Tasse von Ellie

Ein Beitrag zur blogparade von Amorak

Dieses wunderbare Bild kommt von meiner Freundin Ellie gesendet. Es ist ein Mokkatässchen von Heike Greiner.

Und noch eine Keramikertasse hat sie in ihrer Sammlung, von einem Töpfer von den Externsteinen, wie sie schreibt, den sie einst in Wedel traf.

Auf Kunsthandwerkermärkte gehe ich selbst kaum. Aber Ellie verkauft ja selbst, und hat daher so viele Begegnungen. Sie arbeitet im Kiekebergmuseum, in der Nordheide, und zeigt dort das Filzen, Spinnen, natürliches Färben von Wolle und sie macht auch noch Musik auf ihrer Quetschkommode, singt dabei Frühlingslieder und ist überhaupt so ein herzlicher und kreativer Mensch. Gelernt ist sie eine Webermeisterin.

https://www.kiekeberg-museum.de/

Unter „Zuschauen und Mitmachen“ findet ihr sie.

Die Leuchtende

Beitrag zur blogparade über Tassen von Amorak

Eine neue Blechtasse habe ich mir gegönnt, bei meinem heutigen Ausflug ins Sozialkaufhaus hoelp in Heide. Und die leuchtet so schön, dass man sie garantiert nicht irgendwo vergessen kann. Und die ersten Erdbeeren diesen Jahres ebenfalls…

Außerdem fünf Bücher….

Diese bunte Tassenparade habe ich stehen lassen. Es gab auch noch viel mehr. Wieder eine ganze Reihe von „Mutter ist die Beste“ – Aufschriften, sowie zahlreiche farbige Kleinkindbecher , immer aus Plastik, Teekannen, und irgendwie haben doch alle das Gleiche, offenbar. Ich glaube, zum ersten Mal im Leben habe ich alles, was man so hat. Vom Bräter bis zu Teekannen, Schöpflöffeln und all dem Zeug, was quasi nun verschenkt wird, weil es zu viel davon gibt. Ich frage mich, warum noch mehr davon hergestellt wird.

Eine Dame hatte Sachen abgegeben und sah sich das Sozialkaufhaus an. Sie tat so als gehöre ihr der Laden, es wäre wohl auch zu peinlich, da als Kundin zu sein. Es war ihr nicht freundlich genug, und da hatte sie allerdings mal recht…die Angestellten sind eben auch speziell und nicht nullachtfuffzehn.

Ich weiß noch gut, dass sie mal einen Schrank zu mir brachten, und erst den falschen ausluden, dann am Ende das Wenden nicht schafften. Menschen eben. Sozial.

Edle Tassen

Ein Beitrag zur blogparade von Amorak

Edle Tassen werden gesammelt und finden sich in einem Büffet.

Dieses steht im Cafe Tutgut in Koldenbüttel, nahe Friedrichstedt. Die Stadt war voller Touristen, das Cafe am Dorf gut mit einheimischen Familien gefüllt. Man wird dort wirklich sehr freundlich empfangen. Ich entdeckte das Cafe einmal vor Jahren durch eine bloggerin auf wordpress! Ihren Namen weiß ich nicht mehr, sie löschte den blog, der zu viel Privates enthielt.

So ein Cafe möchte schon den Eindruck eines gemütlichen Wohnzimmers erschaffen.

Doch mit meinem Wohnzimmer hat es wenig gemeinsam….es glänzt und edelt zu sehr.

Die verwendetetn Tassen eher sachlich und wenig prunkvoll, wohl wegen der Spülmaschine. Der Kuchen ist lecker, sonst käme das Volk vom Dorfe ja auch nicht. Die sind nämlich Experten für Sahnetorten hier, ich ließ dafür das Mittagessen ausfallen. Und immerhin war ich ja ein bisschen am Strand gelaufen. Dort sah ich dann am Deich auch die Osterlämmchen. Vielmehr recht freche Lammböckchen.

Und deren große Version sah ich noch bei der Koldenbütteler Kirche- ich machte wirklich auf Touristin heute, für den blog, also als bloggerin hat man ja ein Ziel!

Ups, das Schild ist nicht drauf…“Schafbock“, eine Plastik aus Methamorphit von Lothar Frieling, 2001.Ich finde die sehr gelungen fürs Dorf. Wo man ja kaum mal einen Widder mit Hörnern sieht. Aha, ein Umwandlungsgestein.

https://sh-kunst.de/kuenstler/frieling-b-lothar/

Sieh an, der Betonkopf findet sich auch im Dorf. Nun gut, Reimersbude, Witzwort, Oldenswort, alles um die Ecke und voll mit Ateliers von bekannten Künstlern.

