Individuell

In einem guten Beitrag, den ich las, über die Gesetzmäßigkeiten von Stammesgesellschaften und die Unmöglichkeit, diese in unsere „freiheitliche “ Gesellschaft des Individualismus zu integrieren, siehe http://fassadenkratzer.de/2024/12/06/bewusst-importierte-feinde-der-freien-individualitat/, fällt mir manches auf. Ja, ich verstehe mich als Individualistin und würde dies auch immer verteidigen. Ich habe auch Stammesgesellschaften wie in den Bergen der Phillippinen miterlebt, persönlich, und auch da gab es die sogenannte Blutrache unter Familien. Das ist tragisch und schrecklich und ungerecht, es hat auf jeden Fall mit Islam überhaupt nichts zu tun.

Wir als touristische oder globetrottende Individuen haben auf jeden Fall mehr importierte Werte ins Ausland mitgebracht als es je umgekehrt der Fall ist. (Die anglikanischen Nonnen im Dorfe des Stammes (Igorot, Ifugao, Kalinga) hatten wohl kaum mehr Freiheiten als im Familienverbund) Denn wir hier nehmen deren Stammeswerte ja nicht an. Ich denke, wir haben westliche Clans mit all ihren Insignien, Sprachcodes und vielem mehr. Seien es Fans von Fussballclubs oder Hardrockbands, auch da ist Gewalt im Spiel und fanatische Verteidigung. Das Stammeshirn ist in uns allen. Von daher-völlig unwissenschaftlich natürlich- betrachte ich diese Gesellschaft nicht sonderlich als individuell. Was ist denn hier so individuell? Hier gilt die Massenware, gleiche Kleidung überall, Aldi bietet an. Individuell waren einmal Künstler und Pioniere vielleicht. Heute ist das doch ziemlich schwer, bei der Masse an Kreativen, und nun auch noch KI-Bilder . Was für eine Entwicklung ist das denn, welche Werte gelten denn bei uns? Beim Lügen und Betrügen darf man sich nicht erwischen lassen, ja ?

Dieses völlig überhebliche Feiern unserer freiheitlichen Gesellschaft empfinde ich als nicht gerechtfertigt. Die Menge entscheidet und bestimmt. Da ist doch gar kein Platz für die individuelle Bewertung! Das Mittelmaß richtet über alles. Ja, ich darf anders sein, anders denken. Aber der Respekt ist wohl nicht dafür selbstverständlich. In engeren Gemeinschaften ist das ein Ausschlußgrund, ich weiß. Doch die Helden sämtlicher Geschichten und Filme sind immer die, die diesen eigenen Weg gingen! Stellvertretend wohl. Sie retten ja auch immer die ganze Truppe, weil sie sensibler, mutiger, oder anders denken und somit einen Weg finden, statt im Sumpf des Gewohnten stecken zu bleiben.

Ich sage nur, dieses Integriertwerden wird überbewertet. Das war auch das Ziel, als ich einst vor Jahrzehnten einer Therapie unterworfen war, keineswegs ging es da nur um Heilung. Mittlerweile kann ich das klarer sehen: Anpassung ist gescheitert, weil sie nicht zu mir passten, die Regeln. Die Gesundung ist erfolgreich: Ohne (auch stoffliche!) Abhängigkeit zu bestehen, und zwar weit mehr als viele angepasste Individuen, die ich beobachte.

Jeden Morgen

Ich male mir nun jeden Morgen eine kleine Welt…vielleicht ist es eine Übersetzung von Eindrücken, vielleicht auch Kosmogramme, wie ich sie früher zu bestimmten Orten in der Geomantie machte. Ich denke nicht all zu viel darüber nach, freue mich an den Farben und hänge sie alle an die Wand. Manchmal ist es noch dunkel, wenn ich den ersten Kaffee trinke, dann verzerrt das künstliche Licht die Farben. Aber auch das macht nichts, weil ich will ja nichts Bestimmtes. Kleine Projekte erfreuen auch, hier nur auf Din A 4, es ist leicht, es muss nicht schön sein, aber doch…nicht alles gefällt mir.

