Farben im September (21)

Eine challenge von AMORAK

Alles so schön bunt hier- auf der Messe „Weite Horizonte“ in Eckernförde sammelte ich einiges von den Bergen von Material, das die Aussteller dort präsentieren. Auch gab es einen Bücherflohmarkt der spirituellen Inhalte. Das findet man hier in unserem Landesteil nur spärlich.

Doch die Bandbreite der Inhalte ist schon reichlich. Im Grunde hat ja jeder von uns seinen eigenen Zugang, zum Göttlichen, zur Erde, zu einem Werkzeug und einer Methode, mit etwas Hilfe. Und wirklich, mir gefielen die farbigen Kartensets, Energiebilder, Energiekleidung, Klangschalen und Gesänge. Es gab sogar ein Paar, das free hugs anbot- Umarmungen. Das wäre mir energetisch vielleicht zu wahllos und ich weiß nicht recht, – ich finde es so schon schwierig, mich von so einem Tag des Bombardements zu erholen. Da muss ich erst mal in die Natur.

Was im übrigen mein allerbester Zugang ist, channeln eingeschlossen.

Denk mal

Heute ist der Tag des offenen Denkmals https://www.denkmalschutz.de/denkmale-erleben/tag-des-offenen-denkmals.html. Das weiß ich nun von einer Freundin, die im Museum arbeitet . Heute wird sie dort sein https://www.lueneburger-heide.de/service/sehenswuerdigkeiten/253/moisburg-muehlenmuseum-moisburg.html

in der Wassermühle und sie bietet dort Mitmachaktionen rund um Wolle an, Filzen, Spinnvorführung und anderes. Einmal werde ich über die tolle Ellie Beyer schreiben, was sie alles macht.

Ich bin aber weiter nördlich- und werde heute eine Lesung besuchen mit Ausstellung. Ach, zuerst noch der Straßenflohmarkt in Tellingstedt. Dann geht es weiter nach Nordhastedt ins Gemeindehaus. Das Besondere ist, dass es eine wordpressfreundin ist, die dort ihre Geschichten und Bilder vorstellt, gemeinsam mit ihren Mitkünstlerinnen. http://blauefederhome.wordpress.com/

Normalerweise sind diese ja über die halbe Welt verteilt, Griechenland, Indien und England, und ich lese gern, wie sie anderswo leben. Doch hier eine so ganz in der Nähe zu finden, ist auch schon toll. Natürlich gibt es hier eine Menge Künstlerinnen, wie wir auf der Eröffnung des diesjährigen Kunstgriff sehen konnten, etwa 150 Anwesende, schätze ich. Doch von ihr wußte ich ja nun schon, was sie macht. Und für mich ist das Besondere, dass sie den spirituellen Hintergrund in ihrer Kunst übermittelt. Und so wunderbar Natur und Stoffe/Textilien einwebt und überhaupt alles zusammenwebt mit dem Schreiben und den Geschichten.

Na, also witzig war das schon, dass sie mich gleich auf dem Parkplatz erkannte.

Ich bin hier wie Viele eher anonym und mit Künstlername unterwegs, aus gutem Grunde nennen manche nicht ihren Wohnort, denn wir schreiben viel privates und aus unserem Innersten. Den Menschen aus meiner Nähe gebe ich den link nicht oft. Denn ich bin ehrlich und brauche diesen Raum, um das zu äußern, was ich nicht jedem erzählen will….und dann aber doch wiederum jedem, der es wissen will.

Ich weiß, wie mutig es ist, sich mit seinen Werken zu präsentieren. Meine letzte Ausstellung ist lange her und ich schlief die ganze Nacht nicht vorher, obwohl Freunde die Rede hielten …diesen Stress muss ich meiden, deshalb lasse ich es. Doch der Traum vom eigenen Buch- wer hat den nicht geträumt von uns….ich freue mich schon auf Blaue Feder und will gerne ein paar Fotos machen.

Plattform

Ich bin hier auf einer Plattform, das ist mir bewusst. Irgend jemand hat die aufgebaut und stellt die Mittel zur Verfügung. Und das sogar umsonst- naja. Ohne Werbung geht das nicht. Und ohne unser Aller Inhalte geht es auch nicht, so klein unsere einzelnen Beiträge auch scheinen mögen.

