Der magische Ort 2

Lara
Eigentlich ist das doch super! Lara steht unter der Dusche in der Pension, das Wasser ist nicht heiß.  Aber egal. Sie ist erledigt, aber viel zu aufgeregt, um sich auszuruhen. Es war so eine Überwindung, allein loszufahren, und nun hat sie zum Glück gleich jemanden gefunden, mit dem sie nicht allein ist. Das sieht doch einfach doof aus, denkt sie, allein rum sitzen oder essen gehen. Auch wenn dieser Typ ihr Papa sein könnte, oder gerade deswegen. Nun, jedenfalls hatte sie solche Befürchtungen und Berechnungen angestellt.
Aber gleich zu einer Party, draußen, und was bitte, soll sie dazu anziehen? Es scheint, in ihrem riesigen Rucksack befindet sich nicht ein einziges Teil, dass sie anziehen könnte. Sie holt sie alle raus. Trekking, das geht ja wohl gar nicht.

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sacred not scared

Was ist der Unterschied zwischen heilig und heilsam? Das erste Wort ist im allgemeinen Sprachgebrauch mit Religion verbunden und nicht mehr so richtig modern. Ausser bei uns Spirituellen, Esoterikern und Verschwörern, denen ihre Ideologien heilig sind. Oder Normalos wie mir, denen ihre morgentliche Tasse Kaffee heilig ist, und so weiter. Da sieht man schon, das Heilige ist profan, wie Mircea Eliade es noch nicht erlebt hat. Er war der Klassiker, der uns erklärt hat, wie sich die Idee von Heiligtum entwickelt hat. Es ist lange her, dass ich es gelesen habe. Ein Kreis, und eine Vertikale in der Mitte, so wie ein Zelt, ein Baum, ..Ganz einfach, die Grundlagen.

Heilsam wird mit Krankheit und Gesundheit in Verbindung gebracht, bei uns heutzutage. Alle möglichen Tätigkeiten, Zustände, Mittel und Musiken werden unter dem label angeboten.  Heilung ist nötig, weil ja so vieles krank ist. Das Heilige selbst, die Urform und der Urzustand werden kaum erlebt, stattdessen in Büchern erklärt, in Flaschen abgefüllt – mit hübschen Bildern drauf,- und damit eigentlich eine Form der Angst bedient. Diese ist an sich das, was zwischen der Heilung und demjenigen steht, der sie sucht. Wir wollen Heilung konsumieren. Das allein wird wohl keinen Heil-Samen säen. Das englische Wort scared für angstvoll, furchtsam ist dem sacred-heilig sehr ähnlich. Scared erinnert mich aber auch an Scar. Das bedeutet Narbe. Und ja, wer schon Narben von früheren Verletzungen davongetragen hat, ist oft furchtvoll, ähnliches wieder zu erleben. Wir alle natürlich. Und damit sind wir in einer Resonanz mit dem Befürchteten.

Einen heiligen Ort aufsuchen ist eine der ältesten Formen von Heilung. Ob man dort singt, in Gemeinschaft ist oder Wasser aus einer Quelle trinkt – woraus später alle möglichen Glauben und sogenannte Aberglauben wurden ( Den Unterschied muss ich auch noch mal beleuchten, gibt es ihn?),- das Wesentliche daran ist die Resonanz mit dem Ort, seiner innewohnenden Natur, den großen Zusammenhang,in dem wir alle eingebettet sind, wieder als sinnhaft zu erleben. Sich geborgen zu fühlen im Leben an sich. Und ich halte es für sinnvoll, sich mit den nicht menschengemachten Orten zu verbinden. Deren Qualität kann völlig unterschiedlich sein und für jeweilige Zustände der inneren Unordnung dienlich oder nicht. Heilsam ist hineingehen und erkennen.

Aufmerksam werden für den Körper, seine Ganzheit, seine Pole, und sein völliges Natur sein. Vielleicht kann man dann auch den Kosmos, die Erde und ihre Orte schätzen lernen.

 

Trance

Trance

Viele Menschen mögen es, in Trancezustände zu tauchen. Sei es durch Alkohol, Drogen, Musik und andere, kollektive Erfahrungen. Diese werden , wie wahrscheinlich zu allen Zeiten, gelenkt mit den Mitteln, die früher Priester und andere Wissende zur Verfügung hatten. So werden Massen gelenkt.
Die Frage ist doch immer, warum und mit welcher Intention gehe ich in eine Trance? Wie tief geht diese überhaupt, will ich eigentlich nur eingelullt werden? Wer lenkt mich wohin? „Trance“ weiterlesen

The Stone Age Experience

The stone age experience

Nach mehr oder weniger zwei Wochen im gut organisierten und  miteinander gelebten Steinzeitsein sehe ich die Normalwelt etwas anders. Was ist hier normal? Es ist Entfremdung, die uns normalerweise vertraut ist. Entfremdung von der Nahrung, der Erde, dem eigenen Körper. Das alles hängt zusammen, und ehrlich gesagt, nimmt uns dieses Normal etwas. Es nimmt Intensität und direktes Erleben, das was das Leben spannend macht. Auf andere Weise wird dies künstlich wieder zugesetzt, in Form von Freizeitvergnügen, Produkten und Waren. Diese endlose Prozession von künstlichen Waren, hinter denen sich das verbirgt, was wir eigentlich brauchen fürs gute Überleben: sie ist ermüdend. Sie ist auslaugend im wahrsten Sinne des Wortes.

