wiedergefunden

So manches entdecke ich wieder, weil Bilder und Objekte nun mal weggelegt werden müssen. Die gefilzten Medizinrad-Schilde fand ich in einem Kissenbezug, auf dem ich täglich gesessen hatte- also wirklich, das ist schon achtlos….Dabei sind das wie so Vieles heilige Medizinbündel, mit Bedeutung!

Es gibt auch ein Kissen, das mit -gewaschenen- Hundehaaren gefüllt ist. Witzigerweise schlafen die Katzen da gern drauf. Die gehäkelten Täschlein zum Umhängen waren auch Schilde, mit Zitronengras und Salbei gefüllt und verschlossen.

Im Buch „Die 13 Clan-Mütter “ machte Jamie Sams dreizehn Schilde, für jede der heiligen Frauen einen. Es berührt mich sehr. Da ist so viel wiederzufinden, was Weiblichkeit bedeutet.

Die dreizehn ist Mond-Medizin, auch im Mutter-Erde -Kreis sind wir dreizehn Frauen. Warum wohl wurde diese Zahl „verteufelt? Es geht um Werte, die in Vergessenheit gerieten. Andere Werte als die, die in der heutigen Macher-Welt zählen. Auch geht die Zahl 13 über die ständige 12ergruppe hinaus, die so oft als entscheidende Herrscher in Geschichten und Ritualen genannt wird. Sie ist eine Stufe weiter! Verboten! Eine andere Art Zyklus, mit dem Mond verbunden. Und Mondkalender waren auch früher mancherorts in Gebrauch.

Ein kurioses Ritual auf Teneriffa: warum badet man die Ziegen? Es ist religiös…https://www.puertodelacruz.com/los-origenes-del-bano-de-las-cabras/

KRÖTE

Der Rauch traf sich mit den Strahlen der untergehenden Sonne, einen Moment lang. Feuer machte ich nur, um die Würstchen zu grillen.

Es sind die Momente, nach denen ich mich gesehnt hatte, heiß und trocken, für mich beginnt nun das leben. Für die Kröte sieht es anders aus, sie hatte sich in der Erde verbuddelt und ich hielt sie plötzlich in der Hand beim Umtopfen. Es gibt ja genug schattige feuchte Plätze hier. Erdbeeren werden rot über Nacht, Kürbispflanzen strecken Tentakel aus und die Rosenblüten duften und zerfallen. Ich kann eigenen Koriander auf den Salat tun, und Basilikum.

Vorgestern kam der Freund vom Schafescheren wieder mit einem großen Sack voller Wolle direkt vom Schaf, Also Wolle, die dreckig, fettig und irgendwie gut riechend irgendwie wohin musste. Ich wusch und wusch und trocknete und stopfte Kissen voll und der Rest bleibt erst mal in dem Schuppen.

Manche Kissen bekommen noch Salbeiblätter oder Melisse.

Es tut gut, in der Natur zu wirken, wenn ich alles nach meinen Möglichkeiten ausrichten kann. Also arbeiten früh morgens, dann ganz lange Siesta und viel trinken. Für die Menschen von der Müllabfuhr und der Straßenreinigung sieht es anders aus, die in voller Montur in der prallen Sonne stehen. Man stöhnt schon wieder, nachdem man zuvor über den harten Winter, den vielen Schnee, den vielen Regen gestöhnt hatte.

Ich nicht. Bei Sonne gehe ich in den Schatten und beschwere mich nie! Die Badestelle am Fluss ist überfüllt, aufblasbare boards und Gummiboote, Jungvolk vom Dorf…

Meine Außenküche ist auch eine Erinnerung an Spanien. Das Brodeln des Kaffees jedes Mal ein Ritual. Mein persönliches Teneriffa, eine Zelebration, und nun frage bloß keiner wie so oft geschieht: Warum gehst du denn da nicht wieder hin?

Endlich Rente aber nie genug, endlich Zeit aber Haus Katzen Liebe und auch viele andere Gründe halten mich in diesem Ort, der auch einer ist, wo andere Urlaub machen. So viele müssen sich nach Meer sehnen, hier ist es vor der Haustür. Zwar das falsche, aber ich beschwere mich ja gar nicht.