Gestern verschenkte ich eines zum Geburtstag. Da gibt es ein ganzes Haus voller Bilder, Buddhafiguren und anderem, so dass es mich auch erfreut, wenn es dazu kommt. Wenn es gesehen wird.

workshop oder mehr

Ich bin noch sehr beeindruckt von der schamanischen Zeremonie, an der ich gestern teilnehmen durfte. Zu Gast im spirituellen Wohnzimmer war Ilin Kyn aus Jakutien, und wir eine Gruppe von 10 Frauen. Zuerst gab es ein Feuerritual draußen im Kalten, wir wurden gereinigt mit Rauch und gesegnet . Wir begrüßten die vier Himmelsrichtungen.

Später erklärte Ilin, die mit ihrem deutschen Mann in Jakutsk lebt, die Arbeitsweise von weißen und schwarzen Schamanen und manches mehr aus ihrer Heimat. Anschließend wurde gesungen. Das Singen, Besingen war ein Segen für sich und ungeheuer kraftvoll. Ich kann mich kaum erinnern, dass das normale Singen von Liedern jemals so viel ausgelöst hat. Als ich in der Mitte saß und besungen wurde, erhob sich ein Kraftfeld wie ein Tempel um mich herum, bei anderen liefen die Tränen und ich bin ganz sicher, dass hier Heilung geschah durch den Segen des Himmels. Denn die weißen Schamanen rufen nur die Geister des Himmels. Sie bereisen nicht die Unterwelt, um sich nicht mit den anderen Energien zu vermischen. Es ist fühlbar und ein Erlebnis, das so intensiv nachwirkt.

Mir gefällt das gut, dass keine Handlung und Gedanken dazu gehören, die etwas manipulieren. Welcher Segen gegeben wird, entscheidet die geistige Welt. Wichtig ist, dafür offen zu sein und den Segen zu empfangen. Dafür gibt es den geschützten Raum. Es war das erste Mal, dass ich eine authentische Vertreterin einer solchen Kultur selbst kennen lernen konnte. Und ja, es gibt da sicher eine Verbindung zu diesen Völkern im Osten von meinen Vorfahren her, allerdings wäre es mir sicher viel viel zu kalt dort.

Ich bin noch erfüllt und entspannt, dankbar für die Zeit, es einwirken zu lassen.

Ahnenreihen

Das Thema der Ahnen scheint in unserem Lande gerade eine große Aufmerksamkeit zu erfahren. Entweder weil etliche coaches es für sich entdeckt haben; nachdem nun alle auf den Narzissmuszug aufgesprungen waren, muss was Neues her. Oder auch weil tatsächlich viele Seelen Verstorbener noch nicht ihren Frieden gefunden haben. Da geht es um das Schuldthema, und viele empfinden, dass das Leid der Bevölkerung nicht gesehen und verdaut wurde. Gerade die aktuellen Kriege holen vielleicht manches wieder hervor, und es ist unfassbar, wie viel neues Leid da erzeugt wird für Generationen.

Es ist nur zu hoffen, dass in der neuen geistig anders wirkenden Wassermannzeit es schneller gehen wird, damit klar zu kommen.Aber leider darf ja vieles immer nicht gesagt werden.

