Gebrauchte Bücher

Das ist eigentlich klasse, dass Bücher beim Gebrauchen nicht verbraucht werden, so wie andere Dinge. Sind sie überhaupt Dinge? In meinen Augen nicht, sie sind lebendig bleibende Geschichten und untrennbar mit ihren Autoren verbunden. Ich habe wieder eine Rundfahrt gemacht zum Markttreff Delve und ein wenig die Stapel sortiert, die jemand dort abgelegt hatte. Richtig gefreut habe ich mich über Francoise Sagan, “ Ein bisschen Sonne im kalten Winter„, ein Klassiker, der in meiner Jugend schon einer war. Und mittendrin bin ich in einer spannenden Geschichte von Claude Gallay: „Die Brandungswelle„. Die Französinnen, -welche Erholung von diesen amerikanischen Frauenromanen, die immer in Amerika spielen. Werden davon zehnmal so viele übersetzt oder gibt es so viele? Da ist mehr Handwerk dabei als echte Kunst.

Ach ist das arrogant….aber ich liebe nun mal ausführlichere Beschreibungen, die eine Stimmung erzeugen. Schließlich SEHE ich das vor dem inneren Auge beim Lesen. Reichtum von dem, was der Autor sieht. Andere sehen weniger. Und ein bisschen gebrauchtes Sehen bestellte ich auchin Form von Gomerakrimis…besonders gespannt bin ich auf “ Brandwunden“ von Klaus Rose- kenne ich den? Ich weiß nicht. ( Anmerkung : Den kann ich nicht kennen. Das Buch ist ein sprachliches Desaster) Jedenfalls spielt das Buch an einem echten Ort, den ich sehr gut kenne, und zwar nach dem großen Waldbrand von 2012, der mir sehr unter die Haut ging, obwohl ich ein Jahr zuvor wegzog. Ich könnte sagen, zum Glück. Denn Freunde wie alle anderen Anwohner des Tales wurden evakuiert und verloren zum Teil alles. Noch heute gibt es Ruinen von damals, obwohl das Grün wieder über die Wunden wuchs. Aber nicht alle.

Auch aus Portugal hörte ich von persönlichen Tragödien, Brände betreffend.

Da ich gestern wieder Blätter fegen durfte, die Eichen vom Ehrenmal, mir heute die Knochen weh tun, muss ich einen Lesetag einlegen…trotz Sonnenschein. Der Frühnebel sah wunderbar aus.

Der Tag der Toten

“ Das schöne Leben der Toten“ , von Milena Moser, Verlag Kein & Aber

Ich bin verwundert, dass ich noch nicht über dieses schöne Büchlein geschrieben habe. Aber offenbar nicht. Von Milena Moser war ich begeistert, seit ich „Die Putzfraueninsel“ gelesen hatte.

Dieses Buch ist eine persönliche Geschichte, ihre Liebe zu dem mexikanischen Künstler, der alljährlich die Altäre zur Feier der Toten aufbaut, eine Tradition im Jahreskreislauf, deren Datum sich nun wieder nähert. Wir erfahren hier auch viel über das entspannte Verhältnis zu den Verstorbenen, den Ahnen und die Verbindung zu ihnen.

Nun hatte ich etwas ähnliches angeregt in unserer kleinen Meditationsgruppe, und wir hatten einen wunderbaren Abend. Alle legten ihre Fotos , die sie zuvor herausgesucht hatten, in einem großen Kreis aus, in der Mitte wollte ich ein despacho errichten. Ich hatte Blätter und die letzten Hortensienblüten mitgebracht, doch es wurde leicht chaotisch. Davon habe ich kein Foto, es ist ja nicht öffentlich. Ich habe meinen Hausaltar.

Wie, chaotisch. Was soll das sein…Lebendig und stets in Bewegung, jedenfalls gibt es hier keine festgelegte Tradition. Außer natürlich, dass jeweils am Totensonntag der Bürgermeister am Ehrenmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege einen Kranz niederlegt. Da stehen auch ganz schön viele Namen für so ein kleines Dorf. Es liegt direkt gegenüber von unserem Haus. Meine Verwandten sind ganz anderswo begraben.

Die persönlichen Verstorbenen würdigten wir also mit kleinen Erzählungen, und obwohl manche von uns sich seit Jahren eigentlich kennen, fügte das unserem Kennen etwas Tieferes hinzu. Ein offener und ehrlicher Kreis, anders als es oft in den Familien selbst zugeht.