Hier ist family, das ist nicht selbstverständlich. Das erfordert Einlassen und Zeit nehmen und Beständigkeit, ein Fremdwort meines bisherigen Lebens. Dieser Ort hat mich vielleicht gebraucht.

Übergriffig

Ich beobachte und erlebe, dass die Sensibilität für eigene Übergriffigkeit nicht besonders gut vorhanden ist bei einigen Mitmenschen. Dafür aber die für jene der Anderen umso mehr. Das aber ist ja eher verzerrt und nicht sensibel. Als sensibel betrachte ich die Fähigkeit, aufzunehmen was feine Schwingung, Hintergrund, wahrhaftig ist. Nicht nur das Gesagte sondern mehr als das.

Was zu weit geht, ist aber auch individuell. Nur in einer Gruppe, wo es einen geschützten Raum explizit geben soll, da geht manche persönnliche Meinung zu weit, die den anderen angreift, bewertet, und verurteilt.

Ich bin wirklich froh, dass ich ein großes Fest erleben durfte, in dem Menschen Menschen waren und bleiben. Viele bekannte Gesichter, neue auch und ein Miteinander auf weitem Raum der Wiesen und kleinen Bühnen und workshops. Ich tanzte mit bei den fünf Rhythmen in einer Jurte, und bei Saunatemperatur wurde dabei manches ausgeschwitzt. Man konnte anschließend im Ententeich baden. Kinder, Hunde, Zelte, bunte Musik, Ein reichhaltiges Buffet.

Alle kamen von verschiedenen Orten, bis nach Glückstadt reichte die Weite.

Es gab einen kleinen Junenmarkt, das ist eine Art Tauschkonzept aus Frankreich, eigentlich G une, welches hier als Junen benannt wird. https://monnaie-libre.fr/An den theoretischen workshops habe ich dazu aber nicht teilgenommen…ich hatte schon genug von sowas, als ich vor 20 Jahren an einem Wohnprojekt teilnahm.

Ich glaube, ich eigne mich nicht wirklich für solche Gemeinschaften, in denen alles abgesprochen werden muss und Regeln und so weiter. Schon Räume mit dreißig Leuten eng beieinander und stundenlanges Gerede überfordert mich einfach. Aber einzeln hab ich sie alle lieb, naja nicht alle natürlich. Ich denke auch manches was ich nicht sage.

Ich hörte eine schöne Musik, ein Paar die sich virtutes nennen, sie ist eine dänische Sängerin. Der Name kommt von den sieben Tugenden. Auch Ilan https://www.youtube.com/@Louiscabala hat uns schön besungen mit „good vibrations“ und zusammen mit Maike und Chris. Am schattigen Waldrand wurde getrommelt.

Viele Gemeinschaften, die seit etwa dreißig Jahren oder länger bestehen, auch damals Aufbruchszeit, leiden mittlerweile an Alterung….junge Leute legen sich nicht so früh fest und nicht mehr auf einen Ort. Dafür aber gibt es Gruppen für workaways und Wohnen gegen Hand u.a., die das zeitweise möglich machen.

Aber gerne malte ich am großen Gemeinschaftsbild mit, das Motto „Voneinander füreinander“ . Ausschnitte auf den Bildern.

Ich mag es aber auch nicht, wenn meine Ecke „übermalt“ wird. Von wegen Übergriff. Kann es gelingen, geht es gut, oder auch nicht,. Die Balance zu finden ist nicht so leicht.

Gefreut habe ich mich auch über zwei Bücher, die ich mit geschenkten Junen ertauschen konnte. „Die 13 Original Clan Mütter“ von Jamie Sams sowie „Medizin für diese Zeiten“ von Cambra Skade. https://wordpress.com/reader/feeds/105585557, die auch hier ihren blog betreibt und viele schöne gehaltvolle Künsterinnenbücher gemacht hat.