Einmal ans Watt

Ich entdecke so gern Strukturen. Manche Schätze fand ich am Deich, bei Westerhever auf Eiderstedt.

Das Wasser ist immer weg, wenn ich komme. Und watttaugliche Schuhe hatte ich nicht, daher blieb ich am Rand.

Fast windstill und ohne Regen, Leute sind da auch nicht viele in Richtung Osterhever. Da sind die Schafe auf dem Deich und kacken alles voll. Und hinter dem Deich…hunderte Nonnengänse.

Farben von Flechten, auf Schlacken zur Deichbefestigung. Sand , an manchen Stellen auch dunkel.Wo sich hier Bernstein verbirgt, habe ich noch nicht rausgefunden. Soll aber, sagt der alte Herr vom Flohmarkt, der eine große Kiste voll davon hat.

Und Meeresblumen…das sind die Schätze, die ich mitnahm.

Blasentang, Mövenfedern, aber die unzählbaren Muscheln liess ich da….

Ein Glück, dass der Regen Pause machte, auch gestern abend zum Osterfeuer.

Und dann ist noch der Papst gestorben heute früh.

Die kaputte Tasse

Ein Beitrag zur blogparade von Amorak

Auch für diese Tassen gibt es ein Plätzchen in meinem Herzen – weil sie einmal so schön waren und lange in Gebrauch. Es ist in der „heiligen“ Hütte, dem Weidentipi, um die Feuerstelle herum.

Da hat sich einiges angesammelt und wächst manchmal zu, wird aufgebuddelt, wurde zum Mäusenest, zu Natur sozusagen. Haben wir auch schon mal aus Wut eine Tasse zerschmissen. Ist vorgekommen.

Ein richtiges Mosaik ist es nicht, wie beim Nachbarkünstler, dessen einzigartigen Garten ich schon mal beschrieben habe.

Die Blechtasse

Beitrag zur Blogparade von Amorak

So eine Blechtasse muss ich immer haben, denn das ist die outdoor-Tasse, die auf Ausflüge mitgenommen wird, in Kombination mit einer Thermoskanne.

Sie hat also schon ein bisschen mehr gesehen als die anderen Tassen. Vom Steinzeitpark könnte sie erzählen, wo ich vor Jahren noch als Steinzeitfrau zu Gast war und wo die Blechtasse versteckt werden musste. Wie alles was nicht natürlich und steinzeitlich aussah. Noch gilt die Regel für das Treffen im Sommer. Andererseits gibt es ja nun auch eine Zeiteninsel, auf der ein Wikinger und ein Eisenschmiedt lagern, nur Blechtassen haben die auch nicht.

Dafür war meine Tasse schon am Meer, auf Bluesfestivals und bei Freunden zum Lagerfeuer, zur Sonnenwende, wo immer man draußen so länger sich aufhält. Längere Reisen gab es schon ein paar Jahre nicht mehr. Gefahr besteht grundsätzlich, dass die Tasse vergessen wird, sobald ich anderswo bin. Das Verrückte ist nur, dass sich alles irgendwie wiederfindet.

Als Symbol für das Reisen habe ich den VW-Bus stehen, den Mini-Hippie-Bus. Manche haben einen echten, angemalt lieber nicht mehr. Lieber nicht auffallen. Aber mit solchen Riesencampern wie die Rentner heutzutage unterwegs sind, würde ich mich nicht sehen lassen, abgesehen von den absurden Preisen und den Kosten des Unterhalts. Ich finde sie hässlich. Ich mag es einfach, wie die Blechtasse , Emilleschüsseln, Wassereimer, Ascheeimer. Und kein Plastik, so wie es bei Picknickgeschirr öfter und praktischerweise vorkommt.

Als ich auf La Gomera vor 15 Jahren einwanderte, kannte ich eigentlich alle so, die im Tal lebten. Man kam sich auf diesen Steintreppen und Wegen entgegen, sah sich schon von weitem. Und einmal trug ich so eine Regenjacke. Eine Freundin kam mir entgegen und sagte, als sie bei mir ankam: Ich dachte, du bist eine Touristin! Also die Hippiekleiderordnung hat sich seither auch gewandelt, ABER Plastikjacken, Trekkingboots, Jack Wolfskin-karierte Kurzarmhemden, die sind wirklich massenhaft zu sehen und jeder resident vermeidet die. Karierte Hemden sind dagegen hier in Norddeutschland bei Männern das ultimative Modeerlebnis.

