Buch: Freiheitsgeld

von Andreas Eschbach, 2022 Lübbe

Das Buch ist ein science fiction Roman, da er in der Zukunft von 2064 spielt. Er zeigt eine durchtechnisierte und überwachte Gesellschaft, in der das bedingungslose Grundeinkommen zum sog. Freiheitsgeld umbenannt wurde, und vielen Leuten der Sinn abhanden gekommen ist. Es handelt sich um eine sehr wahrscheinliche Zukunft, meiner Meinung nach. Die Handlung findet in Deutschland statt, und entgegen den amerikanischen narratives gibt es hier keinen Helden, der alle vor dem bösen System rettet. Es ist zu spät! Für uns könnte das ein deutlicher Hinweis sein, denn die Anzeichen gehen bereits in diese Richtung.

Bargeld wurde abgeschafft, die Autos fahren selbstständig-oder auch nicht, – und eine Arbeit zu finden ist ein Privileg, für das man einen hohen Preis zu zahlen bereit ist. Nun, ganz glaube ich nicht, dass solche Perfektion erreicht wird, und auch in jener Gesellschaft gibt es Wege, die Technik zu umgehen. Also der echte Freiheitswille der Menschen findet immer einen Weg, auch wenn es wohl nicht so viele Menschen sind, die es durchschauen und auch noch den Mut haben, sich gegen die, die angeblich es gut mit uns meinen, aufzulehnen. Ein bisschen Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

Und der Roman ist spannend sowie kurzweilig zu lesen, hier schreibt ein Autor und nicht ein Sendungsbewusster .

2 Antworten auf „Buch: Freiheitsgeld

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  1. Ich bin ja eine Sendungsbewusste …😉. Und ich frage mich, was dieses „alle überwachen wollen“ für Ursachen hat: Macht über andere haben wollen; ist vermutlich eine der Ursachen. Aber eine andere ist vermutlich dieses sehr tief sitzende Denken, dass es „gute“ und „böse“ Menschen gebe. Und Überwachung die „guten“ Menschen vor den „Bösen“ „schützen“ könne.

    Weil bisher zu wenige Menschen verstehen, dass sie alle gute und weniger gute Anteile in sich haben. Sie die Auseinandersetzung mit sich selbst verweigern, und stattdessen lieber die angeblich „Bösen“ im Außen bekämpfen / überwachen. Und sich mit diesem an und für sich eher bösen Handeln, auch noch „gut“ vorkommen. Weil sie ja die anderen als „böse“ definiert haben.

    Herzliche Grüße
    Maren

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