Schweigen
Ich bin etwas stumm geworden, oder schreib-unlustig. Dafür war ich wieder unter Menschen unterwegs, alles was geht….Doch auch da ist es nicht mehr so, dass Empörung, Kritik, die Weltlage oder wichtiges angesprochen werden kann. Ganz im Gegenteil, es herrscht Schweigen über das, was vorher war. Man macht irgendwie weiter, es ist wieder geöffnet und keiner hat was davon mitbekommen, dass wir – also ein Teil der Bevölkerung- da vorher nicht mitmachen durften. Doch wir vergessen das nicht. Wir haben uns in dieser Zeit anderweitig orientiert, mit anderen Menschen, die diese Berührungsangst nicht mitgemacht haben. Und ich bin gekränkt, schweige, denke mir mein Teil.
Aber ja, so mancher ist zur Zeit krank, wir haben viele Touristen im Land, Besucher im Museum, das ist auch gut so. Die Events sind übervoll, alle sind ausgehungert nach Erleben. Auch ich, denn ich höre gern Musik und tanze. Da freue ich mich über Strassenfest und Konzerte.
Aber ich vergesse nicht, dass uns schon wieder eingetrichtert werden soll- „das Leben ist gefährlich. Man muss alles wieder beschränken….“ Ich kann dazu nur sagen: das Leben in reiner Sicherheit ist ein Knast, es ist nicht lebenswert. Es existiert nicht., Hierzulande scheint eine Zwangsneurose vorzuherrschen, solch eine Furcht wenn etwas nicht kontrollierbar ist. Aber wir alle müssen lernen, mehr im flow zu sein! Wir müssen! In Ländern mit mehr unbeherrbarer Natur fällt das leichter. manchmal auch, wenn es einen Glauben gibt…
Ich habe sehr viel Mitgefühl mit allen, die so große Angst haben, Panik, denn ich weiss wie sich das anfühlt. Derzeit mit meinem Vater, der kurz vor dem 90igsten Geburtstag im Krankenhaus liegt, und Angst vor dem Tod hat. Er glaubt an nichts als die Wissenschaft. Und wenn doch Religion nur den Sinn hätte, dass sie diese Angst nehmen kann, wäre das doch ein Sinn, denke ich. Natürlich nicht in der Form, dass sie wieder neue Kontrollsysteme und Ängste und Strafen hervorbringt…
Mein Vertrauen basiert nicht auf solchen Systemen.
Man kann sich ein Leben lang kontrollieren, beschäftigen, verdrängen, und auch das bringt eine gewisse Starrheit hervor, die irgendwann zum Hindernis selbst wird. Denn es macht den Körper krank, letztendlich.
Ich las wieder ein schönes Buch: Die Mondspielerin, von Nina George. Einfach ein Roman, über eine Frau mit 60 Jahren. Dank an die Schriftsteller-Innern.
Es erinnert daran, wie wir unsere Realität selbst mit erschaffen.
Ky 7/22
Buch: Magie für Neue Menschen
von Heike Antons & Andreas Hösl, tredition 2021
Ach, da ist es ja- Das Goldene Buch!- das Grundlagenwerk ethischer Magier. Der Inhalt ist anspruchsvoll und wertvoll, und ist doch als Einstieg wunderbar geeignet für alle, auch jene, denen das Thema neu ist. – vielmehr der Themenkreis: die Erde und alles darauf, darin, darunter- eben von tieferen Ebenen betrachtet.
Besonders da das Wort MAGIE mittlerweile eher von fantasy-Autoren benutzt wird, ist es höchste Zeit, uns die wahre Bedeutung wieder zu enthüllen. Und das in einem Sinne der Selbstentwicklung, indem wir für Alle etwas tun. Ein gut strukturiertes Sachbuch, die Autoren haben viel Erfahrung und bieten auch Seminare, Kraftortwanderungen und weitere Bücher zum geomantischen Verständnis. Gemeinsam bilden sie das Team AHHA https://www.wandermagie.de/
Das wahre Heim
Vor langer Zeit las ich einen buddhistischen Text mit diesem Titel, vielleicht war es von Thich Nat Han, doch ich weiss es nicht mehr genau. Ich las es immer wieder, weil es so wahr war.
