mARLANS sTORY

Marlan wandert in einer unbekannten Zeit und sucht ihre Weggefรคhrten. Dabei wendet sie an, was sie im Laufe der Jahre gelernt hat, spirituelle Lehren tauchen auf, werden beleuchtet, doch zum รœberleben dient die eigene Wahrnehmung der Natur, das Vertrauen in die innere Fรคhigkeit des Sehens und Vertrauen in das Gefรผhrtwerden durch Situationen der Orientierungslosigkeit hindurch, und den groรŸen Sinn hinter dem Ganzen.

Die gesamte Geschichte mit Fortsetzung findet sich jetzt auch auf https://beingalive.jimdofree.com/


Und

sie ging los, in Richtung Sรผden. Die Erde hatte sich geschรผttelt und nicht viel war an seinem Platz geblieben. So wie die Tiere sich ihr Fell schรผtteln und die Trรถpfchen nach allen Seiten fliegen, hat sie ein paar Winzlinge auf der Oberflรคche durcheinander gebracht. Die Frau hatte graues Haar, doch sie fรผhlte sich jung. Es war, als sei ein neuer Morgen angebrochen, auf den sie lange im Dunkel gewartet hatte.

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mein

nun bei mir, aber noch nicht sauber…viel Arbeit die Aktion. Also ein neues Gรคstezimmer…

Tanznacht

Hach ich kรถnnte all die Titel aufzรคhlen, mein Freund der DJ kann es natรผrlich: Unsere Lieblingsmusik. Von Child in Time, Deep Purple รผber The Passenger, On the road again, …and a jump to the left…put your arms on the hip…madness takes its toll…

Einfach toll. Genau. Stunden bis ich gegen eins dann nach Hause fuhr. Es war sehr dunkel da drauรŸen am Koog bei den Freunden, die Hornissen waren verwirrt von der bunten Lichterflackerei und ich fing vier von ihnen ein. Mit dem praktischen Gerรคt, das sie leben lรคsst.

Da war uns der stรคndige Regen doch ganz egal. Es war gemรผtlich in der Hรผtte. Hygge.

Kunstgriff

Und drauรŸen eine Figur von Eve Wiemer, einer Keramikkรผnstlerin, die hier in Heide lange wirkte. Ich lernte sie noch kennen, als sie im Kunsthaus der Brรผcke anleitete.

Drinnen war es zunรคchst angenehm, bei der Erรถffnung, und dann sehr voll, so dass ich es kaum aushielt.

Aus einem schlechten Foto kann auch die KI nicht viel machen….die Figurengruppe von Elke Schadwell , eine auch sehr gute Keramikerin aus der Nachbarschaft, hat mich geflasht. Morgen besuche ich ihr offenes Atelier und dann wird besser fotografiert!

Immerhin- ich habe mich nun zum ersten Mal von dem KI-Angebot verlocken lassen, und es geht ja so leicht…Wenn ich bedenke, wie schlimm wir anfangs die digitale Fotografie fanden.

Keramik, doch ein ehrliches Handwerk. Und doch spielt sie gern, auch mit Papier oder Draht. Nichts muss sein wie immer.

Nur die Erรถffnung- es wurde viel geredet, und bevor der Chor endlich sang, war ich schon weg.

https://kunstgriff.de/

Nach dem Regen

Nach dem Regen ist vor dem Regen. Unser Radiosprecher bezeichnet das als nun typisch norddeutschen Sommer. Ich habe auch den Eindruck, dass man uns vieles vorenthรคlt in diesem Sender. Zwar haben sie jeden Tag ein Thema, zu dem dann Politiker interviewt werden. Aber…

Wenn es fast regnet, sitze ich auf der Hintertreppe. Die Hintertreppe ist beliebt, bei Kindern und in Filmen. Es hat etwas privates, keiner sieht dich. Ich habe nicht mal ein Vordach, weder vorne noch hinten. Zu teuer.

Das Dach des Strandkorbes zu reparieren erwies sich als schwierig. Nun denn, Katzen freut es dennoch. Max war รผber eine Woche weg, und er frisst sich gerade durch den Tag.

Ich lese: „Lolita lesen in Teheran“, von Azar Nafisi, ein Buch von 2003 und man liest es anders unter dem heutigen Eindruck, was im Iran alles noch passiert ist und passiert. Es bewegt mich ungeheuer. Weil ich es als Frau lese, und weil es darum geht, wie es kam, was den Frauen damals und noch immer dort angetan wird.

