Neue Geschichte(n)

Ich habe wieder Bücher gefunden, die ich lesen mag. Es gibt zwar einen Stapel ungelesener, die ich ja auch mitgenommen hatte, aber sie mag ich jetzt gerade nicht.

„Entlang der Inka-Straße“ von Karin Muller ist natürlich ein erstklassiger Road-trip, ein Reisebericht besonderer Art (2001) Und da geht es natürlich auch um Geschichte. Auf leichte Art. Ebenso ist der Roman „Mondlaub“ von Tanja Kinkel über die letzten Mauren in Granada ein Juwel an Geschichtsunterricht, auf sehr spannende Weise. Ich lese beide gleichzeitig, man kann den ersten kapitelweise lesen, sich die Orte dieser unglaublich langen Inka-Straße langsam entdecken.

Eigentlich wollte ich wieder in die Steinzeit heute, aber der Himmel …ich bin eine sonnenverliebte Steinzeitlerin…zwar ist da auch Geschichte, aber es ist doch immer das gleiche…Das stimmt gar nicht.Ich bin ja schon wieder anders als vor ein paar Jahren. Nur will ich nicht jedes Jahr wieder Körbe flechten.

Nun schaute ich eben mal , weil mir das vorgeschlagen wird, in meine älteren Texte und finde, ich habe mich verändert. So ernsthaft war ich. Irgendwie fühle ich mich leichter. Wollte ich noch was beweisen, oder ernst genommen werden? Alles war so wichtig, mitzuteilen. Meine Fotoapp will mir auch immer alte Fotos zeigen. Das ist nicht immer schön! Katzen, die schon unter der Erde weilen, sind nicht immer nur niedliche Katzencontentfotos.

Wie gesagt zuvor, will ich mich an alles erinnern? Muss ich noch mein Leben aufschreiben? Ich denke nicht. https://www.youtube.com/watch?v=LP6kF2UctgM

Hier im video hat es eine Frau sehr schön gemacht, Ich habe das gerne angeschaut, und ja auch ich war mal in Indien, und so weiter. Den Hippies immer verbunden. Die Welt war noch eine andere. War da nicht mal Hoffnung auf eine „bessere“ Welt? Wir wollten besser sein…nun ja. Heutzutage ist ja jeder ein Klimaretter, angeblich. Genau da setzt die Werbung an, alle großen Agenden sind Manipulation.

Besser ist nichts geworden. Aber diese Frau zum Beispiel hat etwas aus ihrem Leben gemacht, etwas Positives, Kreatives. Sie ist im Frieden mit ihrer Vergangenheit. Und ich finde, das ist es, worauf es ankommt. Es gibt unzählige Bücher und Filme, die ähnliches erzählen wie das, was ich oder sie erlebte. Es war schon krass, der gelungene Versuch, Jahre in Asien zu überleben.Für jeden, der es schaffte, sah man Viele, die es nicht taten. Die Dummheiten machten, nicht das Notwendige.

Aber angesichts heutiger Fluchtgeschichten, sowie der Auswanderer früherer Zeiten, waren wir doch freiwillige Flüchtige. Wie mans nimmt. Die meisten von uns flüchteten vor einer unerträglichen Innenwelt, in die Erziehung und Familie uns geworfen hatten. Diese Möglichkeit aber hatte der Großteil der Erdbewohner nicht, wie wir dann erfuhren und lernten, auf unseren Road Trips. Romane sind immer über Menschen, die etwas an ihrer Situation verändern. Oder an ihrer Sichtweise.

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