An diesem Wochenende habe ich einiges vor, mehrere Atelierbesuche und die Kulturnacht in Friedrichstadt, bei der AUCH noch die stadtansässigen Ateliers geöffnet haben. Alles gleichzeitig, wieder mal, doch besonders daher, dass ich am Mittwoch ja verreisen werde und die anderen Wochen für mich ausfallen.
Und jedes Mal denke ich, ich sollte doch auch mal die Bilder hervorholen….und beim nächsten Mal mitmachen….und jedes Mal muss man sich zum Jahresende schon angemeldet haben mitsamt Ausstellungsort, Bilderzahl und Bildertiteln, etwas dass mir 9 Monate vorher zutiefst widerstrebt, weil ich gern kurzfristig bin. Kurzfristig deshalb, weil solche Aktionen ebenso wie Reisen extrem aufregend sind, und ich solche Aufregung nicht gut vertrage. Und ich bin fähig, mir dann monatelang Sorgen und Gedanken zu machen, wie und was und welche Rahmen und so weiter, so dass es mich total absorbiert und ich nicht mehr im Hier und Jetzt gut funktioniere, was aber nötig ist.
Auch gerade ist ein Ausnahmezustand, denn ich lasse meine Liebsten hier und übertrage Haus und Hof an den Katzensitter. Der kommt erst Montag an, aber in Gedanken habe ich ihm schon tausend Dinge erzählt, die er beachten soll. War das früher auch so schlimm? Ich glaube nicht.
Seit Besuch hier war, weiß ich, dass die Katzen bestens klarkommen. Sie zumindest sind sehr flexibel und teilen den Menschen schon mit, was sie wollen. Nun gut, freuen kann ich mich dann ja, wenn ich im Flieger sitze….
Zumindest gut, wenn noch viel zu tun ist. Es regnet nun nach der Mondfinsternis, von der ich nichts mitbekam außer der Aufregung im Internet. Ich bekam diesen kleinen Wohnwagen hingestellt, Freund mit Trecker musste durch den Zaun, also Zaun abgebaut, Büsche gerodet, Zaun wieder aufgebaut, neue Pfähle gestrichen, Wohnwagen geputzt, Gardinen gewaschen, …
Und stellte fest, dass das Modell Knaus Komfort 400 von 1976 ist, mit Originalpolstern in braun und orange Karo (wir hatten damals auch so Tapeten in den Farben) und finde das total witzig.
Ich kenne den Wohnwagen seit Jahren, und bisher war mir das entgangen. Eine kleine Zeitreise. Nein, wir machten niemals Urlaub auf Campingplätzen mit meinen Eltern damals. Meine Mutter mochte es nicht. Wir fuhren viel durch Europa, immer in Hotels. Und zuletzt 1974 mit den Eltern, in Portugal. Wir reisten aus ca 2 Wochen vor der sogenannten Nelkenrevolution, von der wir kein bisschen Ahnung hatten damals! Meine Schwester und ich trafen damals Studenten und Hippies, tanzten, kifften und tranken Rotwein mit Cola, rauchten diese schwarzen Zigaretten – ein paar Tage nur- und all das habe ich nie vergessen. Denn wir mussten ja weiter mit den Eltern, ach Liebeskummer und am liebsten wollte ich gleich dableiben.
Und dann Abitur machen, das war Pflicht. 1976.


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