Geomantieschule

Immer wieder mal nehme ich gern an Projekten teil, die sich mit der Wahrnehmung und dem Kontakt zur Anderswelt befassen. Da wären kleine workshops, oder auch onlinekreise, wie sie zum Beispiel hier von Stefan Brönnle mit seiner Geomantieschule angeboten werden. https://www.youtube.com/@Geomantieschule

In dem aktuellen Projekt geht es um die Sidhe, und wie wir uns öffnen, um Kommunikation zu finden. Es gibt Botschaften von ihrer Seite, sowie einen Austausch der Teilnehmenden, ein Training unserer Fähigkeiten.

Mein Weg dazu ist immer das Zeichnen, auch Worte, jedoch setzen sich innere Bilder nicht eins zu eins um. Oft weiß ich nicht, was ich da zeichne. In der ersten Portalöffnung, die von Stefan angeleitet wurde, erkannte ich deutlich zwei Steine neben mir. Ein schwarzer und ein weißer Felsen, in einer ansonsten leeren Landschaft. Ich grübelte anschließend, wo ich denn solche Steine schon sah, und was die Botschaft sein soll.

Und dann an einem Regentag sortierte ich meine alten Bilder, Mengen von Fotos und Zeichnungen in Durcheinander. Und- mir fiel ein Foto in die Hände, ja , aus einer alten Ausstellung-und da waren sie, die Steine, miteinander. Das Bild stammt aus einer Reise nach Cornwall, zwanzig Jahre her. Da gab es also Orte der Sidhe, natürlich, und dieser besondere Platz, an dem zu den zerklüfteten Granitfelsen auch die weißen Riesenkiesel lagen, denn dort floss ein Bach ins Meer. Ein kleiner Abstieg hinunter in der ansonsten hohen steilen Küste.

Ich lebe ja wieder an einem Fluss, der hier in die Nordsee fließt. Die Eider wird allerdings von einem Sperrwerk begrenzt, welches bei Sturm geschlossen werden kann. Aber hier im Hinterland sind noch immer Ebbe und Flut spürbar, bei Tönning sichtbar, und Eiderstedt wäre sicher ein Ort, den die Sidhe mögen.

So sind meine Eindrücke, im Ausdruck. Das lässt sich nicht einfach nur in Worten wiedergeben. Eigentlich ist meine ganze Kunst so, und ich denke immer, nur mit Tagbuch und Kenntnis von Projekten lässt sich das verstehen. Aber es ist mein Prozess, im engen Austausch mit Landschaft, Wesenheiten, und menschlichen Gruppen auch.

Das ist das wichtigste, dass es geschieht.

Leider sind die Geomantie und schamanische Wege immer noch viel zu wenig bekannt, geschweige denn normal. ich hoffe aber, es wird eines Tages normal sein.

Cornwall

Frühstück

Ein Beitrag zur blogparade von Amorak (Jess)

Jetzt geht mir langsam die Tassenlust aus, auch wenn ich mich freue über die vielen Leser und Leserinnen. Diese Kombination habe ich jeden Morgen vor mir, mit Roibostee und den Nachrichten im Radio. Das ist eine Konstante, die mir wichtig ist. Vorher kommen natürlich die Tiere dran, vier Katzen stürmen in die Küche, sobald ich mich erhebe.

Ich möchte nicht so jemand sein, die als youtube-vloggerin jeden Moment ihres Lebens beschreibt, und dabei entsetzlich langweilig ist, dafür habe ich auch nicht die Fähigkeit, mich gut darzustellen. Nur leider haben so manche, die es tun, diese Fähigkeit auch nicht. Ich schaue ab und zu bei Lara zu, wenn sie auf La Gomera ist. Und bin bestürzt, dass Leute, die einen Reiseblog machen, auch diese jungen, die wandern auf einen Berg und kriegen nicht mal hin, den Namen zu wissen!!! Das wäre doch das einzig wichtige, was einen Zuschauer interessiert!