Am Ende gab es ein kleines Feuer in der Feuerschale, wo ein traditionelles despacho ins Feuer gegeben wird, um in der geistigen Welt die Wünsche, Dank und Segen zu bringen.

Das wäre im übrigen eine Tradition aus den Anden gewesen, wie sie mir unter anderem durch Madita Boer bekannt ist ( Der Ruf von Mutter Erde) Aber wie gesagt, bei acht Menschen verläuft das alles ein wenig anders, und dennoch wunderbar. Unser Kai leitete die Meditation in die Stille mit schönen Worten an, und es ergab sich durch alles eine kostbare Nähe.

Fundbücher

Ein interessanter Fund in der Bücherecke, zwischen all den entsorgten Kochbüchern und eher alten christlichen Ratgebern: Florinda Donner-Grau? Auch das ist nicht neu, das ist mir klar. Offenbar ist sie schon in den Neunzigern verschwunden, nach Carlos Castenedas angeblichem Tode.

Ich habe immer versucht, ihn zu lesen, aber gestehe, dass mich das nur verwirrt hat. Mit ihr ist es ähnlich, obwohl die Sprache mir sehr viel verständlicher ist. es geht ja um das Gleiche, nur eben bei den Frauen. Geht es um Schamanismus? So einfach kann ich das nicht beantworten. Jedenfalls nicht um das, was uns heutzutage angeboten wird, mit Krafttiersuche und Trommelgruppe. Da handelt es sich eher um Kindergarten.

Aber was diese Tolteken da machten,- es bleibt ein Rätsel,- es ist für Eingeweihte, solche, die sich komplett in die Traumwelt hineinbegeben, weil sie die Fähigkeit dazu besitzen. Es lässt sich schwer beschreiben, und andauernd weiß sie nicht, ob sie träumt oder wach ist oder vielleicht ist sie auch auf Peyotetrip. Wer weiß das denn. Im Grunde ist es nicht wirklich interessant, wenn man das Geheimnis nicht lüftet. Da die Lehrer dieser Kunst sich teleportieren können, auf höchster Stufe von Transformation arbeiten, ist das auch nicht primitiver Schamanismus, was Leute sich so vorstellen.

Manches kann man sich auch wie eine Psychose vorstellen. Eine vollkommen anders erlebte Wirklichkeit. Ist nicht schön, wenn man da nicht mehr herauskommt. Also wenn Leute da unvorbereitet und ohne Begleitung und unter Zuhilfenahme von Drogen hineingeraten, kann das böse enden.

Gestern noch hörte ich einen Vortrag von Gabriel Cousens, der deutlich machte, dass sich dabei das Gehirn verändert und Besetzungen möglich werden von Entitäten, also Fremdseelen oder Wesen, die den Ungeschützten benutzen. Ich finde es sehr gut, dass solches in Betracht gezogen wird von Heilern und in diesem Falle ist das sicher ein selbst Eingeweihter, der über die vielen Fallen Bescheid weiß. https://frankfurter-ring.de/referenten/cousens-gabriel/

Erstaunlicherweise scheint er in der Schweiz zu praktizieren. Hätte ich ihn nicht in der MathiasBerner Akademie entdeckt, hätte ich Zweifel. Aber so bringt mir das erheblich mehr als die alten Castanedabücher. Man kann aber tatsächlich Einweihungen bekommen, die man gar nicht als solche erkennt, wenn man verwirrt ist und in seiner Kultur auf nichts vorbereitet wird. Das sage ich aus eigener Erfahrung. Dann dauert es Jahrzehnte, um das zu integrieren und ein paar Lehrer sind hilfreich. Klare Lehrer.

Buchmesse 2025

https://www.buchmesse.de/themen-programm/ehrengast

Ich freue mich, denn die Phillippinen kannte ich einst auch. Wie wunderschön, grausam, wild. Es gibt doch einige Bücher zur Marcoszeit, die ich miterlebte, wo dann der Wechsel zu Aquino „stattfand“, und immer über Imeldas viele Schuhe geschrieben wurde. Ich lebte in den Bergen, wo ein Stausee gebaut werden sollte, und die Stämme protestierten. Marcos hatte Soldaten aus dem Süden hingeschickt, die kulturell völlig anders waren. So macht man das als Machthaber. Schwer dürfte es sein, über aktuelle Macht zu schreiben. Aber klar wird, dass es sich immer um die reichen Familien seit der spanischen Besetzung handelt. Vor Allem aber gibt es durch die vielen Inseln eine Vielfalt ethnischer „Minderheiten“, Einwohner. Es sieht ein bisschen nach Folkloregruppen aus, auf der Buchmesse. Aber Identität ist viel mehr. Untrennbar mit Landschaft und Familie verbunden.

