschen um mich herum, und das Weihnachtsessen war grandios und hat mich auch recht erschöpft. So dass das Aufschreiben nicht so wichtig war. Nun geht es weiter mit Besuch und Gruppe und Geburtstag und. Ja, auch die Bilder die nicht den Tag sondern auch vielleicht etwas kosmisches abbilden , sind mir jetzt wichtig geworden. Das Eigene.

Oder die Sicht vom Ganzen aus eigener Möglichkeit. Ich beteilige mich auch an den Rauhnächten und komme kaum hinterher, die Themen, diese ganzen Fragen sind nicht mehr meine. Wie lange soll ich mich noch fragen, ist doch besser jeden Tag so gut wie möglich – ich glaube bei Castaneda hieße das: -Makellos- zu begehen. Das ist etwas anderes als perfekt und gestylt, makellos bei den Schamanen bedeutet im aufrechten Sinne, im Sinne der Erde und ihrer Wesen, im Sinne der Verantwortung.Ich machte ein despacho und bat um Segen sowie ich segnete alle Lieben und auch die weniger Lieben.

So wie auch meine Bilder und meine Träume mir nicht immer gefallen und sie doch da sind. Heute hatte ich doch den „klassischen“ Spinnentraum, der in allen Deutungsbüchern steht, noch nie hatte ich den! Vermutlich kitzelte mich die kleine Katze wie jeden Morgen im Gesicht mit ihren Barthaaren, leider immer zu früh, aber im Traum war ich echt panisch weil die große Spinne auf mich fiel, und keiner , keiner half mir und nahm sie weg! Am Ende schüttelte ich sie selber ab und verrückterweise geriet sie dann mit ihrem Netz ins Feuer- das da zufällig brannte- und sie verbrannte. Puh!

Angenehme Träume habe ich zurzeit nicht und ich vergesse sie auch leider sofort, weil ich wie gesagt belagert werde vom Katzenkind.

Ich wünsche auch allen Lesern und Leserinnen ein segensreiches Neues Jahr 2025. Habe schon manchmal das Lied im Ohr: In the year twentyfive twentyfive

https://www.youtube.com/watch?v=Gb7poHQuMWg

…if man is still alive…

Das wissen wir nicht, darum hören wir es jetzt…

Fest

Wir sind hier heute Acht zum Essen, und ich glaube noch nie in meinem Leben habe ich mit so Vielen zu Weihnachten zusammen gesessen. Na vielleicht ganz früher zu WG Zeiten, wo dann alle vorbei kamen in Berlin im Altbau. Ich finde es einfach ganz toll, denn ich habe auch schon manchen Weihnachtsabend ganz allein verbracht, zu meiner Familie mochte ich seit vielen Jahren nicht mehr. Da hat mich auch so manches Buch gerettet, das war in Vor-Internet-Zeiten. Einen Tannenbaum hatte ich nie. Der Garten ist voll davon. 20 Meter hohe. Ich koche.

Gerade bekam ich noch die passenden acht Teller geschenkt, eigentlich neun, aber einer fiel auf die Straße. Stühle hatte ich schon viele, denn die Meditation findet bei uns überwiegend nicht mehr auf Kissen am Boden sitzend statt…Ente, Rotkohl, Raclette, Süßkartoffeln und tausend andere gute Sachen. Wir machen das schon ein paar Jahre so, hier kennen sich so manche Menschen seit 30, 40, 50 Jahren, so etwas habe ich nicht, und freue mich, dass ich einfach welche versammel.

