Kuriositäten, sind das Seltsamkeiten, die Neugier erzeugen? Vielleicht. So geht es mir auf dem ersten großen Flohmarkt, der nicht gut besucht war, weil einzig an diesem Sonntag vormittag – es regnete. Das ist allerdings auch sehr gut gewesen für die Pflanzen. Hier wurden alle Dinge nass. So auch- siehe da- die Weihnachtstassen, von denen ich gerade erst sprach.

In Wahrheit waren es zwei Flohmärkte, nur dass der in Friedrichstadt nur etwa 5 Stände hatte, dafür hatten aber die Geschäfte geöffnet, weil dies Touristeneinzugsgebiet ist, oder wie sagt man. Ein Freund, der in Büsum arbeitet, muss nun auch sonntags im Laden stehen.

So wie Minniemaus. Überhaupt viel Spielzeug, einige hatten ganze Plastikinseln ausgebreitet, andere die alten Versionen, solche wie wir sie hatten.

Ich weiß noch sehr gut, wie meine Schwester und ich mit 5 und 6 Jahren eben solche riesig wirkenden Puppen unter dem Weihnachtsbaum entdeckten, mitsamt dem Puppenwagen dazu. Ich war so überwältigt, dass ich völlig verstummte, während meine kleine Schwester die hübschere Puppe auswählte. Die meine hatte so krause Haare, wie die Dauerwelle meiner Oma. Ich mochte die Puppe nie.

Kuriose Dinge hat die kleine Stadt allerdings auch abseits des Flohmarktes zu bieten. Ein bisschen Kitsch kommt aus Dänemark rüber, so wie die Hot dogs.

Wer allerdings Schafe in Gummistiefeln verbrochen hat, kann ich nicht nachvollziehn. Man sollte meinen, das kauft keiner von hier…ich muss leider erkennen, dass meine alteingesessenen Nachbarn vom Dorfe den Garten nach und nach mit derlei bestücken. Im Moment sind es große Plastikostereier, Schafe mit Schubkarren und ähnliches. Die echten Schafe kommen dann bald auf der anderen Seite dazu.
Was aber wirklich keiner von hier kauft , ist die Klönschnackbank, auf der Klönschnackbank draufsteht. Vermutlich ist sie auch viel zu teuer. Sowas macht man hier selber und das Wort Klönschnack—ist das nicht aus Hamburg? Jedenfalls haben hier sowas die Zugekauften aus Hamburg stehen, die nur an Wochenenden da sind, und niemals mit Eingeborenen schnacken. Wobei , worüber auch.
Ich habe gerade die ersten 10 Jahre voll, und erhebe mich schon als zugehörig…nanana.
Dabei genieße ich die Selbstverständlichkeiten als Kuriositäten wie eine Reisende oder eine Touristin, die alles knipst.


Schöne Dinge hast Du entdeckt .. und ja, tatsächlich Regentropfen gestern .. die stehen gar nicht mehr auf meinem Plan, allerdings – wenn ich so rausschaue, Wolken ziehen auf…
Liebe Grüsse an Dich als fast Einheimische .. (den Zusatz „Zugezogene“ zu verlieren ist hier im Norden wohl kaum möglich innerhalb eines Jahrzehntes.. 😉 )
Liebe Grüsse
Keike
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Na mal sehn, ob es zum Osterfeuer trocken ist.
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witzig, der für Holsteiner so typische Humor. Wir waren auch nach 50 Jahren Utländers, zehn Jahre ist nix für die Einheimischen.
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und in der Mani, wie ist es da?
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spannend 👍 … in der gegend wo ich wohne gibt es solche flohmärkte leider nicht. Dafür haben wir x brockenhäuser , also ähnlich wie flohmärkte permanent unter dach in einem gebäude .
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Ja, das gibt es auch noch. An-und Verkaufläden, oder aber die Sozialkaufhäuser, wo viele Leute Sachen abgeben. Da wird aber eher das gesammelt, was Arme brauchen und nicht so besondere Einzelstücke. Es gibt aber doch manch schönes Geschirr, von alten Damen und Möbel.
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