Heilige Kühe

Ja, es gibt da so ein Sprichwort mit den heiligen Kühen. Ich bin mal wieder als Sprachpolizei unterwegs…und zwar fand ich ausgerechnet in einem schamanischen Buch von Villoldo- kein Unbekannter- den Ausdruck: Heilige Kühe schlachten. Das kann natürlich am Übersetzer liegen, aber unpassender gehts ja wohl nicht. Es kann auch sein, dass da einer ein paar Bücher zuviel schreibt, die am Ende nur noch Gemeinplätze von sich geben. Heilige Kühe jedenfalls werden in meinen Augen nicht geschlachtet, weil sie heilig sind. Basta. Wenn man damit unsere Süchte, schlechten Gewohnheiten und Überzeugungen meint, dann sollte man das anders nennen. Denn an denen ist ja nichts Heiliges. Sicher, ja, auch in Indien handelt es sich „nur“ um ein Konzept (als Schamane sollte er es aber besser wissen). Es ist ein kollektives Übereinkommen mit alter langer Tradition und enthält somit eine Menge Energie, und wer einmal in einem Bus in Indien sass, der unglücklicherweise in einem staubigen Dorf mit einer Kuh kollidierte, wird sich erinnern, dass der Busfahrer nur noch Gas gab, um lebend aus der Situation wieder herauszukommen.

Jedenfalls sollte sich ein schamanischer Autor, der selbst an eine uralte Tradition anknüpft und uns diese nahebringen will, anderen Traditionen, speziell spirituellen, Respekt genug entgegenbringen. Oder Bewusstheit.

Film: Sonnenstürme

https://www.arte.tv/de/videos/086943-000-A/sonnenstuerme-die-raetselhafte-gefahr/

Das ist eigentlich viel wichtiger als all die kleinlichen Themen, die uns ständig beschäftigen. Könnte es uns nicht eine gewisse Gelassenheit geben, dass diese Zivilisation von einem zum anderen Tag plötzlich in ihre Teile zerfallen könnte? Ich gebe zu, dass ich mir das schon gewünscht habe. Ohne die Folgen mir auszumalen , es ist doch ganz logisch, dass die Naturkräfte so viel mehr Macht haben, und nicht nach unseren Regeln sich richten, was der normale Mensch offenbar vergessen hat oder vergessen sollte.

Schon zwei Wochen in Spanien machen einem gewisse Grenzen klar. Dennoch liegen die Erdbeeren aus verwüstenden Gegenden in unserem Supermarkt, – sind die überhaupt echt? Sie sehen nicht so aus.

Den folgenden Film sah ich, interessant und seltsam.

https://www.arte.tv/de/videos/086878-000-A/der-masseur/

Hier geht es ein wenig in das Übernatürliche, welches ja leider auch immer vergessen wird. Auch das gibt es. Meiner Meinung nach der einzige Weg, mit dem Natürlichen in angemessenen Kontakt zu treten. Diese Menschen in ihrer unnatürlichen Umgebung suchen nach einer Anknüpfung und finden sie in einem Heiler, der sich nicht als solcher darstellt, der mit seiner eigenen Urwunde aus der Kindheit kämpft. Wie so viele von uns. Es ist ein wunderbar sensibler bildschöner Film. Wie aus einer anderen Welt, früher.

Im Früher finden wir vielleicht diese Anknüpfung wieder, bevor die standartisierte Industrie uns einsortierte und mit künstlichen Bildern von einer heilen Welt einnebelte. Das ist Programm, nicht vergessen. Die eine Hypnose- wie im Film- bewirkt Gutes, die andere für die Massen gedachte leider nicht.

Buch: Der verborgene Hof

von Jay Lake,Roman, 2013 Bastei Lübbe

Ein Buch, welches schon länger im Regal steht und mich vorher nicht ansprach! Im Moment ist es genau voll der Themen, die mich bewegen. Ich bin erst angefangen- Es geht da um Sklaverei und Selbstentwicklung, ziemlich hart und ein Jugendbuch scheint es nicht zu sein. Das zu übersetzen mit all den Namen und Orten war sicher auch eine Herausforderung und finde ich glänzend gelungen. Fantasy orientiert sich an sehr realen Begebenheiten, und hat natürlich eine Heldin, die herausragend ist.

Ein Mädchen, welches dem Zuhause entrissen wird und dann in der Fremde erzogen. Gefangen. Um zurückzukehren, tut sie alles und dann stellt sich das alte Heim eben doch nicht als das ihrer Träume heraus. Wird aus ihr eine Kriegerin? Wir werden sehen…

Mein Fazit: Eine seltsame Geschichte.