Aber Lara, die war jahrelang auf der Insel, und hat unzählige langweilige videos gemacht über ihr Frühstück, und nun wandert sie im Valle Gran Rey herum, ohne sich auszukennen und irgendeinen Ortsnamen zu wissen. Wir erfahren nur, dass ihr die Füße wehtun. Das kann ich allerdings gut nachvollziehen, denn ich wohnte ein paar Jahre dort oben in La Viscaina und bin diese Wege sehr oft gelaufen. ( La Viscaina war der Name eines untergegangenen Schiffes von Kolumbus, der einst auf dieser Insel Wasser fasste.) Und weil ich immer Sehnsucht habe nach dem Ort, schaue ich auch die videos .

Ich glaube, am Ende geht sie in die Bar und ob da noch eine Tasse vorkommt, weiß ich nicht.Ich habe nicht bis zum Schluß durchgehalten. Aber ist es nicht schön da!

Wenn ich in La Viscaina im Obertal von Valle Gran Rey etwas empfehlen sollte, dann wäre es das „Macondo“ Der Name ist Lesern von Gabriel Garcia Marquez bekannt, es ist sicher kein Zufall, dass sich der Besitzer Roberto an Macondo erinnert fühlt. Man muss hoch hinauf bis zum Lomo de Balo und wenn man Glück hat, ist geöffnet. Es ist eine kleine Kaffeebar, mit einem Gericht, manchmal. Meine Freunde wohnen auch dort oben. Man hat eine grandiose Aussicht, über das ganze Tal bis hin zu dem Stück Meer, was man zwischen den Bergrücken erhascht. Und der Himmel. Das Macondo hat eine Terasse.

Und der Berg ist auch im Rücken. Ich merke schon, darüber schreibe ich wesentlich lieber. Immerhin, diesen Eindruck kann man im video ja auch erhalten.

Und zum Glück hat mein Bruder im Geiste, ein anderer Gomerafreund mir gestanden, dass er ebenfalls diese videos guckt. Wir haben vielleicht gelacht!

Tasse von Ellie

Ein Beitrag zur blogparade von Amorak

Dieses wunderbare Bild kommt von meiner Freundin Ellie gesendet. Es ist ein Mokkatässchen von Heike Greiner.

Und noch eine Keramikertasse hat sie in ihrer Sammlung, von einem Töpfer von den Externsteinen, wie sie schreibt, den sie einst in Wedel traf.

Auf Kunsthandwerkermärkte gehe ich selbst kaum. Aber Ellie verkauft ja selbst, und hat daher so viele Begegnungen. Sie arbeitet im Kiekebergmuseum, in der Nordheide, und zeigt dort das Filzen, Spinnen, natürliches Färben von Wolle und sie macht auch noch Musik auf ihrer Quetschkommode, singt dabei Frühlingslieder und ist überhaupt so ein herzlicher und kreativer Mensch. Gelernt ist sie eine Webermeisterin.

https://www.kiekeberg-museum.de/

Unter „Zuschauen und Mitmachen“ findet ihr sie.

Einmal ans Watt

Ich entdecke so gern Strukturen. Manche Schätze fand ich am Deich, bei Westerhever auf Eiderstedt.

Das Wasser ist immer weg, wenn ich komme. Und watttaugliche Schuhe hatte ich nicht, daher blieb ich am Rand.

Fast windstill und ohne Regen, Leute sind da auch nicht viele in Richtung Osterhever. Da sind die Schafe auf dem Deich und kacken alles voll. Und hinter dem Deich…hunderte Nonnengänse.

Farben von Flechten, auf Schlacken zur Deichbefestigung. Sand , an manchen Stellen auch dunkel.Wo sich hier Bernstein verbirgt, habe ich noch nicht rausgefunden. Soll aber, sagt der alte Herr vom Flohmarkt, der eine große Kiste voll davon hat.

Und Meeresblumen…das sind die Schätze, die ich mitnahm.

Blasentang, Mövenfedern, aber die unzählbaren Muscheln liess ich da….

Ein Glück, dass der Regen Pause machte, auch gestern abend zum Osterfeuer.

Und dann ist noch der Papst gestorben heute früh.

Totholz

Durch Gerhards Beitrag ( Kopf und Gestalt) über die Mauerbiene kam ich auf Gedanken zum Totholz. Insektenhotels funktionieren nämlich bei mir nicht. Mein Garten ist voll von viel besseren Möglichkeiten. Und zwar zählt dazu das Totholz, welches einerseits durch einst abgesägte große Bäume entstand, andererseits durch Stücke aus dem Brennholz, bzw solche, die Brennholz werden sollten, aber viel zu groß sind und sich in der Garage stapeln, wobei sich natürlich niemand findet, der die kleiner sägt. Solange noch andres Holz da ist.

