mARLANS sTORY

Marlan wandert in einer unbekannten Zeit und sucht ihre Weggefรคhrten. Dabei wendet sie an, was sie im Laufe der Jahre gelernt hat, spirituelle Lehren tauchen auf, werden beleuchtet, doch zum รœberleben dient die eigene Wahrnehmung der Natur, das Vertrauen in die innere Fรคhigkeit des Sehens und Vertrauen in das Gefรผhrtwerden durch Situationen der Orientierungslosigkeit hindurch, und den groรŸen Sinn hinter dem Ganzen.

Die gesamte Geschichte mit Fortsetzung findet sich jetzt auch auf https://beingalive.jimdofree.com/


Und

sie ging los, in Richtung Sรผden. Die Erde hatte sich geschรผttelt und nicht viel war an seinem Platz geblieben. So wie die Tiere sich ihr Fell schรผtteln und die Trรถpfchen nach allen Seiten fliegen, hat sie ein paar Winzlinge auf der Oberflรคche durcheinander gebracht. Die Frau hatte graues Haar, doch sie fรผhlte sich jung. Es war, als sei ein neuer Morgen angebrochen, auf den sie lange im Dunkel gewartet hatte.

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12 von 12 im Oktober 2026

Auf dieser Seite https://draussennurkaennchen.blogspot.com/p/12-von-12.html sind jeden Monat alle Beitrรคge des Fotoprojektes zu finden

Haeute-ach ich wollte heute schreiben. Hรคute sind auch ein gutes Thema. Aber erstmal begann der Tag mit den Nachrichten im Radio. Ein DrauรŸentag! Nachdem gestern Landunter war in Dithmarschen, รผbervolle Grรคben und รผberflutete StraรŸen, ist es heute ein strahlender Sonnentag. Der Blick geht zu den Temperaturen.

Da gehtยดs zum Freund die letzten ร„pfel vom Baum holen, Boskop, in der Garage zu lagern.vorher noch schnell der Abwasch- nun ja, Scherben bringen Glรผck. Wintermรคntel lรผften, Wรคsche aufhรคngen,

Ich esse heute allein, da leiste ich mir Rรผhrei mit Pfifferlingen. In zwei Wochen mache ich eine Pilzwanderung mit, ich kenne nรคmlich nur die Roten gut, die jedes Jahr wieder kommen im Garten. Da gibts noch den Katzenspaziergang, und trommeln mit der neuen Ocean Drum, die Max so ganz unheimlich ist.

Noch ein paar Reste, was mir eben spontan so einfรคllt. Das ist immer das Schรถnste, was es gibt. Keine Termine, noch was zu lesen, da schaute ich schon bei Norbert Muigg, was macht der eigentlich so, – seine Bรผcher รผber den Mayakalender stehen im Regal und er ist sicher einer der รคltesten und bewandertsten Kenner der Tiefe. Ich schicke seinen Text einer Freundin.

Schattenarbeit, unerlรครŸlich.

Noch ist der Tag nicht zuende, ich habe zwรถlf geschafft, ein Glรผcktag, denn ich sah auch noch einen Marienkรคfer. Den kann ich ja morgen posten….

Beziehungen

Beziehungen sind alles. Jegliche Form davon ist wichtig fรผr unser Leben. Allerdings gibt es auch jede mรถgliche Art, diese zu stรถren oder zu zerstรถren. Frรผher sagten wir: Die haben sich gar nichts mehr zu sagen, so wollen wir nie werden-wenn wir ein sich anschweigendes altes Ehepaar im Cafe sahen. Heute denke ich: vielleicht ist einer schwerhรถrig und jede Unterhaltung wรผrde ziemlich laut werden.

Mein alter Nachbar ist nun auch im Heim untergekommen. Wenn die beiden sich im Garten stritten, war das weithin hรถrbar. Und sie stritten immer. Ich weiรŸ nicht ob sie nun froh oder traurig ist. Sie hat ja Kinder und Enkelin im Haus. Ich fand ihn oft grenzwertig, denn er kam immer so nah heran, wie Schwerhรถrige auch sonst, aber ich kann das nicht aushalten, wenn man in mein Energiefeld eindringt ohne Erlaubnis. Aber wer grรผรŸt mich schon mit Guten Morgen, junge Frau?

