Buch: Im Hexenhaus

von Alice Hoffmann,Roman,deutsch 1996 Goldmann

T.C.Boyle

T.C. Boyle

Vielleicht schrieb ich schon einmal über ihn? Ich bin lange ein Fan dieses Schriftstellers gewesen, er ist aus meiner Zeit sozusagen. Nun bekam ich das neue Buch: „Blue Skies“, der Titel wurde nicht ins Deutsche übersetzt. Und ich mochte dieses Buch überhaupt nicht leiden!

Im Grunde war es nichts Neues, ich erinnere ähnlich grandiose Beschreibungen von Katastrophen aus früheren seiner Bücher, in denen sie mich wirklich mitrissen. Dem Prozess einer Frau, die zur Alkoholikerin wird, mochte ich aus persönlichen Gründen nicht nahe kommen. Er mochte sie aber wohl auch selbst nicht wirklich. Ein bisschen boshaft und bösartig geht er ja mit ihnen um, seinen Figuren, die so realistisch sind.

Und das ist glaube ich der Punkt; früher schien so ein Szenario hyperrealistisch, und übertrieben.

Heute ist es real.

Die Realität dieser Amerikaner ist nicht die meine, aber was auf der Welt los ist, ist so viel schlimmer und unvorstellbar Gewesenes nimmt Gestalt an…ich finde, er hat sich da irgendwie drum herum gedrückt. Oder sind die Leute wirklich so ….Es gibt keine Lösung, richtig.

Vor dem Lesen sah ich noch die ausführliche Dokumentation auf arte über T.C.Boyle, wirklich interessant! Ist schon ein eigenwilliger Kauz.

Und er ist aber auch ein Star der Literatur, der sich nicht mehr anstrengen muss.

Spiegel-Bestseller, in letzter Zeit lese ich ständig solche, und wenn so viele Leute so Aufgeklärtes lesen, warum bleibt die Welt dann trotzdem so? Weil die meisten gar nicht lesen?

T.C. Boyle schreibt, um zu schreiben. Das glaube ich ihm, dass er das braucht,und daher ist es unerheblich, ob ich das Buch mag. Für Viele ist das Buch vermutlich wichtig, weil die die anderen seiner Wälzer nicht kennen, und hier vielleicht in angenehm aufbereiteter Form das äußerst Unangenehme unserer Realität – serviert bekommen.

Warum denke ich immer an Schlammlawinen, und Dummheit, ich werde manche Szenen nie vergessen, obwohl ich die Titel gar nicht mehr weiß.

Blaue Himmel übrigens…haben sie die in Kalifornien und Florida,….hier sehe ich die eher selten.

2023.

Buch: Die Sonnendiebe

von Cara St. Louis-Farrelly, Roman, 2012,Hesper-Verlag

Ich habe es noch nicht gelesen! Doch, ich schaue in den Himmel, seit einigen Jahren und ich glaube, dass wir dieses Buch nun 2022 mit anderen Augen lesen werden.

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Diese Himmelsfotos sind in den letzten Tagen bei Sonnenaufgang von meinem Fenster gemacht. Schön, dass man nun endlich darüber reden kann, wenn es Geo-engeneering genannt wird und sogar in Dokus bei öffentlichen Sendern ein Thema ist. Komisch, dass trotzdem so viele das ignorieren und lieber glauben wollen, dass sie in irgendwelchen guten alten Zeiten leben. Die es auch nicht gab. Es handelt sich um den Vorgang der Mystifizierung innerhalb einer Pseudo-Gemeinschaft, die eine gestörte Familie und ähnliches zusammenhalten soll. Das wurde erforscht von Gregory Bateson und anderen 1969, und sicherlich wird es in verschiedene Richtungen verwendet. Ich bin kein Verschwörungstheoretiker, nee. Das waren Wissenschaftler, die uns doch als Experten heilig sind.