Labyrinth

Da einige hier ihre Bilder der Energie und Bewältigung zeigten, mag ich auch noch mein letztes zeigen. Es ist eine Art Labyrinth geworden, ohne Planung. Daher versuchte ich mit dem Bleistift zu sehen, ob es überhaupt einen Weg zur Mitte gibt. Von außen fand ich ihn nicht! Aber vom Zentrum aus kam ich heraus. Das ist sinnbildlich ganz sinnvoll. Das Gewirr und die vielen toten Enden von richtig erscheinenden Wegen in der derzeitigen Weltlage…

Nach der Colorierung des Bildes erinnert mich die Mitte aber auch an eine Gebärmutter, Geburt, ein geschützter Raum, etwas in Entstehung. Es wird genährt. Das alles sehe ich hinterher, nach dem Zeichnen. Das freie Meer außen herum , es würde wenn ich weiter machte, alle Formen ausfüllen. Von daher ist es eigentlich nicht ganz fertig. Aber das soll so sein.

Ich denke auch, die Entstehung neuer Welten ist noch nicht fertig, ist nie fertig.

Wie schön, dass wir hier im Kleinen – wie oben so unten- das nach und mitgestalten können und wie tief es nach Innen reicht in unseren Innenraum.

Das neue Jahr soll ja manche Wirren mehr bringen, damit Menschen das Wahre erkennen,- eigentlich ein Widerspruch. Ein Feng-Shui Master kann es besser erklären. Sicher wüsste er auch in welche Himmelsrichtung mein Bild am besten passen würde.

Ich suche noch die Einhandrute, mal wieder verlegt, ich verbringe viel Zeit mit Suchen und Finden.

https://youtu.be/6OV3hc7BgTc?feature=shared

Wiki:Labyrinth bezeichnet ein System von Linien oder Wegen, das durch zahlreiche Richtungsänderungen ein Verfolgen oder Abschreiten des Musters zu einem Rätsel macht. Labyrinthe können als Bauwerk, Ornament, Mosaik, Pflanzung (u. a. Maislabyrinth), Zeichnung oder Felsritzung ausgeführt sein. Darüber hinaus wird der Begriff im übertragenen Sinne verwendet, um einen Sachverhalt als unüberschaubar oder schwierig zu kennzeichnen.

Goldener Fluss

Papier ist aus. Doch da stand noch eine Leinwand herum. Es ist schon angenehm, mit diesen Stiften, statt so viel Geschmiere zu veranstalten…Fast schon psychedelisch wie diese Dekorationen auf den Goa-Festivals…die sind aber sehr stereotyp und durch Drogen inspiriert. Damit habe ich nichts am Hut, auch wenn ich die Musik von trance, wenn sie gut ist, sehr zum Tanzen liebe.

https://youtu.be/SF5f8k_JkEU?feature=shared

Eine Wiederentdeckung: Ozric Tentacles aus den Siebzigern. Spielen immer noch! Ich verdanke den Tipp den Experten in Rockradio.de, https://rockradio.de/app/#/, welche Sendung weiß ich jetzt nicht mehr. Ein bisschen verwandt mit Shpongle, die mich mal einen Winter lang in der Küche tanzen machten.

Buch: Kulinarische Krimis

Es ist nicht neu, doch ich habe es eben erst entdeckt:

Bittere Schokolade, Ein kulinarischer Krimi, von Tom Hillenbrand.

Beim Lesen sollte man etwas Leckeres vorrätig haben, denn unweigerlich bekommt man Appetit! Der einem später dann wieder vergeht, denn in dieser sehr informativen Geschichte erfahren wir viel über den Welthandel mit Kakao, so wie in einer ganzen Reihe weiterer Krimis des Autors, der sich mit Honig, Oliven und anderen hochwertigen Lebensmitteln gut auskennt! Spannend ist es auf jeden Fall und leider wohl auch vieles wahr!

Ich liess mich dazu hinreißen, einen Lauchquiche zu backen, und inspiriert wurde ich dazu von Madame cuisine:https://www.madamecuisine.de/quiche-mit-lauch-porree-quiche/, die sich wohl auch gut mit französischen Krimis auskennt oder solchen, die in den Landschaften Frankreichs spielen.

