Buch: confessions of a Hope fiend

Was kann das nur bedeuten…der Übersetzer sagt: Hoffnungs Unhold. Ach ja, wirklich, ein Unhold. Das war er wohl für die damalige Gesellschaft: Timothy Leary. Eine Hoffnung aber auch für andere. Soweit ich weiss, war er der Vorreiter einer Alternativkultur, die mit der Hilfe von Drogen wie LSD andere Seiten der Wirklichkeit erkannte. Die sogenannte Wirklichkeit ist ja immer eine Art Übereinkunft. Wie sehr sich diese überhaupt gewandelt hat, seit 1973, als „confessions of a hope fiend“ erschien, wie sehr diese Erforscher der Welten, von denen Viele andere Länder bereisten, Fortbildungen und Erfahrungen bei Urwaldschamanen oder in buddhistischen Klöstern erhielten und unsere Bewusstseinswelt erweiterten, indem sie Kunst und Bücher schufen, Filme und Sichtweisen, unsere Bewusstseinswelt tatsächlich beeinflussten- ist das nicht klar? Auch die Wissenschaft interessiert sich ja mittlerweile dafür, Gehirnforschung usw. und natürlich wird alles genutzt- wenn nicht zur Erweiterung, dann zur Beeinflussung und Programmierung unserer Gehirne.

Ich lese es auf englisch, wie er aus dem Knast entweicht, wohin die amerikanische Gesellschaft damals unweigerlich Leute wie ihn aus der Gesellschaft entfernen wollte.  Bücher schreiben durfte er dort nicht. Er schrieb heimlich, wie so viele.

Eine Erinnerung, dass es Mut braucht und vor allem den Willen, sein Gehirn selber zu programmieren. Wir tun es ja täglich, ganz ohne Absicht.

Lassen wir uns nicht verrückt machen von anderen! Wenn Leary durch seine Drogen unfähig geworden wäre, hätte er das nicht geschafft. Er hat Meditation und Techniken genutzt. Er war Schriftsteller , hat alles hinterfragt und in Sprache gebracht.

Drogen sind nicht alle gleich, sind gefährlich in den falschen Händen, vor allem wenn man schon verwirrt ist. Das lässt sich vorher nicht absehen, ich kenne viele Geschichten von Psychosen und Psychiatrie. Drogen werden heute zum Tanzen einfach so genommen, um sich ins Unbewusste zu katapultieren, in eine Trance, durch die man im schlimmsten Fall ohne Landkarte taumelt. Diese Welten wollen gelernt werden.

Ich bin gespannt, heute abend um 20.15 gibt es auf arte tv einen Spielfilm zu sehen, der dies zum Thema hat:

„Magical mystery oder die Rückkehr des Karl Schmidt.“

Erwähnt werden muss: der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Sven Regener, 2013

c0) 15.07.2020 Ky

 

 

Binsenweisheit

Das Wort war auf einmal da. Was ist denn eine Binsenweisheit und warum heisst das so? Natürlich, ich habe jetzt nachgeschaut. Aber erst mal dachte ich an Binsenkörbchen, also etwas was man schon seit der Zeit in der Wiege weiss oder so ähnlich. Und das kommt der ersten Erklärung nahe, ein Sprichwort aus der Römerzeit. Ja, vieles kommt mir heutzutage vor wie eine Binsenweisheit. Liegt es an meinem Alter? Es langweilt mich so vieles. Oder liegt es daran, dass so vieles ohne Tiefe weitergeteilt werden kann, ohne Mühen, es selbst erzählen zu müssen und dabei zu verinnerlichen.

Ich zitiere jetzt aus http://www.wissen.de: „Binsenweisheit“ weiterlesen

Trullablog

Was ist denn eine Trulla? Als wir Kinder waren, wussten wir das: eine komische Trulla eben. Ob das Wort von Troll abgeleitet ist?  Na ja, vielleicht bin ich nun eine Trulla. Alt und verschroben. Ich frage mich öfter im Leben, wer ich bin, woraus ich meine Identität ableite, und ich sehe, dass ich sie auch immer mit wandelnden Beziehungen zu anderen verknüpfe. Ich bin erstaunt, wenn andere das nicht tun, wenn für die alles immer so klar ist wie Klosterbrühe.  Ein schönes Sprichwort übrigens, welches  ich dem automatischen Wortvervollständiger verdanke. Diese Klarheit hat eine ungeheure Härte. Härte trifft mich. Ich habe sie auch, aus Angst heraus etwas aufgeben zu müssen, etwas von meiner eigenen Identität. Aber nie war ich lebenslang mit nur einer Gegend, den gleichen Menschen verwoben. Ich bin eine Wandlerin, eine Wandererin. Ich bin eine Lernende.

