Das Steinzeitdorf ist wieder geöffnet, die Mitarbeiter wieder da und ich habe eine erste Besuchsrunde gedreht. Hundert Kinder kamen mir schon im Eingang des Museums entgegen, sie hatten mit ihren Lehrern vier Tage lang als Projekt Modelle gebaut und dann zum Abschluss die Präsentation gemacht.
Eine Ausstellung drinnen über Großsteingräber gab es schon über den Winter zu sehen. Dieses Neandertalerlager als Diorama von Wiebe gestaltet ist wirklich ein Kunstwerk, so plastisch ist die Wirkung, dass es im Foto mit dem Wald zu einem Bild verschmilzt. Das Licht ist ohnehin ein Traum derzeit, so viel Helligkeit!
In diesem kenntnisreichen Roman geht es um die Steinzeit. In einer ungeheuer spannenden Geschichte wird hier die Begegnung der alten Jäger-und Sammlerkultur mit der eingewanderten jungsteinzeitlichen Bauernkultur vor ca 7000 Jahren erzählt. Den Rahmen bildet eine Ausgrabung, bei der zwei junge Archäologen durch ein Zeitloch in die frühe Zeit zurückfallen , diese am eigenen Leibe erleben und so aus ihrer Rolle der Beobachtenden herausfallen, und nebenbei auch in ihrem eigenen Leben einiges umkrempeln.
Die experimentelle Archäologie erforscht die Wege, die Menschen in der Steinzeit und zu anderen Zeiten verwendeten, wie sie Nahrung und ihre Kulturgegenstände wie Tonkrüge und Kleidung herstellten. Ich in meiner eigenen Weise denke, vielleicht ist es auch gut für die Zukunft, daran zu forschen. Diese Pflanze, die Brennnessel, jedenfalls ist gesund und nahrhaft. Sie gibt uns auch Fasern, aus denen alles mögliche hergestellt werden kann. Ich habe auch massenhaft davon, sie vermehren sich gern. Und so sammle ich diesmal die Samen, um sie zu rösten. Erste Erkenntnis: nach dem Sieben oder vor dem Sieben liegenlassen, damit die vielen winzigen Tierchen das Weite suchen können. Brille aufsetzen! Sonst sieht man die gar nicht.
Jäger, Sammler, Gartenbau, Fischer und Hirten,- aus der Lebensweise entwickelt sich die Kultur und die Spiritualität mit der Natur. Die ist niemals von der Umgebung getrennt gewesen. Was man liebt, das ehrt man. Was man kennt, das liebt man. Man wird das, wenn es einen nährt.
Mein Leben ist ein Forschungsprojekt.
Erstaunt finde ich den Begriff Unkraut in meiner Pflanzen app. Nur der Ackerbau hat diesen hervorgebracht. Ich finde hier nur Wildkräuter, die mein Überleben sichern, Heilkräuter, die für meine Gesundheit sorgen, und die genau wissen, in welchem Umfeld sie am besten überleben.
So wie wir, mit ihnen, die Immunität, also unsere Widerstandskraft stärken. Allein das Wort Immunsystem stört mich schon. Es ist da draussen! Wir zerstören es gerade von Aussen!
Seinzeit. Das Bewusstseinsfeld.
Es wird geöffnet für „Altes Wissen“ und -paff-, kann ich plötzlich Schuhe nähen. Weil es EINFACH sein darf. Weil es ausprobiert werden darf, beobachtet werden kann, weil Lehrer da sind, die helfen. Weil jemand da ist, den es interessiert, nämlich ich. Weil das der Weg ist, wieder Wertschätzung zu erfahren: für sich, für die Natur und was sie gibt, für die Dinge an sich.
Und es gibt ein Gefühl für ihre Lebendigkeit. „Seinzeit“ weiterlesen →
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