Und weil ich endlich- durch die Augen dieser Literaturprofessorin, die zuvor in Amerika lebte und nun an der Universitรคt in Teheran unterrichten soll, was ihr ziemlich schnell verboten wird, – einiges mehr verstehe.

Zumal ich zur etwa gleichen Zeit, um 1980 in Berlin studierte und dort die ersten Wochen in einem Studentenheim am Sigmundshof wohnte, auf dessen Flur im soundsovielten Stock auch viele iranische Studenten und eine Studentin wohnten. Man hatte eine gemeinsame Kรผche. รch war extrem schรผchtern und wusste nichts. Aber ich habe sie nicht vergessen, denn damals gingen sie zurรผck in ihr Heimatland, weil sie hofften, dort etwas zu bewegen. Und wie diese Hoffnungen komplett zerschlagen wurden, darรผber kann die Autorin sehr genau berichten.

Die Frage stellt sich immer wieder. Ist es ein schwaches Ich, welches Leute zu politischen oder religiรถsen Gruppen zieht, wodurch sie eine Identitรคt erhalten- eine kรผnstliche meine ich, – und in diesem Falle betrifft das vor allem Mรคnner. Wir lesen hier eine sehr gut beobachtende Analyse. Dabei wird aber auch die Literatur mit ihren Beispielen- ausgerechnet Lolita, eine Provokation und doch nicht von ungefรคhr, – nicht zu kurz kommen. In jener Literatur wird der amerikanische Traum seziert, und auch der fรคllt irgendwie auseinander.

Wer aber mit einer solchen Identitรคt bereits aufwรคchst, muss kein schwaches Ich haben. Und die heutige Generation ist bereits 20 Jahre bald 40 Jahre damit aufgewachsen und dennoch haben die jungen Frauen rebelliert, gegen diese Willkรผr und Gefangenschaft. Sie zumindest haben trotz aller Aussicht auf Tod und Strafe ein starkes Ich entwickelt. Oder endlose Verzweiflung.

Amerika und der Westen sind nach wie vor der Feind…

Kaum vorstellbar, aber wenn man als Frau (:)) in Asien, Indien oder auch anderswo unterwegs war, kennt man es schon, die Notwendigkeit sich zu verhรผllen, sich anzupassen und sich zu wehren. Oder man nutzt sie aus, die Attraktivitรคt, um einen Job zu kriegen. Und das, wo man als Hippie auszieht, um frei zu sein….wir sind so aufgewachsen in den Siebzigern, ich wollte alles was Mรคnner tun und tat es auch.

Eine besondere Rolle in der ganzen Geschichte um den Iran hatte die damalige Linke. Darum auch lohnt es sich, das zu lesen. Politische und religiรถse Ideologie ins Extreme gebracht, voller Leidenschaft, hat nichts aber auch gar nichts Gutes angerichtet. Nirgendwo.

Count Down

Nun zรคhle ich tatsรคchlich schon die Tage, noch dreizehn Tage bis zur Reise. Zumal es drauรŸen so regnet und auch drinnen etwas klamm und ungemรผtlich wird. Dabei wird die Reise selber ja auch nur 14 Tage dauern, aber in dem Fall werde ich jede Minute ganz lang ziehen und bewusster erleben. Das denke ich, denn auf Reisen muss man wacher sein, aus dem Trott erwachen und auf alles achten. Wahrscheinlich werde ich hier gar nichts schreiben in der Zeit, sondern in meiner kostenlosen privaten telegramgruppe die Bilder posten. Ich will nicht schon wieder updaten und bezahlen.

Ganz viel artemisia annua bekam ich geschenkt- ganze Pflanzen zum Trocknen, und dafรผr musste ich nun auch schon mal den Ofen anheizen. Das Stadtfest in Garding lieรŸen wir auch aus, obwohl es mir fรผr die Musiker leid tut, die ja trotzdem auftreten und dann vor leeren Plรคtzen.

Aber einmal passiert es halt jedes Jahr, und es trifft immer einen anderen. Viele Touristen sind wohl auch schon wieder zu Hause.

รœber eine andere Art Reise berichtet Oliver Tappe, https://youtu.be/luE1oSV7ggM?si=PVzx3cL0oUuci8IP und vielleicht ist es spannender, wenn man auch das Buch kennt. Ich war damit aber gar nicht so zufrieden, weil es die Zeit nach dem Tode doch sehr einseitig beschrieb, – es ist von einem Hypnotiseur, der seine Klienten in Zeiten zwischen den Leben fรผhrte. Dieses Gesprรคch hier fรผhrt es in klarere Bahnen, ich selbst bin รผberzeugt, dass einen nรคmlich das erwartet, was man erwartet. Aber trotzdem fรผhrt es uns in unbekannte Bereiche, und deshalb werde ich mich nicht einschrรคnken, indem ich unbedingt an Buddha Amithabas Seite wieder erwachen will oder etwas รคhnliches.

