Day By Day

Die Krötenkönigin ist not amused. Tag für Tag hockt sie nun auf diesen Steinen und wartet, dass sie wieder hinaus kann. Ihre Krone hat den Glanz verloren, ganz im Gegensatz zu derjenigen ihres Gatten, des dunklen Unterweltkönigs.

Warum überhaupt achten alle nur auf den Glanz der Krone anstatt auf wahre Weisheit. Nun, immerhin versucht sie, einen gewissen Einfluss auf ihn auszuüben, der in seiner Eitelkeit ein wenig achtlos und unbedarft erscheint. Dabei geht es ihm durchaus um Macht, wollte er nicht gar die Prinzessin ehelichen! Dass er schon eine Frau hatte, kam niemandem in den Sinn.

Haha, doch als sie dieser Prinzessin im Traum den Rat eingab, ihn einfach an die Wand zu schmeißen, da wurde gar – kein Prinz aus ihm! Jedenfalls kein Mensch. Nun gut, Jeder muss seinen Platz kennen und dort am besten wirken.

Auf der Mesa wird ein jedes Wesen geehrt, und deshalb hockt er da. Er ist ein Vertreter der Wasser Wesen, und findet es auch nicht gut, dass immer nur seine Frau als die Weise Alte gilt. Er ist ja auch so alt.

Man kann an dem Brunnen vor dem Tore auch erst mal durch das Tor gehen, vielleicht tun sich neue Welten auf.

Zugelaufene

Davon habe ich schon einige ernährt, erzogen, angefreundet….Katzen und Kater. Sie heißen dann Chico oder Amigo, werden extrem anhänglich und wollen permanent fressen. Die eingeborenen Katzen finden das erst nicht gut, dann gewöhnt man sich aneinander. Und manche lernen sogar, zu spielen!

Martha ist nun ein Jahr hier, sie war schon wohlerzogen, kastriert und sogar gechipt. Dennoch war kein Besitzer zu finden, und weil sie so lieb ist, darf sie bleiben und muss nicht im Tierheim eingesperrt werden. Chico war fast verhungert, damals, und ein sehr hübscher Kartäuser. Er war eine Weile da und starb an Rattengift, das merkte ich leider zu spät, weil ich nicht wagte, ihn zum Tierarzt zu schaffen. Er nahm da die halbe Praxis auseinander vor Panik. Immer mussten sich die Kater retten vor ihren Feindeskatern, verstecken und waren auch krank.

Alter roter Hofkater, sie nannten ihn Arschloch, dabei war er bloß taub von den Milben, mit denen er mein ganzes Rudel ansteckte. Er pinkelte überall hin und lief immer im Kreis. Das war wohl ein Hirntumor. Zuletzt qualvoll, er war ja nicht meiner und dann pupten mich die Besitzer noch an.

Der jetzige Amigo ist gerade beim Tierarzt zur Kastrationsaktion. Ich war ziemlich aufgeregt, ob ich ihn in die Box kriege. Und dann ist das Ganze auch noch schwer zu tragen, er war jedenfalls so überrascht, das er nicht mal im Auto randalierte.

Ich bin gespannt, ob alles gut geht. Danach sind sie erst mal beleidigt, wackelig aber nichts wie raus. Zum Glück ist der Schnee weg, und es mutete fast aprilig an eben, mit Regen und Sonnenschein zugleich. Ach ja, die Mäuse kommen nun auch wieder raus, eine wurde lebend hereingebracht und ist nun unterm Küchenschrank. Toll. Aber zu dritt werden sie sie schon kriegen, fragt sich nur ob ich sie finde, bevor sie stinkt. Fressen tun sie die normalerweise auch. Aber nicht immer.

Buch: Donnerstags im Cafe unter den Kirschbäumen

von Michiko Aoyama,Roman, rororo, 2025

Ein leises kleines Buch, der Bestseller-Aufkleber stört mich mehr und mehr, der auf sämtliche Bücher unterschiedslos aufgeklebt wird. Was sagt er schon?

Es ist ein Buch, in dem es um junge Frauen geht. Es geht um die Aufmerksamkeit, mit der sie kleine Dinge tun, alles tun, und währenddessen eine Wendung in ihrem Leben zu mehr Mut und Erfüllung herbeiführen. Die Kapitel sind nach Farben benannt. Und in den Geschichten, die von einer Person zur nächsten führen, geht es auch um jeweils eine Farbe. Ich habe es gern gelesen.

