Ein altes Buch

Ich hatte nichts zu lesen! Ach wie furchtbar. Da waren doch noch Bücher, die schon länger herumlagen? Genau, ich blickte in dieses Buch von 1973 und bin restlos begeistert. Geschrieben wurden die Aufsätze schon hundert Jahre früher, und ich lachte mich scheckig über die humorvollen Beschreibungen der damaligen „Esoterikszene“ Hier haben wir die Quelle von allem, was heute durch die Geister geistert. Gustav Meyrinck war ein echter Mystiker und er kannte sich gut aus, im Gegensatz zu den meisten modernen Menschen. Er machte Experimente mit Haschisch. ohaueha- er konnte Hellsehen! -ich glaube er konnte das auch ohne Haschisch, denn noch habe ich keinen Heutigen getroffen, dem das dazu verholfen hätte. Ganz im Gegenteil, von Erweiterung nichts zu spüren.

Die Aufsätze heißen etwa: „Hochstapler der Mystik“, „Dämonenfang in Tibet“, oder „An der Grenze zum Jenseits.“ Meyrinck war Mitglied in der theosophischen Gesellschaft und hat alles genau beobachtet. Er zitiert indische Gurus- zur Jahrhundertwende . Damals war der Buddhismus in Deutschland angekommen und fand schon Interessierte.

Solche Überlegungen finde ich als Grundlage ziemlich wichtig. Gerade da sich heute wieder allerlei influencer mit „Dark enlightenment “ befassen, und um zu erkennen, auf welcher Seite man steht. Oder ob man darüber hinaus sehen kann. Ganz interessant in dem Zusammenhang, ein Auszug aus Wiki:

https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Meyrink

Ich finde es bemerkenswert, hierüber eine Quelle dieser Weltverschwörungstheorie gefunden zu haben, denn in letzter Zeit tauchte die Idee immer wieder mal auf und wurde erbittert verfochten von Menschen, die ich persönlich kenne. Es ist ein Graus. Sie lesen das irgendwo, keine Ahnung woher es kommt und man kann mit ihnen nicht vernünftig reden! Die influencer sind nicht zu unterschätzen!

Ich werde das noch sehr genau lesen. Es scheint mir eine gewisse Wiederholung da zu sein. Es gibt die vielleicht kluge Ansicht, dass zur Nazizeit der Okkultismus einen großen Einfluss im Hintergrund hatte. Und ich erinnere mich an ein Buch der mother, der Gefährtin Sri Aurobindus, die ebenfalls zu jener Zeit lebten und jeglicher Schwarzmagie entgegentraten. Das Buch habe ich leider nicht mehr, ich glaube 2001 war ich dort in Auroville zu Gast. Auch sie haben noch heute großen Einfluss auf mehreren Ebenen-in weltlicher Seite haben sie eine Gemeinschaft aufgebaut, einen goldenen Tempel und spirituelle Schulung.

Kann sein, dass ich hier mal wieder manches durcheinander geworfen habe, aber so kommt es mir in den Sinn. Vor Allem denke ich, ich weiß viel zu wenig!

Ein Kalenderblatt

Da steht auf dem Tisch mein Tischkalender, den ich jedes Jahr zu Weihnachten erhalte. Dieses Jahr ist er mit Deutschlandbildern und historischen Infos. Ja, in der Tat, ein unbekanntes Land für mich! Heute ist es wieder sehr trübe mit Nieselregen.

Doch gestern besuchte ich eine Vernissage im Museum Lüttenheid, in Heide. https://museumsinsel.heide.de/ausstellungen.htmlDie Künstlergruppe West Art stellte aus und es war so voller Menschen, dass man kaum die Kunst sehen konnte. Sicherlich wird Blaue Feder selbst darüber berichten http://blauefeder.home.blog/2026/02/11/wir-haben-fertig/. Ihr neues Buch ist sehr schön geworden, das Format und der feste Einband haben mir gefallen! Und da es 11 Künstler waren, sind mir noch die großen Wespen von Dirk Peemöller im inneren Auge vorhanden, die Drahtwesen von Elke Schadwell, die vielen grauhaarigen Damen, wo ich mir dachte, ach doch gut, dass ich wieder rot gefärbt bin, und dann ging ich auch noch im Rest des Museums spazieren, wo es etwas ruhiger war. Da gab es eine comic Art Ausstellung, denn hier weiß mittlerweile jeder, dass die comic Erfinder aus Heide stammten- Gus und Rudolf Dirks, die nach New York ausgewandert waren und dort in der Zeitung die ersten comics veröffentlichten: Die Katzenjammerkids.