Möglicherweise sind ja gerade Fremdenergien und Besetzungen, alter Unfrieden daran beteiligt, dass wieder so viel Grausamkeit herrscht. Und da vermisse ich bei all den vielen, die wieder Kerzen aufstellen und Bilder ihrer Opas rauskramen, die echte Aufarbeitung, die schon seit Jahrzehnten zB. in Familienaufstellungen stattfindet. Also ich kann nur darüber sehen, die Erfahrungen die ich machte, dass in vielen Familien diese Ahnenlinie unterbrochen war, so dass sich die Kraft der Alten nicht in die neuen Generationen fortsetzen konnte. Und dazu ist so eine Ahnenreihe ganz sinnvoll, um zu gucken und wieder zu verbinden. Manchmal finden die Seelen einfach nicht nach Hause, wenn sie in Gefangenschaft oder anderorts verstarben. Oder sie hängen sich an die Verwandten, wo sie im Grunde mehr Schaden anrichten, weil es den Lebenden behindert, seine Kraft nimmt. Er vielleicht Gedanken wahrnimmt, die nicht seine eigenen sind. Das kann man ändern, wenn man davon weiß, dass es diese Möglichkeiten gibt. Früher…also unsere Ahnen…die wussten schon darüber Bescheid, und hatten ihre Leute dafür, die Schwüre, Flüche oder Gelübde von einem nahmen. Leider natürlich auch jene, die diese aussprachen. Auch das alles wimmelt noch in der Grauzone der erdgebundenen Seelen herum.

Ich las gerade auf Empfehlung des Fantasyblogger https://fantasyblogger.wordpress.com/2024/11/15/waechter-des-wyrdwood-von-rj-barker/ein neues Buch, bestellte mir:

“ Wächter des Wyrdwood“ von R J Barker. Eine grausame, menschlich kalte und von seltsamsten Wesen bevölkerte Welt wird da erzählt, deren Namen und Eigenarten man erst mal verstehen muss. Leider sind die Folgebände noch nicht auf deutsch erschienen. Und da es schon so viele fremde Worte sind, erlasse ich mir die englische Version, und warte. Parallelen zu unserer Welt sind nicht ausgeschlossen, und vielleicht gibt es auch gute Handlungsweisen als Vorbild.

Und ich fand die durchaus nützlichen Büchlein: „Energievampire“ von Maryan Stone, sowie „Clearing“von Bianca Denise Albrecht, als Ratgeber und Therapiewegweiser, so dass diese Thematik und Aufmerksamkeit nicht nur allein der Fantasy-Literatur vorbehalten bleibt. Das sind nämlich die besten Kenner und viele Leser wissen, dass dort eine Menge echte Information versteckt ist.

Zu sagen „daran glaube ich nicht“ hat auch nichts verbessert.

Überlegungen aus Anlass

Narzissten bereiten einem Partner oder ihrer Zielperson, die zum Opfer werden soll, immer das Gefühl, nicht richtig zu sein. Sie brauchen das.

Es wirkt bei dem Anderen, der bereits damit aufwuchs: mit der Wahrnehmung, dass er es nicht richtig machen kann und auch nicht soll, denn damit wäre die vermeintliche Überlegenheit zunichte.

Solange man also versucht, irgendetwas vom Narzissten zu wollen, bleibt man abhängig von dessen „Wohlwollen“. Das aber hat der nie im Sinn. Er kann es nicht.

Er geht eine Pseudo-Gemeinschaft ein, die nie gleichwertig wird. Wirkt dieses Handeln aber nicht, beginnt er wieder mit Täuschung oder Drohung.

Wer das erlebt, durchlebt, überlebt hat, fällt oft in das gleiche Muster und kämpft dagegen an, gegen dieses benutzt werden als Energielieferant, denn es saugt einen aus. Das Kämpfen ebenso.Der Narzisst blendet vielleicht mit Charisma, ist Meister der Redekunst, jedoch ein Mitgefühl kennt er nicht und imitiert geschickt.

Der einzig gangbare Weg ist, ihm nichts mehr zu geben. Nicht jeder lässt sich regieren.Ein Narzisst erkennt sich nicht. Nimm‘ DICH zurück, bedeutet nimm dich selber: All deine innere Hässlichkeit und Schwäche, die du gern in anderen siehst. Die fordernde Art, die Verächtlichkeit gegenüber jeder anderen Sicht.

Man wird gefangen, man wird besetzt, solange man es nicht weiß! Es ist doch eine Lüge, dass Selbstwert mit Gedanken erreicht werden kann! Das Unerkannte schafft auch mit an deiner Wirklichkeit. Es gibt Felder von Unerkannten in Jedem.

Der Narzisst wird die seinen nicht finden, sagt man. Oder die Narzisstin.