Es geht auch um Kampfkunst, ja , doch die Grausamkeiten nehmen zu und die Beschreibungen von Verletzungen und Schmerz nehmen sehr viel Raum ein. Ich frage mich, ob es sich um „dark fantasy“ handelt, ehrlich davon habe ich keine Ahnung. Auch Krimis überbieten sich heute in extremen Übelkeiten, aber in diesem Falle wundert es mich. Definitiv kein Jugendbuch.

Meisterinnen

„Meisterin der Runen“, so heißt der Roman von Julia Kröhn, und dieser ist auch ein meisterhaftes Buch über historische Zeiten, in dem ich einiges über die Normandie gelernt habe. „Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen“ von Abbi Waxman, auch ganz nett, um sich einen Tag mit kaltem Wetter zu vertreiben. Ich gebe zu, länger als einen Tag brauche ich nicht für solch ein Buch, solange die Augen das noch mögen. Filme gehen schneller. Da hatten wir immerhin „Wir können nicht anders“, der natürlich so gar nicht nett war, aber durchaus -mir fehlen da die Worte – krass. Worum es geht, sagt der Vortext, jedoch finde ich das so gar nicht, dass es darum geht.

Es ist gar nicht so ungewöhnlich, solche eigenartigen normalen Menschen auf dem Lande zu finden. Jo, nach dem Film findet man Dithmarschen richtig heimelig. Wo doch wieder all die Weihnachtsfeiern in jedem Dorfe stattfinden, Kaffee und Kuchen und Plätzchen aufgetischt, so langsam finde selbst ich Gefallen, außer an den Liedern allerdings. Wir hören auch nostalgisch, aber eben die guten alten Siebziger, im offenen Kanal Westküste, von Jens-Peter Grimm an jedem Donnerstag Abend meisterhaft ausgesucht – da kennt sich ein alter Hase richtig gut aus.

Und morgen ist Büchertreff! Noch mehr Geschichten….und Geschichten sind laut einer Studie über die Steinzeit der Beginn von Religionen, der Beginn vielleicht von dem ganzen was uns Menschen so ausmacht, oder? Wobei jetzt meine Katzen offenbar auch ganz vieles erinnern….

Die Buchtrilogie „Silber“, von Kerstin Gier, von der ich erst zwei Bände las, ist für Jugendliche geschrieben, und hat eine ziemlich gute Thematik! Es geht um luzides Träumen, und darin ein Meister zu werden, eine Meisterin. Oder aus welchen Gründen man dieses betreibt. Da finde ich sehr viel Wahres, welches von tibetischen Mönchen, die diese einst geheime Praxis lehren reicht,bis hin zu schwarzen Ritualen, die Angst machen und manipulieren sollen. Von da ist der Weg nicht weit zu Mobbing und Ausspionieren über das Internet, meisterhaft verknüpft diese Parallelen, in den parallelen Welten. Wir müssen uns immer fragen, ob unser Zweck und Ziel angemessen ist.

Den Begriff Schlafyoga hatte ich noch nie gehört, obwohl ich vor vielen Jahren dem Buch von Tenzin Wangyal Rinpoche folgte und mich an viele viele meiner Träume erinnern konnte. Er hat dieses Wort selber nicht verwendet. Wir erschaffen Welten, von denen wir nicht mal wissen….

Ky 12/22

Das Feuerfestival

Das Feuerfestival, von Matthias White lightfire initiiert, bringt ganz schön was in Bewegung! Das ist wirklich etwas Besonderes, und zwar weil authentisch, ehrlich, frei zugänglich, und weil wir Teilnehmer auch aktiv beitragen zu dem Kreis des heiligen Feuers, welches hier und überall nun für 11 Tage gehütet wird. Es sind wunderbare Stammesälteste dabei, deren Enkelinnen mit ihnen vor dem Internet sitzen und übersetzen, es sind junge Menschen, die ihre Lieder beitragen, die die Herzen öffnen. Es sind Weisheitslehrer aus vielen Ländern und irgendwie entsteht etwas ganz neues. Der Kreis, von dem ich schon träumte.

https://lightfire.de/

Der Prozess für Menschen, die als Feuerhüter teilnehmen, jeweils für einige Stunden oder auch länger, von den Alpen bis hin nach Kolumbien und Peru, in indischer Tradition und Homafeuer auch viele dabei, begann mit den acht Vorbereitungsfeuern, und er wird immer intensiver. Insgesamt geht es hier um einen Transformationsprozess, der nicht nur persönlicher Natur ist. Das ist wichtig, denn es geht um alle – Menschen und weitere Lebewesen, Lichtwesen und Sternenwesen.

Eine solche Kraft ist interdimensional.

Ich dachte zuerst, ich sei der Interviews mit bekannten spirituellen Lehrern schon etwas müde, ich bin schliesslich schon etwas länger auf dem Pfade und auch hüte ich schon das ein oder andere Feuer, seit ich selbst einen Platz dafür geschaffen bekam.