Das Schlimmste in meinen Augen ist diese Rechthaberei. Fรผr manch ein Ehepaar ist das die Form ihrer Beziehung, sie leben in einer Art Hรถlle und merken es nicht mal. Wenn nichts anderes mehr geht, dann hรคlt man an diesen negativen Verbindungsstrรคngen fest. Mit mir nicht! Denn das versuchen auch andere Leute. Dieses: Du hast aber letzte Woche das gesagt und bla. Ich denke nur, der klaut mir wieder meine Energie!

Ich selbst war auch nicht anders, bis ich die Sinnlosigkeit des Musters erkannte. Und es ist auch sehr angenehm miteinander, wenn man nichts zu sagen hat. Frรผher konnte ich Schweigen nicht aushalten, ich empfand es als Strafe. Das war sie auch in meiner Kindheit. Wieder etwas, dass ich gemeistert habe.

Denn Verbindung geht viel tiefer, nur kann ich das oft anderen nicht begreiflich machen, dass mich die Oberflรคche unendlich langweilt. Ich sehe so viel, an Kรถrperhaltung und warum jemand eine Geschichte festhรคlt und so weiter. Nur wollen die Leute das ja alles gar nicht wissen, und sagen kann ich das auch nicht. Es klingt wahrscheinlich verletzend oder ruft Abwehr hervor.

Mit meiner Familie habe ich selten Kontakt. Sie kennen mich am lรคngsten, aber nicht am besten. Ich vermeide es, denn das worin man mich halten wollte, bin ich nicht. Als schwarzes Schaf ist man verdammt, das Versagen zu vollfรผhren. Ich habe neuerdings so etwas wie Stolz in mir entdeckt! Es gibt da allerdings ein neues schwarzes Schaf, das ist Mist. Als wenn diese Familie das brauchen wรผrde, auch sie vermeidet den Kontakt aber das allein hilft nicht.

Wie lange zieht sich so etwas durch die Generationen…Da finde ich es wunderbar, in einer schamanischen Trance meinen Ahnen zu begegnen, solchen die ich nicht kannte, denn es ist zu lange her, dass sie durch die Steppe zogen mit ihren Herden, vielleicht stolz und frei, sicher auch in tiefer Verbindung mit ihren Tieren und auf Wanderschaft mit den Jahreszeiten. Alle unsere Verwandten-mitakuje oijasin- so heiรŸt es im indigenen Gebet, das sind alle Lebewesen. Mineralreich, Pflanzenreich, Tierreich. Und die Winde, die Erde selbst. Die Sterne.

Es ist auch eine Beziehung, eine die oft geheilt werden muss. Das geht durch den Kรถrper.

Ohne das , davon bin ich รผberzeugt, wird es keine gesunde Gesellschaft geben. Und manche sind auf diesem Weg, aber viel zu wenige. Tรคglich werden zahllose Traumata neu gebildet, in den Kriegen, Fluchten, Toden. Nun sagen manche, die meisten heutigen Menschen seien junge Seelen, die das Leben auf der Erde noch erfahren wollen.Wir sind auf jeden Fall alte Seelen, (durch viele Inkarnationen) , die langsam genug davon haben, aber auch gebraucht werden. Bevor diese Sichtweise ausstirbt.

Vielleicht reden viele Indigene mit der Erde, damit es nicht noch schlimmer kommt. Ja , alle die nur im Kopf leben, mรถgen das lรคcherlich finden. Sie wissen nichts und erfahren nichts als ihre eigene Gedankenwelt. Und da nรคmlich fรคngt sie an, die selbst erschaffene Hรถlle.

Grenzen

Ich denke nach รผber Grenzen, Grenzรผberschreitung, im Zwischenmenschlichen. Es gibt keine fest definierte Grenze auรŸer: „Das tut man nicht“. Aber davon haben wir uns ja etwas freier gemacht, hoffe ich. Dass aber Menschen so oft รผberreagieren, so als sei jemand in ihren privaten Raum eingedrungen, obwohl es doch im รถffentlichen Raum passiert, hat vielleicht mit unseren smartphones zu tun.