Bratapfel, Eichenblätter

Was kommt mit dem Herbst einher- das Blätterfegen. Vor allem die Eichen vom Dorfdenkmal werfen nun ihr Blätterkleid ab und es wird immer in unsere Straße geweht. Nach und Nach. Da diese Blätter nie verrotten, finde ich sie noch im Frühjahr zwischen den Büschen.

Der wilde Kater sitzt im zugedeckten Strandkorb, nun ja. Den ganzen Tag. Nachts ist er in der Waschküche. Er mag Menschen nicht zu nah und kommt erst rein, wenn ich schlafen gehe. Ein Glück, denn Martha, die sich letzten Winter eingeschlichen hat, sie war schon eine menschenerfahren Katze, sie mag ihn nicht, aber kämpfen wollte auch keiner wirklich.

Er heißt, wie alle meine vierbeinigen Besucher , Amigo.

Ein gelungenes Herbstessen- der Bratapfel. Oh je, der angestoßene Teller.

Ich fegte also die Blätter, als es zwischendurch aufklarte. Der Sturm ist mal wieder vorüber, der Vollmond heute früh, und es wartet eine lange dunkle Weile. Ich las auch gleich wieder zwei Bücher, jeden Tag eines.

Das erste war ein Archäologenkrimi, eine Gattung, die ich sehr gern mag. Man erfährt auch immer was Neues. Aber er war so klein, dass ein Tag dafür reichte. Eine Autorin mit drei Pseudonymen!

Das nächste -irgendwas mit Orangenhain- eine Verlust-und Liebesgeschichte, sind sie doch immer beides. Sonst wäre sie ja nicht interessant. Und nein, ich lese nicht Rosamund Pilcher und auch nicht Nora Roberts, obwohl sie überdurchschnittlich auf dem Dorfflohmarkt vorhanden waren. Wie kann man so viele Bücher schreiben!

Ich ließ mich zu einem Bildband über Fabeltiere und Dämonen überreden, nur zwei Euro, die Leute sind so froh, wenn sie etwas loswerden. Und ich finde es bemerkenswert, tolle Bilder, Geschichte und natürlich aus der Ansicht heraus, dass alles der Phantasie entsprang. Nun ja. Zumindest im Schamanismus wird mit den drei Welten gearbeitet, und nicht nur dort wird eine Unterwelt angenommen, sondern ich denke, die längste Zeit der Menschheit war das wohl so. Einhörner und Drachen sind heute sehr beliebt.

Es handelt sich hier um Erzengel Gabriel als Herrscher des Firmaments, (Palechmalerei, um 1700, aus Fabeltiere & Dämonen, Die phantastische Welt der Mischwesen,Heinz Mode, Edition Leipzig 1973)

Ach! Palech ist ein Ort der Ikonenmalerei, sieh an. Da wurden Märchen illustriert.

Geschichten sind wahr und Wahrheit ist ohnehin ein Gut, welches eher ohne Worte existiert. Es ist nicht weniger geworden, das Fabulieren. Wenn man sich Computerspiele und moderne fantasy anschaut, dann findet man sie dort alle versammelt, die Wesen.

Alte Bücher, Altes Handwerk

Nun doch noch einmal einen Karl May Band in den Händen zu halten….wie kleingedruckt, wie ausführlich die Landschaftsbeschreibungen und die Indianerromantik…Ich habe sie alle verschlungen als Kind. Irgendwie spielte es keine Rolle, dass es da nur Männer gab. Das was sie taten, wollte ich auch erleben. Mit dem Wissen, dass Karl May nie dort war, und seine Bücher im Knast schrieb, möchte ich das nicht wieder lesen!

Die Romantik hat sich mancherorts gehalten ungeachtet der Tatsache, das echte Indigene es immer noch schwer haben in ihrer jeweiligen Heimat. Auch sind so einige zu uns gekommen um uns zu unterrichten, über Wurzeln, die uns bereits unbekannt waren.

Zu den Dingen, die unsere Vorfahrinnen taten, gehört das Spinnen und Weben, und so habe ich einen Anlass, über Ellie zu berichten, die sich jährlich mit einem Kreis Frauen zum Wolle spinnen trifft.