Mir wurde gerade eine neue Plattform vorgestellt von Bekannten, sie nennt sich Tribe und soll spirituell sein. Oder werden. Das Vorstellungsvideo ist für mich abschreckend genug um hier darüber zu meckern…Erst mal sind es drei Männer, wieder nur Männer, und es geht um business. Das Wort Freiheit ist zwar groß geschrieben, aber letztendlich….https://tribe.de/free/about . Seht selbst.

Das video ist mit großkotziger Musik hinterlegt, vollkommen hektisch und auch die gezeigten Gebäude- ich glaube sie bauen die- scheinen mir nur Betonklötze zu sein.Ich mag das nicht mal angucken! Wir Spirituellen sollen uns nun beteiligen und unsere Gaben da reingeben, während uns noch mitgeteilt wird, wie viele Millionen die da investiert haben!!

Ich erinnere mich an eine andere Plattform namens Momanda, wo es das schon einmal gab. 2011 eröffnet, ist das heute nur noch für bekannte professionelle Autoren und Seminarleiter offen, die Verträge abschließen müssen, die die Massen anziehen.

Wir waren damals ein bunter Haufen tolle interessante Leute, so einige davon kenne ich noch, es ist ja nicht so lange her. Wir diskutierten im Forum,, boten unsere Gaben an, informierten, es gab ALLE spirituellen Wege, echte und falsche. Mit Lile an Eden machten wir sogar ein Buch zusammen, das der freien Energie helfen sollte! Das alles fiel in sich zusammen. Es geht um business, und das scheint mir doch bei den Jüngeren nur noch digital zu existieren.

Viel Fingerspitzengefühl fehlt mir da. Ich glaube, das Neue wird von Frauen erschaffen, auch sie erlernen die Mittel für Erfolg- zum Beispiel den workshop von Madita Böer zur souljourney https://mesa-schule.de/würde ich empfehlen, ebenso Sonja Emilia rainbow, https://www.schamanismus.net/Das sind Frauen, die den schamanischen Weg über lange Jahre von indigenen tribes erlernt haben.

Das nämlich regt mich wirklich auf: so eine Plattform „Tribe“ zu nennen. Die alte Form von Stammeskultur ist nicht wirklich für die neue Welt geeignet! Und doch ist es die Form, die den größten Zusammenhalt bietet und die größte Verbindung zu den Ahnen. Es ist gelebte Welt und nicht digital. Computerspiele imitieren all das und etliche Filme.

Aber Stammeskulturen haben auch seltsame Formen hervorgebracht: Immer die Abgrenzung zu anderen, grausame Rituale und Tabus, Abwertung andersartiger Mitglieder bis zur Tötung, das ist bekannt aus Büchern und Erfahrungen von Forschenden.

Meine Empfehlung dazu ist „Der letzte Schamane“ von Juri Rytcheu ( aus Sibirien) , ein Roman über die Zerstörung von Stammeskultur. Denn das ist das Seltsame: Die echten Stämme werden nicht geschätzt oder unterstützt. Ganz im Gegenteil, gelten sie in ihren Heimatländern immer noch als rückständig, werden überhaupt nicht gehört oder verstanden, und es ist zu befürchten, dass sie jetzt auch in Bolivien keine Stimme mehr erhalten, wo sich der erste indigene Präsident des Landes mittlerweile im Dschungel vor seinen Gegnern verschanzt. Aber man will alles von ihnen haben: Ihr Land, ihre Farben und Ideen und ihr Wissen, ihre Pflanzen und Drogen und Geschichten.

Kunst ist in all diesen ursprünglichen Stämmen eine wichtige Form für Ritual, Zeremonie, Kleidung und so weiter. Ich finde das Fehlen von Gefühl für Schönheit und natürliche Ästhetik ein Manko, ein Fehlen von Verbindung. Nana Nauwald ist ebenfalls eine Künstlerin, die mit dem Indigenen lebt und daraus schöpft auf vorbildliche Weise. Ich denke ja nicht, dass Männer das nicht können.

Farben im September (7)

Eine challenge von Amorak

Buchrücken. In diesem Falle zusammen passend und mich an den Regenbogen erinnernd. Leider ist das Phänomen des Prismas von Licht vollkommen vereinnahmt worden von einer dogmatisch wirkenden Diskussion. Für indigene Völker hat der Regenbogen immer eine immense spirituelle Bedeutung gehabt und gar nichts mit „Vielfalt“ usw zu tun.