Mit dem Begriff Heimat konnte ich nie etwas anfangen, weil ich meine Wurzeln nicht hatte. Ich beginne zu ahnen, dass diese Wurzeln tief in der bäuerlichen Lebensweise liegen, der meine Grosseltern noch angehörten. Es gibt Heimat, mit den Bäumen und Tieren verbunden zu sein, die Wolle der Schafe zu riechen und zu berühren. Es gibt Heimat, die Beeren zu pflücken. Und dann nicht irgendwelche Bäume. Es ist der den du kennst, den du jedes Jahr beobachtest, der dich nährt. Und daher suchte ich in Orten, wo sie so lebten, wo die alten Damen Feuerholz sammeln, wo die Hühner leben und dergleichen. Und immer war ich nur Gast. Es war eine Erinnerung!
Lange bin ich umhergezogen, und sammelte Traurigkeit an, wenn ich vertrautes wieder verlassen musste oder wollte. Sogar die Wörter sind verwandt! Das Trauen muss ich erst wieder lernen. Ich traute mich immerhin in die Ferne, doch den Wurzeln nicht. Da liegen all unsere Traumata aus der Familienlinie, aus den Ursprungsländern, denen wir auch zugehören, ob wir wollen oder nicht.
Das wahre Heim lag nach der buddhistischen Lehre so gar nicht auf der Erde, und da wollte ich eigentlich hin…zu diesem dahinter, beyond. Doch das Geheimnis ist, es ist immer da….wenn man hindurch findet durch die Wirren. Sich trauen ist schon ein guter Anfang.
Auf einmal ist es da, die Berührung und das was meine Grossmutter bedeutete. Werte, die in meiner Kindheit Wert verloren, wir waren modern und wussten alles besser. Und so verloren wir. So verloren ich war in der Welt.

Buch: Der Schwarze Schwan
von Nassim Nicolas Taleb, 2007 , deutsch dtv
Die Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse
Das Buch wurde 2007 geschrieben, und aus heutiger Sicht scheint es mir außerordentlich wichtig!
Es geht hier um unser aller Blindheit gegenüber Ereignissen, und wie sie entsteht. Der Autor hat weitreichende Erfahrung mit der Börse, mit Statistiken und den entsprechenden Verzerrungen unserer menschlichen Wahrnehmung. Skalierbarkeit, Bestätigungsfehler und all das ist nicht ganz leicht.
Es ist jedoch so großartig erklärt und lässt sich direkt auf das beziehen, was uns in den letzten 2 Jahren geschehen ist. Es stimmt nämlich, dass erst jetzt in einer Art von Entspannung das Denken wieder einsetzt. Bei manchen. Ich erkenne, wie diese Verdrehungen entstanden sind. Bzw. mit Absicht eingesetzt werden.
Ein Zitat möchte ich anführen, denn schon zu seiner Zeit hat sich der Autor von Nachrichten und Zeitungen ferngehalten, weil sie seine Urteilskraft bei der Arbeit an der Börse erheblich einschränkten!
“ Angesichts der Tatsache, dass ich größtenteils ohne Informationen gelebt habe, hatte ich oft das Gefühl, mich auf einem anderen Planeten zu befinden als meine Kollegen, und das kann manchmal extrem schmerzhaft sein. Es ist so, als wären sie von einem Virus befallen, der die Kontrolle über ihr Gehirn hat und verhindert, dass sie die Weiterentwicklung von Dingen sehen – den Schwarzen Schwan um die Ecke. „ (Zitat Nassim Nicolas Taleb)
roadmovie
Ich liebe roadmovies…
Ich habe mir mal gewünscht, mein ganzes Leben wäre ein roadmovie, und so war es auch. Begonnen hatte das mit den Ferien, so ab 1960, in denen mein Vater unsere Familie im Auto durch ganz Europa fuhr. Ich sah und schaute, vom Rücksitz aus, eingeklemmt zwischen zwei Geschwistern, ein Traum. Ich sah Venedig, Granada, Eselskarren, die grösste Düne, den Pariser Flohmarkt, …Ausgestiegen wurde zum Zwecke der Bildung, bei Schlössern, Stränden und Restaurants, in denen wir Schnecken probierten und Knoblauchsuppe.