Doch es gab Überraschungen! Valruna und Norbert Muigg, das sind angenehm zurückhaltende Weise, die ich sehr ehre. Sie zeigen mir, dass das weitergehen in die Tiefe eine ganz eigene Dimension ist, die vielleicht noch nicht so Viele teilen. Ich lege allen, die das wollen, die Bücher von Norbert Muigg ans Herz!

https://youtu.be/thKZPCiDdr4

Auch hier in diesen Beiträgen von ihm kann man sich ein Bild machen. Und es geht dabei ums ganze Menschsein, nicht nur um einen einzigen Weg eines alten Volkes. Ich wünsche Norbert Muigg, der noch nicht live dabeisein konnte, alles Gute. Jeden Abend gibt es ein zoom Zusammentreffen, geleitet aus Nicaragua, wo Matthias lightfire mit seiner Familie das Feuer eröffnet hat, im strömenden Regen, gegen alle Widerstände und alle Fäden zusammenhält.

Ich danke für alle, die dies möglich machen! Aho.

Ky 22

Buch: Die Sonnendiebe

von Cara St. Louis-Farrelly, Roman, 2012,Hesper-Verlag

Ich habe es noch nicht gelesen! Doch, ich schaue in den Himmel, seit einigen Jahren und ich glaube, dass wir dieses Buch nun 2022 mit anderen Augen lesen werden.

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Diese Himmelsfotos sind in den letzten Tagen bei Sonnenaufgang von meinem Fenster gemacht. Schön, dass man nun endlich darüber reden kann, wenn es Geo-engeneering genannt wird und sogar in Dokus bei öffentlichen Sendern ein Thema ist. Komisch, dass trotzdem so viele das ignorieren und lieber glauben wollen, dass sie in irgendwelchen guten alten Zeiten leben. Die es auch nicht gab. Es handelt sich um den Vorgang der Mystifizierung innerhalb einer Pseudo-Gemeinschaft, die eine gestörte Familie und ähnliches zusammenhalten soll. Das wurde erforscht von Gregory Bateson und anderen 1969, und sicherlich wird es in verschiedene Richtungen verwendet. Ich bin kein Verschwörungstheoretiker, nee. Das waren Wissenschaftler, die uns doch als Experten heilig sind.

Sicherer ist es, Romane zu schreiben, die meist, wenn sie gut sind, gut recherchiert sind. Dann wird auch dem Leser das Verrücktwerden erspart, zu dem das fortwährende Lügengebilde führt. Zum Bild paralleler Realitäten wird es auf jeden Fall.

Ky 22

Schweigen

Ich bin etwas stumm geworden, oder schreib-unlustig. Dafür war ich wieder unter Menschen unterwegs, alles was geht….Doch auch da ist es nicht mehr so, dass Empörung, Kritik, die Weltlage oder wichtiges angesprochen werden kann. Ganz im Gegenteil, es herrscht Schweigen über das, was vorher war. Man macht irgendwie weiter, es ist wieder geöffnet und keiner hat was davon mitbekommen, dass wir – also ein Teil der Bevölkerung- da vorher nicht mitmachen durften. Doch wir vergessen das nicht. Wir haben uns in dieser Zeit anderweitig orientiert, mit anderen Menschen, die diese Berührungsangst nicht mitgemacht haben. Und ich bin gekränkt, schweige, denke mir mein Teil.

Aber ja, so mancher ist zur Zeit krank, wir haben viele Touristen im Land, Besucher im Museum, das ist auch gut so. Die Events sind übervoll, alle sind ausgehungert nach Erleben. Auch ich, denn ich höre gern Musik und tanze. Da freue ich mich über Strassenfest und Konzerte.

Aber ich vergesse nicht, dass uns schon wieder eingetrichtert werden soll- „das Leben ist gefährlich. Man muss alles wieder beschränken….“ Ich kann dazu nur sagen: das Leben in reiner Sicherheit ist ein Knast, es ist nicht lebenswert. Es existiert nicht., Hierzulande scheint eine Zwangsneurose vorzuherrschen, solch eine Furcht wenn etwas nicht kontrollierbar ist. Aber wir alle müssen lernen, mehr im flow zu sein! Wir müssen! In Ländern mit mehr unbeherrbarer Natur fällt das leichter. manchmal auch, wenn es einen Glauben gibt…

Ich habe sehr viel Mitgefühl mit allen, die so große Angst haben, Panik, denn ich weiss wie sich das anfühlt. Derzeit mit meinem Vater, der kurz vor dem 90igsten Geburtstag im Krankenhaus liegt, und Angst vor dem Tod hat. Er glaubt an nichts als die Wissenschaft. Und wenn doch Religion nur den Sinn hätte, dass sie diese Angst nehmen kann, wäre das doch ein Sinn, denke ich. Natürlich nicht in der Form, dass sie wieder neue Kontrollsysteme und Ängste und Strafen hervorbringt…

Mein Vertrauen basiert nicht auf solchen Systemen.

