Geomantisches Nähkästchen

So habe ich meine videos genannt, die ich ab und zu auf dieser playlist einstelle. Ich muss sagen, in meinem Nähkästchen sieht es echt bunt und wild aus, und so geht es mir auch, wenn ich anfange etwas zu erzählen. Ich muss mich schon zusammenreissen, ruhig zu sitzen..was war mein Thema?? Aber ich habe selbst gemerkt: da ich viel Zeit habe, freue ich mich auf die wenigen Kanäle, die ich mir regelmässig anschaue, und wenn die da erzählen, wie es ihnen in ihrer Lebenssituation geht. Ich freue mich auch, wenn Künstler ihre Arbeiten teilen, etwas vorlesen, und zeigen, wie man Kürbis einmacht. Also ich will keinen damit langweilen, was ich zum Frühstück esse. Immer wenn ich jemanden sah, der sowas macht, dachte ich: wieso erzähle ich nicht etwas, was ich gelernt habe, und was für die Erde ein bisschen was bringen könnte….

Denn Egokram gibt es schon reichlich. Und ich habe es ja nun bis ins Großmutteralter gebracht. Da darf frau ja eigentlich alles. Ob es nützlich ist, sinnvoll, das muss ich gar nicht beurteilen. Danke an DW für diese Einsicht. Manchmal ist ein Satz eine Inspiration.

Leider bin ich nicht fähig, Filme ordentlich zu schneiden, Fotos reinzusetzen etc. Es ist schwer für mich, das zu lernen. Es gibt da so Bretter vorm Kopf. Dabei macht man es uns schon so leicht hier.

Was ich sagen wollte, ich habe zwar eine Geomantieausbildung, aber seither habe ich vieles erlebt, und auch wenn ich traditionelle schamanische Rituale sehe, so muss ich die nicht genauso gestalten. Es gibt für jeden einen eigenen Weg, mit Eckpunkten, die wirklich essentiell sind.

Buch: Drachenmeer

von Nancy Farmer, Weltbild 2004, Originaltitel: The Sea of Trolls

Dieses ist ein Jugendbuch, was ich aber erst ziemlich spät gemerkt habe. So dicht und spannend war es gleich, dass ich sofort in die Geschichte hineingezogen wurde. Man erfährt viel über die Nordmänner und wie deftig es bei ihnen zuging. Die Mystik der isländischen Welt wird grossartig eingewoben. Oder umgekehrt , ein Weg des Erwachsenwerdens wird eingewoben, indem wir am Leben und der Sicht von Jack teilhaben, der von einem alten Barden zum Lehrling ausgewählt wurde und nun mehr schlecht als recht in ein Abenteuer geworfen wird, das seine Kenntnisse weit übersteigt. Dennoch, sind wir mit ihm am Ende sehr viel klüger und mutiger und wissen, worauf es wirklich ankommt.

Das erstaunt mich immer wieder an den Jugendbüchern: Dass so viel echte Weisheit darin verborgen ist. Es geht ja nicht nur um Unterhaltung, ein solches Buch zu schreiben ist viel schwieriger und die Autoren machen sich die Mühe, mit Archetypen, die als Vorbilder gelten können. Zum Vergleich kann ich heranziehen: Drachenromane von Markus Heitz, auch grossartig und bunt, bedient sich auch alter Quellen, alle Geschichten sind im Grunde alte Mythen. Dennoch folgt Heitz nicht dem Weg des Helden, wie er z.B. im Tarot bildlich wieder gegeben wird. Alle alten Archetypen kommen auch dort vor. Sie beginnen mit dem Erwerb von Werkzeugen, dem Hineingeworfenwerden in eine Aufgabe, fremde Welt, das Durchqueren des Tunnels, der Unterwelt und der Hilfe überirdischer Kräfte, wenn man denn den Zugang zu ihnen findet. Dann wird der erfolgreiche Held oder die Heldin am Ende nach Hause zurückkehren und dort mit Respekt aufgenommen.