Die sind nรคmlich fรผr uns etwas Privates. Auch die Gruppen, ob in telegram oder Whatล› App oder facebook, betrachten wir als etwas Privates. Das sind sie aber nicht. Jeder hat eine persรถnliche Grenze, ab wo er empfindet, jemand anders dringt in seinen Raum ein. Im analogen Leben merken wir das sofort und nehmen Abstand. Ich zumindest.

Manchmal reicht ja schon ein Blick, um sich auszudrรผcken. Die Kรถrperhaltung. Und wenn das wegfรคllt, bleibt der Kopf รผbrig, und erweist sich als ungeeignet. Denn da wird man erst recht hineingezogen in die Geschichte, kann das kaum aushalten, soll Gefรผhle begrรผnden oder Ansichten, die den anderen รผberhaupt nichts angehen!

Manche Menschen haben รผberhaupt kein Gefรผhl dafรผr und traumatisierte Menschen haben zuviel. Wir empfinden vieles als Angriff. Gleichzeitig ist da die relative rรคumliche Entfernung, die einem hilft, รผber Umwege Nรคhe zuzulassen.

Wenn ich eine Doku sehe รผber russische Soldaten https://www.arte.tv/de/videos/133287-000-A/russland-die-armee-der-schatten/, dann kann ich die Bilder tagelang nicht vergessen. Bei Spielfilmen werde ich gewarnt vor dem Inhalt, der sei fรผr sensible Personen nicht geeignet. Dabei weiรŸ ich da doch, es ist nicht echt. Bei Dokus gibt es das nicht. Ich sehe sie selten, weil รผber so viele Ungeheuerlichkeiten und Verbrechen berichtet wird, aber es รคndert sich nichts!

Hauptsache wir wissen alles. So geht es mir mit dem Lesen einer Zeitung- sachlich wird berichtet, im Hintergrund aber schwelt ein Gefรผhl, das sehr unangenehm ist. Wie wichtig also, sich wieder auf seine innere Ebene zu besinnen und zu entscheiden, was lasse ich hinein und was nicht. Solange wir die Wahl haben.

Dafรผr muss ich eine innere Stabilitรคt aufbauen. Ich bin gerade heute besonders froh, dass ich diesen schamanischen Trommelabend erleben konnte. Ein geschรผtzter Raum- mit spiritueller Fรผhrung- , Geborgenheit in einer Jurte im Dunkeln, wรคhrend drauรŸen hรถrbar der stรผrmische WInd tobt und der Regen aufs Dach prasselt.(Ich kannte fast alle) Kraftvolles Trommeln, ich verbinde mich mit meinen Ahnen und denen der Vรถlker, fรผr die es keine Grenzen gibt. Die Ebene verschiebt sich vom Sichtbaren in die Anderswelt. Ich bin mit inneren Bildern gesegnet, das hat nicht Jeder. Ich weiรŸ nicht, ob es an der รœbung liegt, ich glaube schon. Auch hier muss man lernen, dem Unvorhersehbaren zu begegnen und Angst zu รผberwinden, wenn nรถtig. Dieser Raum ist meiner und doch der eines erweiterten Ichs, eines Selbstes welches viel mehr weiรŸ als der beschrรคnkte Kopf an Wissen je fassen kann. Dies ist fรผr mich wirklich Mensch sein, unsere Fรคhigkeit, weit รผber den Kรถrper hinauszugehen, eben Grenzen zu รผberwinden, die meist eigene sind. Verbindung mit seiner eigenen Fรผhrung ist dabei wichtig. Wรคchter gibt es, denen das Anliegen vorgetragen wird. All das, damit man sich nicht verliert in der unendlichen unbekannten Weite. Auch das ist mir frรผher passiert, weil ich schon als Kind weit reisen konnte, ohne Fรผhrung und Anleitung dafรผr zu erhalten.

