In diesem schönen video kann man es sehen: Wie wichtig das Wasser, die Heimat und die Landschaft ist für die Menschen, die dort leben. Der Filmemacher macht sonst Aufnahmen von den katholischen Festen und Zeremonien, die auch archaisch anmuten. Es ist kaum möglich, einem dieser Feste zu entgehen, wenn man auf der Insel weilt.
Am Ende der Welt
Früher war das hier an der Westküste von Schleswig-Holstein, das Ende der bekannten Welt. Ganz früher. Und zugleich war es auch anderswo. Irgendwie endete sie am Meer, die Welt, besonders auf den Inseln. Auf La Gomera, Canarias, zog ein heftiger Sturm durch namens Therese. Alerta- Alarm und unglaublich viel Regen, wodurch Natursteinmauern einstürzen, Felsbrocken auf die Straßen fallen und so weiter.
El presidente del Cabildo de La Gomera, Casimiro Curbelo – der Präsident heißt wirklich so, er hat verkündet dass nun 76 Prozent der Wasserreseven aufgefüllt sind. Das ist natürlich die gute Nachricht. https://www.gomeranoticias.com/2026/03/25/casimiro-curbelo-detalla-la-situacion-de-la-isla-de-la-gomera-ante-el-paso-de-la-borrasca-therese/
Ups das ist der falsche Artikel. Aber es wird ihn keiner lesen, ist nur eine Quellenangabe. Es war einige Jahre nämlich so trocken dort, dass es wieder Wasserprobleme gab. Daher freuten sich alle über die Wasserfälle, bis sie zu reißenden Strömen wurden.
Ein Foto hat mir ein Freund gesendet, der oben am Berg wohnt. Leider hat es ein copyright. Ich zeige ein altes Foto von mir, 2019.
Ein beliebter Touristenweg wurde offenbar zugeschüttet mit Felsen, und ein bisschen freut es mich auch, denn die Natur sorgt für die richtigen Verhältnisse. Es ist doch so, dass leider die Leute, die da lang laufen, eine Menge Dreck hinterlassen. Da freut mich auch ein solches Projekt https://proyectolibera.org/que-es. Man muss ja auch den Müll irgendwie von der Insel schaffen, eine Kläranlage haben sie immer noch nicht! Man will eigentlich gar nicht wissen, wie es auf Teneriffa aussieht, wo so unendlich viel mehr Menschen hinfahren, immer nur für eine Woche- so wird es angeboten und es bringt doch so überhaupt keine Erholung, denke ich…
Aber ungefährlich ist es nun nicht , auf den Wegen zu wandern. Die Einheimischen haben gut funktionierende Feuerwehr und Notfallhilfe, kennen die Verhältnisse. Immer wieder gibt es Unfälle und falsches Verhalten. Man kann es gar nicht genug schätzen. Ich höre öfter davon, dass sie dies und jenes nicht tun, was notwendig wäre. die Behörden.
Aber wenn ich videos schaue, von manchen Deutschen, die dort jahrelang leben, dann muss ich mich schon wundern, dass die Gomeros dort so gar nicht vorkommen in ihrem Leben. Die mögen nämlich die „paradiesische“ Hippieszene nicht so besonders, im Allgemeinen. Diese Ausrufe des Paradieses kann ich schon gar nicht mehr hören- es gibt das nicht. Nicht, wo andere für dich arbeiten und deinen Müll wegschaffen. Auch in Indien ging es mir so, es gibt diese Mehrklassengesellschaft dort und ich fühle mich nicht wohl damit. Wogegen man sich wohl daran gewöhnt, im Lauf der Zeit.
Hier ist das ebenso, unser Müll wird wo immer hingeschafft. Immer mehr Plastik. Danke für die Natur. Auch in unseren Dörfern wird im Frühling aufgeräumt.
Reisefilm: Reif für die Insel
Den fand ich erst nicht so, aber er wurde immer besser….und Inseln ….
Auf meiner Lieblingsinsel gab es Sturm und da ist so einiges abgerutscht an den Berghängen.
Alt und Genug
Ich musste mich etwas aufregen, als ich etwa 30 Sekunden eines Podiumauftrittes von Autorinnen mitbekam, die über „Das Altern“ schrieben. Sie sei nun alt genug, um endlich flache Schuhe zu tragen, sagte die eine bekannte Autorin und ich würgte das Gegacker sofort wieder ab. Wenn sie jetzt erst alt genug dafür ist, dann also dann. Ist das nicht ein Begriff aus der Kindheit, wo Kinder eine Entwicklung ihrer Fähigkeiten durchlaufen….?
Habe ich ein Glück, dass ich schon sehr lange, ja schon immer alt genug dafür bin. Dieses Frauenbild war doch schon in unserer Jugend passe. Und wenn sie dann etwas länger alt ist, mal sehen was sie dann schreibt. Ich werde es aber bestimmt nicht lesen.
Das Schlank sein durfte ich auch schon abgeben, als ich aufs Land zog. Ich bin hier einfach immer schlank, es ist nicht das Schönheitsideal. Egal Egal.
Stürmisch
So schreitet der Tag voran mit heftigen Winden, im Moment sonnig. Ich habe Schüsslersalze bekommen, der Hund hatte offenbar Arthrose. Ich musste die Wirkungen erst mal recherchieren und konnte drei für mich auswählen. Was manche so alles tun…immer für die Tiere. Nun auch an mich denken. Die Menge pendele ich aus, wie immer. Es kann nicht so viel falsch sein. Arthrose nämlich ist offensichtlich. Im Zeh, wo es wirklich stört.
Nun ist dem Internet noch mehr über mich bekannt. Wo hier bei wordpress doch auch der Megakonzern Meta Kunde ist. Oder wie , das kann man nämlich lesen. Wem genau gehört jetzt diese Plattform, frage ich mich da. Auf jeden Fall kann man mir Werbung schicken, oder meine Daten sammeln und dann ein Profil erstellen. Das mache ich ja selber, praktisch. Dieser Roman „Going Zero“ hängt mir noch nach. Einfach mal was völlig Unerwartetes machen. …Oha. Die konnten sogar messen, wie viele Sekunden der Gesuchte zuerst vor seinen Lieblingskeksen stand, bevor er dann absichtlich andere kaufte, um nicht erkannt zu werden. Hatte alles nichts genützt.
Ich habe keine Kundenkarte, die Punkte für mich sammelt. Nur im Futterhaus, weil die Katzen fressen immer nur das Gleiche. Die Firma weiß genau, wie oft ich da Futter kaufe. Wenn ich mal nicht komme, schreibt man mir mit Rabattverlockungen. Schrecklich oder, diese Vorhersehbarkeit. Das Leben ist nicht mehr abenteuerlich.
Für die Katzenbande aber schon. Nachts schleicht sich der Fremdling nun durch die Katzentür, um zu fressen. Amigo hält Wache und knurrt, ich erwache sehr plötzlich …Bevor es schlimmer wird- grässliches Geschrei mit Kämpfen, muss ich einschreiten. Die „Kleinen“ treiben sich nun lieber bei den Nachbarn rum, hörte ich. Auch gut. Alles wie gehabt. Ändert sich ständig.