Viele uralte Überlieferungen haben mit dem Regenbogen zu tun und es gibt auch einen Schamanismus dieses Namens. Aber wer weiß das schon noch, bald geht alles unter in diesem schrägen Zeitgeist. Der bedient sich. An Allem.

Der Lehrer, der diese Bücher hier schrieb, Norbert Muigg, ist keiner von den Zeitgeistautoren. Er hat wirklich Ahnung von einer alten Kultur, in die er eingetaucht ist.

Buch: Die vier Toten von Tibet

Eliot Pattison, Aufbau Verlag, 2020

Noch einmal Eliot Pattison, diesmal habe ich den neuesten Band der Krimireihe gelesen, die so viel mehr ist als Krimi. Mit China und Tibet treffen zwei total gegensätzliche Extreme aufeinander, wie er meisterhaft darzustellen versteht. Ich lerne, dass der Autor ein Anwalt ist.

Nun passieren im Buch wundersame Dinge, wie man sie sich wünschen würde im Angesicht der Ohnmacht gegenüber totalitären Systemen. Und wer weiß. Tibeter jedenfalls sind fähig, daran zu glauben. Ich bin wieder tief beeindruckt .

Zwar auf englisch, doch bietet die webseite des Autors einiges an Hintergrund und das tun die Romane übrigens auch- ich habe hier viel gelernt, was ich im buddhistischen Kontext nicht unbedingt erfahren habe, so wie er im Westen oft gelebt wird.

Es geht hier um Menschlichkeit. Es geht überhaupt bei allem um Menschlichkeit. Und der Titel des Buches, die vier Toten- nun. Es sind ja so viel mehr als Vier.

Spiegel

Das Sonnengesicht – es ist auf einem Khuya eingeritzt, ein heiliger Stein aus einer peruanischen Tradition, der nun auf meiner Mesa liegt. Mit anderen Steinen. Das Gesicht spricht mich natürlich besonders an. Es macht ihn persönlich. Andere mit ihren Gesichtern und Geschichten spiegeln meine Empfindungen, und durch deren Worte finde ich manchmal zu meinen eigenen. Ich lese einige Frauen, die durch schwierige Lebensbedingungen gehen, und das sind nicht die von Hunger, Durst, Kälte. Es sind innere Brüche, die bei einem Aufruf von Konflikt wieder auftauchen, alter Schmerz, der einen plötzlich überfällt. Also es ist kein Wunder, wenn man Angst vor seinen Gefühlen bekommt.

Ich kenne schon Menschen, die für alles ihre Umwelt verantwortlich machen und Rücksicht erwarten für ihren speziellen Zustand. Das lässt sich nicht realisieren. Ich war einmal so, und auch heute wähle ich sorgsam, in welche Felder ich mich begebe. Ich werde da dennoch manchmal besonders an das erinnert, was ich früher nicht so richtig gemacht habe.

Vor allem bin ich schnell verwirrt, wie denn etwas gemeint ist. Ernst oder Spaß? Für mich ist das ganz und gar nicht lustig. Denn das Gefühl ist schneller als die Frage. Solche „Späße“ können mich einen ganzen Tag aus dem Gleichgewicht bringen. Genau aus dieser Angst heraus habe ich überzogen reagiert, habe ich abgewehrt und versucht, zu kontrollieren, weil ich weiß, was mit mir passiert.

Ich bin ganz dankbar für Worte, die das beschreiben mit Ohnmachtsgefühl.

Was mir hinterher hilft: Diese kleinen ganz einfachen Rituale, die schamanische Tradition überall auf der Welt bereit hält. Manchen hilft Religion, Beten und das ist nicht ganz mein Weg. Das erfordert meist eine Anpassung an Dogmen und Verhalten, das nicht zu mir gehört. Macht wird auch da von Menschen ausgeübt.

Ich möchte im Austausch mit stärkenden Kräften sein, das sind nicht Menschen. Ehrlich, in Menschen finde ich so wenig Halt. Da bin ich wohl nicht die Einzige, deshalb gibt es wohl Wege, die zahllosen Wege, die Menschen gesucht haben, um eine andere Perspektive zu bekommen.

Es gibt Übungen, sich mit der Sonne zu verbinden und vieles mehr. Kunst, Singen, Natur. Ohne den Ehrgeiz, etwas gut zu machen, oder es für andere zu machen. Ich bin ein Sonnenkind.

Artificial

https://imeldaalmqvist.substack.com/

Imelda Almquist ist eine ernst zu nehmende schamanische Lehrerin, und seit Jahren lese ich von ihr.