Man wird über Rollen definiert. Was man kann. Wozu ich gehöre. Und wenn das etwas ist, was nur wenige kennen, dann ist es schon einsam. Oder gehöre ich gar nicht? Wie schade, ich will nicht allein sein, ich will nicht gehören, gehorchen, ich will.

 

Gedanken zur Zeit

Einige tracks meiner Lebensspur laufen parallel und treffen sich immer wieder in Kreuzungspunkten. So habe ich gerade mit einer Übungsreihe Kriya-Yoga begonnen, das kannte ich so noch nicht und habe mich spontan entschlossen, wegen der Wirbelsäule und um mich zu beruhigen, etwas zu tun, dass ein Ziel hat. Die erste Übung ist eine Art von rebirthing. Das macht man 40 Tage. Und so werde ich jeden Tag neu geboren. Das ist irgendwie toll. Es gibt jeden Tag Gelegenheit, das Ziel für dieses Leben zu wählen.

Ja, und dann fielen mir durch eine Wohnungsauflösung Kisten mit Büchern in die Hände. „Gedanken zur Zeit“ weiterlesen

Buch: Der erste Mensch

20200404_123326Buch: Der erste Mensch

von Xavier-Marie Bonnot

Kriminalroman., Unionsverlag, 2020

Das Buch gibt Rätsel auf.

Wer ein Buch über Archäologie erwartet, könnte enttäuscht sein. Wer einen Krimi erwartet, könnte enttäuscht sein. In erster Linie ist es für mich ein Roman, der in die Kategorie anspruchsvollere Kriminalliteratur gehört. Es geht in der Geschichte überwiegend um die Psyche des Menschen, und es werden uns nicht die Beschreibungen der Psychiatrien von heute und von früher erspart. Dem Kommissar, welcher der Baron genannt wird (er steht kurz vor der Rente) liegt das Thema, was den Menschen zum sogenannten Verrückten macht, auch zum Gefährlichen, persönlich am Herzen. Wir wissen noch nicht genau, warum. Er hat mit diesem speziellen Fall jedoch schon lange zu tun.

Der Bogen spannt sich weit bis in die Urgeschichte, die Ursprünge des Menschseins, und wieweit wir diesen Urmensch noch in uns tragen. Dies wird mit Hinweisen auf Archäologiegeschichte  untermalt.

Tatsächlich erscheint die Story anfangs verworren, analog zu der inneren Verfassung des gestörten Menschen, der hier die Hauptperson ist, der Täter mitsamt seinem Umfeld und seiner Lebensgeschichte. Die Sicht klärt sich mit den Entdeckungen, ich verzichte hier auf eine Beschreibung.

Soweit ich das beurteilen kann, sind die archäologischen Verweise korrekt wiedergegeben. Ich finde ein Zitat von Michel Foucault , welches im Buch genannt wird, sehr aufschlussreich und die aufgeworfenen Fragen über einen Kriminalroman hinausreichend:

„Der Weg vom Menschen zum wahren Menschen führt über den verrückten Menschen“

Es ist ein französisches Buch. Auch das spielt immer eine Rolle. Wir finden immer wieder wunderbare Landschaftszuordnungen und Informationen.

Eine wirkliche Auseinandersetzung mit dem Schamanismus allerdings sehe ich weniger, es handelt sich mehr um die Ansicht schamanischer Inhalte durch die Augen eines Schizophrenen, der durchaus dadurch Hilfe fand, die ihm dann aber genommen wurde.