Am besten waren da noch die Bรผcher und die Musik. Die meisten Menschen wissen nicht viel. Aber die wissen, sollten es aufschreiben und vermitteln….https://youtu.be/zpRY_9tJATQ

KatzengrรผรŸe

Makarta knurrt schon, Max ist auf dem Sprung. Solange ich dazwischen saรŸ und beide Kรถpfe kraulte, war alles gut. Aber dann- so nah! Da muss der neue Chef seine Position klar machen. Max ist jรผnger und weil er schon als Baby kam, auch viel anhรคnglicher.

Katzen sind ja die idealen Begleiter fรผr Schriftsteller und kommen in vielen Romanen vor. Hunde eigentlich auch. Vor allem weil sie nie dazwischenreden, und Gedanken nicht stรถren.

Der Herbst geht in die nรคchste Phase, gelbe Blรคtter wirbeln รผber die StraรŸe und vor allem die riesigen Eichenblรคtter, die ich jedes Jahr aus meinem Zaun klauben muss. Ich habe meine neue Trommel bekommen, eine Ocean Drum, die mit kleinen Kugeln gefรผllt, ein Gerรคusch wie Meereswellenrauschen erzeugt, wenn man es richtig รผbt. Leider finden Katzen das nicht gerade amรผsant, รผberhaupt auch das Getrommel. Solange sie schlafen., das ist von morgens um zehn bis nachmittags um fรผnf, ist also nichts mit รœben. Morgen Abend in der Jurte gibt es ein schamanisches Trommeltreffen und ich freue mich sehr darauf.

Dazu passt das Wetter auch besser, denn bei 30 Grad war es da drinnen nicht auszuhalten. Vielleicht gibt es vor der Tรผr noch ein Feuer, wer weiรŸ. Holz ist da immer genug, sie machen auch Schwitzhรผtten. Das habe ich aber erst einmal miterlebt.

Irgendwie schรถn, sich im Dunkeln mit einer kleinen Gruppe zusammen zu kuscheln, in einer Hรถhle wie es offenbar in unseren Genen noch drin angelegt ist. Zumindest bei mir, wobei nach dem Buch: „Die Reise unserer Gene“ von Johannes Krause (Eine Geschichte รผber uns und unsere Vorfahren) der grรถรŸere Teil unserer Gene eingewandert ist, wenn auch vor 8000 und vor 5000 Jahren. Etwas Jรคger und Sammler, etwas Steppe und dann Bauern, die von Osten kamen. Von Germanen nicht viel. Das ist wissenschaftlich belegt. Ich bin wohl eine Steppenliebende.

Dieser Blick รผber weite Ebenen, wogende Halme, jede Gefahr erkennbar- da fรผhle ich mich wohl. Nur bin ich hier von hohen Bรคumen umzingelt, und die Ebenen der Marsch sind am anderen Dorfende. Nun ja. Die Bรคume sind wichtig. Mein Gras ist grรผner, wegen der Schatten.

Ein Roman รผber frรผher

Ich war wieder einmal in der grรถรŸeren Bรผcherhรผtte am Bahnhof, wo offenbar ein Mensch meines Alters entweder umgezogen war oder verstorben, es fand sich jedenfalls eine Menge interessantes Bรผchermaterial. Ich finde es immer gut, Bรผchern die Ehre zu geben. Die Bildbรคnde allerdings mit dem leicht sรคuerlichen Geruch, die haben uns heutzutage sehr unscharf anmutende Fotografien. Aber sie waren doch die ersten, die es gab รผber Tibet, ein unbekanntes Land.

รœber den Abglanz alter Zeiten unserer eigenen Jugend berichten die Romane „Yesterday“ von Lars Saabye, 1984 in Oslo erschienen, sowie von Eva Demski: „Scheintod“, ebenfalls 1984 erschienen. Der letztere – Eva Demski ist schon eine Klasse fรผr sich! – berichtet aus Sicht seiner Frau das Leben und den Tod eines Anwaltes, der sich um 1974 herum fรผr die linke Szene und die kleinen Leute einsetzte. Die Sicht der Frau- beide werden die Frau und der Mann genannt, ohne Namen, ein besonderes Mittel- sie ist sezierend, ins Innerste hinein, und wir werden sehen, wie weit sie hineingezogen wird in sein Vermรคchtnis.

