“ Das Lied der Kämpferin„- schöner Titel. Gabs im Supermarkt als Mängelexemplar. Es ist eine Science- fiction-Story – von einer Frau, Thema eine Frau, mehrere. Scifi ist nur für die Harten, sagte ich noch zu jemandem. Aber das übertrifft was ich so kannte….Klar ist es Literatur. Sprachlich excellent. Wenn man die genauen Beschreibungen von Grausamkeiten mag, von perversen Umwandlungen, in einer Welt, die keine mehr ist. Ich versuche es zu vergessen, aber das geht leider nicht, wenn man es einmal im Kopf hat.
Die Erde ist da wie immer schon zerstört und einige haben sich vor Jahrzehnten in eine Raumstation gerettet, die wie ein Gefängnis ist. Das Leben dort verändert ihre Körper und sie werden weniger menschlich. Älter als 50 darf auch keiner werden, und es gibt keine Kinder.
Die Rückblicke drehen sich um eine besondere Frau, die magische Kräfte hatte und zwar geht es mehr oder weniger immer um Leben erschaffen. Das alles ist ebenfalls düster und erinnert an Horror, Vampirfilme oder solches Genre, das ich mir nie nie nie angucke. Die Autorin ist aber so gut- sie hat magische Kräfte, dass sie Bilder erschafft, die man nicht vergisst. Man sei also gewarnt, das ist nicht komisch. https://www.wikiwand.com/en/Lidia_Yuknavitch
Auf deutsch finde ich diese biografischen Hinweise nicht, jedoch versteht man nun bei dieser Kindheit, warum die Autorin Lidia Yuknavitch solche Dinge schreiben kann. Sie sind nicht erfunden.
Man mag an T.C. Boyle denken, der auch dazu fähig ist, groteske boshafte Dinge zu erfinden, die aber nie ganz ohne Komik sind. Sarkasmus und etwas Menschenfeindlichkeit dazu. Die spielen immer in unserer Welt und zwar recht gegenwartsnah.

Der Genesis-Plan von James Rollins ist dagegen ein klassischer Spionage-Roman, in dem nichts fehlt…alte Nazis, moderne Agenten, mutierte Tiere. Von Kopenhagen bis in den Himalaya bis Südafrika geht die Jagd, bei der man kaum zu Atem kommt. Ja manchmal weiß man nicht mehr genau, wer wer ist. Und hier werden Experimente mit Menschen gemacht, die auf den Naziplänen basieren, einen besseren Übermenschen zu erschaffen. Also im Grunde der umgekehrte Fall, bevor es nicht mehr zurück geht zum „normalen“ Menschen, was sich nämlich hinterher alle sehnlichst wünschen, wenn es zu spät ist.
Ich finde durchaus in Romanen, dass kluge Menschen sich über dieses unser Menschsein Gedanken machen, nur an entscheidender Stelle scheinen diese Klugen nicht zu existieren. Der Optimierungswahn ist immer noch im Rennen, der Wettbewerb ist grausam und es ist nur zu hoffen, dass junge Generationen dem nichts mehr abgewinnen können. Es ist nur schade, wenn sie einfach dabei so scheitern, dass sie Schaden nehmen.
Aber wer liest schon Romane….


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