Man kann sich ein Leben lang kontrollieren, beschäftigen, verdrängen, und auch das bringt eine gewisse Starrheit hervor, die irgendwann zum Hindernis selbst wird. Denn es macht den Körper krank, letztendlich.

Ich las wieder ein schönes Buch: Die Mondspielerin, von Nina George. Einfach ein Roman, über eine Frau mit 60 Jahren. Dank an die Schriftsteller-Innern.

Es erinnert daran, wie wir unsere Realität selbst mit erschaffen.

Ky 7/22

Buch: Magie für Neue Menschen

von Heike Antons & Andreas Hösl, tredition 2021

Ach, da ist es ja- Das Goldene Buch!- das Grundlagenwerk ethischer Magier. Der Inhalt ist anspruchsvoll und wertvoll, und ist doch als Einstieg wunderbar geeignet für alle, auch jene, denen das Thema neu ist. – vielmehr der Themenkreis: die Erde und alles darauf, darin, darunter- eben von tieferen Ebenen betrachtet.

Besonders da das Wort MAGIE mittlerweile eher von fantasy-Autoren benutzt wird, ist es höchste Zeit, uns die wahre Bedeutung wieder zu enthüllen. Und das in einem Sinne der Selbstentwicklung, indem wir für Alle etwas tun. Ein gut strukturiertes Sachbuch, die Autoren haben viel Erfahrung und bieten auch Seminare, Kraftortwanderungen und weitere Bücher zum geomantischen Verständnis. Gemeinsam bilden sie das Team AHHA https://www.wandermagie.de/

Buch: Das Dorf der Mütter

Roman von Franka Villette, rororo 2005

In diesem kenntnisreichen Roman geht es um die Steinzeit. In einer ungeheuer spannenden Geschichte wird hier die Begegnung der alten Jäger-und Sammlerkultur mit der eingewanderten jungsteinzeitlichen Bauernkultur vor ca 7000 Jahren erzählt. Den Rahmen bildet eine Ausgrabung, bei der zwei junge Archäologen durch ein Zeitloch in die frühe Zeit zurückfallen , diese am eigenen Leibe erleben und so aus ihrer Rolle der Beobachtenden herausfallen, und nebenbei auch in ihrem eigenen Leben einiges umkrempeln.

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Ausnahmemenschen

Manchmal denke ich, dass ich mein Leben mit Menschen verbracht habe, die anders sind. Menschen, die sich auch nicht anpassen konnten, was das miteinander auskommen immer schwierig machte. Aber nur diese verstehen doch, was ich meine. Gestern kam eine Freundin vorbei und brachte eine Tasche voller alter Bücher mit, von denen ich mir welche aussuchen sollte.

Und das erste Taschenbüchlein, welches ich herausholte: es war der erste Roman von Anais Nin: Leitern ins Feuer. Wie sehr ich mich darüber freue! Anais Nin war meine erste Seelenverwandte ( abgesehen von Karl May und Huckleberry Finn ), sie fand in meiner Jugendzeit die Worte, die ein Innenleben, ein Seelenleben beschrieben. Worte, die es sonst nicht gab. Tagebücher, geheimnisvoll, empfindungsvoll.

Das ist lange her und noch mehr zu ihrer Zeit, da war auch sie ein Ausnahmemensch. Selten wird man verstanden. Aber es hilft, sich selbst zu verstehen.

Was fand ich noch in der Tasche? Es war Marguerite Duras „Der Liebhaber“, ebenfalls eines dieser Werke, die ich geliebt hatte, und welches später auch verfilmt wurde.

Und „Die Rose von Jericho“, Sergio Bambaren, kenne ich nicht und werde ich vielleicht auch nicht lesen mögen. Oder doch? Es handelt vom Alkoholismus, ein Thema das ich für immer hinter mir gelassen habe, Jahrzehnte. Ich wäre nicht einer dieser hilfreichen Leute, die anderen dabei helfen, daraus auszusteigen. Ich gehe ihnen aus dem Weg. Es schmerzt, Betrunkene zu sehen, zu erleben.

Verachte ich sie, verachte ich auch etwas von mir.

Aber bin ich noch, was ich mal war? Nö. Viele Leben in einem, wie Inkarnationen, die an einem vorüberziehen in einer Rückführung, alten Fotos, wie eine Fremde scheine ich mir da. Ich bin anders.

Ich habe soviel dazugewonnen.

Ky2022

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