Danke

Ein Ort an dem wir einander begegnen

„Jenseits von Richtig und Falsch ist ein Ort, an dem wir einander begegnen“. Rumi

Ich hörte den Satz gestern von Monika, die uns immer wieder mit ihrem Straßentheater erfreut.

https://youtu.be/ZWee4Y4j8do?si=yWq1xs59tEFDOb_O

Dort fand in Büsum eine Vereidigung von 2000 Soldaten statt. Die kapierten vermutlich nicht viel von dem Theater. Interesse findet es eher auf tiktok.

Jenseits all dieser politisch eingefärbten Diskussionen und Missverständnisse begegnen wir uns als Menschen. Am Wochenende zum Sommerfest, und auch jeden Tag. Ich war dieser Tage Teil eines Mutter-Erde-Kreises und es war wunderschön.

Und genau dort fand echte Begegnung statt jenseits von Darstellen wollen. Wir sind eben doch alle Menschen, die die Welt verbessern wollen. Ich würde dafür nur nicht mehr auf die Straße gehen, sondern eben jenseits dieser Wege wirken. Mit jenen Kräften, die in uns und durch uns Heilung erschaffen. Im Bewusstsein beginnt alles, was später Form annimmt. Darum finde ich es so wichtig, nicht das Negative zu fokussieren.

Sich die Gewässer als rein und klar VORZUSTELLEN. Zum Beispiel. Und wenn man beten will, dann eben damit diesen Zustand zu bewirken, zu rufen, sich in Bildern vorzustellen, anstatt nur an Wissenschaft zu glauben, die uns mit neuer Technik retten soll. So oft ist die Technik gar nicht mit den gesunden Kreisläufen verbunden.

Das Wetter ist jenseits meines Verständnisses. Etwas krass, extrem, seltsam. Ich sehe ja die Schleier des Morgens, bevor sich der Himmel wieder zudeckt. Ist mir auch egal, wenn alle es nicht glauben wollen. Ich beobachte es schon lange. Sommer stundenweise zu haben. Na danke.

Irgendwann

Irgendwann beginnt auch der Sommer, nur nicht jetzt. Sturmartige Windböen fegen durchs Land. Ich friere. Ich heize den Ofen an. Und irgendwie scheint mir, dass ich das jedes Jahr im Juni denke. Wenn dann im August mal drei Wochen am Stück Sommer gewesen sein wird, hoffentlich, dann bin ich zufrieden, aber dann ist er auch schon zuende.

Ich lebe dann jede Minute so als sei sie ganz lang. Das bringt mich zum Wort der „Unzeit“ Zur Unzeit kam mein Kater mitten in der Nacht von einer tagelangen Tour zurück. Er hustet und war voller Zecken. Eine Neumondnacht, das ist Unzeit weil die Stunden nicht gemessen werden im Schlaf.

Das UN ist eine Verneinung. Manchmal aber auch eine Verstärkung, was sich widerspricht. Eine Untiefe ist keine Nicht-Tiefe, sondern eine noch tiefere dunklere unbekannte Tiefe. Ein Untier ist ein gefährlicheres Tier, kaum noch Tier, ebenso wie ein Unmensch kein Mensch mehr sein soll. Vielleicht von UN-ten und Unterwelt.

Das IR ist auch eine Verneinung. Irreal, irrelevant, irre. Irrlicht.

Sowas denke ich in der Nacht zur Unzeit, wenn ich nicht wieder einschlafen kann.

Die Zecke ist ein Untier. In Massen.

Der Tag brachte eine wunderschöne Frauenrunde in einer kuscheligen Jurte. Da fegte der Wind noch lauter draußen herum. Und das Sommerfest wird vorbereitet. Zu Tränen gerührt von einer stillenden jungen Mutter und dem kleinen Murkel. Gibt kaum ein besseres Urbild für das Leben und die Weiblichkeit, um das zu unterstützen trafen wir uns. Denn die Mütter fühlen sich auch alleingelassen. Die Seele zu nähren, dabei würde die Sonne helfen, doch auch die menschliche Wärme. Die menschliche Tiefe, die im Alltag so oft fehlt.

