Die goldene Zitrone

Eine ABC – Etüde Nr 2 mit den Worten Abglanz-säuerlich-scheuern, Oktober 2026

„Die goldene Zitrone“- Der Filmpreis für besonders dumme Filme wird seit hundert Jahren verliehen, ein Abglanz alter Zeiten. Damals konnte man sie noch sofort erkennen, die Werke, die einen säuerlichen Geschmack hinterließen, Bilder die man lieber nicht gesehen hätte und schrille Musik.

Aber was heißt säuerlich- heute ist sauer meist mit Zucker zugleich versetzt, klebrig und eklig. Der diesjährige Preisträger Marlon McIntosh mit dem Spielfilm: „Eine neue Welt“ scheuert haarscharf am Kitsch vorbei, eine romantasy der Zukunft, die keine einzige neue Idee verzeichnet.

Die Handlung, man mag es kaum erzählen, beginnt mit den letzten Überlebenden einer durch Katastrophen ausgelöschten Menschheit. Ungefähr 235 bisherige science-fiction-Romane, Serien und Dystopien beginnen genau so. Natürlich gibt es mächtige Feinde in Form von Maschinen , und ein Genie, das zufällig und unversehens zum Helden mutiert.

Aber wir wollen nicht die Spannung vorweg nehmen. Wie wird der Rest der Menschen es schaffen? Denn das müssen sie. Angesichts ihrer Lage muss uns klar werden, dass all unsere jeweiligen Probleme nur ein Klacks sind und wir vielleicht diese überleben werden.

Dies trägt zu dem sehr sauren Geschmack bei und ich verleihe höchstpersönlich die goldene Zitrone an die austauschbaren Hauptdarsteller. Eine neue Zeit bricht an: Damals, gestern, übermorgen und 2030. Heute aber nicht.

214 Wörter, und alles nonsense. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen und Filmen sind reiner Zufall und nicht beabsichtigt.

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