Sicherer ist es, Romane zu schreiben, die meist, wenn sie gut sind, gut recherchiert sind. Dann wird auch dem Leser das Verrücktwerden erspart, zu dem das fortwährende Lügengebilde führt. Zum Bild paralleler Realitäten wird es auf jeden Fall.

Ky 22

Buch: Das Dorf der Mütter

Roman von Franka Villette, rororo 2005

In diesem kenntnisreichen Roman geht es um die Steinzeit. In einer ungeheuer spannenden Geschichte wird hier die Begegnung der alten Jäger-und Sammlerkultur mit der eingewanderten jungsteinzeitlichen Bauernkultur vor ca 7000 Jahren erzählt. Den Rahmen bildet eine Ausgrabung, bei der zwei junge Archäologen durch ein Zeitloch in die frühe Zeit zurückfallen , diese am eigenen Leibe erleben und so aus ihrer Rolle der Beobachtenden herausfallen, und nebenbei auch in ihrem eigenen Leben einiges umkrempeln.

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Buchdruck

Ich halte jetzt tatsächlich eine ausgedruckte Ausgabe von Marlans Story ( siehe meine Startseite) in den Händen. Ich schrieb es vor drei Jahren, es steht in wohl recht unleserlicher Form hier zur Verfügung, doch wie ich nun erkenne, ist es sehr aktuell,- es geht um das Überleben in einer nie dagewesenen Situation.

Nun kostet es, so eine Ausgabe von 102 Seiten einzeln zu produzieren, und wer möchte, kann sich diese als pdf von mir senden lassen. Sicher ist es dann besser, sie selber auszudrucken.

feuerlichtkristall@gmx.de

Der Sinn, dass es für manchen hilfreich sein möge, ist mir wichtiger als damit Geld zu verdienen oder eine Isbn zu beantragen, die mich wieder Geld kostet. Die Rechte liegen dennoch bei mir. Der Text ist nur als Ganzes und unter Nennung meines Namens zu verbreiten.

Ist dies ein spirituelles Buch oder ein Märchen, eine Botschaft, vielleicht für Jeden etwas anderes. Ich wage zu behaupten, dass es teils gechannelt ist, in einem dunklen Winter, in dem ich nichts zu tun hatte ausser mich morgens hinzusetzen und zu tippen, ohne Plan und Ahnung, wo die Geschichte enden würde. Sie beginnt ja auch eigentlich erst am Ende richtig…mein eigenes Leben hat sich entlang dessen entwickelt in den letzten Jahren! Es ist also auch ein Drehbuch gewesen. Ich staune, was ich vor drei, vier Jahren „wusste“.

Kayute 2021

Buch: Godspeed, Die Reise beginnt

Von Beth Revis, Dressler Verlag, 2011, science fiction

Dies ist der erste Roman der jungen Autorin, die zuvor als Lehrerin arbeitete und es ist alles drin, besonders für junge Leute. Obwohl es kein Jugendroman ist.

Da ist eine zarte ehrliche Liebesgeschichte in einer seltsamen Zeit. Einer Zeit, die seltsam an heute erinnert, wobei das Buch bereits vor 10 Jahren erschien. Da ist alles drin: Geschichtsfälschung, Isolation, rna-Impfstoffe, die in Wahrheit etwas anderes sind, Beruhigungsmittel für die Bevölkerung im Trinkwasser, – und all das im Mikrokosmos eines Raumschiffes, in dem die künstlich durchorganisierte Welt noch deutlicher hervortritt, und scheinbar keine Alternative hat.

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mARLANS sTORY

Marlan wandert in einer unbekannten Zeit und sucht ihre Weggefährten. Dabei wendet sie an, was sie im Laufe der Jahre gelernt hat, spirituelle Lehren tauchen auf, werden beleuchtet, doch zum Überleben dient die eigene Wahrnehmung der Natur, das Vertrauen in die innere Fähigkeit des Sehens und Vertrauen in das Geführtwerden durch Situationen der Orientierungslosigkeit hindurch, und den großen Sinn hinter dem Ganzen.