Anders erging es mir mit: Die Nudeln meines Lebens von Giulia Melucci, die uns allerdings mit guten italienischen Rezepten direkt im Buch bereichert. Dazu muss man aber die Beschreibungen diverser Liebhaber ertragen und ich stellte mir lebhaft vor, wie ich all meine Männer mit den Gerichten in einem langen Buch zusammentragen würde, wow das wäre …Dabei haben aber eher die Männer gekocht. Irgendwas hat sie ja auch falsch gemacht, weil die immer wieder abgehauen sind, entweder weil es alles Schriftsteller waren, oder weil sie es mit dem Kochen übertrieben hat. Italienisch, ich erinnere mich, da war das wirklich wichtig und in den drei Wochen, die er hier war, hat er mehrere Flaschen Olivenöl verbraucht beim Backen und Wirken, und ich war eher fett geworden….Nun gut, dass es nicht länger war. Aber lecker. Der englische Katzensitter war seit dreißig Jahren Veganer und hielt es mit riesigen Töpfen voller Currys, die ich auch nicht vertrug. Zu scharf.

Ich koche nun wieder selber. Klassisch. Hühnersuppe.Salate. Kohl. Mein Freund ist Dithmarscher Landmann, arbeitet draußen, und einzig sowas wie Sahnetorte kriege ich gar nicht hin. Ich habe sogar zum ersten Mal im Leben eine Weihnachtsgans gemacht- und zum letzten Mal. Diesmal darf die ein Mann kochen. Vertragen habe ich die auch nicht.

Das beste Essen hatte ich vermutlich in Japan. Das kann ich aber nicht. Die Romane allerdings …großartig.

Stille

Stille Nacht, Heilige Nacht, das ist hier eigentlich meistens.

Wir hatten nun schon ein paar Mal die Meditationsgruppe oben, und wenn alle still sind. im Kreis, dann ist es wirklich still. Wir sind am Ende einer Sackgasse. Es ist so schön, die Stille zu hören! Manchmal natürlich ist Sturm, dann tost der Wind in den Bäumen, oder manchmal feiern die Nachbarn in ihrer Gartenhütte. Im Sommer ist es weniger still, so hat der Winter eben auch seinen Sinn. Ich reagiere auf kleinste Töne, oft denke ich gleich, es ist ein Kätzchen, das weint. Auch wenn es keines ist, sondern nur der Kühlschrank. Kommt ja vor, dass ich aus Versehen mal eine Tür zumache und das Kätzchen im Keller ist oder so. Nachts höre ich sie atmen.

Jetzt ist es auch schon wieder dunkel. Das gefällt mir weniger. Man vergisst leicht, dass es auf den warmen Kanaren, wo ich gerne wäre, auch früh dunkel wird, und das immer. Wie oft war ich da morgens wach und es war noch nicht hell. 12:12, und mittags schläft man auch, weil es da zu heiß ist. Ja manche sagen, sie vemissen den Winter….

Ich warte einfach nur drauf, dass er vorbei ist. Still halten und Stille genießen.

Wichtel

Gestern besuchte ich einen Weihnachtsmarkt. Es war fürchterlich. Das Ambiente des Alten Packhauses in Tönning verlockte mich, es liegt am historischen Hafen.Drumherum waren alle Parkplätze bereits überfüllt. Ein steter Strom von warm eingepackten Familien bewegte sich auf das Gebäude zu, welches mit den vielen Fensterchen wie ein Adventskalender geschmückt war. Meine Socken rutschten. Draußen an der Wasserkante standen die Freß- und Glühweinbuden. Dorthin verschlug es alle Hundebesitzer, denn die durften nicht rein. Wie auch- die Enge und Lautstärke waren grässlich. Aufwendige Deko machte schöne Stimmung in den schönen Räumen. Leider war das Angebot wohl auf „selbstgemachtes“ beschränkt. Eine Invasion von Wichtelmännchen und kleinsten Weihnachtsmännern säumte meinen Weg. Und das übliche. Und das zu ungeheuren Preisen. Überhaupt scheint es, als wäre Weihnachtsdeko das wichtigste auf der Welt, wo soll die bloß noch hin? Aus Wachs, aus Glas, aus Keramik. Aus Wolle, aus allem ja allem kann man Weihnachtsdeko machen. Ich spare mir das sowieso dieses Jahr, habe ich doch eine sehr junge Katze, für die jegliche Deko, nein, jeglicher kleine Gegenstand der hängt oder pendelt, ein Spielzeug darstellt.