Links war damals, was mir heute verdรคchtig anders vorkommt: ihr Hass auf „das System, den Staat, die Regeln“ und die Argumente, die mir heute wie damals unverstรคndlich blieben aufgrund der Sprache. So wie er heute vorgebracht wird, sind gar keine Argumente mehr nรถtig. Phrasen werden auf beiden Seiten wiederholt, mir kommt es zu den Ohren raus und ich mรถchte manchen manchmal eine scheuern, so bekloppt finde ich dieses Gegeneinander. Es spielt sich in meiner nรคchsten Nรคhe ab, wo es doch viel Verbindendes gรคbe so wie die Konzerte, auf die man gemeinsam geht. รœber die Zeit der Beatles geht es im Roman “ Yesterday“ und wie sehr sie junge Leute aus dem Muff alter Zeiten herausholten.“ Revolution“ sangen auch sie, und heute geht es wieder ab in Frankreich, wo derzeit im Oktober 2026 die Jugend auf der StraรŸe ist, eine andere Jugend .

Mais Mais Mais

Es wird geerntet. Geschreddert. Gefahren. Welche Mengen hier stehen dieses Jahr! Und schรถn wรคre ja, wenn die Kรผhe den Mais bekommen statt Soja von weither.

Eigentlich lustig, denn auch der Mais kam ja einst von weither, und alle jene, die sich nun auf deutsche Tradition berufen, dรผrften weder den Mais noch Kartoffeln und Kaffee zu sich nehmen. Denn deutsch ist das ja nicht, sondern die Urnahrung der Inka aus den Anden. Kakao ebenfalls. Auch in Spanien liebt man das alles.

Ich jedenfalls bin nicht fรคhig, Deutschland getrennt vom Rest der Welt zu betrachten. Am ehesten ist es die Denkweise, die so deutsch ist? Aber irgendwie denkt doch jede Region in ihrer Besonderheit. Und ich รผbernehme gern andere Sitten, wie den Dank an die Maisgรถttin zum Beispiel. Ich gehรถre nicht ganz zu einer Region. Ich habe so viel gelernt von anderen Vรถlkern, Lehrern. Und der Hund , seine Art also รผbrigens, stammt aus Georgien, wenn auch die Russen diese Owtscharka Hirtenhunde zรผchten. Das ist etwas Besonderes. Noch nie kannte ich so einen tollen Hund.

Da steht er noch, und es bleibt auch viel liegen fรผr die Vรถgel und Tiere. Die Wildschweine sollen da drin gewesen sein. Noch sind die Stare da. Es ist so warm! รœberhaupt sind wir die Kohlregion, nicht die vom Mais. Morgen ist ja deutschlandweiter Feiertag und es sind so viele Events angesagt,, als gรคbe es kein รผbermorgen. Mindestens drei Flohmรคrkte, Scheunenfeten und Hallenparties, Kohltage, wรคhrend schon mal die Adventskalender beworben werden, zusammen mit der Halloweenkostรผmierung. Das entnehme ich dem Wochenblatt, welches mich bestens informiert รผber Ringreiten, BoรŸeln , Windkraftabstimmungen in verschiedenen Dรถrfern, Feuerwehrbรคlle und allerlei mehr, welches ich selbst nicht als meine Kultur betrachte und das noch nie im Leben habe.

Und die Kunst

Die Kunst kann so vieles. Aber es ist doch ein รคuรŸerst undifferenzierter Begriff. Kunstgriff Kunstbegriff. Ich denke nach, warum mag ich nicht an solch einem old school Event teilnehmen wie diesem Kunstgriff. Es ist toll organisiert, es wird einem in den SchoรŸ gelegt die Werbung und der Rahmen. Es liegt auch nicht an den Kรผnstlern, von denen es jede Bandbreite gibt. Studierte , ehemalige GroรŸstรคdter, Teilnehmer bei der Brรผcke, und jede Art von Kunstschaffen von Malerei bis Film. Der Betrachter kann sich aussuchen, wo er hingeht. Der Sinn von Kunst ist im Schaffen, zuerst. 