Hauswand
Ungemütliche Gedanken
Heute wachte ich davon auf, dass ein Kater auf den Teppich kotzte, es war sechs Uhr. Ich schmiss den Teppich aus dem Fenster. Im Traum hatte ich gerade Geschirr sortiert, in einer WG, und einem Leben, das mir ganz unbekannt war. Ich wusste aber wohl, wo das Geschirr hingehört, das sich da schon in großen Mengen stapelte.

Von Friedrichstadt gibt es noch einige Bilder, die weniger bunt sind als die Touristenmeile. Die Stadt besteht ja nicht nur aus Geschichte und schönen Kanälen. Ich war gestern noch mal da, als der Buchladen geöffnet hatte und stand lange vor den Regalen. Über einige der neuen Bücher hatte ich schon gehört, und hatte auch keine Lust auf die „Buchladenromane“- es ist wie eine Inflation. Kaum ist Evie Woods bekannt, haut sie jedes Jahr ein buntes Buch raus. Und ähnliche. Romantik für Frauen, mal Bäcker, mal Antiquariat, dann ein alter Schuhmacher und die gleiche Nostalgie wie bei den Mittelalterromanen. Ich nahm dann “ Going Zero“ von Anthony McCarten, und der hat es in sich.

Bin mittendrin nun. Es geht um die totale Überwachung ganz normaler Leute und was alles möglich ist. Im Roman will der Technikmilliardär -(sehr klar wird seine Persönlichkeit dargestellt)…dem CIA sein Programm verkaufen und zwar solche Mittel, die jenseits aller erlaubten Gesetze agieren. Er initiiert ein Experiment mit 10 normalen Menschen, die sich 30 Tage lang unter dem Radar bewegen sollen- unsichtbar werden, unauffindbar. Und nun wird es sehr interessant.
Mir wird da schon fast schlecht, wenn ich bedenke, was wir hier alles über uns preisgeben, und wie genau ein Algorhythmus über jede meiner Gewohnheiten Bescheid weiß. Und wenn es dann noch jemand nicht ertragen kann, keine Kontrolle zu haben, dann wird es gefährlich. Man hat derlei schon in manchen Filmen gesehen, wenn die Jagd losgeht, auch da auf Unschuldige.
Witzig ist natürlich, dass es eine ältliche Bibliothekarin ist, die die Drohnenjäger austrickst und ich bin sofort auf ihrer Seite. Die anderen Testpeople sind nicht so schlau und man kann sich merken, was alles nicht funktioniert, wenns mal gebraucht wird. Am besten nämlich- immer offline gewesen zu sein. Dann existiert man quasi nicht.
Das gelingt mir jetzt nicht mehr, nach so vielen blogs. Es gibt Themen, die ich niemals öffentlich berühre. Aber trotzdem weiß jeder, wann ich wo gewesen bin. Das Buch ist sehr spannend. Ein bisschen denkt man an T.C. Boyle, aber es ist nicht zynisch.