Denn die Vertrautheit mit der eigentlichen Welt wird verlernt. Die Sinne stumpfen ab, durch immer bunter lauter und mehr, Die echte Welt: manchmal möchte man sie im Urlaub erleben, in Gegenden, wo noch alles ohne die Künstlichkeit ist- zumindest hinter dem Hotel…auf die ist man aber gar nicht vorbereitet. Ich vermeide hier den Begriff Natur, er wird längst für nachgemachtes innerhalb der Kultur missbraucht. Nun, jedenfalls taucht der Besucher selten wirklich in die echte Welt ein. Denn dafür braucht man Zeit.
Es gibt auch mächtige Bestrebungen, die Künstlichkeit auszuweiten und die letzten Oasen der Natürlichen zu übernehmen. Es ist noch immer nicht angekommen, dass unsere Kultur mit ihrer Warenwelt der Untergang der Menschheit wäre.
Es gibt aber auch eine kleine feine Bewegung, in der das Selbermachen wieder Wert hat. Und auch einen Sinn macht, wenn das Erlernte zu gebrauchen ist. Der Mensch kann sich weit von seinem Wesen entfernen, bis ihn das krank macht. Doch er kann auch wieder zurück finden.
Kinder finden das ganz leicht. Gebt ihnen Zeit, Steinzeit. Es erspart auch vielerlei esoterische kostenintensive Sinnsuche.
Kayute 2018

Buch: Kalenderwurm und Perlenpost

Heute möchte ich ein Buch vorstellen, dass wieder einmal gebraucht zu mir kam. Auch ältere Bücher waren Moden unterworfen, doch ist der Blick abseits des aktuellen main stream immer wieder mal sehr erhellend! Es  macht klar, wie viele Deutungsmöglichkeiten sich aus einfachen Wahrheiten und Sozialverhalten entwickelt haben.
Dieses Buch vonWolfgang Wickler und Uta Seibt heisst

KALENDERWURM UND PERLENPOST
Biologen entschlüsseln ungeschriebene Botschaften
Spektrum akademischer Verlag 1997

Aus der ethnologischen und archäologischen Forschung werden Beispiele vorgestellt, wie Völker jeweils Darstellungen auf Kleidung, Töpferei und Bauten aus ihrer realen Umgebung ableiteten. Dies ist ausgesprochen spannend, denn die Phantasie von Archäologen wird dadurch erweitert und wir verstehen so viel mehr über Ursprünge von Glaubensinhalten! Wie aus einem Wurm eine Schlange wurde. Und dabei einfach die Ernährung und Festtage der Einheimischen übersehen wurden. Das kommt heute nicht mehr vor, die Fachbereiche arbeiten viel mehr zusammen.. Leider werden ausserhalb der Wissenschaft alte Ansichten oft ungeprüft weitergetragen.

Überprüfung unterschiedlicher Quellen ist immer ein Muss!
Auch zwei Vorträge über religiöse Kunst haben mir vorgeführt, wie zeitgebunden Ansichten waren. Doch vor allem haben sie mir Bildmaterial von ungeheurer Schönheit vorgeführt. Gucken wir mal, was dran ist…
KayUte Kühn 2018

 

On line

_MG_0041I think I call it „atlantic ocean“. These  birds live along the coast, they live with the sea, the wind, the wide open space. I think that is something essential for me as well. This ocean and the sky and the birds is, what connects me to the continents, because one place is not enaugh to know.

Vom Nabel der Welt

Ja, so nenne ich das Werk, welches weder ein Medizinrad noch ein Mandala ist, aber doch der elementare Kreis, aus dem diese hervorgehen, eine jede Kultur hat da ihre eigenen Ideen zu erschaffen, die sich aber doch grundsätzlich auf der gleichen Basis befinden. Das ist nämlich das älteste Symbol der Weltkulturen.

Nachlesen kann man das bei Mircea Eliade.

Bei mir hier hat die kleine Abweichung der Linie zu einer Illusion von Bewegung geführt, alles reiner Zufall, mir fallen immer Ideen zu. Und tatsächlich, dieser Kreis ist ein Rad, und das Rad ist in Bewegung, wie wir ja alle schon seit Urzeiten am Himmel beobachten können. Genial, unser Universum, ich liebe es!

Der Nabel der Welt ist ein Begriff, den manche der alten indigenen Völker für Orte verwenden, die ihnen besonders heilig sind, die eine bestimmte Energie ausstrahlen, und schlicht die Orte sind, an denen sie und ihr Stamm seit sehr lange leben, aus diesen Gründen. Einer davon ist der Lago Atitlan in Guatemala, und für die Maya der  dortigen Urbevölkerung ein wichtiger Ort.

