Ein Spaziergang im nahen Städtchen, noch zu früh. Der Flohmarkt fand nicht statt, die Läden öffnen ab 11. Die Galeristen saßen noch beim Frühstück, und da gab es immerhin leckere Brötchen beim Sonntagsbäcker. Et Voila, die Rosenstöcke, die so typisch sind für unsere Städtchen hier.



Einige Touristengruppen wandelten bereits durch die Straßen, und ich, verkleidet , ebenfalls in Regenkleidung. Man grüßt. Einer kam vom Tennisplatz, die Boote liegen verwaist, und auf dem Rückweg halte ich am Friedhof, wo eine Tauschhütte daneben steht.


Der jüdische Friedhof wurde von seiner ursprünglichen Lage am Wasser zum anderen Friedhof umgesetzt, wie immer sowas geht. Es gibt viel historische Gedenktafeln, einst war es eine religionsfreundliche Stadt. Ich sehe auch viele Gedenktafeln , gemeinschaftlich, von Toten der 2020iger Jahre. Würde ich einmal hier begraben, hätte ich vielleicht interessante Geister um mich.

Dieser Teil hat gar keinen Zaun, während der Friedhof von Zaun und Toren fest umschlossen ist.

Krähen und Dohlen haben gefräßige Kinder. Wer füttert die alle? Etwas melancholisch könnte man da werden, doch ich hole mir die guten Brötchen und genieße sie Zu Hause. Auf der 10minütigen Fahrt sieht man keinen einzigen Menschen, nur Krähen in Scharen und Schafe über den Eiderdeich verteilt wie weiße Punkte. Das rauhe Wetter, die besondere Meeresnähe und auch rauhe Menschenart hat so manche Schriftsteller einst inspiriert.
Im Radio hörte ich die Kindersendung, mit einem Hörspiel auf plattdeutsch.


Hinterlasse einen Kommentar