Im Freilichtmuseum am Kiekeberg ist ihre Wolle und mehr auch zu erwerben. Man kann dort mitmachen bei Vorführungen und ich glaube , auch Akkordeon spielt sie wieder mit Lieder singen zur Weihnachtszeit. Ellie ist ein vielseitiges Talent und sie bringt es unter die Leute!

Sie hält die Kunst unserer Vorfahren in Ehren, nicht nur im Museum, sondern ganz lebendig.

Das andere Buch, das mir gebracht wurde, von Fanny Hurst, ( Seitenstraße des Lebens, 1961, Bertelsmann Lesering) dreht sich wohl um das Thema der Frauenrolle und war für Frauen. Aber wir lasen eben auch Karl May. Die einen durften alles, – die anderen nichts, um nicht in Verruf zu geraten.

Nun, der Ruf war uns irgendwann egal, aber doch nicht ganz. Je nachdem, wo frau lebt.

In den indigenen Kulturen waren diese Unterschiede noch vorhanden.

Licht und Schatten

Auf meinen Frühstückstisch fällt von hinten her ein schmaler Sonnenstreifen und macht morgens einen sehr langen Schatten von allem, was dort liegt. Der Schatten ist völlig immateriell und beweglich. Das Licht natürlich auch. Er erscheint nur zeitweise größer als das Objekt…

Einige Gedanken noch, die auch mit dieser Messe zusammenhängen, die Immaterielles verkauft. Vielleicht geht es auch um das Zeigen an sich, das Darstellen, und zwar von heilenden Methoden und Konzepten, die in die Stille und nach Innen führen, hier aber innerhalb eines überfüllten Großraumes mit dicht gedrängten Ständen und einem unglaublichen Stimmengewirr präsentiert werden jährlich. https://www.weite-horizonte.de/messe/

Ein gewisser Widerspruch, vor allem auch recht anstrengend für Alle, und ein Konsumtempel, denn die Standgebühren sind ja nicht gering und jeder muss etwas verdienen. Mein lieber Kristallmenschverein https://kristallmensch.net/kristallmensch-verein/ hatte auch manches zu verschenken, Unmengen von Handbüchern, damit das Angebot auch verständlich wird. Sabine Wolfs Konzepte sind sehr umfassend und erfordern tieferes Interesse, wenn man sich entwickeln will.

Ich selbst entdeckte ein paar Klassiker wieder, die mir schon einst Freude machten und brauche keine neuen Konzepte. Warum nicht mal wieder Tom Kenyon hören, einfach genial. https://youtu.be/U3AoEWRSPHU?feature=shared. Man sollte eine gute Musikanlage dafür nehmen.

Das Buch: Manuskript der Magdalena, von ihm und seiner Frau Judi Sion ist lesenswert und sehr persönlich. Ich kannte es schon. Es geht um ihre Schwierigkeiten im Leben, die nicht klein waren und wie geistige Führung half, sie zu meistern.

Ein Buch von Carlos Castaneda: Die Kraft der Stille, nahm ich auch mit, nur um mal wieder reinzuschauen. Es sind Geschichten aus dem Leben. Ich bin der Meinung, das kann man sich nicht einfach ausdenken, vielleicht aber im Innen erlebt haben. Das ist ganz egal, denn innere Reisen sind genauso real und hilfreich wie äussere Ereignisse. So ganz verstehen kann ich ihn aber nicht.

Einen krassen Wälzer von David Wilcock: Mysterien des Aufstiegs, Kopp Verlag, fand ich noch, – ob ich das weiterlese weiß ich noch nicht. Dann eine Reisebeschreibung zu einem nepalesischen Schamanen , der ihr in einem Traum erschien: Susanne Krämer, „Am Saum des Himmels“. Sie ist eine ernsthafte Schamanin und mir auch von früher bekannt.

„Die Stimme der Göttin“ Hrsg. Renate Schilling. Liegt auf dem Stapel….In keinem der Bücher geht es nur um Licht. Es geht um ganz viel Schatten, der durchlaufen wird und eine neue Haltung, die anschließend entsteht. Ich finde nach jeder Herausforderung immer zu Dankbarkeit, wenn sie überstanden ist. Das können ganz kleine Dinge sein, die mir aber übermäßig schwer erscheinen.