So nach und nach finden diese interessanten Teile den Weg nach draußen, als Hocker oder Blickfang,und dienen dem Specht als Nahrungsquelle, den Schlangen als Unterschlupf für ihre Eier. Wo die Igel überwintern, habe ich noch nicht herausgefunden.

Das Tipi lebt , zum Teil. Die Weide wird immer größer und darunter kann auch kein Feuer mehr gemacht werden. Die anderen Äste gammeln jährlich vor sich hin, müssen aufs Feuer, also das ist ja auch Leben. Es lebt.

Auf dem Dachboden habe ich Wespen, die überwintern. Es gibt hoffentlich auch Wildbienen, jedenfalls Hornissen im Dach und viele Hummeln. Sie lieben auch das alte Holz, das sie kauen , um ihre Nester zu bauen.

Die Saison beginnt

Das Steinzeitdorf ist wieder geöffnet, die Mitarbeiter wieder da und ich habe eine erste Besuchsrunde gedreht. Hundert Kinder kamen mir schon im Eingang des Museums entgegen, sie hatten mit ihren Lehrern vier Tage lang als Projekt Modelle gebaut und dann zum Abschluss die Präsentation gemacht.

Eine Ausstellung drinnen über Großsteingräber gab es schon über den Winter zu sehen. Dieses Neandertalerlager als Diorama von Wiebe gestaltet ist wirklich ein Kunstwerk, so plastisch ist die Wirkung, dass es im Foto mit dem Wald zu einem Bild verschmilzt. Das Licht ist ohnehin ein Traum derzeit, so viel Helligkeit!

https://steinzeitpark-dithmarschen.de/

Es ist ein bisschen wie auf der Insel. Eine Insel im Strom der Zeit.

Licht

Dunkel und Licht gleichermaßen: plötzlich sah ich es in den Fotos, die ich lange nicht betrachtete. Das macht den Zauber eines solchen Ortes aus, und zwar vom tiefsten Schwarz zum hellsten Licht, vor dem man die Augen schließen muss. Die vollständige Welt der Schattierungen, sowie das überwiegende Fehlen künstlicher Strukturen, die Mächtigkeit von Natur. Sicher schafft der Mensch sich kleine Räume, damit er sich sicher fühlen kann, soweit es geht. Je länger er mit mächtiger Natur lebt, umso besser gelingt es. Ich glaube, man erkennt sie an, ihre Zerstörungskraft ist offensichtlich. Der Tod ist auch Begleiter auf manchen Urlaubsorten, wo nicht damit Vertraute sich überschätzen und auf unbekannten Wegen straucheln, oder in die Tiefe gezogen werden. Einige Jahreszeiten müssen schon erlebt werden, um das Unberechenbare zu begreifen.

Ich muss sagen, ich schaute zu Jahresbeginn nach Kalendern dieses Ortes, – doch keiner kommt an meine eigenen Fotos heran, die schon 15 Jahre alt sind. Man muss tagtäglich damit aufwachen, in den Bergen, mit dem Licht, welches hundertmal am Tage wechselt, und dann muss man Zeit haben, beobachten, statt Strecken abzuwandern und abzuhaken die üblichen Touristenspots.

Fotos auf http://beingalive.jimdofree.com

Etliche Pcs gingen an mir vorbei seit jener handylosen Zeit, und ich weiß nicht mehr, wo die Bilder noch gespeichert sind, außer in meinem Inneren. Auch dort haben sich Licht und Dunkel seither in Frieden gefunden. Verzehrende Feuer sind seitdem passiert, Asche trübte mein Herz. Und wie Phoenix erstand es wieder .

Eine Reise an jenen Kraftort , die Insel La Gomera, wird übrigens im April hier https://www.impulseseminare.de/ ausgerichtet, da nicht auf der Seite angegeben, muss man danach fragen.

Ich machte diese Reise 2008 und dann war um mich geschehen- ich blieb länger als gedacht.