Und bei manchen sieht man es auch. Das kommt von Innen. Man kann sich mit dem Formalen beschรคftigen, der Technik, mit Vorbildern und Stilen, der Thematik. Und auch Therapie wird heutzutage mithilfe von Kunst ausgefรผhrt. 

Aber viele Menschen haben noch nicht ihr Inneres ausgeleuchtet. Und das Umzusetzen in analoge Form, also ins sozusagen Materielle, das ist Kunst. Frรผher einmal war es das, was nicht zu trennen war vom Wirklichen. Man musste auch glaube ich nicht erklรคren, was es bedeuten soll. Es war in einem Rahmen, ich rede hier von den ersten Kรผnstlern der Welt…Der Rahmen war die Weltsicht eines Stammes, einer Gemeinschaft. Auch spรคter noch, in Kirchen und Tempeln hatte alles, jedes Werk und Element eine Bedeutung, die verstanden werden konnte. Es verwies auf Dinge, die nicht jeder sehen konnte, aber hier sichtbar gemacht wurden. Der Kรผnstler war Schamane, war einer der etwas ins Leben brachte. Es war lebendig. 

Heutzutage ist das ziemlich durcheinander geraten. Vieles wird erklรคrt, es wird geredet und geredet. Die Kunst des Geschichten-Erzรคhlens ist in den Film gewandert. Da sind viele Themen zu finden, die ans Existenzielle gehen. Wo die moderne Welt das Innere trifft. 

Und mein Inneres trifft die moderne Welt irgendwie nicht. 

Wenn ich male und zeichne, dann ist das so privat, persรถnlich, Bilder die ich nie verkaufen kรถnnte. Eine Bewรคltigung und eine Liebe. Wenn ich fotografiere, dann trifft das die Welt, bildet sie ab und doch nur ein Bild, das ich mir da mache, gelernt. Was man so einmal gelernt hat, es wird automatisch abgerufen, der Bildausschnitt, der Kontrast und das Licht. Nun gibt es solche Bilder hunderttausendfach….mir kommt das sinnlos vor. Aber aufhรถren kann ich auch nicht. 

Ich mรถchte es fรผr mich in meine Wirklichkeit und mein Inneres bringen, was da in der Welt ist. Kontakt . So macht sich jeder seinen eigenen Rahmen. Gemeinschaftlich ist das ziemlich schwierig geworden, denn alles wird irgendwie benutzt. Besonders Bilder.

Ich lebe seit 10 Jahren mit Menschen, denen ich aufgegeben habe, meine Weltsicht zu erklรคren. Dafรผr bin ich mehr auf der Erde angekommen und nehme sehr viel mehr wahr, was um mich herum ist. Erschaffen beschrรคnkt sich nicht auf Bilder. Vielmehr sind es innere Bilder, Trรคume und heute Nacht im Traum war es eine zersplitterte Glastรผr, die ich vergeblich versuchte, zu schlieรŸen. 

Das sind Botschaften aus dem Inneren, und oft auch aus anderen Sphรคren. Der Begriff von Wirklichkeit mรผsste sich so viel mehr erweitern, finde ich. Nur macht es Angst, das Unbekannte, und aus diesem Grund sind auch so viele Erklรคrer unterwegs. 

Ich weiรŸ nicht, ob die Kunst da noch was Neues beizutragen hat. 

Zum Vollmond

Wunderschรถne Herbsttage mit allen Farben. Es riecht nach Holzfeuer, wenn andere den Ofen entzรผnden . Es kehrt Ruhe ein ab Dunkelheit. Die ersten Wildgรคnse in Pfeilformation passieren trรถtend vorรผber.

Um die Dรถrfer herum ist die Maisernte in vollem Gange, Traktoren fahren ohne Unterlass bis in die Nacht die schweren vollgefรผllten Hรคnger zum Standort.,bevor der nรคchste Regen kommt. Und er kommt sicher.

Weit hรถrt man diese Traktoren und wรคhrend einer Meditation wandelte sich das Gerรคusch fรผr mich in ein tiefes Gemurmel von Mรถnchen.