Bücher

Ich habe heute einen Buchpodcast entdeckt, https://www.ardaudiothek.de/episode/buecher-ohne-gedoens-der-buchpodcast-mit-miriam-pede/warum-gehoert-in-bredstedt-der-platz-in-der-sonne-nicht-den-buechern/ndr-1-welle-nord/13888443/

Das ist schön, weil da kleine Buchläden in Schleswig-Holstein besucht werden, mitsamt den interessanten Büchern. Neulich schrieb doch jemand, sie habe sich vorgenommen, 75 Bücher im Jahr zu lesen. Das kam mir ungeheuer viel vor. Und nun musste ich überlegen. Bei 2 Büchern in der Woche sind das ja schon hundert Bücher! Die habe ich vermutlich geschafft. Aber viele davon vergesse ich auch gleich wieder. Wie einen Film. Und schreiben will ich über die wenigsten. Und die lese ich auch gar nicht so schnell. Das schönste Buch dieser Woche ist von 2005, „Willkommen im BLUE MOON CIRCUS“ von Michael Raleigh, Hoffmann und Campe. Aus dem Büchertausch.

Die Geschichte hat mich wirklich mitgenommen, aus der Sicht eines kleinen Waisenjungen, der 1919 in einem Zirkus aufgenommen wird. Die damaligen Gegebenheiten werden schonungslos erzählt, die Armut und das Reisen durch die amerikanischen Staaten. Wundervoller Humor und die Erlebnisse lassen einen bis ans Ende nicht los! Schon als Kind war mir natürlich Zirkus ein Sehnsuchtsort, für dieses Kind war das erst nicht so. Aber Zirkus ist Leidenschaft der Beteiligten selbst, die alles in die Vorstellung geben und wissen, welch eine Rolle es spielt, für jene kleinen Städte , in denen die Leute kaum eine Abwechslung kennen. Das kann man sich heute kaum noch vorstellen!

Und doch ist das ja erst hundert Jahre her. Hätte man sich das „Heute“ vorstellen können? Können wir uns die Welt in hundert Jahren tatsächlich ausdenken?

Darum geht es in manchen Projekten, wie können wir eine lebenswerte Zukunft manifestieren, und doch hakt es da ein wenig in alten Vorstellungen und Mustern, aus denen heraus zu denken etwas schwer ist. Dann werden erst mal wieder die ganzen Hindernisse aufgezählt, das Negative was alles weg soll…vielleicht ist das eben ein Lernort, die Erde ein Schulplanet…und erst mit der Auseinandersetzung kann man in das „bessere“ finden. Oder vermeintlich bessere. Wie viele Philosophen und Ideologen haben das schon gemacht! Aber wurde es besser?

Ich glaube, es wurde enorm vielfältiger, das Leben und manches Mal auch wie ein bunter Zirkus, zu dem luftige Nummern und schwere Wagen gehören, Menschen die alles zusammenhalten und natürlich der Zirkusdirektor.

Es ist leichter, es so zu sehen: als Vorstellung, die einmal endet und wir staunen und spenden Applaus.

Provokation

Chilli

Es kommt, wie es kommt. Die alte Katze ging, eine junge kommt.Das alles innerhalb von den letzten 2 Tagen, das war vielleicht ein Wirbel, der mich da erwischte. Ich hatte nicht geahnt, dass die Nierenwerte von Mücke schon so schlecht waren, aber sie hatte sich noch auf mein Bett geschleppt, im Morgengrauen, um sich zu verabschieden. Sie wurde 13einhalb, hat viel erlebt mit mir.

Und nun gibt es nur noch eine alte spookie gleichen Alters, die aber die jüngste von allen dieser Familie ist, sie bleibt anhänglich .Und der einjährige Mäx hatte niemanden zum Spielen. Nun ergab es sich sehr plötzlich, dass ein Freund die ihm zugesagte maine coon mix nicht haben wollte, ich holte sie gestern von einem Bauernhof. Ein unglaubliches furchtloses Monsterbaby! Sie nahm sofort den Raum in Besitz! Den Hund, der zu Besuch kam und entzückt war, knurrte sie an und wich keinen Millimeter.