Allerlei gruselige Wesen säumen diesen Weg von Jack. Wir erleben seine Zweifel und Ängste mit, und wie seine Mitstreiterin von einem traumatisierten Kind ohne Freunde und Familie zu einer geheilten Persönlichkeit wird. Und das, indem jeder mit den Werten der andersartigen Gesellschaft ins Reine findet. Denn die noch andersartigere Welt von Jötunheim, dem Land der Trolle, macht es nötig.

Sehr gut gefallen hat mir die Beschreibung der Erdmagie, die dort ganz im Norden sehr stark ist, und mit der Jack umzugehen lernt, wobei es klar wird, dass zuviel davon für Menschen auch schädlich sein kann. Dieser Beruf, mit der Erdmagie als Barde oder Skalde dem eigenen Dorf oder Volkzu dienen, wird realistisch dargestellt, das kann ich aus einer eigenen Ausbildung zur Geomantin so sagen.

Im Grunde ist diese Geschichte selbst so eine Art von Ausbildung darin, aber es wird natürlich in der Reihe: „Phantastische Welten“ geführt, so dass bloss niemand auf die Idee komme, da sei was Wahres dran!

Wir müssen solche Bücher haben!

co Kayute)

Die Spannung steigt

Angesichts unterschiedlicher Orte betrachte ich so eine Art Zeitspanne. Manche reden von Zeitlinien, und ja die gibt es. Doch die kann man wechseln, zusammenlegen, es ist persönlich für den Einzelnen. Was aber – ich forsche hier eigentlich so ganz ins Blaue, eher mich von den beherrschenden Esoterik-ansichten zu befreien – denn die sind auch von gestern. Von vorgestern. Allerdings, damit meine ich nicht die Schamanen. Die bleiben nämlich up to date, machen stetig ihre Befragungen und Prophezeiungen. Die sind auch nicht immer für die ganze Welt.

Da ich mich mit einigen Orten, die für mich Kraftorte waren, vor 15 oder vor 10 Jahren, wo ich lernte und intensive Erfahrungen hatte, sehr verbunden fühle, auch in Kontakt bin, und jetzt an einem Ort lebe, der mit richtig viel Schwere überhaupt nicht „mein Ding“ war, und nun erkenne ich plötzlich, dass das in der Zukunft ganz anders sein mag.

Orte haben besondere Eigenarten, immer, was auch mit dem vorherrschenden Element wie Wasser, Wind etc. zusammenhängt. Orte haben unsichtbare Hüter oder den Ortsgeist und andere. Das ist jetzt mal so grob gesagt, ohne kompliziert zu werden. Mit denen, die z.B. in großen Bäumen sind, kann man gut kommunizieren.

In schwierigen spannungsreichen Zeiten kann man sich immer einen Ort suchen, wo man sich geerdet und verankert fühlt. Auch in der Stadt wird es das geben. Gebäude sind ja teils so geplant, dass sie etwas verkörpern. Schamanen verankern sich im Sonnensystem. Da kann nichts schief gehen oder den Blick trüben. Für sie ist das nichts Fernes, wir sind immer Teil davon. Ein wenig kommt im Westen unser inneres Bild dadurch, dass uns Gott als weit weg im Himmel beigebracht wurde. Ich mag das Bild davon, dass wir , im Zentrum des Universums, ein göttlicher Funke sind, jeder von uns.

Aber wie ist es möglich, dass manche Orte nun in einer Zeit von 2008 verblieben sind, während andere vorausfliegen, es scheint mir die Verwirrung auch daher zu kommen. Die unterschiedlichen Verordnungen, Pläne, Verzettelungen. Es liegt an denen, die dort wirken, auch energetisch. Sind sie auf Zukunft ausgerichtet, mit den Füssen im Jetzt, oder leiern sie ihre alten Methoden und Gebete herunter, denn dann könnten sie in einer Blase gefangen sein, einer alten Energie.

Das ist besonders in Gruppen der Fall, wo alle das gleiche glauben. Sie beziehen ihre Identität daraus und es ist nicht leicht, das zu ändern.

Gerade hörte ich einen Bauern sagen, dass sie nach 3 Dürrejahren immer noch nicht wieder aufgeholt haben, was sie an Futter für ihre Tiere ernten hätten müssen. Er hoffe auf ein normales Jahr im nächsten Jahr. Das ist verständlich, doch ich kann da nur mit dem Kopf schütteln…In trockenen heissen Gegenden gibt es im Allgemeinen keine Milchwirtschaft mit vielen Tieren in großen Ställen. Das ist nicht leicht zu sehen, wenn man so in seinem Alltag verankert ist. Aber es muss sich viel mehr verändern! Das sehe ich.