Denn wenn ich einmal dort bin, weiรŸ ich mehr als jetzt. So geht es ja mit jeder Reise, und sich vorher ein Programm zu machen, ist รผberhaupt nicht lebendig, einem echten Reisenden nicht wรผrdig…Na gut, ich gebe zu, ich kenne den Ort schon ziemlich gut…

Und auch tun die Knochen wieder weh, man muss also sehen, was man kann. Es liegt am Temperaturwechsel von 30 auf 20 Grad, wir hatten es รถfter dieses Jahr, – alle Katzen liegen natรผrlich in den Sesseln, bis auf Maxi, der schon tagelang weg ist und vielleicht so weit, dass er den Nachhauseweg scheut, weil er klatschnass ankรคme.

Vergesslich

Natรผrlich wusste ich, dass es der zwรถlfte war. Weil es doch so eine wichtige Sonnenfinsternis gab, die genau zum Zeitpunkt unserer Meditation ihren Lauf nahm. Ich hatte keine Brille, um hineinzuschauen, und wir saรŸen am Kastanienbaum und trommelten. Die Tauben gurrten leise. Stimmen bei Nachbarn, irgendwo. Ein Hund bellte. Gegenwรคrtigkeit macht ganz glรผcklich.

Aber ich war auch weit gereist mit dem science fiction Roman (Haus der Sonnen) Das war nun wirklich so spannend, und so komplex und voller รœberraschungen, dass man es fรผr mรถglich halten kรถnnte, die Welt zum gesamten Weltraum geworden, entweder Millionen Jahre vergangen oder noch in der Zukunft. Das mag ich, offene Mรถglichkeiten.

Die 12 Fotos des Tages machte ich jedenfalls nicht.

Aber jeden Tag mache ich etwa drei Fotos, habe auch einiges fรผr die Reise vorbereitet, nur die Schuhe, das wird schwierig. Wer nimmt denn vier Paar Schuhe , wo man eher ohne laufen mรถchte. Aber ich weiรŸ das schon, harte Steine und die FรผรŸe tun immer weh.

Melde lernte ich heute kennen. Das ist wieder so witzig, denn in dem Roman waren die Personen einer Familie Gentian alle nach Bachblรผten benannt. Und eine hieรŸ tatsรคchlich Melde. Diese Familie bestand aus Klonen und man rechnete die Zeit in Millionen von Jahren, konnte sie aber auch biegen , damit lange Strecken kรผrzer erlebt wurden. Es gab so viel Wunderliches.

Wรคren sie Pflanzen gewesen, so wรคre das normal! Und da hat man sicher Schwierigkeiten, mit den Erinnerungen, 6 Millionen Jahre….Und dann holen einen alte ganz alte Fehler ein, von denen man gar nichts weiรŸ! Uns passiert es manchmal in Trรคumen, Menschen von ganz lange her tauchen da lebendig auf. Vielleicht ist das unser Weltraumgedรคchtnis.

Meins ist da stehengeblieben. Immer auf der letzten Reise, obwohl sich ja seither vieles verรคndert hat. Und nun zur 19 Millionen Jahre alten Insel, wobei es verschiedene Schichten jรผngeren Datums gibt. 80 Prozent Steilkรผste. Nur ist der Reisefรผhrer auch schon in die Jahre gekommen, und dass es dauerhafte 25 Grad celsius gรคbe, ist ein Mรคrchen. Im August hat es mancherorts ebenfalls 40 Grad.

Diese Tรถne werde ich dann auch aufnehmen. Einzigartig und vergiรŸt man nie! (Pardela heiรŸt er auf La Gomera) Ein Albatross also.

Dichter und Denker

Der Ausdruck schwirrt schon lรคnger in meinem Kopf herum…so wird er doch oft in Bezug auf unser Land benutzt. Oft auch um zu behaupten, das war einmal. Nun, gewiss wurden immer nur Dichter und Denker aus der Vergangenheit belobigt und herangezogen, um die vermeintliche deutsche Besonderheit zu benennen. Ich glaube, wir sind ebenso ein Volk aus vielen Quellen wie ebenso eines der guten Landwirte und Handwerker, der Erdverbundenheit, und keineswegs hatten Dichter und Denker die gleichen Ziele.