Ich habe den Garten aufgerรคumt. Also mittags ging mir die Kraft aus. Nun ist das Essen fertig, roter Quinoa mit Mรถhren und Frischkรคse . Und dann geht bald der Mond auf.

Home

Was tut man eigentlich ohne Haus Auto Boot Wohnmobil und Haustiere, fรผr die man stรคndig sorgen muss? Ich hatte das alles nie zuvor und wollte es auch nicht, wenn ich die Nachbarn so รผber ihrem Hochdruckreiniger streiten hรถrte. Nun aber finde ich „kรคrchern“ klasse. Man muss nรคmlich auch noch das ganze Werkzeug besitzen, um alles instand zu halten…

Das, was es leichter macht. Nun, man findet, dass man etwas nรผtzliches tut und der Wohnwagen ist zwar nicht dicht, aber weiรŸ. Perfektion wird sich niemals einstellen, irgendwann ist alles genauso marode, wie im Urlaub das Hotel. Ich kenne schon alte Leute, die es nicht mehr schaffen und davon trรคumen, im Wohnwagen zu wohnen- รผberschaubar- statt einen Resthof zu pflegen. Ja nur die Jungen wollen es auch nicht…

Die Qualitรคt des Nordens ist das Wasser. Wir kรถnnen froh und dankbar dafรผr sein. Der Supermarkt ist unser Tante-Emma-Laden, die Frau des Managers an der Kasse hat blaue Haare, man duzt sich und trifft die Nachbarin noch, mit der man im Regen schnackt. Das ist Zuhause. Wenn nur die Politik nicht wรคre.

Ich trรคumte immer davon, in der Holzhรผtte oder im Wohnwagen zu wohnen, und immer weg zu kรถnnen, wenn es nicht mehr stimmt. Der Traum stimmt aber nicht mehr…es ist einfach zu anstrengend, weg zu mรผssen. Der Sinn erschlieรŸt sich auch nicht mehr. Und so lebt es sich entspannter. Die ganzen alten Wohnwagen haben ja auch keinen TรœV mehr und sind nur noch zum Stehen geeignet.

Sonne

Die Sonne fehlt am meisten. Ich kann mich noch nicht wieder an das Hier gewรถhnen. Bilder รผberlagern sich, ich meine noch Eidechsen huschen zu sehen. Stattdessen in der Wiese ein grasgrรผner kleiner Frosch! Nun, Wiese, weil niemand zustรคndig dafรผr war, den Rasen zu mรคhen.

Landschaft so dermaรŸen unterschiedlich – zuviel oder zuwenig von etwas – es war irgendwie doch zu heiรŸ. Aber die Hitze entspannt auf jeden Fall mehr. Mein erster Gedanke war: „Hier ist ja so viel zu tun!“ Mein Zuhause ist ein nicht enden wollender Raum der Aufgaben und Anforderungen. Ja und ohne ist man auch nicht zufrieden. Aber immer selber das alles tun mรผssen – wann hatte ich mir das nochmal gewรผnscht? Daran kann ich mich nicht erinnern. Ich wollte nur viele Katzen haben.

Und diese Regengรผsse! Ja und die Schwingungserhรถhung ist im Gange, so sagt man. Das kann sein, falls das die ganzen Beschwerden im Kรถrper verursacht…Essen ist eine Art Versuchsangelegenheit. Am liebsten alles weglassen. Wie schรถn ist das Schweigen, noch nie hat mir ein online-Kongress so gut gefallen. https://selbstmeisterung.com/stille_herzkraft_online_kongress-745960. Denn da wird sonst so furchtbar viel geredet.

Auch die andere Sprache habe ich noch im Ohr, das รผbrigens vom Schwimmen stรคndig dicht war, eine Art von nichts mehr hรถren wollen, nur noch fรผhlen. Mein Zuhause fรผhlt sich fremd an, auch wenn der Katzensitter schon alles seine wieder eingesammelt hat. Es ist das Nicht-im Kopf-Sein, das anderswo viel leichter geht. Ich will nicht mehr im Kopf sein.

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