Sagen wir mal, bis heute reicht die Wirkung allemal, ohne dass ich körperlich dort anwesend bin. Es hat viele Gründe und die Fähigkeit zu Bindung, die mich nun anderswo hält. Doch im Innern ist es stark, das Feuer und die Schatten.

Aufrecht oder Aufrichtig

So würde ich den Titel des road-movie “ Upright “ übersetzen, den ich im zdf in der mediathek anschaute. Denn darum geht es irgendwie, auch nach einem schweren Schlag und Verlust wieder aufrecht zu gehen. Und ehrlich hinzuschauen. Zwei völlig unterschiedliche Menschen haben mehr gemeinsam als sie denken, und sie sind unterwegs von Sydney nach Perth, auf einer langen Straße, an der unterwegs praktisch NICHTS ist außer australischer Busch. Dieses Nichts ist allerdings recht sperrig.

Dieser Fim hat mich sehr interessiert, weil ich selbst einmal in meiner naiven Jugend diese Strecke getrampt bin und dort unvergessliche Begegnungen hatte. Zum Glück nicht so krass wie in diesem Film, aber fast. Hier passieren eine Menge absurder und chaotischer Dinge, die man vielleicht in unserem geordneten kleinen Land nicht für möglich hält. Und die Wüste, die Stille, die roten Sonnenuntergänge. Dafür gucke ich jeden australischen Film.

https://www.zdf.de/one/upright/page-video-ard-tag-1-102.html

Ja, leider schaffe ich es mal wieder nicht, das video direkt anzuhängen.

Wenn man genau hinguckt auf seinen Fahrten, ist das Leben ein road-movie und ich muss sagen, wann immer ich Dieselabgase rieche, was hier auf dem Land durchaus vorkommt, denn die Traktoren düsen zu Zeiten durchs Dorf, dann denke ich an Busfahrten und Busbahnhöfe in Asien, Busse ohne Fenster auf nepalesischen oder philippinischen Bergstraßen , Schotterstraßen mit abenteuerlichen Abgründen und bin froh, dass ich das alles erleben durfte. Wobei das währenddessen unendlichen Stress bedeutete. Wer hätte damals gedacht, dass ich so alt werde und gern daran zurückdenke. Gerüche sind starke Erinnerer und besonders in warmer Luft wehen sie weiter. Hier rieche ich auch oft das Meer von Westen und jetzt rieche ich wieder Holzfeuer, ein ganz starker Lieblingsduft…auch ich zünde abends schon den Ofen an. Es ist ja womöglich so, dass all das verboten werden soll, die Welt ist dann eine andere als die meines erinnerten Lebens.

Zu den Übersetzungen: wörtlich sind sie nicht zu nehmen, daher finde ich gut, wenn der englische Titel gelassen wird. In meiner Spanisch-Übersetzung (siehe vorher) muss ich feststellen, dass vieles nicht wörtlich geht, weil die Sprichworte und Bilder eines jeden Volkes ganz andere sind! Sehr spannend, denn das Denken geht andersherum. So ein Übersetzer ist wahrhaft ein Wortkünstler ersten Ranges!

Mitteilen

Es geht um Geomantie. Bei Caroline Wünsche heißt es Geomediation und das passt vielleicht noch besser als Begriff. Das sich Mitteilen mit Bäumen und Felsen und alten Zeiten, das Lebendigwerden und Miteinander verweben.

Ich empfinde ihre Arbeit, Kraftplätze zu verbinden und uns nahe zu bringen, wertvoll und klar und authentisch. Daher hier ein link zu den videos.https://youtu.be/-JABiH1l7xQ?feature=shared

Geomadiation Foundation.

Und es muss getan werden. Manche haben diesen Ruf und die Wahrnehmung. Wie dankbar und froh ist die Welt darüber, der große Teil des Lebens, den fast nie mehr jemand anspricht.

Ich begann mit Geomantie 2006, doch vorher war ich schon immer Beobachterin, schon immer. Mir fällt auf, dass in den Medien so etwas kaum ein Thema ist, und anders als vor 15 Jahren findet man nicht mehr die videos von Geomanten in der ersten Reihe. Vielleicht sind wir aber auch einfach mehr und mehr in die Tiefe gegangen und es ist nicht unsere Aufgabe, neue Menschen zu überzeugen. Wir reden mit Bäumen und Vögeln. Und sind damit nicht allein.

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