Die gesamte Geschichte mit Fortsetzung findet sich jetzt auch auf https://beingalive.jimdofree.com/


Und

sie ging los, in Richtung Süden. Die Erde hatte sich geschüttelt und nicht viel war an seinem Platz geblieben. So wie die Tiere sich ihr Fell schütteln und die Tröpfchen nach allen Seiten fliegen, hat sie ein paar Winzlinge auf der Oberfläche durcheinander gebracht. Die Frau hatte graues Haar, doch sie fühlte sich jung. Es war, als sei ein neuer Morgen angebrochen, auf den sie lange im Dunkel gewartet hatte.

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Roman

Ich lese gerade „Die Heilerin von San Marco“, von Marina Fiorato. 2012.

Ein historischer Venedig-Roman, wie so viele.

Nur, dass es hier gleich darum geht, wie die Pest absichtlich in die verfeindete Stadt gebracht wird, nun das ist ja eine abscheuliche Verschwörung des Sultans ,…selbstverständlich gibt es die nur in der Fantasie, im Roman, keinesfalls kann es das in der Geschichte gegeben haben, nicht wahr. Oder warum sind solche Ideen heutzutage als absurde Theorien verfemt….dennoch ist die Geschichte tatsächlich voll von Intrigen, Lügengebilden,Kriegslisten, ja selbst das trojanische Pferd soll es doch gegeben haben und es wurde auch viel darüber geschrieben und in der Schule gelernt, damit, ja, die Menschen irgendwas draus lernen?

Buch: Großmutters Haus

von Thomas Sautner, Roman, Picus Verlag Wien 2019

Das Buch ist ein hübsche hardcoverausgabe mit Umschlag und Lesebändchen in grün. Waldgrün. Dies ist keine große Geschichte. Es ist eine kleine Geschichte, in der es um das große Ganze geht. Das eigene Leben, die Literatur, die Wahrheit, – Gott und die Wörter.

Es könnte ein Klischee sein: die alte Dame, die im Wald lebt mit Kräutergarten der besonderen Art. Die moderne Hexe aus dem Bilderbuch. Wenn man nicht so genau wüsste, dass es das gibt. Das Umschlagbild des Bandes wird von Cannabisblättern geziert, so dass man durchaus annehmen könnte, es sei ein humorvoller kluger Anstupser zur Legalisierung von Drogen. Aber nein, so platt ist es nicht wie es ausschaut. Es geht nämlich um den richtigen Umgang, mit allem.

Das Intro ist ein leidenschaftliches Plädoyer für die Welt der Bücher, und welche Bedeutung die für manche haben kann, dem echten Leser spricht es aus dem Herzen. Dennoch, aus Sicht der Enkelin jener alten Dame im Wald erleben wir, wie es ist, sich zu sehr in der Parallelwelt anderer aufzuhalten und das eigene Leben eine Nebensache werden zu lassen.

Das eigene Leben als Wert zu erkennen, darum geht es auch. Auf wunderbare, ja märchenhafte Weise erzählt sind hier zwei Wochen, in denen sich das verändert für die junge Frau. Es ist ein mutmachendes, unaufgeregtes Buch. Und so sagt es uns, dass es auf jedes einzelne Wort ankommt, von uns, von jedem.

Es sagt uns auch, dass es heilsame Entwicklung gibt. Was mir am besten daran gefallen hat: Die Sprache.

Die Einfälle. Das Tal der Dichter. Die Beobachtung des Alltäglichen. Die Nebenfiguren. Die Pflanzennamen. Die Abwesenheit von moralischem Zeigefinger. Die Vielfalt der Welt im kleinsten Raum.

Es ist die Geschichte einer Entfaltung.

Ich habs viel zu schnell gelesen. Noch einmal mit Genuss. Zitat aus dem Buch: „Und weil ich das Leben nicht verstand, möcht ich´s einmal noch beschreiben

co) Kayute

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