Was sind das da, schon wieder neue Bücher? Tatsächlich guckte ich nur kurz in die nächste Bücherhütte, und fand wieder vier. Wann ich das alles lesen will? Gerade nicht. Diese Antwort kann man bei der Frage nach updates anklicken, und das tue ich somit. Man kann lesen, bis es einem zu den Ohren rausquillt. Dann macht es keine Freude mehr. Das Buch muss passen zum Moment, und eher ist es auch mal dran, in sich hineinzusehen….

Windiger Morgen

Ein Spaziergang im nahen Städtchen, noch zu früh. Der Flohmarkt fand nicht statt, die Läden öffnen ab 11. Die Galeristen saßen noch beim Frühstück, und da gab es immerhin leckere Brötchen beim Sonntagsbäcker. Et Voila, die Rosenstöcke, die so typisch sind für unsere Städtchen hier.

Einige Touristengruppen wandelten bereits durch die Straßen, und ich, verkleidet , ebenfalls in Regenkleidung. Man grüßt. Einer kam vom Tennisplatz, die Boote liegen verwaist, und auf dem Rückweg halte ich am Friedhof, wo eine Tauschhütte daneben steht.

Der jüdische Friedhof wurde von seiner ursprünglichen Lage am Wasser zum anderen Friedhof umgesetzt, wie immer sowas geht. Es gibt viel historische Gedenktafeln, einst war es eine religionsfreundliche Stadt. Ich sehe auch viele Gedenktafeln , gemeinschaftlich, von Toten der 2020iger Jahre. Würde ich einmal hier begraben, hätte ich vielleicht interessante Geister um mich.

Dieser Teil hat gar keinen Zaun, während der Friedhof von Zaun und Toren fest umschlossen ist.

Krähen und Dohlen haben gefräßige Kinder. Wer füttert die alle? Etwas melancholisch könnte man da werden, doch ich hole mir die guten Brötchen und genieße sie Zu Hause. Auf der 10minütigen Fahrt sieht man keinen einzigen Menschen, nur Krähen in Scharen und Schafe über den Eiderdeich verteilt wie weiße Punkte. Das rauhe Wetter, die besondere Meeresnähe und auch rauhe Menschenart hat so manche Schriftsteller einst inspiriert.

Im Radio hörte ich die Kindersendung, mit einem Hörspiel auf plattdeutsch.

12 von 12 im Juni 26

Auf dem blog „Draußen nur Kännchen“ werden alle Beiträge zum 12. Juni gesammelt https://draussennurkaennchen.blogspot.com/2026/06/12-von-12-juni-2026.html?m=1

Der Tag beginnt gesund mit Obst zum Frühstück, Haferbrei, Magen-und Darmtee.

Heute wird ein Nesthockertag, nicht viel zu berichten. Der Himmel ist weißlich und dicht, kalt ist es und daher beschließe ich einen kleinen Abstecher in ein Nachbardorf, Delve. Das ist viel größer als meines, und hat einen kleinen Laden in der Alten Schule, wo man sich an Büchertauschregalen bedienen darf. Mal finde ich nichts, mal ist es so toll wie heute. Sechs Bücher, die mich interessieren

Außerdem ein update zu den aufkommenden Veranstaltungen. Ich fahre noch ums Eck zur Eider, wo man die kleine Fähre gegenüber sieht, die Anlass für die Musikzug und Sportevents gibt. Ein bisschen Kult hat jedes Dorf. Dieses hat sogar einen Campingplatz und ist fast ein Geheimtipp, angesichts der vollen Strände im Sommer ist es hier regional gemütlich an der Badestelle. Aber nicht heute. ich fahre gern Auto. Ich hatte das nicht immer, und dachte darüber nach, wie sehr unsere Sprache davon geprägt ist, „einen Gang runter zu schalten“ oder „ordentlich Gas zu geben“ und so weiter. Wie werden die elektrischen Sprüche, wenn das gar keiner mehr versteht?

Next Imbiss mit selbstgemachtem Ghee auf dem glutenfreien Brötchen.