Und wer das nicht erkennt, der wird es dann womöglich schwer haben. Die Expansion der Milchindustrie hat doch absurde Ausmaße angenommen, wie viel von den Produkten wird weggeworfen, weil sie geringe Haltbarkeit haben, Strom zum Kühlen brauchen, das ist doch alles dumm und nicht überlebensfähig, wenn wir in dieser Welt weiter leben wollen.

Das sind alles verschiedene Bereiche von Energie, doch die Spannung steigt in allen Bereichen! Mehr später…

co) Kayute

Trollblog Juli

Ich habe es doch tatsächlich geschafft, aus einer Gruppe rausgeworfen zu werden. Das heisst, ich bin so etwas wie ein Troll. Oder jemand, der Widersprüche anspricht, aufzwingt, unlösbare Konflikte erzeugt…? Na ganz so wesentlich war es nicht. Es gibt diese tollen Gruppen, in denen sich Leute treffen, die Steine bemalen und diese dann irgendwo auslegen, um anderen eine Freude zu machen. Das ist doch schön, oder. Da sind wirklich schöne Werke dabei. Manche suchen schon richtig nach diesen Steinen.

Einige schreiben dann, dass sie wieder säckeweise Steine von der Küste nach Hause geschleppt haben, um dann anschliessend Disneyfiguren oder Leuchttürme darauf zu malen. Und das finde ich richtig Scheisse und hier sage ich das noch mal laut und deutlich. Ich war nämlich mal ein paar Jahre mit einem Geologen an der Ostsee unterwegs und ich sehe, dass das Steine sind mit einer Geschichte, einer Eigenheit, und überhaupt einer Schönheit für sich selbst, die allen gehören , allen.

Auch wenn es erlaubt ist, diese mitzunehmen….es ist auch erlaubt, sich darüber Gedanken zu machen, oder nicht. Ach dann ist man fehl am Platze, nun ja. Das Malen ist eine wichtige Kunst und es ist gut für uns, etwas selbst zu machen. Aber die Natur ist nur noch eine Deko. Ich war neulich mal wieder in einer Stadt, seit langem. Und da fiel mir das auf, dass Natur nur ein bisschen was zudeckt, so wie Deko vor einer Mauer.

Menschen da kennen gar nicht richtige Natur. Was immer das ist, es ist wild und unberechenbar und der Mensch ist darin ganz klein. Es fühlt sich sehr sehr anders an. Nicht angenehm, aber echt. Voll mit der Kraft, die so viele vermissen, und nicht wissen, wie sie finden. Es macht nämlich Angst, diese Urkraft, die Leben ist und Leben zerstören kann, dabei aber doch immer Leben bleibt.

Steine sind eine solche Kraft. Das bisschen Tünche der Menschen ändert nichts daran, die Steine sind so unvorstellbar alt. Es tut gut, sich mit denen zu verbinden. Es macht mich jedenfalls glücklicher, einen Sinn in dem zu sehen, was ich da male, eine Art Dialog mit den Wesenheiten der Natur und ihren Elementen einzugehen, so wie das die verbundenen Kulturen immer gemacht haben. Es hatte Bedeutung.

 

 

 

Der magische Ort 3

Drei Wochen später. Herr und Frau Mayer sitzen in ihrem kleinen Hotelzimmer und blicken auf das Meer. Vor dem Eingang des Hotels steht ein Polizist. Er versteht kein deutsch. Es ist untersagt, an den Strand zu gehen, nur zum Einkauf von Lebensmitteln darf man nach draußen. Die Flüge für neue Touristen wurden abgesagt.