Unter anderem entdeckte ich die ältesten Dithmarscher Kachelöfen und den goldenen Hirsch von einer Apotheke.

Ja, es beseelt schon, wenn man schöne interessante Geschichten entdecken kann! Die werde ich auch noch mal in Ruhe lesen und ansehen. Zum Wände malen fehlt heute das Licht, und wir machen es uns gemütlich. Ach denkste, die haut gleich zu…nur zum Spaß.

Blau

Ich habe begonnen, meine Küche blau zu streichen. Die Freundin sendet wieder Bilder aus Marokko und genau wie letztes Jahr überkam mich eine solche Sehnsucht nach Farbe und blauem Himmel. Da sehr spontan, ist es aus einer Flasche Schulkinderfarbe gekommen.

Das Zirkusplakat habe ich auf Jemandes Hof gefunden, wo es zum Sieben von Kies gebraucht wurde.

Jemand ist doch ein spannendes Wort. Jemand könnte Jeder sein, ist aber ein Einzelner. Jemand ist wie Jedermann. Nein, Jedermann ist nicht Jedefrau, Jemand aber kann beides. Es ist Derjenige, von dem MAN nicht weiß, wer es ist. Jemand hat das Glas umgestoßen. Wer dieser Jemand war, ist wie immer unbekannt.

Eine kreative Phase

Solche Phasen hatte ich, aber ich war nie durchgehend Malerin. So betrachte ich mich nie als echte Malerin. Diese BIlder sind aus den Neunzigern! Ich habe sie wiederentdeckt, und so manches wusste ich gar nicht mehr. Ich hatte damals eine Phase in einer Suchtklinik (Fachklinik für Frauen , Altenkirchen) gehabt, wo ich dann auch an einer Patientenzeitung mitmachte, daher die Zeichnung auf dem Titelblatt.

Das Kalenderdeckblatt entstand dann in Schleswig, wo ich an einer Berufsorientierung teilnahm, mit ganz jungen Leuten zusammen, die auch in kreative Berufe wollten. Keinen kenne ich mehr! Ich kam dadurch in meine Fotografenausbildung, wo ich mit über 30 in der Berufsschule mit den 18jährigen saß.

Und dann hatte ich mal einige von den Mitschülerinnen porträtiert, scheint mir.

Warum es mir damals die Meerjungfrauen so angetan hatten- ich denke, es war ein Selbstbild, wo ich mich nur halb vorhanden fühlte. Nach neun Monaten stationärer Therapie- ich glaube, das zahlt heute keiner mehr- kam ich in betreute Form für 5 Jahre, begleitend zur Berufausbildung. Danke Petra und Desiree, forever. Denn es hat gewirkt. Ich wurde nie wieder rückfällig. Dennoch gab es noch viel Arbeit an mir zu tun.

Gemalt habe ich wohl nur, wenn eine unterstützende Hand dabei war. Im Kunsthaus Heide habe ich mal wieder gemalt, viel später. Da gehen beeinträchtigte Menschen hin, und ein Künstlerehepaar gab Material und Raum dafür. Ich ging nur mit einem Freund, der sich allein nicht traute.

Es war merkwürdig: Meine Mutter Elsa begann erst mit dem Malen, als wir Schwestern aus dem Haus gingen. Und als sie begann, hörte ich damit auf. Sie hat uns auf den Weg gebracht, immer Ideen gehabt, was wir machen könnten. Und es war eigentlich ihr eigener Wunsch. Ich weiß nicht, ob ich es nur machte, weil ich es konnte und dafür gelobt wurde. Oder war es meine Rettung, als Kind, mich ausdrücken zu können.