Mäxchen ist auch entzückt , wenn auch die Schnelligkeit dieses Wischmops seine übersteigt. Jedenfalls, das ist nun die Letzte! Bestimmt! Ich dachte, Mäxchen ist ein bisschen großer Bruder, aber wahrscheinlich wird es umgekehrt. Er wurde ja in dem Alter von 2 Monaten gefunden, und blieb ein wenig schreckhaft und vorsichtig. Ich glaube Chilli – so muss sie heißen- ist auch entzückt von der Wärme und den kuscheligen Plätzen, die es im Gewächshaus nicht gab. Und alles allein zu essen! Na alle ihre Geschwister sahen normal klein aus und nicht so langhaarig, keiner weiß wie das kam.

Ich vor allem bin entzückt, auch mal traurig, verwirrt, geriet in Streit mit jemand damit ich endlich weinen konnte, nachdem ich schon die Begrabung im Garten allein durchführte. Und dann war es so leer. und November. Alle anderen sonnten sich gerade in dem Erfolg ihrer musical-Aufführung, die am Samstag war. Das war auch überwältigend, trotz aller Längen etc., wenn man alle Teilnehmer kennt, die das zum ersten Mal wagten, auf einer Bühne vor 150 Zuschauern zu singen, da fieberte ich schon mit. Mein Freund ist der Schlagzeuger und machte aber auch das ganze Jahr über die Technik, Beleuchtung usw., so dass ich natürlich von allen Einzelheiten unterrichtet war. Aber ich singe nicht. Ich würde nie auf einer Bühne stehen. Ich erlebe so etwas derart intensiv schon als Zuschauerin.

Und dann planen die schon die nächsten Termine und ich finde da nicht meinen Platz drin, es ist zu viel. Da bin ich schon so der Meinung, dass die Leiseren vor den Rampensäuen untergehen, ich fürchte es ist mein Lebensthema. Nun, immerhin ist es das Thema des nächsten Stückes: Selbstwert.

Wer weiß, ob nicht die ganz Lauten das größte Problem damit haben. Meine Katze jedenfalls hats nicht, keine von denen.

Links

In diesem Falle Neurolinks, nicht links wie rechts und auch nie geradeaus, sondern Verbindungen im Gehirn, sind glaube ich nicht schnurgerade . Ich habe dies von der Neurographik abgeschaut, dabei mache ich so etwas schon so lange, nur nicht nach Regeln oder zur Therapie.

Doch, eines Tages habe ich beschlossen, Kunst nur noch für mich selbst zu machen, ohne Druck und Ergebnisziel. Es ist für Freude. Damals als Kind ging das noch, und es kam der Gedanke auf, dass es der ideale Beruf sei. Leider war es nicht so. Ich wurde angenommen, ich studierte an der Kunsthochschule, und es wurde nicht wirklich. Denn mir fehlte etwas, ein Teil von mir selbst.

Irgendwo las ich mal, schwarzweiß sei für die männliche und Farben für die weibliche Ausdruckskraft. Und so war es, als ich jung war: Ich konnte zeichnen ohne Ende, ich mochte aber keine Farben! Sehr merkwürdig, bis ich dann ganz aufhörte für viele Jahre.

Und dann kam nach und nach alles zusammen. In einer Kunsttherapie, Fotografenausbildung, vom Schwarzweiß- zum Farblabor, und später abstrakte Malerei, alles ausprobiert und nun spiele ich nur noch. Sehr heilsam. Ich muss auch keine Bedeutung entschlüsseln, der ganze therapeutische Kram geht mir langsam auch auf den Keks. Gefühle wahrnehmen, annehmen, aus.

Gestern fand unser erster Meditationsabend statt, mit 5 Teilnehmern, und ganz wunderbar. Da geht es genau darum, achtsam wahrnehmen. Und schöne Gespräche anschließend.