Schneelöwen

Von Photo Dharma from Penang, Malaysia – 033 Snow Lion, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=35300277

89 Snow Lion, Tibetan Temple, Bodhgaya

Von Photo Dharma from Penang, Malaysia – 033 Snow Lion, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=35300277

33 Snow Lion, Tibetan Temple, Bodhgaya

Von Photo Dharma from Penang, Malaysia – 033 Snow Lion, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=35300277

Photo Kayute sonnenspirit 2025

Mutters Tasse

Ein Beitrag zur Tassenparade, von Amorak für den April 25 ins Leben gerufen.

Jetzt komme ich ins Grübeln. Das Apostroph, es ist englisch. Ist das überhaupt richtig? Bei uns wird das ja oft falsch gemacht, über Blumenläden und an Cafes hängen Schilder mit Name und Apostroph, wo keines hingehört.

Jedenfalls ist dies derzeit meine Lieblingskaffeetasse, und es heißt ja auch Mother’s Coffee. Richtig, sagt mein Übersetzer. Er übersetzt das als Kaffee für die Mutter, lustig. Meiner Mutter damals war der Kaffee eine heilige Stunde. Ich selbst bin keine Mutter, und nicht wie das Bild suggeriert, Hausfrau und immer verlässlich. Ich bemuttere aber doch gerne alles, auch Männer, Katzen, Igel,und so weiter.

Mein Kaffee muss aus der spanischen Expressokanne kommen, schon wegen dem brodelnden Geräusch, ich setze sie auf einen kleinen Gaskocher, aufs Feuer wie damals. Obwohl der echt spanische Kaffee ganz anders riecht und schmeckt. Anfang des Jahres bekam ich welchen mitgebracht. Naja, ich mache ihn nur noch halbstark, sonst fängt das Herz an zu rennen.

Das Mütterliche bedeutet für mich nährend, wärmend und tröstend. Ganz sicher bedeutet Kaffee mir das auch. Mütterlich habe ich meine Oma Charlotte in Erinnerung, die beständig in der Küche wirkte und Nährendes herstellte. Mit Opa Hermann hatte sie einen Garten, in dem sie herrliche Blumen und Obst und Gemüse anbaute, wie schade, dass ich zu jung war, um Interesse daran zu haben.

Auch Oma Minna war mütterlich. Ganz anders, bescheiden und leise, Strümpfe für uns strickend. Sie strickte herrliche weiße Wollstrümpfe mit besonderen Mustern für uns, die wir dann zu Ostern das erste Mal trugen. Also da trugen wir Röcke, selbstverständlich, als Mädchen und mein Bruder kurze Hosen. Irgendwie gab es immer ein Drama, wenn er die Sachen anziehen sollte.

Meine Mutter habe ich nicht als mütterlich gesehen. Sie wollte etwas anders sein, schick und modern, obwohl sie kochte und nähte und alles Mütterliche tat. Nun ist sie vor fast dreißig Jahren verstorben, ihre Mutter lebte noch länger, und alles Geschichte.

An meiner Tasse mag ich besonders die Form. Ich kaufte noch zwei Tassen mit dieser bauchigen Form. Sie steht fest, statt sich unten zu verjüngen und alle Naselang umzukippen. Man kann sie mit beiden Händen halten, denn sie hat ordentliche Schwere. Zweifellos ist das Design nostalgisch und altmodisch, und eben so scheine ich auch ganz gerne zu werden. Ich tausche Erinnerungen mit alten Freunden, eine Freude beim Älterwerden, wenn man so viel erlebt hat. Alle paar Jahre mit anderen.

gelb

Das klappt ja doch noch mit der Schärfe. Meine Canon EOS ( 400 D) ist in die Jahre gekommen. Ein Glück, dass ich vor bald 20 Jahren noch gelernt habe dadurch, mit dem Pc einigermaßen umzugehen. Mein Vater, er ist 92, war immer ein Fan von neuester Technik, und auch das ist ein Glück. Heute sieht er kaum noch was und hat sich alle möglichen Vorlesegeräte angeschafft und große Bildschirme. Bei mir gibt es allerdings einen „Renovierungsstau“. Irgendwie geht das Geld immer ins Haus oder zu den Katzen.

Meine ersten Freunde fahren nun schon E-Bike, e-Roller und auch solche für Fußkranke. Ich fahre immer noch das Gebrauchtrad, bei dem nur ein Gang funktioniert. Und darüber bin ich doch froh! Wenn ich denn mal fahre, denn bei Wind und Wetter lasse ich es eher. Ich kaufe auch alte Bananen. Weil nämlich nur reife Bananen essbar sind. Da bin ich verwöhnt aus den Landen, wo es direkt von der Staude auf den Tisch kommt. Der gelbe Teller ist ein Zufallstreffer, fast wie Ostern.

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