Für sie war es das sicher auch. Sie ist im März schon dreißig Jahre tot. Ich bewunderte früh die expressionistischen Maler, die Kubisten und Abstrakten. Max Ernst und August Macke, all jene, die heute so präsent auf Kalendern und Postern zu finden sind.

Mit meiner Mutter haderte ich. Zweifellos machte sie wunderbare Seidenmalerei, die heute noch existiert. Und Blumenbilder. Sie lernte immer Neues dazu.

Die Schatzkisten

Auf der Suche nach Schildkröten öffnete ich meine kleinen Schatzkisten, die nur für mich Wertvolles enthalten. Erinnerungen, Steine, Ringe. Ererbtes von meiner Mutter. Flohmarktketten. Zu vielen könnte ich eine Geschichte erzählen. Den Gedanken bekam ich von Cynthia durch ihren Beitrag https://cynthiaphilebrunn.wordpress.com/2026/02/07/anker/

Unter den Steinchen befindet sich auch Feuerstein und winzige Lavasteine aus La Gomera. Und was ist denn dieses Gehäkelte, winzige Täschlein mit Kräutern drin….davon gibt es fünf, die ich als meine Schilde entwarf. Schilde im schamanischen Kontext sind so etwas Magisches. Die sind auch viel größer, wohl. Ich machte auch noch einmal welche aus Filz, als ich am entsprechenden workshop von Sonia Emilia rainbow teilnahm. Auf meiner Seite https://beingalive.jimdofree.com/ gibt es Fotos zu sehen.

Schilde dienen dem Schutz, doch auch geht es da um den eigenen Prozess. Wir holen sie nur zu Ritualzwecken heraus. Und sonst sind sie im Medizinbündel oder eben in der Schatzkiste.

Etwas Besonderes ist der Kristall. Kristalle bewahre ich anders auf, am Licht. Es gibt auch noch Körbchen mit Steinen für Aufstellungen. Und dieser Eine,- den habe ich selbst gefunden.Ich glaube es war Selenit, im bröckelnden Vulkangestein am Hang des Tunnels. Auf der Insel lassen sich so manche geologische Wunder entdecken. Zeit wird man dafür brauchen und Kenntnis. (Das Buch : Mineralien der Kanarischen Inseln, von Rudolf Franz Ertl habe ich schon mal vorgestellt)

Irgendwie wird in ihnen Zeit aufbewahrt.

Gestern stellte ich mir eine Gruppenreise vor, aber eine, auf der jeder macht, was er will.

So, wie die Steine, Heilsteine, Metalle, alle verschieden durch unterschiedliche Prozesse geformt, sind wir doch auch. Manche sind in kunstvoll geschnörkelte Schmuckstücke eingelassen. Aber unser Rohmaterial ist das, was uns mit der Erde verbindet, mal abgesehen von der Eigenwirkung. Ich habe mir heute den Herkimer ausgewählt, natürlich kein echter Diamant. Den gibt es nur an einem einzigen Ort der Erde. Ich hatte ihn schon öfter verloren, verlegt, vergessen. Einmal wurde er mir sogar nachgeschickt nach einem Auszug, da hatte ich ihn unter dem Kopfkissen gelassen, wo er jede Nacht lag.

Meine Verbundenheit mit der Erde ist stetig gewachsen, und damit wurde ich selbst auch immer vollständiger. Reinigen lassen sich die Schmuckstücke auch energetisch mit Salz. Dies ist ja ebenfalls ein Erdenkristall und die habe ich in großen Stücken aus Pakistan, vielleicht nicht so teuer wie das edle Himalayasalz. Es ist genauso rosa und salzig.

Das Pendel ist vielleicht aus Staub gemacht. Wäre es Kristall, hätte ich den vermutlich schon kaputt gemacht…ich trage es nämlich ständig bei mir, obwohl ich kaum Fragen stelle. Es ist mein Anker. Sogar im Traum kommt es vor, als Verbindung zur echten Welt. Im letzten Traum kam aber doch tatsächlich erstmals ein handy vor!