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Der magische Ort 2

Lara
Eigentlich ist das doch super! Lara steht unter der Dusche in der Pension, das Wasser ist nicht heiß.  Aber egal. Sie ist erledigt, aber viel zu aufgeregt, um sich auszuruhen. Es war so eine Überwindung, allein loszufahren, und nun hat sie zum Glück gleich jemanden gefunden, mit dem sie nicht allein ist. Das sieht doch einfach doof aus, denkt sie, allein rum sitzen oder essen gehen. Auch wenn dieser Typ ihr Papa sein könnte, oder gerade deswegen. Nun, jedenfalls hatte sie solche Befürchtungen und Berechnungen angestellt.
Aber gleich zu einer Party, draußen, und was bitte, soll sie dazu anziehen? Es scheint, in ihrem riesigen Rucksack befindet sich nicht ein einziges Teil, dass sie anziehen könnte. Sie holt sie alle raus. Trekking, das geht ja wohl gar nicht.

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sacred not scared

Was ist der Unterschied zwischen heilig und heilsam? Das erste Wort ist im allgemeinen Sprachgebrauch mit Religion verbunden und nicht mehr so richtig modern. Ausser bei uns Spirituellen, Esoterikern und Verschwörern, denen ihre Ideologien heilig sind. Oder Normalos wie mir, denen ihre morgentliche Tasse Kaffee heilig ist, und so weiter. Da sieht man schon, das Heilige ist profan, wie Mircea Eliade es noch nicht erlebt hat. Er war der Klassiker, der uns erklärt hat, wie sich die Idee von Heiligtum entwickelt hat. Es ist lange her, dass ich es gelesen habe. Ein Kreis, und eine Vertikale in der Mitte, so wie ein Zelt, ein Baum, ..Ganz einfach, die Grundlagen.

Heilsam wird mit Krankheit und Gesundheit in Verbindung gebracht, bei uns heutzutage. Alle möglichen Tätigkeiten, Zustände, Mittel und Musiken werden unter dem label angeboten.  Heilung ist nötig, weil ja so vieles krank ist. Das Heilige selbst, die Urform und der Urzustand werden kaum erlebt, stattdessen in Büchern erklärt, in Flaschen abgefüllt – mit hübschen Bildern drauf,- und damit eigentlich eine Form der Angst bedient. Diese ist an sich das, was zwischen der Heilung und demjenigen steht, der sie sucht. Wir wollen Heilung konsumieren. Das allein wird wohl keinen Heil-Samen säen. Das englische Wort scared für angstvoll, furchtsam ist dem sacred-heilig sehr ähnlich. Scared erinnert mich aber auch an Scar. Das bedeutet Narbe. Und ja, wer schon Narben von früheren Verletzungen davongetragen hat, ist oft furchtvoll, ähnliches wieder zu erleben. Wir alle natürlich. Und damit sind wir in einer Resonanz mit dem Befürchteten.

Einen heiligen Ort aufsuchen ist eine der ältesten Formen von Heilung. Ob man dort singt, in Gemeinschaft ist oder Wasser aus einer Quelle trinkt – woraus später alle möglichen Glauben und sogenannte Aberglauben wurden ( Den Unterschied muss ich auch noch mal beleuchten, gibt es ihn?),- das Wesentliche daran ist die Resonanz mit dem Ort, seiner innewohnenden Natur, den großen Zusammenhang,in dem wir alle eingebettet sind, wieder als sinnhaft zu erleben. Sich geborgen zu fühlen im Leben an sich. Und ich halte es für sinnvoll, sich mit den nicht menschengemachten Orten zu verbinden. Deren Qualität kann völlig unterschiedlich sein und für jeweilige Zustände der inneren Unordnung dienlich oder nicht. Heilsam ist hineingehen und erkennen.

Aufmerksam werden für den Körper, seine Ganzheit, seine Pole, und sein völliges Natur sein. Vielleicht kann man dann auch den Kosmos, die Erde und ihre Orte schätzen lernen.