Ja gut, ich habe den Kronleuchter geschmückt, der hängt hoch genug. Bei mir kommen nur ein paar Männer zum Essen, die Deko völlig überflüssig finden und falls die Freundin käme, die immer mit dem Akkordeon Weihnachtslieder anstimmt, Reißaus nehmen würden. Dafür machen wir die Feuerschale auf der Terasse an. Nein, ich mag auch keine Weihnachtslieder hören und vermeide das Fest mit der Familie schon lange Jahre. Da war es früher eine Geschenkeschlacht gewesen, noch schlimmer weil so viel Geheuchel. Aber allein soll auch keiner sein. Lustig soll es sein.

Vorher feiern wir ja noch die Sonnenwende am großen Feuer auf dem Bauernhof. Da singt man so Lieder für Mutter Erde, na gut, auch immer die gleichen, aber das ist mir lieber. Man ist draußen und kann sich hin und weg bewegen. Das ist mir sowieso am liebsten.

Unangenehmes

Ich fand gerade heraus, dass Unangenehmes gleich zu erledigen, es viel weniger unangenehm macht. Ich verbringe dann weniger Zeit damit, mir das Unangenehme auszumalen und vorzustellen. Und am Ende ist es ja nicht wirklich schlimm. Es ist mit einer latenten Angst aus frühen Zeiten verknüpft.

Zum Beispiel etwas umzutauschen, das nicht passt. Wie einfach es geworden ist! Aber dennoch- man hat etwas falsch gemacht, das war einmal mit Bestrafung oder Häme belastet. Auch Anträge abzugeben ist mir außerordentlich unangenehm, jeder Fehler könnte Folgen haben, die sich auf meine Existenz auswirken. Da ist zwar niemand, der mir Vorhaltungen machen könnte, das hatten wir lange genug!

Angst ist da nur für irgendwann einmal, wenn ich so alt bin, dass ich tatsächlich nichts mehr auf die Reihe kriege. Ich bin schon tüdelig, wie man hier sagt. Mir fallen Dinge aus der Hand. Die Kraft wird weniger. Und manches kapiere ich auch nicht mehr, und wenn ich dann auf fremde Hilfe angewiesen wäre, würde ich auch das unangenehm finden. Wie mein Vater mit 92. Er könnte Hilfe bezahlen, aber Fremde sind bei uns zu Hause schon immer unangenehm gewesen. Dabei sind doch die Verwandten manchmal so viel unangenehmer, und aus den Fremden suchte ich mir immer meine Wahlverwandtschaft heraus. Nun sind die ja auch so alt wie ich. Und krank. Und wollen gar keine Hilfe….Dazu gibt es noch Hippies, die quasi obdachlos sind, weil jahrelang im Auto gewohnt, das nun kaputt ist. So eine Situation ist richtig richtig unangenehm, wenn man sich ins Aus manövriert hat. Wohnen gegen Hand erfordert Arbeit, die Kräfte reichen nicht, oder die Depression macht alles zunichte. Die Wahrheit ist, das Lebenskonzept funktioniert nur zeitweise. Man verlernt dabei, sich anzupassen, und behauptet dann auch noch, das sei Freiheit.

Jaja, ist noch nicht so lange her bei mir. Ich hatte doch Glück, nun ein Zuhause, und alt genug um zu machen, was ich will. Das heißt, Kaffee trinken, wann ich will, viel schlafen und die Natur betrachten. Ein Haus und meine Katzen versorgen. Bedürftigen Hippies aus dem Wege gehen…ein gebranntes Kind…Unangenehm sind Schmerzen, da kann man mit leben.

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