Milch und Gedanken

Einiges Interessantes los heute. Die Milch in Glasflaschen gibt es nur noch in einem Supermarkt, und dort nur von einer einzigen Marke. Das ist nicht mal die Biomilch, denn die ist auch immer überall in Pappkartons. Und ich muss schon einiges mehr drauflegen, für die Flasche, nicht nur das Pfand. Das mache ich manchmal, damit es die überhaupt noch gibt.

Zu den Epstein-files ein wichtiger Beitrag aus mehr als der Empörungsschiene. https://youtu.be/OEZBPs_Bcpk?si=dtf53gqQST4udzaq Ein video von Lars Köhne, der seit langem als Schamane tätig ist, zuvor aber als Fernsehjournalist Dinge erlebt hat, von denen er berichtet und aus heutiger Sicht fragt, was kann man tun. Er bietet einen Weg.

Für die meisten ist die Thematik weit weg, aber wenn man mehrere Jahre in Asien gelebt hat, ist einem dort schon manches aufgefallen. Trotzdem unvorstellbar, außer man hatte mit Menschen zu tun, dh kennt sie gut, die solches erlebt haben.

Von Oben betrachtet

Der wilde Wille

Ich wollte mal wieder, ganz begeistert, an allen möglichen Fotoprojekten mitmachen. Aber halt! Das geht gar nicht, wenn man kostenlos dabei ist. Also hier geht das jetzt schon, aber anderswo gibt es auch Regeln, zum Beispiel nur fünf Fotos in der Woche hochladen ist erlaubt. Bis ich das überhaupt erst mal wieder kapiert hatte, waren meine Augen schon am durchdrehen.

Das 365-Tage Ding ist dann schon mal raus, und Maunz mache ich auch nicht mit, weil dann mit meinen Katzenbildern gebastelt wird. Ich habe lieber ein copyright. Geld verdient habe ich noch nie mit meinen Bildern. Aber ehrlich, da sind Millionen von Katzenbildern. Und noch mehr andere. Schön finde ich, dass es noch Leute gibt, die wirklich Wert legen auf gute Fotografie. Oder überhaupt wissen, was das ist.

Manche haben dann viel mit Technik und Bildbearbeitung im Sinn, mit Perfektion. Das war mir irgendwann mal zu langweilig. Aber diese Verzerrungen durch die handylinse passen mir auch nicht. Klar, es ist eine Art Bildtagebuch und hält eine Menge fest, was wir erleben. Gibt es noch eine Erziehung in Ästethik, oder hat sich das völlig gewandelt?

Es gab schon mal Projekte, diese kalte Technikfotografie mit loomies oder mit Polaroid zu durchbrechen. Künstler dürfen schließlich alles. Nur nicht diese Toristenbilder, wo jeweils eine Person vor einem allzu bekannten Denkmal steht…Zuviel Wollen ist nichts, zuwenig auch nicht. Wer immer zuviel will, sind die wilden Katzen, wenn ich sie dann ans Haus gewöhne. Sie verfolgen jeden meiner Schritte, jede Handbewegung. Das ganze Wollen wird von Fressen beherrscht.

Mir macht es viel Freude, hier die Reisen und täglichen Bewegungen der Bloggemeinschaft zu verfolgen, teilzunehmen an anderen Orten, es ist viel schöner als Zeitung lesen. Das echte Leben. Aber sicher habe ich mir die herausgesucht, weil sie mir nahe scheinen. So wie mein Nachbar mit den Mosaiken am Haus.

Eisiger Wind

Mir liefen so die Tränen vom Wind, dass scharf stellen ein Glücksfall war. Der Autofokus geht nicht, am Objektiv.

Unser üblicher Hundebadeplatz und Kanueinsatzstelle, fast zugefrorener Fluss.

Ich kann mich kaum erinnern, ob ich solch einen Winter hier schon erlebte. Die letzten harten Winter waren 2013 und 2014, an der Ostsee. Da hatte ich nämlich nur Holzofen. Und wir schleppten Holz, auch in Zytanien. Dagegen ist es nun eher die Kür, den Ofen am Abend mal anzuheizen. Die Garage ist voll mit Holz.

Mauz

Chilli ist in die Maunz-Gewerkschaft eingetreten. Noch so ein Foto-Projekt. Lustig ist es.

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