Aber es finden sich realiv schnell Lösungen mittlerweile. Bei mir geht es um Gesundheit, Schmerz, und ein Haus, für das man alles mögliche tun muss, Heizregelungen und so weiter. Das wollte ich nie, ich war eine Nomadin ohne Verpflichtung. Und nun dieser Klotz. Andrerseits- Zuhause. Das was eben fehlte zuvor und vor allem -tja, das ist die Frage der Fremdbestimmung.

Jemand sagte mir, sie sei nirgendwo zuhause. So ging es mir auch. Aber jetzt, vielleicht bin ich an mehreren Orten zuhause. Zuhause, Zu Hause? Ja genau. Ein Haus ist auch ein lebendiges Etwas. Da wo Andere das bestimmen, bin ich eher nicht zu Hause. In Büchern, Worten, im Geiste, beweglich und immateriell .

Farben im September (21)

Eine challenge von AMORAK

Alles so schön bunt hier- auf der Messe „Weite Horizonte“ in Eckernförde sammelte ich einiges von den Bergen von Material, das die Aussteller dort präsentieren. Auch gab es einen Bücherflohmarkt der spirituellen Inhalte. Das findet man hier in unserem Landesteil nur spärlich.

Doch die Bandbreite der Inhalte ist schon reichlich. Im Grunde hat ja jeder von uns seinen eigenen Zugang, zum Göttlichen, zur Erde, zu einem Werkzeug und einer Methode, mit etwas Hilfe. Und wirklich, mir gefielen die farbigen Kartensets, Energiebilder, Energiekleidung, Klangschalen und Gesänge. Es gab sogar ein Paar, das free hugs anbot- Umarmungen. Das wäre mir energetisch vielleicht zu wahllos und ich weiß nicht recht, – ich finde es so schon schwierig, mich von so einem Tag des Bombardements zu erholen. Da muss ich erst mal in die Natur.

Was im übrigen mein allerbester Zugang ist, channeln eingeschlossen.

Denk mal

Heute ist der Tag des offenen Denkmals https://www.denkmalschutz.de/denkmale-erleben/tag-des-offenen-denkmals.html. Das weiß ich nun von einer Freundin, die im Museum arbeitet . Heute wird sie dort sein https://www.lueneburger-heide.de/service/sehenswuerdigkeiten/253/moisburg-muehlenmuseum-moisburg.html

in der Wassermühle und sie bietet dort Mitmachaktionen rund um Wolle an, Filzen, Spinnvorführung und anderes. Einmal werde ich über die tolle Ellie Beyer schreiben, was sie alles macht.

Ich bin aber weiter nördlich- und werde heute eine Lesung besuchen mit Ausstellung. Ach, zuerst noch der Straßenflohmarkt in Tellingstedt. Dann geht es weiter nach Nordhastedt ins Gemeindehaus. Das Besondere ist, dass es eine wordpressfreundin ist, die dort ihre Geschichten und Bilder vorstellt, gemeinsam mit ihren Mitkünstlerinnen. http://blauefederhome.wordpress.com/

Normalerweise sind diese ja über die halbe Welt verteilt, Griechenland, Indien und England, und ich lese gern, wie sie anderswo leben. Doch hier eine so ganz in der Nähe zu finden, ist auch schon toll. Natürlich gibt es hier eine Menge Künstlerinnen, wie wir auf der Eröffnung des diesjährigen Kunstgriff sehen konnten, etwa 150 Anwesende, schätze ich. Doch von ihr wußte ich ja nun schon, was sie macht. Und für mich ist das Besondere, dass sie den spirituellen Hintergrund in ihrer Kunst übermittelt. Und so wunderbar Natur und Stoffe/Textilien einwebt und überhaupt alles zusammenwebt mit dem Schreiben und den Geschichten.

Na, also witzig war das schon, dass sie mich gleich auf dem Parkplatz erkannte.

Ich bin hier wie Viele eher anonym und mit Künstlername unterwegs, aus gutem Grunde nennen manche nicht ihren Wohnort, denn wir schreiben viel privates und aus unserem Innersten. Den Menschen aus meiner Nähe gebe ich den link nicht oft. Denn ich bin ehrlich und brauche diesen Raum, um das zu äußern, was ich nicht jedem erzählen will….und dann aber doch wiederum jedem, der es wissen will.

Ich weiß, wie mutig es ist, sich mit seinen Werken zu präsentieren. Meine letzte Ausstellung ist lange her und ich schlief die ganze Nacht nicht vorher, obwohl Freunde die Rede hielten …diesen Stress muss ich meiden, deshalb lasse ich es. Doch der Traum vom eigenen Buch- wer hat den nicht geträumt von uns….ich freue mich schon auf Blaue Feder und will gerne ein paar Fotos machen.