In Japan ist das Leben junger Frauen immer noch sehr angepasst, so scheint es. Und ein Blick ins Ausland verändert sie. Die Verpflichtung des Korrektseins besteht immer noch, und doch gibt es Wege, freier und selbstbestimmter zu sein.

Heute morgen sah ich das folgende video bei https://daoweg.wordpress.com/

https://www.youtube.com/@mono_Japan

Ich habe nur die Oberfläche erkannt, als ich vor 50 Jahren in Japan war. Doch seither bewundere ich die Kultur, die Eigenart und ebenfalls die Religionen des Shinto und Buddhismus. Die Erzählweise, die auf einfache Art all das unterbringt, ist eben auch eine Kunst.

Die Schwestern der Sieben

Ein Text von 2011 fällt mir in die Hände:

Die Schwestern der Sieben

sind auch eure, Ihr Lieben

mit Euch verwandt

im geistigen Land

in Dewachen könnt ihr uns sehen

die Zwerge, Elfen und Feen.

Die Kinder, die die Erde erschufen

in ihren unzähligen Daseinsstufen

Gerne geben wir euch Rat,

bevor ihr beginnt mit der Tat.

Im Erbauen sind wir die Meister

Hört die Stimmen der Erdengeister.

Die Ahnentafel wird euch zeigen

wir sind die Alten der Gestalten

verwandt mit den Naturgewalten

und wir sind auf eurer Seite

im Buch der Wirren und der Irren

und nun im Erfassen

des Seins der Wahrhaftigkeit

der neuen Schaffungszeit.

wechseln auch wir die Gestalt

Ihr findet uns im Wald

Nicht so klein wie ihr uns machtet.

Wir sind Asmundis und Pan

und die Freien mit den Geweihen

Die Geweihten,

die den Boden bereiten

auf dem die Zukünftigen schreiten

Jetzt ist Ankunft

Jetzt ist Abkunft.

Erwachen unserer Erdenschwester

des Wanderns und Wunderns nimmt kein Ende

Die herrlichen Samen der Schönheit

zu verbreiten.

Die Sonnen der Töchter

des Himmels

bilden den Kreis

und tanzen das Leben.

Buch: Das Lied meines Vaters

Von Andreas Hauffe, 2014,Roman, UNIVERSO

Das bescheiden wirkende Büchlein hat es in sich. Die Superpreisleistung besteht in einem hochkarätigen Inhalt. Die Geschichte beginnt mit dem Sohn, der seinen Vater nicht kennt, und erzählt dann parallel die Geschichte des Vaters, bis sich die beiden dann begegnen.

Das wird von kapriolenhaften „Zufällen“ begleitet wie ein choreografierter Tanz. Und richtig spannend! Mir ging sie nahe, diese Geschichte. Sie spielt in Köln, meiner Heimatstadt, und zwar in den Siebzigern, als der Vater Musiker in einer band war. „The dark side of luck“ heißt das Lied, welches er komponiert hat und das so erfolgreich wurde. Nur war ihm das nachher ganz egal, denn die Liebe spielt ein komplizierteres Lied, und so weiß zunächst der Sohn gar nichts von alledem. Erst als er selbst mit achtzehn Vater wird, macht er sich auf die Suche.

Das Buch reiht sich ein in die Erzählungen, von anderen über die Hippiezeit, es geht aber eher um Musik. Und zugleich werden politische Ereignisse der damaligen Zeit am Rande sichtbar, wodurch einem klar wird: Damals gingen die Berufsverbote gegen die Linken- einen Kunstlehrer von mir traf es auch- , es gab Terrorismus und Proteste und wilde Zeiten!

Uns wird im Laufe des Lesens immer mehr Verständnis für die Personen gegeben, ebenso wie sie dieses füreinander entwickeln. Das ist ein Prozess, und auch der Titel des Liedes könnte fast der Buchtitel sein. „Luck“ ist nicht das gleiche wie „happiness“, auch wenn beides mit Glück übersetzt wird.

Oder ist „luck“ das Schicksal, der glückliche Zufall, der eben auch Tragisches in Gang setzen kann. Kein Leben kommt vermutlich ganz ohne beides aus. Immerhin beschert der Erfolg des Liedes einen gewissen Geldsegen.

Ha, es gibt noch mehr Bücher dieses Autors! Schwupp, habe ich mir wieder eines bestellt…gebraucht, alt, egal. Superpreisleistung. Und Kinderbücher hat er auch geschrieben-. Der entsprechende leise vielleicht auch ganz leicht dunkle Humor stellt sich einfach im Roman viel eher ein als im echten Leben…

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