Das Wort war auf einmal da. Was ist denn eine Binsenweisheit und warum heisst das so? Natürlich, ich habe jetzt nachgeschaut. Aber erst mal dachte ich an Binsenkörbchen, also etwas was man schon seit der Zeit in der Wiege weiss oder so ähnlich. Und das kommt der ersten Erklärung nahe, ein Sprichwort aus der Römerzeit. Ja, vieles kommt mir heutzutage vor wie eine Binsenweisheit. Liegt es an meinem Alter? Es langweilt mich so vieles. Oder liegt es daran, dass so vieles ohne Tiefe weitergeteilt werden kann, ohne Mühen, es selbst erzählen zu müssen und dabei zu verinnerlichen.
Ich zitiere jetzt aus http://www.wissen.de:
„WAHRIG HERKUNFTSWöRTERBUCH
Binsenweisheit
Für die Binsenweisheit, die „längst bekannte Wahrheit“, gibt es zwei Herleitungen. Die erste hat ihren Ursprung in römischer Zeit: Die lat. Wendung nodum in scirpo quaerere (wörtlich „den Knoten an der Binse suchen“) bedeutete „Schwierigkeiten dort suchen, wo es keine gibt“ und wurde bereits im 16. Jahrhundert in der wörtlichen deutschen Übersetzung oder als einen Knopf an der Binse suchen verwendet. Den Römern galt die allgegenwärtige Binse, die ohne Knoten emporwächst, aufgrund ihres glatten Stängels als „einfache Sache“ – ähnlich einer sattsam bekannten, nicht erwähnenswerten Wahrheit. Die zweite Herleitung der Binsenweisheit als „Geheimnis der Binsen“ legt die griechische Mythologie zugrunde: Apollon und Pan trugen einen Musikerwettstreit aus. Als König Midas seinen Favoriten nennen musste, wählte er Pan. Der gekränkte Apollon ließ Midas daraufhin Eselsohren wachsen, und der so Entstellte bat seinen Friseur, das Geheimnis nicht weiterzuerzählen. Der Friseur aber vertraute es einem Loch im Boden an, die Binsen hörten alles mit – und trugen es weiter.“ Zitat Ende


Hinterlasse einen Kommentar