Hier eine interessante Zusammenschau über AI, artifial intelligence- die KI.Und die Dimension dessen, dass immer mehr Leute glauben, hinter ihr stecken oder äußern sich fühlende Wesen. Ich selbst glaube nicht, dass man das Intelligenz nennen kann, was in der Maschine programmiert ist. Aber wie dem auch sei. Wir selbst müssen besser werden, wahr von falsch zu unterscheiden. Und in dieser Menschen welt, die das offensichtlich nicht kann und nicht will, nicht verrückt zu werden.

Wie dem auch sei, ich habe Besuch von Menschen, den ganzen Tag echte Gespräche, es ist auch anstrengend, und es lässt mir wenig Zeit für die künstlichen Wesen.

http://fassadenkratzer.de/2025/08/06/wird-ki-unsere-zukunftige-regierung-sein/http://fassadenkratzer.de/2025/08/06/wird-ki-unsere-zukunftige-regierung-sein/

Unerklärt

So ist das mit der Kunst-nicht so einfach zu verstehen, und jeder kann etwas hineininterpretieren. Darum gefällt sie mir. Ich habe wieder Hilma af Klint in der Wohnung hängen, in klein natürlich.

https://www.arte.tv/de/videos/109358-199-A/stadt-land-kunst/ In dieser Sendung fand ich ein paar gute Erklärungen dazu, die mir neu waren. Doch, dass es spirituell ist, weiß ich. Und ich male manchmal ganz ähnliche Sachen, Kreise, Wirbel, das kommt ganz von selbst aus dem Handgelenk. Wir könnten ganz naturalistisch malen, aber wozu. Dennoch- so etwas in 2×3 Meter Größe und daraus mein Leben werden zu lassen, das wäre mir dann dochzu ernsthaft. Ich bewundere solche Determination. Ein deutsches Wort dafür fällt mir nicht ein.

Meine Bildchen sind Zustandsbeschreibungen, mehr wollen versetzt mich in Stress, den ich einfach nicht mehr aushalten will. Ja das kann dahin führen, dass das Leben kleiner wird und enger. Aber mir angemessen.

Nichts Besonderes, ist das erleichternd, nichts Besonderes sein zu müssen. Allen Ernstes war das in unsere Erziehung eingewoben, die Kś sind was Besonderes. Tja, da konnte ich nur noch anders werden, besonders gut jedenfalls nicht.

Ich muss sagen, seitdem mag man mich vielleicht auch. Ich finde es wunderbar irgendwo dazu zu gehören, umarmt zu werden, ohne dass ich irgendwas tolles gemacht habe. Es gibt zwar das Gegenteil, man darf nicht Herausragen, Auffallen, Angeben, usw. Das scheint im Norden und in diesen evangelisch kirchlich geprägten Gegenden wirklich unbewusstes Credo: sei bescheiden, sei arm, sei still und brav. Ich weiß das von meiner Oma. Aber Stolz, den gibt es hier auch sehr. Auf das, was und wer man ist. Fleißig auf jeden Fall, muss so. Und das war Hilma af Klint, dafür muss man große Bilder schaffen.

Das Glück

Die Zeitschrift happinez bietet uns eine Schreib-challenge an. Teile dein Glück. Und zwar das Glück, das durch die Zeitschrift ausgelöst wurde, glaube ich. Es ist eine hochwertige, schön gestaltete Zeitschrift mit teils interessanten Beiträgen, in denen es mehr oder weniger um Spiritualität und Selbstfindung geht. Das ist ja nicht das Gleiche.

Na jedenfalls versuchte ich über Glück zu schreiben- das ist eine echte challenge. Ich könnte tagelang über Unglück schreiben, wie so Viele. Das scheint auch zu helfen. Aber Glück – es hört sich so klischeehaft an…wie so manches in dieser Zeitschrift, ach in allen vermutlich.

Ich hatte Glück, immer wieder.

Aber das tolle Glückgefühl, das ich erinnere, war auf dem Schiff nach Teneriffa, 2010, als zwei Hippies auf ihren Gitarren spielten, das Schiff war voller Portugiesen, die nach Madeira fuhren, wir waren auf dem Weg und fast angekommen.

Das Glück war die Freiheit.

Die Hippies betrunken.

Der Schlaf wenig.