Schon immer hat die Forscher diese mögliche Verbindung fasziniert, der Urmensch in uns, wurden doch zu Beginn der westlichen Forschung alle Schamanen als psychisch Kranke oder Epileptiker betrachtet. Allein das ist schon eine ungeheure Ethnozentrik gewesen, die sich hartnäckig gehalten hat in der Sicht von Wissenschaftlern. Nun gut, der Autor bedient sich einiger Klischees, nicht zuletzt dessen des selbst gestörten Psychiaters…

Auch das natürlich ein Klassiker. Doch Experimente, die tatsächlich mit Kranken gemacht wurden, erscheinen uns heute selbst reichlich gestört.

Da mich diese Themen selbst ausführlich interessieren, ich mich über Jahrzehnte eingelesen habe, sowohl über psychische Krankheiten als auch über Schamanismus, erscheint mir der Roman ausserordentlich interessant, wenn ich auch zwischendurch es so gruselig fand, dass ich ihn weglegte. Es ist keine einfache Lektüre, die Menschheitsfragen werden berührt, unter der Oberfläche.Und darum möchte ich es unbedingt weiterempfehlen.

Es bietet sich an, selbst ein wenig weiterzuforschen über unsere ersten Vorfahren, über Handabdrücke in Höhlen und vieles mehr!

Der magische Ort 3

Drei Wochen später. Herr und Frau Mayer sitzen in ihrem kleinen Hotelzimmer und blicken auf das Meer. Vor dem Eingang des Hotels steht ein Polizist. Er versteht kein deutsch. Es ist untersagt, an den Strand zu gehen, nur zum Einkauf von Lebensmitteln darf man nach draußen. Die Flüge für neue Touristen wurden abgesagt.

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Der magische Ort 2

Lara
Eigentlich ist das doch super! Lara steht unter der Dusche in der Pension, das Wasser ist nicht heiß.  Aber egal. Sie ist erledigt, aber viel zu aufgeregt, um sich auszuruhen. Es war so eine Überwindung, allein loszufahren, und nun hat sie zum Glück gleich jemanden gefunden, mit dem sie nicht allein ist. Das sieht doch einfach doof aus, denkt sie, allein rum sitzen oder essen gehen. Auch wenn dieser Typ ihr Papa sein könnte, oder gerade deswegen. Nun, jedenfalls hatte sie solche Befürchtungen und Berechnungen angestellt.
Aber gleich zu einer Party, draußen, und was bitte, soll sie dazu anziehen? Es scheint, in ihrem riesigen Rucksack befindet sich nicht ein einziges Teil, dass sie anziehen könnte. Sie holt sie alle raus. Trekking, das geht ja wohl gar nicht.

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Buch: Die wandernde Erde, von Cixin Liu

Buch: Die wandernde Erde, Cixin Liu, Heyne2019

Selten lese ich ein neu herausgekommenes Buch, dazu noch einen Bestseller. Doch als ich diesmal einen Buchladen betrat, wurde mir das Ausmass des Kommerzes, einer Buchindustrie  erst bewusst. Ich schritt durch die Abteilungen: Liebeswerke, Deichkrimis, fantasy, science fiction. Dort blieb ich stehen.

Ich wurde neugierig.

Die Titel der laut aufgemachten Taschenbuchreihe von Cixin Liu erinnerten mich an etwas. Die drei Sonnen, die wandernde Erde…mir kamen Szenarien in den Sinn, die ich zu anderer Zeit in den sog. channelings von Medien gelesen hatte. Medien, also die Art von Menschen, die Botschaften empfangen, in diesem Falle Botschaften Ausserirdischer. Eines dieser Bücher nannte sich „Der Photonenring“, von Virginia Essene und Sheldon Nidle in Gesprächen mit Sirianern niedergeschrieben. ( ch-falk-Verlag, Im Original „You are becoming a galactic human, 1994, Amerika, auf jeden Fall das ältere der beiden Bücher, auch wenn „Die wandernde Erde“ bereits in China 2008 erschien, 10 Jahre früher als bei uns!)

Und aus diesem Grunde erstand ich den dicken Erzählband von Cixin Liu mit dem Titel: Die wandernde Erde. Ich denke, dass die meisten Bestseller nicht zu solchen werden, weil sie erhabene Literutur zu bieten haben. Sie werden an die Spitze gepuscht, weil sie gesellschaftlich relevante Themenkomplexe aufwerfen, und diese im Sinne wichtiger Leute beantworten.

