ABC Etüde mit den Wörtern: Zimt, kratzig, zeigen
Es wird kalt. Tanzende Schildkröten und Blätter. Spiegelnde Seen. Kein Wind. Die Bäume leeren sich. Mit Zimt bestäubter Kakao. Kratzige Wollpullover, und die Uhren zeigen auf die Fünf, wenn es dunkel wird. Morgens der Nebel über Wiesen. Über den dunklen Erdböden nicht. Feuerholz in Körben und Kisten stapeln. Das Sofa vor dem Ofen von Katzen belegt. Schamanische Trommeln. Unruhige Zeiten mit Überraschungen. Erst Blitzschlag dann Dunkel. Explosiv, dann tot die Leitung. Kaltes Wasser. Kalte Füße. Schwarze Wasser. Jahresende.
Rauhe Rinde, rauhe Hände. Silberndes Haar und faltige Lippen. Lebensherbst, der Herbst des Lebens. Unbewohnte Häuser ohne Sorgfalt. Da sammelt sich Schmutz und Unrat, da sammeln sich tote Seelen, die von ihrem Tod nichts wissen. Sie sind nicht unsere Ahnen, sie sind Fremde, doch helfen ihnen Wegweiser und Kerzen. Lebensfaden, Lebensabend. Die Lichterkette. Eine alte Kirche wie eine Trutzburg gegen Wasserfluten an der umtosten Küste. Schauder. Schnurren, Schniefen, Zanken. Eifersüchtige Kater.
Durchhalten nun, Monatelang. Erinnerungen. Dank für kleine Gesten. Im Supermarkt am Montag altes Gemüse, fort damit. Die Gespenster weg, die Nikoläuse kommen. Hier ist dauernder Wechsel im vorgestanzten Rahmen. Der Weihnachtsmann auf dem Motorrad, mit Sonnenbrille. Im Zebramantel. Immer neue Kaufimpulse schaffen. Moderne Zeiten. Wir haben alles. Die Romafrauen gehen im Bademantel einkaufen. Sie sind bunt und zeitlos.
Unbehelligt von unseren Wirren. Immer in ihrer Familie. In ihrer eigenen Sprache. Rosenkohl. Den ernten sie auch für uns. Nun verlassene Felder mit hunderten Schafen darauf. Tiefe Gräben.


Was sind das für tote Seelen von Fremden? Warum kommen sie zu euch und was suchen sie dort? Die, die nicht verstanden haben, dass sie gestorben sind, bleiben in der Regel dort, wo sie lebten, und wandern nicht weiter.
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