Und die Zeitung , da ist noch der Artikel über das Chemiewerk in Brunsbüttel, eines der größten Deutschlands. Ich gebe zu, ich wußte gar nichts davon. Ein bisschen ekelig, die Jubiläumssprüche. Gerade sind wir an einer Batteriefabrik vorbeigeschrammt; nachdem viele Hektar Ackerland bereits betoniert wurden, ging die Betreiberfirma pleite. Seither beherrscht das Northvoltthema diese Zeitung, die Politiker werfen sich gegeseitig Fehler vor, und die Heider waren wieder die Dummen, die sich rein legen ließen in ihrer Gier nach Geld und Arbeitsplätzen…

Man sieht zu, wie aus einer landwirtschaftlich dominierten Landschaft etwas Industrielles wird. Leer, tot, unangenehm. Nein, mein Fortschritt ist das nicht, dazu müsste es mehr Bewusstsein geben, wie wesentlich die Vögel, das saubere Wasser , die Freiheit sind.

Nelkenwurz, lerne ich heute, breitet sich zwischen den Erdbeeren aus und ist aber auch ein gutes Heilkraut, so dass ich davon einen Tee mache.

Nun aber zu den Büchern, von denen ich gleich drei auf einmal beginne und mich über Schüsslersalze informiere, und dann weiterschmökere in einer historischen Zeit- in der ich selber jung war. Krass, „Damals“ Wir sind Geschichte….Für mich ist Damals die Zeit von der Gräfin Dönhoff, über die ich auch gern lese. Wie viele der Eltern meine Freunde und die Familie meiner Mutter ist sie aus Ostpreussen geflüchtet, sehr bekannt da sie darüber geschrieben hat in der ZEIT, die ich früher mal las. Früher.

Mein Versuch draußen zu sitzen, war zum Scheitern verurteilt. Immer wieder Regen.

Ob es jemals möglich ist, den Strandkorb zu reparieren, wir werden sehen. Es ist ein schweres Ding, ich kann es nicht. Artha Martha hätte noch unter die Plane gepasst, aber…

Für heute Abend bleibt mir das Radio, im Retrodesign manches, und morgen ein Besuch im Steinzeitdorf, wo das Bogenschützenturnier der Zeitreisenden stattfindet.Wikinger, Mittelalter, Modern times, Steinzeitjäger (alle im passenden outfit) Sonntag ein Flohmarkt, Montag ein Frauenkreis. Da komme ich genug unter Leute. Aber ich habe nur ein Steinzeitoberteil umgenäht.

Rosewitch gardens

ABC Etüden mit den Wörtern Wolke-stur-sortieren wie in der Schreibeinladung vorgegeben 300 Wörter https://365tageasatzaday.wordpress.com/2026/06/07/schreibeinladung-fuer-juni-2026-wortspende-von-fundevogelnest/

Eine Wolke aus Rosenduft empfing Roswitha, sobald sie aus der Hintertür ins Freie trat. Weiße und rosa Blüten aller Schattierungen streckten sich dem Licht entgegen.

Sie ist eine Rosenhexe, zu englisch witch oder wicca. Als die Dame um die Ecke trat, mit der Kaffeetasse in der Hand umherwandelnd, traf sie allerdings plötzlich eine ganz andere Art von Duftwolke. Gewiss, die hatte ihren Sinn, jedoch musste dieser Kater ausgerechnet auf ihren Hexenbesen seine Düfte sprühen? So ein Mist, die sind aber auch stur in ihren Reviergeschichten, diese Katzentiere! Doch als Hexe braucht man auch Katzen, solche feinfühligen Helferwesen. Die merken wirklich alles! Sie sehen auch Geister, die sich unsichtbar anschleichen wollen. Wer weiß wer ihr hier den Streich gespielt hatte.

Denn wie sollte sie nun zu ihrem Schwesterntreffen am nächsten Montag kommen, die Sonnenwende naht und es war eine Runde der 13 Schwestern angesagt. Zu Neumond. Sie sortierte mühsam – die Wut zügelnd – ihre Gedanken.

Da kam Roswitha eine Idee. Ihre Nachbarn hatten schon so ein Elektrogefährt, das durch den Garten fuhr und jeden winzigen Grashalm absäbelte. Das war zwar nicht sehr naturgerecht, aber praktisch für die Menschen.