Danach dann Nervenzusammenbruch- der Katzensitter hatte monatelang weder den Garten begossen noch die Katzen gefüttert, überall lag dreckiges Geschirr herum, und gleich nach unserer Ankunft brachte die Katze drei Babies im Wandschrank unter.

Die Rückfahrt ein halbes Jahr später mit dem gleichen Schiff war nicht glücklich.

Unsere Katzen kletterten verzweifelt in den Käfigen umher, in die sie auf dem Fahrzeugdeck mussten, ich weiß nicht wie Tierschützer die Transporte aushalten. Völlig voller Schrecken war das Alles. Und lange kein Glück, nur Freude, viel Angst. Natürlich war das Finden einer Wohnung an sich ein Glück. Aber glücklich war ich damit nicht.

Nun kann das auch nicht sein, wenn nur das Dazwischen, die Freiheit das wahre Glück ist. Das ist eben genau wie im Spirituellen- nicht ganz in dieser Welt, sondern mit dem Blick in andere, mit Aussicht auf höhere schönere und wärmere Welten, mit einem Bein im Paradies, dass uns nach wie vor versprochen wird. Und man kann einen Hauch davon erhaschen.

Jetzt steh ich aber mit beiden Beinen hier rum, unter sogenannten bodenständigen Leuten, und bin ganz froh. Ich koche Apfelmus. Die Katzen von damals sind alle schon im Paradies, in den ewigen Jagdgründen und ich hoffe, dass sie dort wieder Zähne haben.

Diese Sehnsucht nach paradieshaften Zuständen kann einen weit von sich weg bringen. Das habe ich erlebt, das ist gut und richtig. Das müssen nicht alle. Wer hat’s gesagt: Einer von den bekannten Lehrern, Alberto Villoldo: Jeder Traum verwandelt sich irgendwann in einen Albtraum.

Richtig. Eine Vision ist etwas anders.

Spirituelle Touristen

Nun ja, was zeichnet Touristen aus? Sie wollen für kurze Zeit Entspannung und Abenteuer erleben, meist in einer extra für sie angelegten künstlichen Komfortzone, in der ihnen nichts passieren kann.

So ähnlich sieht es auch aus, wenn man hier im Westen spirituelle Angebote aufsucht. Ich fragte mich selbst immer wieder, ob ich ernsthaft bin. Aber bin ich Buddhistin? Wenn ich die wirklichen Religiösen erlebe, die sich strikt an Regeln halten, habe ich gar nicht die gleichen Ziele. Ich will diese Welt nicht unbedingt verlassen, um an der Seite Amithabas wiedergeboren zu werden. Aber dennoch wurde darum jahrelang in einer Meditationsgruppe gebetet. Vielleicht liegt mir diese Welt doch sehr am Herzen. Die Buddhas und erleuchteten Meister kann ich ja auch anders anrufen. Ich mache meine kleinen Feuerzeremonien, singe und rufe die vier Winde, die Hüter der Elemente, den Schöpfergeist.

Ich bin nicht für ein Durcheinander, aber anscheinend haben manche, die seit Jahrzehnten die spirituellen Angebote geprüft haben, doch eine gewisse Freiheit erlangt, um selber mit Spirit in Kontakt zu treten. Es gab mächtige und wichtige Werkzeuge auf dem Wege. Gruppen über Gruppen, Lieder, Mantras, und auch Einweihungen. Ich finde es nicht gut, viel Geld bezahlen zu müssen, aber auch nicht, wenn man ohne Erlaubnis von Ureinwohnern ihre Götter und Zeremonien benutzt.

Über Alberto Villoldo bin ich mir nicht ganz klar, denn er hat die Erlaubnis, Riten weiterzugeben und ich wurde darin eingeweiht. Das wichtigste scheint mir, dass sie zum Wohle Aller und vor Allem für die Erde eingesetzt werden. Wir verändern uns mit der Praxis, das gilt für alle Wege. Wenn wir sie gehen.

Ich achte auf die Zeichen. Es kann sein, dass ich ein starkes Herz brauche, um Rituale durchzuführen, dass die Zukunft nicht die Komfortzone bereit hält, die für Touristen angenehm ist.

Und auch für die wird es wohl nicht leicht, wenn , wie auf Fuerteventura geschehen, sie plötzlich nicht mehr auf ihre Zimmer dürfen, weil der Reiseveranstalter pleite ist. Welch ein Erwachen!

Webseite erstellt mit WordPress.com.

Nach oben ↑