Das tun sie natürlich auf subtile Weise. Cixin Liu ist tatsächlich ein Meister darin. Die überwiegend gewaltigen zukünftigen Weltgesellschaftsprobleme, die bei ihm beschrieben werden, kann ich kaum lesen, ohne die Geschichte Chinas und die Strukturen, die Traumata, Ideale und Ziele jenes Volkes ebenfalls im Hinterkopf zu haben. Ich sehe, allerdings, so gut wie alle aktuellen science fiction Romane des Verlages, die beworben werden, befassen sich mit dem Ende der Welt. Immer sind die Bedrohungen übermächtig, der Einzelne geht unter.

Das scheint in der aktuellen Gegenwart oft vorzukommen.

Es sei denn, Einzelne werden zu Helden des Volkes stilisiert, aus einfachen unbedeutenden Einzelnen kann jemand werden, der alle rettet oder zumindest das Ganze voranbringt. Soweit ist uns die Ideologie und die Propaganda bekannt. (Jedes Konzept, nicht nur sog. Kommunismus) Das ist der Aufhänger, um den Leser, Kunden, Jedermann/frau mitzunehmen. Jeder träumt von Bedeutung.

Beim Lesen dieser groß angelegten Geschichten von Cixin Liu beschleicht mich als Leserin dennoch ebenso wie jenen Protagonisten nicht selten der Zweifel, ob der Sinn und der Weg der Richtige sei. Als Zuschauer einer möglichen Weltenzukunft dürfen wir die Antwort miterleben.

Es ist also doch ein Effekt zu erwarten, wenn wir uns Vorstellungen hingeben, wie die Erde aus dem Sonnensystem bewegt werden soll, weil die Sonne zu explodieren droht,wenn Ausserirdische landen, die behaupten, uns einst erschaffen zu haben ( herrlich, wie eine Fabel: Um Götter muss man sich kümmern), wenn gigantische Flutwellen und Meteoriteneinschläge zum Alltag gehören und vieles mehr.

Alle Szenarien sind technisch gekonnt  unterlegt, das gehört sich auch so in einer „Wissenschaftsfiktion“.

Nun, es reizt mich nun doch, „Die drei Sonnen“, das wohl bekannteste Buch dieses Autors auch noch in den Händen zu halten. Denn, der Titel erinnert mich seltsam an eine andere Prophezeiung, waren das nun die Sirianer oder andere, deren Visionen uns durch Einzelne vermittelt wurde, welche aus dem Verständnis ihrer Gesellschaft, in den 70igern, 80zigern und noch immer, völlig herausfallen.

Eines ist klar: Niemals würde ich selbst in einer solchen baumlosen von Technik völlig unterworfenen Welt leben wollen. Und doch sind wir auf dem Wege dahin. Ich werde es vermutlich nicht erleben. Weil ich alt bin, nicht weil ich glaube, dass alles gut wird.

Einzelne Helden werden es wohl nicht schaffen, die mächtigen Interessen aufzuhalten. Sie dienen nur dem Gewissen, in der Illusion es werde etwas getan, Das sehe ich ebenso radikal wie mancher science fiction Autor, dessen Fiktion längst Wirklichkeit ist, und zu seiner Zeit schon war. Wir lasen sie in der Schule, George Orwells „1984“und „Schöne neue Welt“!

Gewiss sind geköpfte Störche und Raubvögel, die unter den Windmühlen der angeblichen Energiewende liegen, und heimlich entsorgt werden, das geringere Problem. Zwischen den Zeilen liegt so oft die Wahrheit. Jeder muss sie suchen.

co) Kayute

Trance

Trance

Viele Menschen mögen es, in Trancezustände zu tauchen. Sei es durch Alkohol, Drogen, Musik und andere, kollektive Erfahrungen. Diese werden , wie wahrscheinlich zu allen Zeiten, gelenkt mit den Mitteln, die früher Priester und andere Wissende zur Verfügung hatten. So werden Massen gelenkt.
Die Frage ist doch immer, warum und mit welcher Intention gehe ich in eine Trance? Wie tief geht diese überhaupt, will ich eigentlich nur eingelullt werden? Wer lenkt mich wohin? „Trance“ weiterlesen

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