Der jüdische Friedhof wurde übrigens verlegt. Warum, ist mir nicht bekannt. Er ist leer.
Auch in dieser Stadt, die für Religionsfreiheit bekannt war, vorher, passierte das Gleiche wie im ganzen Land. Man soll es auch nicht vergessen.
Wobei mir ein Satz aus dem Buch hängen blieb-„hier in unserem Land können wir das nicht machen- im Ausland allerdings schon.“
https://youtu.be/YDiSxIQeCVk?si=sw59eD8s83tRl-Ny
Manchen wird in unserem Land gekündigt, im Ausland dürfen sie aber sehr wohl arbeiten. Ich fand es gut, von Ulrike Guerot die Infos über die Wahlen in Frankreich zu hören. Sie hat auch wieder eine Anstellung an einer Uni- in Frankreich. Manches ist richtig bedenklich und ungemütlich, wenn man parallel zu diesem Buch sieht, wie Leute verfolgt und verleumdet werden können, das ist keine Zukunftsmusik.
Und es ist selbstverständlich so, dass sich Viele nicht mehr aus dem Fenster lehnen wollen mit ihrer Meinung. „Meinung“ . Was immer das ist, ein Gemisch aus wahren und falschen Annahmen, meistens. Ich bin schon wieder sehr genervt von solchen Diskussionen, bei denen alle bereits manipuliert sind und ein Glück, dass wir hier nur noch über Kunst und uns selbst reden. Dieses Mittendrin stehen, Dazwischen, das zehrt an meinen Nerven. Ich kann Streit oder was sich so anhört, einfach nicht mehr aushalten.

Das Zwischen den Zeilen lesen verstehen wir ja auch, im Gegensatz zu anderen. Und man soll nicht unterschätzen, wie freudig andere klammheimlich Verbotenes tun . So als sei das der wahre Antrieb, oder erlittenes Unrecht anderswo weiterzugeben. Unbewusst, zu vieles. Unerkannt, zu vieles. Ausgenutzt für Macht und Kontrollstreben.
Alles so schön bunt heute
Auf dem Flohmarkt, dem ersten dieses Jahres in Friedrichstadt, war ordentlich was los heute. Gute Laune und nette Leute, ich erstand schon wieder einen Keramikfrosch. Ich hätte doch gern eine Vorgartenfigur- auf gar keinen Fall einen Buddha. Das ist ja schon inflationär, diese Buddhaköpfe aus der Serie, und keiner der einen hat, ist auch Buddhist. Dann würde da ja ein Altar davor sein mit den Opfergaben, nicht wahr.
Ich finde immer nur Frösche!

Bei dem alten Herrn mit den vielen Kisten, wo alles nur 1 Euro kostet. Knöpfe gab es auch, Bücher nichts für mich, viel zu sehen.




Bilder von der Stadt gibt es morgen, das passt nicht immer zusammen. Ich muss da noch mal hin. Strahlender Sonnenschein soll nur heute sein, viele Eisesser, viele Hunde jeder Art und Größe, und nur ein Paar paddelte mit dem Kanu durch die Kanäle. Es gibt mittlerweile etwa sieben Cafes in der gleichen Straße. Und die sagten, sie waren mittags schon mit Torte ausverkauft gestern. Das Krähenkrächzen immer im Hintergrund, man merkt es gar nicht mehr.





Was es alles gibt. Dieses Gefährt hatte ich noch nie gesehen. Eine trampelt, zwei gucken aufs handy. Wir machen doch sowieso alles nur noch, um zu bloggen. Besser als gar kein Antrieb, oder. Zu sagen hab ich ja gar nichts. Ach doch, aber das erzählte ich alles der Freundin, die ich traf, und es blieb im echten Leben. Einen Fotografen traf ich auch, der mit einer Mittelformatkamera unterwegs war und Rollfilm einlegte. Etwas, dass ich schon vergessen habe, wie es geht. Aber ich war mal gut darin, musste ich die Dinger doch im Dunkeln auf die Spulen fummeln und dann in die Dose. Das hieß Fotolabor, und beim kleinsten Lichtstrahl war der Film hinüber.


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