Plattform

Ich bin hier auf einer Plattform, das ist mir bewusst. Irgend jemand hat die aufgebaut und stellt die Mittel zur Verfügung. Und das sogar umsonst- naja. Ohne Werbung geht das nicht. Und ohne unser Aller Inhalte geht es auch nicht, so klein unsere einzelnen Beiträge auch scheinen mögen.

Mir wurde gerade eine neue Plattform vorgestellt von Bekannten, sie nennt sich Tribe und soll spirituell sein. Oder werden. Das Vorstellungsvideo ist für mich abschreckend genug um hier darüber zu meckern…Erst mal sind es drei Männer, wieder nur Männer, und es geht um business. Das Wort Freiheit ist zwar groß geschrieben, aber letztendlich….https://tribe.de/free/about . Seht selbst.

Das video ist mit großkotziger Musik hinterlegt, vollkommen hektisch und auch die gezeigten Gebäude- ich glaube sie bauen die- scheinen mir nur Betonklötze zu sein.Ich mag das nicht mal angucken! Wir Spirituellen sollen uns nun beteiligen und unsere Gaben da reingeben, während uns noch mitgeteilt wird, wie viele Millionen die da investiert haben!!

Ich erinnere mich an eine andere Plattform namens Momanda, wo es das schon einmal gab. 2011 eröffnet, ist das heute nur noch für bekannte professionelle Autoren und Seminarleiter offen, die Verträge abschließen müssen, die die Massen anziehen.

Wir waren damals ein bunter Haufen tolle interessante Leute, so einige davon kenne ich noch, es ist ja nicht so lange her. Wir diskutierten im Forum,, boten unsere Gaben an, informierten, es gab ALLE spirituellen Wege, echte und falsche. Mit Lile an Eden machten wir sogar ein Buch zusammen, das der freien Energie helfen sollte! Das alles fiel in sich zusammen. Es geht um business, und das scheint mir doch bei den Jüngeren nur noch digital zu existieren.

Viel Fingerspitzengefühl fehlt mir da. Ich glaube, das Neue wird von Frauen erschaffen, auch sie erlernen die Mittel für Erfolg- zum Beispiel den workshop von Madita Böer zur souljourney https://mesa-schule.de/würde ich empfehlen, ebenso Sonja Emilia rainbow, https://www.schamanismus.net/Das sind Frauen, die den schamanischen Weg über lange Jahre von indigenen tribes erlernt haben.

Das nämlich regt mich wirklich auf: so eine Plattform „Tribe“ zu nennen. Die alte Form von Stammeskultur ist nicht wirklich für die neue Welt geeignet! Und doch ist es die Form, die den größten Zusammenhalt bietet und die größte Verbindung zu den Ahnen. Es ist gelebte Welt und nicht digital. Computerspiele imitieren all das und etliche Filme.

Aber Stammeskulturen haben auch seltsame Formen hervorgebracht: Immer die Abgrenzung zu anderen, grausame Rituale und Tabus, Abwertung andersartiger Mitglieder bis zur Tötung, das ist bekannt aus Büchern und Erfahrungen von Forschenden.

Meine Empfehlung dazu ist „Der letzte Schamane“ von Juri Rytcheu ( aus Sibirien) , ein Roman über die Zerstörung von Stammeskultur. Denn das ist das Seltsame: Die echten Stämme werden nicht geschätzt oder unterstützt. Ganz im Gegenteil, gelten sie in ihren Heimatländern immer noch als rückständig, werden überhaupt nicht gehört oder verstanden, und es ist zu befürchten, dass sie jetzt auch in Bolivien keine Stimme mehr erhalten, wo sich der erste indigene Präsident des Landes mittlerweile im Dschungel vor seinen Gegnern verschanzt. Aber man will alles von ihnen haben: Ihr Land, ihre Farben und Ideen und ihr Wissen, ihre Pflanzen und Drogen und Geschichten.

Kunst ist in all diesen ursprünglichen Stämmen eine wichtige Form für Ritual, Zeremonie, Kleidung und so weiter. Ich finde das Fehlen von Gefühl für Schönheit und natürliche Ästhetik ein Manko, ein Fehlen von Verbindung. Nana Nauwald ist ebenfalls eine Künstlerin, die mit dem Indigenen lebt und daraus schöpft auf vorbildliche Weise. Ich denke ja nicht, dass Männer das nicht können.

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