Und vor allem sind Dichter nicht von anderen Dichtern geboren worden, sondern hatten es ziemlich schwer in ihrer Zeit . Ich glaube, Rilkes Vater wollte etwas anderes aus ihm machen.

Man darf auch nicht vergessen, dass eine etliche Zahl von Dichtern, Kรผnstlern und unliebsamen Denkern auswandern musste oder umgekommen wurde. Sie sind sowieso รผber die ganze Welt verteilt und keine Kultur ist ohne eigene .

So wie die Kaktusfrรผchte, die man auch an unliebsamen Gewรคchsen ernten kann, und plรถtzlich hat man sie hierzulande entdeckt und verkauft sie im Supermarkt. Sie haben ganz ganz feine Stacheln, die zuvor irgendwie entfernt werden. Beim selber Ernten ist das nicht der Fall und sie gehen oft tagelang nicht aus der Haut raus.

So ist das auch mit manchen Gedanken.

In manchen Kreisen wird viel gedacht รผber die sogenannte Matrix- die echte und die falsche, also eine kรผnstliche und allerorten wird gefordert: wir mรผssen raus aus der Matrix…

Es gibt viel Verwirrung durch das Denken. Wie schรถn, dass die KI da noch mal Ordnung rein bringt durch das Klรคren von Ursprรผngen der Ideen…Nun gut, ich blicke da nicht durch. Ich hole noch einmal das Buch: „Der Realitรคtscode“ von Gregg Braden hervor, den sollte doch jeder kennen. Ein Denker.

Die Gnostiker sprachen also von der falschen Matrix? Und heute wird das als neues Schreckgespenst benutzt….Nichts als unser eigenes Denken hindert uns daran, uns mit der echten Quelle von Allem Leben zu verbinden. Wir sind Leben.

https://www.mystikum.at/wp-content/themes/Mystikum-Magazin/ausgaben/Mystikum_August_2026.pdf

Ein paar vielleicht durchgeknallte Denker? Vielleicht aber auch fรผr die Zukunft wichtig? ich kann da nicht ganz mithalten, bin aber neugierig.

Hier https://t.me/PhilosSophia_PerIchMitMir folge ich Ilmarin, der sich mit seiner KI unterhรคlt, und man lernt in jedem Fall etwas dazu. Auch wie man seine KI beeinflusst, so dass sie in der eigenen Sprache antwortet. Das Denken erhรคlt eine neue Dimension, und ich weiรŸ nicht- auf ein Land jedenfalls lรคsst es sich nicht beschrรคnken. Die Zukunft ist wirklich vieldimensional.

„Zufรคllig“ fรคllt mir noch ein Science Fiction Roman in die Hรคnde ( aus dem Regal im Bioladen!)

“ Das Haus der Sonnen“ von Alastair Reynolds, der ein echter Astrophysiker war, und Welten beschreibt, die noch sehr ungewohnt fรผr meine Vorstellung sind.

Tรผdeln und kreiseln

Wenn man durch einige Dรถrfer kommt auf dem Wege zur Stadt, dann sieht man ab und an eine kleine Hรผtte in einem Vorgarten stehen, wo „Tรผdelkram“ angeboten wird. Das ist alles, was sich sonst auch Deko nennt, und vรถllig รผberflรผssig ist. Es gibt schon riesige Mengen anTรผdelkram in jedem Haus, am Haus, In Gรคrten, in Geschรคften. Auf Flohmรคrkten findet man auch nรผtzliche Dinge, und auch solche mit Geschichte. Das ist anders.

Die Lust am Basteln und vorgefertigte Materialien machen es mรถglich.

Bei mir ist auch viel….aber eher Federn und Steine, Hรถlzer, Stรถcke , getrocknete Blรผten. Es ist schรถn per se, da muss ich nicht viel basteln. Aber eigentlich liebe ich leere Rรคume…

Es tut gut, mal wieder um mich selbst zu kreisen. Ich muss mich kรผmmern um artemisia Tee, Basenpulver und Zistrose, um Zeolith und was nicht alles, sonst eher Zusatzspielerei, momentan aber gezielte Heilmittel, die im Tagesablauf eingebaut werden mรผssen. Ich bin da ganz entspannt, solange es mir nicht schlecht geht.

Ein Himmel nach dem Regen, viel Wind.

Warten, sortieren, waschen, und naschen. Zwischen dem Bad in der Menge und der Lautstรคrke wird es ganz still, dann muss ich ruhen und trรคume seltsam, Bilder huschen vorbei und husch, bin ich schon wieder eingeschlafen. Am besten gelingt das mit Didjeridoo oder Flรถtenmusik, so ganz einfach, und eine andere Welle im Gehirn wird ausgelรถst. Ganz ohne Denken.