Warum sollte sie nicht einen Elektrobesen zaubern? So etwas gab es doch in jeder Küche. Roswitha eilte hinein in die Blockhütte und wühlte in ihren Schubladen, die unendlich viel enthielten. Es wurde immer mehr, statt weniger.

Da, der Schneebesen, den sie sonst nur im Winter brauchte. Sie holte sich noch Rat für den Antrieb, bei Meister Linux, und siehe da – schon wirbelte sie durch die Lüfte, unglaublich!

Der heftige Westwind half auch dabei nach. Mit dem alten Besen lässt sich dann noch der Kater streicheln, er liebt es. Das war auch nicht der Übeltäter. Ah Ja, die Zeiten ändern sich.

Am Koog

Was ist ein Koog? Nach Kaiser-Wilhelm oder Auguste-Victoria benannte Gegend an der Nordseeküste, mit endlosen geraden Straßen an endlosen grünen Deichen entlang. Da gibt es diese Sonnenuntergänge.

Es gab auch einige Blues-Konzerte, relaxed, bis es gestern Abend für uns in einem Wolkenbruch endete und wir die langen Straßen wieder nach Hause fuhren.

Baumlos, Mühlenvoll, und auch viele Schafe in großen Herden.

Viel „Nichts“, auf dem endlose Reihen von Kohlköpfen wachsen. Wer hier lebt, ist an viel Raum um sich gewohnt. Pferde, die wild und kraftvoll rennen, und sich nicht von lauter Musik irritieren ließen. Nebenan am Busenwurth fand auch etwas statt, eine Art dark gothic festival , wo es sicherlich interessantere Bilder gibt, denn die Besucher sind da speziell gekleidet. Man weiß das aus der Zeitung.

Nun, kann man ohne Abo nicht angucken. https://www.lucy-fair.com/ Aber man sieht es an den Namen, hier wird der Unterwelt gehuldigt, die hat schließlich auch ihre Rechte. Hässlich schlägt Schön, vielleicht gab es ein Ungleichgewicht zur einen Seite? Ich weiß nicht, ich weiß nicht.

Durchaus kann ich Selbstzerstörung nachvollziehen, die aus Fremdeinwirken entsteht, unbewusst und sich hinterher selbst vervielfältigt. Aber die Lust daran, böse zu sein, ja auch das. Leider ist es nicht immer so offensichtlich oder nur Darstellung.

Ich glaube ja, die Kirche selbst hat die ganzen kleinen Teufel hervorgebracht, die es so vorher gar nicht gab. Vorher waren sie rein menschlich….insofern ist Provokation mittlerweile überflüssig, denn Macht ist nicht mehr auf ihrer Seite. So empfinde ich das. Mancher Christ glaubt allerdings sehr an das Teufelswerk.

Schade, diese Polarisation.

Eier, Erdbeeren

Gewitter. Alles in Fülle vorhanden. Und schon wieder sieben Bücher, wie kommt das denn. Dazu die Strandmuschel , die ich nicht wieder eingepackt kriege. Sie werben mit Popp Up Zelten, aufbauen geht super schnell. Aber das Zusammenfalten- das kann keiner.

Das ist blöd. Denn die sollte ja mit zum Festival, um mich vor Wind zu schützen. Da unten am Koog ist es meist besonders windig. Also unten heißt, etwa eine Stunde südlich von hier. Da spielen mehrere bands, endlich wieder live.

Tanis Halliwell, lange bekannt . Seither weiß ich, dass in mir ein Elfenanteil schlummert. Unter anderm. Ich las auch Iskari, zwei Bände bisher, von Kristin Chiccarelli. Gute Fantasy Trilogie.

Kräutertee, Labkraut und Brennessel, so langsam überwuchert sich alles gegenseitig und das Schöllkraut ist riesig, als wenn ich das alles besonders brauchen würde. So eine Entgiftung des Körpers ist immer mal gut.

Es ist Sommer. Es ist nass. Warm. Schneckentime. Rosenblühen.

Webseite erstellt mit WordPress.com.

Nach oben ↑