Nun habe ich zufällig am Abend, nach der Idee dieses Bildes,  getrommelt und fand mich in einer schamanischen Reise wieder, in einem kleinen Kanu, auf einem See. Ich habe einen Teich mit einem Kanu gesehen, gestern. Gut. Aber in meiner Vision war es der Lago Atitlan, wo ich noch nie war, und ich paddelte gemütlich auf dem ruhigen See an ein Ufer. Was ich dort erfahren habe, erzähle ich euch nicht.

Falls ich mal die Chance bekommen sollte, dorthin zu kommen, werde ich diese ergreifen! Und der Weg ist wohl sicher nicht, fünf Jahre zu sparen, um dann drei Wochen Urlaub zu machen. Ich werde mal eine innere Absicht setzen, einen guten Weg zu finden. Aber der Nabel der Welt- der ist da, wo ich bin, immer in der Mitte. Die vier Richtungen sind auch immer da.

 

 

Base Camp

Gestern las ich in einem blog von Atelier Ananda den schönen Ausdruck vom base camp des Bewusstseins. Das hat mir gefallen, auch ihre freie Art der Energiearbeit, die sie beschreibt. Ich weiss nicht, ob das Wort von spirituellen Lehrern gebraucht wird. Es kommt von den Bergsteigern. Im Himalaya braucht man aufwendige base camps, Basislager, um die mittlerweile Massen von Leuten zu versorgen, die in die Höhe steigen. Die bezahlen viel Geld dafür. Der Sinn des Ganzen erschliesst sich mir nicht.
Und je nach geschaffter Höhe müssen natürlich weiter oben auch wieder neue Lager eingerichtet werden. Ein base camp ist also nichts statisches, Ein camp, wie der Name sagt, ist etwas vorrübergehend eingerichtetes.
In solchem Fall in einer lebensgefährlichen oder unbekannten Umgebung, was ja offenbar den Wunsch erzeugt, diese zu bezwingen.

Auf Bewusstsein bezogen, – mir ist sofort klar, man braucht ein base camp. Man bewegt sich in unbekannte Gebiete, wenn man das Bewusstsein erforschen will.
Für mich ist die Antwort sofort da, dieses base camp muss für mich in der Natur und der Körper sein, es meint eine Verankerung, die versorgend und nährend ist.
Ich glaube, diese Antwort hat der Schamane immer gewusst.
Wie sein Haus muss man auch dieses camp schön ordentlich versorgen und sauber halten, und das Feuer am brennen halten. Wenn man eine unübersichtliche Zahl von Gästen einlädt, kann diese Ordnung ins Wanken geraten.

Nun, ich bin froh, dass ich ein einfaches ruhiges base camp entdeckt habe. Ich war schon auf dem Gipfel, wo die Luft so dünn wird, dass sich alles beginnt aufzulösen. Manchmal fliege ich und kann auf das base camp runterschauen aus großer Höhe. Ich sehe den Feuerplatz, und über mir die wärmende nährende Sonne.
Wer wir sind zwischen Himmel und Erde, Forschende, Nomaden, Wanderer, Camps Einrichtende.

Riesewohld

Ich war gestern im Wald, der heißt Riesewohld. Deshalb habe ich erstmal die Riesen begrüßt.
Schon bald lenkten sich meine Schritte in einen Seitenweg, wo ich verstreute Taubenfedern entdeckte, kleine flauschige und große grauweisse Federn.Ganz sicher hat hier ein Raubtier Beute gemacht. Ich betrachte solch einen Fund immer als ein Geschenk und bedanke mich. Es kann auch so gesagt werden, dass ich einen Instinkt dafür habe, eine gute Beobachtungsgabe, es ist meiner Meinung nach aber ein Aussenden von Absicht, eine Kommunikation. „Riesewohld“ weiterlesen

scrolls – 8 IX – April

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Pergament ist  viel zu schön, um nur Butterbrote darin einzuwickeln. Natürlich ist es kein echtes pergament, aber das Durchscheinende illustriert für mich die Hintergründe von Wirklichkeit ganz gut. Die frühe Morgensonne, die Rose. Sagt für mich alles, und ein bisschen geheimnisvoll muss es ja sein,

Der Text sagt: Side one or two who knows. One or the other makes the heir hier.

Mir fiel auf, dass das englische Wort heir – Erbe- mit dem deutschen Wort hier verwandt sein muss, abgesehen von gleicher Entstehung auch sehr alt sein muss. Wenn Hier mein Erbe bedeute, also ich das ( Land) erbe, wo ich bin…? Aber hier bedeutet uns immer, wo wir sind, ganz egal ob unser eigenes Land, wir sind hier, wo der Körper ist. Wir erben alles hier. Wir. Jeder. Es ist in unseren Körpern.

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