Das Getรผdel vergessen, das Wesentliche beachten. Wahrnehmen, wie es dem Kรถrper geht. Und dann ein despacho gemacht, mit Wรผnschen fรผr die Reisenden, mit Dank vor allem und Innigkeit.

Das bleibt kein Tรผdel, sondern wird verbrannt oder vergraben. Welche kluge Idee, es in die geistige Welt zu transportieren. Auch die Mandalas anderer Religionen sind nicht fรผr Dauer geschaffen. Sowie Blรผten.

Musik

Tanzen, die nรคchste Runde. Immerhin hat Meldorf kein Kopfsteinpflaster, immer gute Stimmung und tanzfreudige Menschen , jung und alt.

https://chanson-trottoir.com/start

Die band war super!

Und die zweite war auch gut, (Dr. Krapula) riss die Menge mit, aber nicht so leicht und frรถhlich wie die Franzosen. Die dritte Band hรถrte ich nicht mehr. Da war ich dann wirklich erledigt, – dafรผr dass ich gar nicht erst hin wollte…

Didi und Dada

รœber die Kunst finde ich hier einen interessanten Artikel.

https://www.berliner-zeitung.de/article/milliarden-aus-der-anstalt-die-kunst-der-else-blankenhorn-10259615

Man stellt dort gute Fragen, aber am Ende kommt doch nicht vor, dass der Ursprung der Kunst von Ritualen und Glauben nicht getrennt war. Er war ein Mittel der Verbindung zur Wesenswelt, zur Anderswelt, zu ALLEM, und diese Kranken haben vielleicht einen Weg dorthin gefunden. Ein magisches Denken, dass wir erschaffen, was wir brauchen. Sei es Schutz, sei es die Weltrettung. Kunst als Kunst fรผr den Betrachter , nein.

Auch im Roman „Ida“ von Katharina Adler geht es um eine Frau, die in die Fรคnge von Psychiatrie des Sigmund Freud gerรคt, als Patientin. Sehr gut beschrieben, aber beklemmend zu lesen, wird deutlich, wie sehr wir selber bald nicht mehr wissen, was die Wahrheit ist…und wie sehr die Mรคnner ihr Leben bestimmten.

Was ist geistig gesund…? Auch die Zeitgeschichte der jรผdischen Familien, die nicht glauben konnten, was ihnen geschah, ist kenntnisreich geschildert. Von innen heraus, aus Sicht der Ida.

Was derzeit einem Didi geschieht, ist geradezu beispielhaft. Seit wann wird MeinungsรคuรŸerung eigentlich verfolgt, wenn man eine รถffentliche Reichweite hat? War das immer so? Wird man bestraft, wenn man gegen Krieg ist? Muss man auch noch schnell einen Grund liefern, in den nรคchsten Nachrichten, warum „wir“ unbedingt aufrรผsten mรผssen? Also ich bin nicht mehr รผberzeugt davon, was hier die Wahrheit ist,…

Meine Besucher sind weitergezogen, es war eine schรถne Zeit. Und ich kann wieder denken und schreiben. In Gesprรคchen, von denen es einige gab, kann ich viel mitnehmen, doch vieles entdecke ich erst im Nachdenken, im Nachhinein….Auch da verschobene Weltsichten, die nicht ineinander passen. Vom anderen Ort, eine andere Nachrichtenlage im Ausland, zum Beispiel die Ceuta-Geschichte. Spanien soll nun abgegrenzt werden in der EU?usw….Und gewiss gibt es hier und dort bรถse Absichten, o ja.

Nun, auch hier in der Nรคhe gibt es ein Museum fรผr sogenannte Outsider Kunst, in Schleswig. Auch hier hat der Arzt Kunst gesammelt. Und ich erinnere mich, dass ich dort einmal eine beeindruckende Ausstellung sah. Beindruckend, ein blรถdes Wort. Es trifft einen schon, in Innere. https://www.stadtmuseum-schleswig.de/CMS_2015/museum-fuer-outsiderkunst

Ich selbst mag Kunst ohne den Gedanken an den zukรผnftigen Betrachter, das Gegenteil von intellektueller Konzeptkunst, in der nur der Kopf regiert. Wir erinnern uns, dass Kรผnstler auch trotz Armut und Existenznot ihre Werke schufen , und nicht Millionen scheffelten, die man diesen Werken heute zuschreibt. Was passiert da eigentlich? Frรผher galten sie als verrรผckt, heute als Genies. Na dann hoffen wir, dass uns das in der Zukunft auch geschieht.

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