 

Trance

Trance

Viele Menschen mögen es, in Trancezustände zu tauchen. Sei es durch Alkohol, Drogen, Musik und andere, kollektive Erfahrungen. Diese werden , wie wahrscheinlich zu allen Zeiten, gelenkt mit den Mitteln, die früher Priester und andere Wissende zur Verfügung hatten. So werden Massen gelenkt.
Die Frage ist doch immer, warum und mit welcher Intention gehe ich in eine Trance? Wie tief geht diese überhaupt, will ich eigentlich nur eingelullt werden? Wer lenkt mich wohin? „Trance“ weiterlesen

The Stone Age Experience

The stone age experience

Nach mehr oder weniger zwei Wochen im gut organisierten und  miteinander gelebten Steinzeitsein sehe ich die Normalwelt etwas anders. Was ist hier normal? Es ist Entfremdung, die uns normalerweise vertraut ist. Entfremdung von der Nahrung, der Erde, dem eigenen Körper. Das alles hängt zusammen, und ehrlich gesagt, nimmt uns dieses Normal etwas. Es nimmt Intensität und direktes Erleben, das was das Leben spannend macht. Auf andere Weise wird dies künstlich wieder zugesetzt, in Form von Freizeitvergnügen, Produkten und Waren. Diese endlose Prozession von künstlichen Waren, hinter denen sich das verbirgt, was wir eigentlich brauchen fürs gute Überleben: sie ist ermüdend. Sie ist auslaugend im wahrsten Sinne des Wortes.

Denn die Vertrautheit mit der eigentlichen Welt wird verlernt. Die Sinne stumpfen ab, durch immer bunter lauter und mehr, Die echte Welt: manchmal möchte man sie im Urlaub erleben, in Gegenden, wo noch alles ohne die Künstlichkeit ist- zumindest hinter dem Hotel…auf die ist man aber gar nicht vorbereitet. Ich vermeide hier den Begriff Natur, er wird längst für nachgemachtes innerhalb der Kultur missbraucht. Nun, jedenfalls taucht der Besucher selten wirklich in die echte Welt ein. Denn dafür braucht man Zeit.
Es gibt auch mächtige Bestrebungen, die Künstlichkeit auszuweiten und die letzten Oasen der Natürlichen zu übernehmen. Es ist noch immer nicht angekommen, dass unsere Kultur mit ihrer Warenwelt der Untergang der Menschheit wäre.
Es gibt aber auch eine kleine feine Bewegung, in der das Selbermachen wieder Wert hat. Und auch einen Sinn macht, wenn das Erlernte zu gebrauchen ist. Der Mensch kann sich weit von seinem Wesen entfernen, bis ihn das krank macht. Doch er kann auch wieder zurück finden.
Kinder finden das ganz leicht. Gebt ihnen Zeit, Steinzeit. Es erspart auch vielerlei esoterische kostenintensive Sinnsuche.
Kayute 2018

Buch: Kalenderwurm und Perlenpost

Heute möchte ich ein Buch vorstellen, dass wieder einmal gebraucht zu mir kam. Auch ältere Bücher waren Moden unterworfen, doch ist der Blick abseits des aktuellen main stream immer wieder mal sehr erhellend! Es  macht klar, wie viele Deutungsmöglichkeiten sich aus einfachen Wahrheiten und Sozialverhalten entwickelt haben.
Dieses Buch vonWolfgang Wickler und Uta Seibt heisst

KALENDERWURM UND PERLENPOST
Biologen entschlüsseln ungeschriebene Botschaften
Spektrum akademischer Verlag 1997

Aus der ethnologischen und archäologischen Forschung werden Beispiele vorgestellt, wie Völker jeweils Darstellungen auf Kleidung, Töpferei und Bauten aus ihrer realen Umgebung ableiteten. Dies ist ausgesprochen spannend, denn die Phantasie von Archäologen wird dadurch erweitert und wir verstehen so viel mehr über Ursprünge von Glaubensinhalten! Wie aus einem Wurm eine Schlange wurde. Und dabei einfach die Ernährung und Festtage der Einheimischen übersehen wurden. Das kommt heute nicht mehr vor, die Fachbereiche arbeiten viel mehr zusammen.. Leider werden ausserhalb der Wissenschaft alte Ansichten oft ungeprüft weitergetragen.

Überprüfung unterschiedlicher Quellen ist immer ein Muss!
Auch zwei Vorträge über religiöse Kunst haben mir vorgeführt, wie zeitgebunden Ansichten waren. Doch vor allem haben sie mir Bildmaterial von ungeheurer Schönheit vorgeführt. Gucken wir mal, was dran ist…
KayUte Kühn 2018

 

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