„roadmovie“ weiterlesenVorträge von Andreas Krüger
Vortrag Scham Tage/Arbeit mit Paaren in Krisen und mit trennungsabsichten…
Heilung inneres Paares
Eröffnende fragen
1. was ich an unserer Liebe gewertschätzt habe
2. Was ich ganz schwierig und kontraproduktiv fand…
3. Sätze …einen positiven… einen negativ..
4. Wenn ich mich dann entgültig getrennt Habe
5. Wenn ich mich doch noch für unsere beziehungsarbeit entschieden habe
6.
Test… Besetzung… Gegebenenfalls entsetzungen
Cordcutting
Toa ESRA esa
7.
beziehungsaufstellung Orban
8.
Heilung des inneren Paares
Animus anima
Wertschätzung
Wollust
Würde
Wandlung ….
Geistige Helfer für diese aufstellung
9.Erotische krafttiere
Geistige Helfer für die Beziehung
10.Regelmäßige Zwiegespräche… paardiagloge
11.Wichtig… microcoachings in den paar und beziehungsraum
12.Kreisarbeit für Paare
13.Commitment plus Zeugen u Ritual
14. regelmäßiges Coaching des Paares mittels Gestalt oder körperpsychotherapie
15.Testung der individuekllen kurpläne
Wichtigste Videos
Über die Zwietracht….
Wenn Beziehungen drohen zu scheitern…
Was können wir tun…?
Über die Ordnungen der Liebe
Testen vorm trennen
Das vier Schritte Programm

Buch: Das Dorf der Mütter
Roman von Franka Villette, rororo 2005
In diesem kenntnisreichen Roman geht es um die Steinzeit. In einer ungeheuer spannenden Geschichte wird hier die Begegnung der alten Jäger-und Sammlerkultur mit der eingewanderten jungsteinzeitlichen Bauernkultur vor ca 7000 Jahren erzählt. Den Rahmen bildet eine Ausgrabung, bei der zwei junge Archäologen durch ein Zeitloch in die frühe Zeit zurückfallen , diese am eigenen Leibe erleben und so aus ihrer Rolle der Beobachtenden herausfallen, und nebenbei auch in ihrem eigenen Leben einiges umkrempeln.
„Buch: Das Dorf der Mütter“ weiterlesenSchamanische Werte
Als ich mich gestern in einer neuen Gruppe vorstellen sollte,- wer bin ich denn?- schrieb ich etwas von schamanischen Werten. Was ist das eigentlich?
Schamanische Werte beruhen auf der Basis, dass alles lebendig ist. Nicht nur im biologischen Sinne lebendig, sondern in einer Verbundenheit des Bewusstseins. Diese ist nicht mehr intakt in der Welt des heutigen Menschen. Wir müssen es gehen lassen und neue Wege öffnen. Geistig.
„Schamanische Werte“ weiterlesenDas Gesicht
Das Gesicht macht uns zum Menschen.
In Asien gibt es diesen Begriff: Das Gesicht verlieren.
Es bedeutet etwas mit Ehre, etwas was wir vermutlich schon lange verloren haben. Oder Würde. Etwas, was ich bei Norman Freeman im Film sehr viel glaubwürdiger finde als bei irgendeinem unserer Politiker.
Dass das Gesicht zeigen heute wieder Mut braucht, wer hätte das gedacht. In Japan, so war das mit der Tradition, gab es eine Pflicht zum Selbstmord, wenn man die Ehre, das Gesicht verloren hatte. In gewisser Weise ist es auch eine subtile Form des Selbstmordes, ohne Gesicht zu leben. Es war und ist heute noch in Japan ehrenvoll, sich umzubringen. das kann man sich in christlich geprägter Kultur vielleicht nicht vorstellen. Die Gesellschaft zählt alles. Doch es war nicht üblich, Fremden zu helfen. Es gibt da eine seltsame religiöse Idee, dass wir karmisch verbunden sind, und wenn ich jemandem aufhelfe, so ist der mir dann lebenslang verpflichtet. Oder über weitere Wiedergeburten hinaus, wer weiss. Und so tue ich ihm keinen Gefallen damit, und schaue höflich vorbei. Höflichkeit ist alles.
Es würde meinem Instinkt widerstreben, so zu handeln, auch wenn ich an Karma und Reinkarnation glaube. Darum bin ich wohl so verstrickt …Aber Katzen wenden sich auch ab, von einem kranken Tier. Aus Höflichkeit, denn wer schwach ist, hat eh schon verloren.
Katzen sind sehr höfliche Tiere.

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