Schwarz oder Weiß

Schwarz oder Weiß, das ist hier die Frage…so beginnt das Lied, welches am Wochenende im musical „Zeitlinie Asylantis“ uraufgeführt wird…https://asylantis.de/2024/04/16/start/( Die Karten sind alle weg für Meldorf Ditmarsia) Ja, es bezieht sich auf die Polarisierung und Gegensätze, alle Texte haben diese Grundsatzfragen zum Thema.

Für mich war es immer : Schwarzweiß…weil ich komme aus der Fotografie, und verbrachte viel Zeit in den Kellern der Schwarzweißlabore, wo es neben den Polen vor allem um die dazwischenliegenden Grautöne ging, und die sind wichtig! Ein gutes Foto hatte die ganze Palette. Das scheint heute nicht mehr so einfach zu sein, digital und in echt.

MissMeta, die musical-Schöpferin, ist übrigens auch eine excellente Fotografin, und hat für die Show beamerhintergrund geschaffen, wir lassen uns überraschen.

Schwarz und Weiß, das Eine nicht ohne das Andere. Viel spannender finde ich doch, dass wir im Auge auch diese Sichtweise für das Nachtsehen einstellen! Manche Tiere gar sehen nur auf diese Weise. Und doch kommt es uns abstrakt vor. Der Unterschied zwischen der farblosen und der farbigen Welt ist ja der größere, wobei die „farblose“ in der farbigen noch enthalten ist. Bei den Filtern im Labor wird aus allen Farben zusammen genommen Schwarz, aus dem Weglassen- Weiß oder auch Nichts…Aber weiß ist nur „Nichts oder Leere“ ohne das Andere, wie den blauen Himmel dahinter. Leider haben wir derzeit wieder einen weißen bzw hellgrauen Himmel ohne alles.

Das Nichts, die Leere- das macht Angst und ist doch im buddhistischen Kontext der erstrebenswerte Zustand, aus dem heraus sich das Sein entwickeln kann. Es ist der Urgrund, die Buddha-Natur, den man gar nicht erstreben kann, weil dann ist da schon das Streben. Daher der Versuch, alles wegzulassen . Das Sein ist nicht an sich schon bunt, oder farbig…es durchläuft unendlich viele Stadien, es ist auch nicht an sich schon Materie, vorher gibt es unendlich viele Dichten und Umstände. Das Schwarz , das Dunkel ist auch Nichts und macht Angst. Und woher kommt das Licht…

Woher weiß man das, – darum haben viel große und kluge Geister meditiert, geträumt, nachgesonnen und beschrieben, was sie über Leben erfahren haben. Sie haben unterschiedliche Landkarten davon gemalt, und Strukturen dargestellt, um das Ganze zu erfassen. Theologien Theorien Wissenschaften sind daraus erwachsen, die immer komplizierter wurden und von den meisten Menschen nie verstanden werden. Aber sämtliche Geschichten, womöglich sämtliches Leben basiert auf dem Gegensatz.

Deshalb ist das Einfache so wertvoll, die Rückkehr , den Urgrund im Blick zu haben. Worauf zeichnet sich das Schwarz und Weiß ab? In der Fotografie ist des das Silber und das Licht, welches ein Bild erst ermöglicht. Ursprünglich, und die Chemie, Alchimie, die die Methode ist.

Das Schachspiel, wie auch andere Brettspiele, ist die häufigste Allegorie, und wird übrigens, wie in zahllosen anderen Werken, in den Romanen von Katherine Neville

Das Montglanespiel, Das Geheimnis der Acht, Roman 1990

Die Botschaft des Feuers, Roman 2008, Diana Verlag

in kunstvoller Form ausgeführt, wir lernen hier in spannender Weise, wozu die Gegnerschaft der Pole führt, Geschichtsunterricht vom Feinsten und Fantasy zugleich. Wir lernen über Elemente, Kraftorte und die Meisterschaft. Vor allem über Macht und Machtstreben.Ganz ähnlich tiefgründig wie in den Romanen von Barbara Wood, ist meine Ansicht.

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